Darksiders 3 – Test zur langersehnten Fortsetzung

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Darksiders III [PlayStation 4]
  • Spielen Sie als FURY! Bewahren Sie das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse auf der Welt mit Magie und Peitsche
  • Nutzen Sie FURY's Magie und ihre verschiedenen Elementar-Formen, die ihr Zugang zu einzigartigen Fähigkeiten, Waffen und Moves erlaubt
  • Erkunden Sie die offene Welt und bewegen Sie sich frei vor und zurück. Entdecken Sie neue Geheimnisse, je weiter Sie in der Story voran schreiten
  • Besiegen Sie die Sieben Totsünden und ihre Dienerschaft, die von mythischen Kreaturen bis hin zu unbeschreiblichen Monstrositäten reicht
  • Herausgeber: THQ Nordic

Releasedatum: 27. November 2018

Genre: Action-Adventure

USK: Ab 16 Jahren freigegeben

Publisher: THQ Nordic

Plattformen: PC, PlayStation 4, Xbox One

Der erste Teil der Darksiders-Reihe steckte uns im Jahr 2010 in die Rolle von Krieg, einem der vier apokalyptischen Reiter. Darksiders mauserte sich recht schnell vom Geheimtipp zu einem beliebten Action Adventure. Aufbauend auf diesen Erfolg erschien Darksiders 2 im August 2012. Wir übernahmen die Rolle von Tod. Das Spiel brachte einige Änderungen, wie zum Beispiel eine offene Spielwelt und mehr RPG-Elemente mit. Doch leider musste das damalige Entwicklerstudio schließen. Doch bevor die Pforten endgültig schlossen, wollte man den Titel noch unbedingt auf den Markt bringen. Das Resultat war leider eine recht unfertige Version. Was sich auch in den Kritiken der Fans wiederspiegelte. Doch gut 6 Jahre danach haben sich einige enthusiastische Entwickler von damals zusammengeschlossen, erwarben die Darksiders-Lizenzen zurück und begonnen mit den Arbeiten am dritten Teil der Reihe. Ob es sich hierbei um eine würdige Fortsetzung handelt, erfahrt ihr hier.

 

Was bisher geschah

Krieg, einer der vier apokalyptischen Reiter muss sich vor dem feurigen Rat verantworten. Er wird beschuldigt, die sieben Siegel gebrochen und somit die Apokalypse ausgelöst zu haben. Er jedoch bestreitet die Tat. Doch was genau ist geschehen? Sind hier andere Mächte am Werk? Wir schlüpfen diesmal in die Rolle von Fury (zu Deutsch: Wut), ebenfalls eine apokalyptische Reiterin. Wir werden vom feurigen Rat damit beauftragt, die sieben Todsünden einzufangen und zu Rechenschaft zu ziehen. Doch was steckt hinter alledem? Hat Krieg die Siegel zerbrochen oder dient er nur als Sündenbock? Doch diese Fragen sollen uns vorerst nicht interessieren. Um sicher zu gehen, dass wir unsere Aufgabe auch durchführen, bekommen wir eine Beobachterin zur Seite. Sie begleitet uns in einem magischen Armreif und erscheint uns nur ab und an. Was sie natürlich nicht davon abhält, unsere Entscheidungen zu kommentieren. Ob sie wirklich auf unserer Seite ist, ist auch nicht völlig klar.

In Darksiders 3 müssen wir als Fury die sieben Todsünden zur Rechenschaft ziehen.

 

Die Apokalypse hat begonnen

Widerwillig nehmen wir die uns gestellte Aufgabe an und begeben uns auf die Erde, welche von der Apokalypse heimgesucht wurde. Hier haben sich die sieben Todsünden nach der Schlacht zwischen Dämonen und Engeln niedergelassen und laben sich am Leid der Menschheit. Gier, die erste der sieben Todsünden ist unser erstes Ziel und es dauert auch nicht lange, bis wir aufeinander treffen. Der Kampf entpuppt sich als knackig. Hier hat man direkt das Gefühl, vor einem Endgegner zu stehen. Hier gilt es erstmal, das Angriffsmuster des Gegenübers zu verstehen. Doch nicht nur bei den Bosskämpfen, auch bei Begegnungen mit normalen Gegnern wird schnell klar, dass der Schwierigkeitsgrad im Allgemeinen schon etwas angehoben wurde. Bei vielen Gegnern reicht es nicht, einfach nur drauf los zu prügeln. Wir müssen auch recht häufig ausweichen. Gelingt das zum richtigen Zeitpunkt, können wir mit einem Gegenangriff kontern, der es in sich hat.

Die Kämpfe sind knackig und fordernd. Einfach nur drauf hauen bringt euch schnell den digitalen Tod.

 

Fury. Die mächtigste unter den Reitern?

In Sachen Gameplay hat Gunfire Games ganze Arbeit geleistet. Jeder Kampf ist auf seine Weise fordernd und wir müssen auch stets unser Umfeld im Blick behalten. Denn vier oder fünf Gegner können schon eine echte Gefahr bedeuten. Trotz des erhöhten Schwierigkeitsgrades sind die Kämpfe stets fair und können mit etwas Geschick problemlos gemeistert werden. Fury ist im Allgemeinen eine agile Kampfmagierin, die sich mit der Zeit in verschiedensten Magien versteht. Sie bringt ihr eigenes Gameplay mit und muss anders gespielt werden als ihre beiden Vorgänger Krieg und Tod. Sie ist weder so mächtig wie Krieg, noch ganz so flink und galant wie Tod. Doch dafür verfügt sie über mächtige, magische Fähigkeiten und Waffen, welche sich im späteren Spielverlauf natürlich noch verbessern lassen. Dadurch passt Fury wunderbar in die Riege der Reiter. Wie in den Vorgängern darf auch hier die Chaosgestalt der Reiterin nicht fehlen. Und die hat es in Sich.

Leg dich nicht mit Fury an! In ihrer Chaosgestalt teilt die Reiterin ordentlich Schaden aus und ist unsterblich.

 

Die Spielmechanik unter der Lupe

Wie in den Darksiders-Spielen üblich, gibt es auch wieder hier drei verschiedene Energiequellen. Lebens-, Wut- und Chaosenergie. Die Lebens- und Wutenergie werden als zwei übereinander liegende Balken angezeigt. Die Chaosenergie ist eine unförmige Spirale am linken Bildschirmrand. Die Lebensenergie ist, wie zu erwarten, die Anzeige der Lebenspunkte. Darunter ist der Balken für die Wut. Damit können wir starke, magische Sekundärangriffe durchführen. Die letzte und zugleich mächtigste ist die Chaosenergie. Ist die Spirale gefüllt, reicht eine kleine Tastenkombination aus und Fury nimmt ihre Chaosgestalt an und teilt dann ordentlich Schaden aus. Das ist zum einen nicht nur recht effektiv und überwältigend anzusehen, in der Zeit, wenn ihre Chaosgestalt aktiv ist, nimmt sie auch keinen Schaden und regeneriert zuvor verlorene Lebenspunkte. Doch diese Fähigkeit sollte mit bedacht genutzt werden. Es dauert eine Weile, bis sich die Chaosanzeige füllt und im Gegenzug ist die Energie darin recht schnell aufgebraucht.

Lita Ford in Rage. Mit anderen Waffen ändert sich auch Furys Haarfarbe.

 

Welche RPG-Elemente gibt es?

Action Adventures kommen heutzutage kaum ohne Rollenspielelemente aus. So natürlich auch Darksiders 3. Doch wie funktioniert das? Nun bei Darksiders 3 ist es ähnlich wie bei der Dark Souls oder God of War. Durch das besiegen von Gegnern sammeln wir Seelen ein. Diese können wir wiederum bei Vulgrim, Veteranen der Reihe ist dieser Name wohl noch ein Begriff, gegen Fertigkeitspunkte eintauschen. Mit diesen können wir entweder die Lebensenergie, physische Stärke oder magische Angriffskraft erhöhen. Doch auch die Primär- und Sekundärwaffen können verbessert werden. Neben Sockeln, in welche Talismane mit den unterschiedlichsten Funktionen eingefasst werden können, gibt es noch die Möglichkeit, die Waffen selbst zu verbessern. Dazu werden verschiedene Baumaterialien wie etwa Diamantsplitter benötigt. Das klingt zwar teilweise ein wenig aufgesetzt, fügt sich jedoch wunderbar in den Spielfluss mit ein. Später ist es auch möglich, andere Rüstungen zu tragen. Dadurch kann der Kampfstil auch etwas den persönlichen Bedürfnissen angepasst werden.

Das Levelsystem ist einfach gehalten und recht übersichtlich.

 

Das Leben nach dem Tod

Wenn wir in Darksiders 3 mal wieder das Zeitliche segnen, ist das nicht allzu schlimm. Wir manifestieren uns am letzten Speicherpunkt. Jedoch sind all unsere unverbrauchten Seelen, welche wir bis zum Zeitpunkt unseres Ablebens gesammelt haben weg. Das ist nicht so schlimm, wie es sich im ersten Moment liest. Wenn wir an den Ort unseres Todes zurückkehren, schwirrt da ein großer Klumpen Seelen umher. Den können wir dort einsammeln und erlangen so unsere verlorenen Seelen wieder. Dieses Allround-Zahlungsmittel ist wichtig. Denn damit lassen sich nicht nur Stufenaufstiege, sondern auch Verbrauchsgegenstände, Talismane und ähnliches kaufen. So gilt es bei Vulgrim immer abzuwägen, was ich jetzt mache. Setze ich die Seelen für einen permanenten Stufenaufstieg ein, kaufe ich mir Heilkristalle oder spare ich noch ein wenig auf eine neue Waffe oder ein neues Amulett. Auch können ungenutzte Gegenstände für Seelen verkauft werden.

Ein bekannter Weggefährte. Vulgrim steht uns auch in Darksiders 3 zur Verfügung.

 

Offene Spielwelt oder Dungeons?

Darksiders 3 bietet eine Mischung aus beidem. Es bietet eine Art riesigen, verwinkelten Dungeon. Man hat viele versteckte Winkel oder geheimnisvolle Pfade, die es lohnt zu erkunden. Es ist wesentlich weitläufiger als der erste Teil. Wartet aber nicht mit der Weitläufigkeit von Darksiders 2 auf. Eine Prise Metroidvania steckt auch hier drin. Viele Bereiche, welche vorher unerreichbar schienen, sollten zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufgesucht werden. Das lohnt sich in jedem Fall. Auch die Schnellreise ist wieder mit von der Partie. So kann die bereits erkundete Spielwelt jederzeit neu bereist werden. Woran man sich aber gleich gewöhnen muss, ist die Tatsache, dass man keine Karte zur Verfügung hat. Aber die Schnellreisepunkte sind fair verteilt und gut beschrieben. Somit findet man eigentlich immer recht schnell ans Ziel. Trotz des Mangels an Karte und der verwinkelten Spielwelt, findet man sich nahezu problemlos zurecht.

Die Spielwelt ist wieder liebevoll und detailreich gestaltet.

 

Was sonst noch so wissenswert ist

Leider hat auch Darksiders 3 so seine Macken. In der aktuellen Version auf PC sind die Untertitel etwas nach rechts verschoben. Darüber hinaus sind einige Dialoge entweder fragwürdig übersetzt oder die Dialogschreiber haben sich schlichtweg keine Mühe gegeben. Sie wirken manchmal etwas flach und passen von der Ausdrucksweise kein Stück zu einem Reiter der Apokalypse. Des Weiteren gibt es auch den ein oder anderen Bug zu beklagen. So sind im Menü der ein oder andere Funktionsbutton nicht im Bild, was unter Umständen ziemlich frustrierend sein kann. Nach knapp vier Stunden Spielzeit erreicht man die zweite Todsünde. Somit dreht sich die Spielzeit so um die 16-20 Stunden, was für so einen Titel schon ganz ordentlich ist. Die Rätsel im Spiel sind relativ einfach. Nur ab und zu muss man etwas mehr knobeln, um weiter zu kommen. Aber sie sind zu keiner Zeit unfair.

 

Darksiders III [PlayStation 4]
  • Spielen Sie als FURY! Bewahren Sie das Gleichgewicht zwischen Gut und Böse auf der Welt mit Magie und Peitsche
  • Nutzen Sie FURY's Magie und ihre verschiedenen Elementar-Formen, die ihr Zugang zu einzigartigen Fähigkeiten, Waffen und Moves erlaubt
  • Erkunden Sie die offene Welt und bewegen Sie sich frei vor und zurück. Entdecken Sie neue Geheimnisse, je weiter Sie in der Story voran schreiten
  • Besiegen Sie die Sieben Totsünden und ihre Dienerschaft, die von mythischen Kreaturen bis hin zu unbeschreiblichen Monstrositäten reicht
  • Herausgeber: THQ Nordic

 

Positiv:

komplette Steam-Controller Unterstützung auf PC
Passt trotz der Umstände perfekt in die Reihe
Starkes, durchdachtes Gameplay
Motivierendes Upgradesystem
Stimmige Soundkulisse
Coole Story

Negativ:

Man muss noch mit einigen kleineren Bugs klar kommen
Teilweise etwas zu Flache Dialoge
  • Darksiders III
    “Die Ankündigung von Darksiders 3 wurde von den Fans eher skeptisch betrachtet. Nach knapp sechs Jahren und das mit einem neuen Studio ist diese Skepsis auch sehr wohl begründet. Doch ich kann ruhigen Gewissens sagen, dass diese Skepsis unbegründet ist. Darksiders 3 ist ein hervorragendes Spiel und passt wunderbar in die Reihe hinein. Auch der Spagat zwischen eher moderneren Action Adventures und den früheren Standards, welche die Reihe nun mal ausmachen, hat das Entwicklerteam wirklich gut hinbekommen.”
    Tobias Panten, Redakteur

Darksiders 3 erhält den NAT-Games Award

Ab in die Sammlung?

Fans der Reihe können ganz beherzt zugreifen und sich drüber freuen, dass ihre Lieblingsreihe eine würdige Fortsetzung bekommen hat. Neulinge müssen nicht unbedingt die Vorgänger gespielt haben. Wer sich drauf einlässt, den erwartet ein spannendes Actionspektakel alter Schule.

Tobias Panten
Geschrieben von
freut sich wie ein Schnitzel auf Wacken !!!

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