Bayonetta 1&2 – Test zu den Switch-Ports der Hexenschnetzelei

Der dritte Teil der Bayonetta-Reihe wird exklusiv auf der Nintendo Switch erscheinen und aus diesem Anlass wurden die beiden ersten Teile für Nintendos Hybridkonsole neu aufgelegt. In dem actionreichen Hack’n’Slash-Spiel geht es ziemlich heiß her und wir haben beide Ports für euch ausprobiert und verraten euch in unserem Test, wie die sexy Hexe sich auf der Switch schlägt.

 

Ähm…wie war das?

Die Story von Bayonetta ist nicht wirklich einfach zu erklären, ist allerdings auch eher nebensächlich. Es geht um zwei Clans, Engel und Dämonen, die sich vor langer Zeit bekriegten und um Bayonetta, eine Umbra-Hexe, welche sich auf die Jagd nach Engeln macht. Dann gibt es da noch Weisen, eine Schöpferin und allerlei Verwicklungen mit einem Journalisten und einem kleinen, hilflosen Mädchen. Wenn man sich auf das ganze Chaos einlässt, dann entwickelt man jedoch durchaus den Drang, hinter das große Ganze zu blicken. Innerhalb des Spiels finden wir immer wieder Bücher und Aufzeichnungen, bei denen wir uns bei Interesse das Hintergrundgeschehen durchlesen können. Während der erste Teil noch ein wenig konfus die Vergangenheit von Bayonetta und den Clans aufwickelt, erzählt der zweite Teil eine etwas klassischere Rettungs- und Rachestory, bei der wir versuchen, unsere Freundin aus der Hölle zu befreien. Generell wirkt Teil 2 etwas lockerer erzählt, was daran liegen könnte, dass es auf einer Nintendokonsole erschienen ist. Dargestellt wird die Story in einer Mischung aus bewegten Cutscenes und Standbildern, wobei beide Erzählformen ihre Daseinsberechtigung haben. Bewegte Cutscenes zeigen uns meist actionreiche Ereignisse, denen Standbilder nie und nimmer hätten gerecht werden können. Standbilder kommen dafür öfter bei textlastigen Szenen zum Einsatz.

Bayonetta ist startklar, um die Switch aufzumischen.

 

Schnetzeln und ballern

Bayonetta 1 und 2 sind Paradebeispiele für actionreiche, schnelle und spaßige Hack’n’Shlash-Titel. Die Mechaniken und Angriffe sind leicht zu erlernen, die Kombos je nach Schwierigkeitsgrad etwas schwieriger zu meistern. Der zweite Teil behält das Gameplay des ersten Teils bei, man muss also nicht eine komplett neue Steuerung erlernen. Lediglich kleinere Aspekte wurden neu belegt, wie das Wechseln von Waffen und das Aktivieren von manchen Techniken. Wer jedoch Teil 1 durchgespielt hat, kann ohne Pause direkt am Nachfolger anknüpfen. Viel zu lernen gibt es nicht wirklich, auch Neueinsteiger werden es schnell schaffen, den Engeln ihre Hintern zu versohlen. Es gibt leichte und schwere Angriffe, einen Fernangriff und Ausweichmanöver. Tätigt ihr dies im richtigen Moment, aktiviert ihr die charakteristische Hexenzeit, in der sich alles in Zeitlupe bewegt. Die Level sind abwechslungsreich und reichen von schlauchförmigen Abschnitten bis hin zu etwas offeneren Gebieten. Aufgelockert wird dies durch das eine oder andere Event wie eine rasante Verfolgungsjagd auf einem Motorrad oder dem Ritt auf einer Rakete. Bayonetta 1 bietet nach einem abgeschlossenen Level noch ein Minispiel, in dem ihr in einem Arcadeshooter Währung für neue Ausrüstung sammelt. Diese Währung, die Heiligenscheine, gibt es zudem auch von besiegten Gegnern und in zerstörbaren Objekten, doch die Objekte im Shop sind teilweise so teuer, dass ihr euch vieles gar nicht leisten könnt. Essenziell zum Durchspielen sind diese Gegenstände allerdings sowieso nicht. Teil 2 streicht dieses Minispiel und bietet stattdessen einen Online- und lokalen Mehrspielermodus, in dem ihr zu zweit in die Schlacht gegen Engel startet und dabei Heiligenscheine auf euren Sieg wettet.

Mit vier Knarren geht es gegen die Engelsbrut.

 

Kleine Nebensachen

Bayonetta 1 und 2 bieten nicht den größten Umfang aller Zeiten. Beide Storykampagnen lassen sich in ca. 15 Stunden durchspielen, was schon recht ordentlich ist. Und obwohl es meist hauptsächlich stur nach vorne geht, gibt es abseits der offensichtlichen Wege ein wenig zu entdecken. Hier eine versteckte Truhe, dort ein Portal zu einer extra Kampfherausforderung, wenn man sich umschaut, dann findet auch man etwas Nützliches. So könnt ihr mit Hexenherzen eure Lebensanzeige und mit Mondperlen eure Magieanzeige vergrößern, Schallplatten bringen euch neue Waffen und Alchemiezutaten lassen sich zu hilfreichen Heilitems mixen. Dennoch bieten die beiden Spiele ein kurzweiliges Actionvergnügen, anders erwartet man es von einem Hack’n’Shlash aber auch nicht.

Gegner kommen in allen Größen und Formen.

 

Gutaussehende Ports

Mit Bayonetta 1 und 2 sind nahezu perfekte Ports gelungen. Die Steuerung ist intuitiv und funktioniert einwandfrei mit jeder Controllereinstellung. Dazu wird auch eine Touchscreensteuerung geboten, die allerdings nicht zu empfehlen ist. Zum einen verdeckt man sich so die Sicht auf das Geschehen, zum anderen ist sie zu simpel um ausgefallene Manöver auszuführen und wird euch besonders gegen stärkere Gegner nicht zum Erfolg führen. Die Spiele laufen flüssig mit 720p und 60FPS, sowohl im Dock als auch im Handheldmodus. Sie sehen einfach nur spitze aus, der zweite etwas besser als der erste Teil. Das liegt vor allem daran, dass Bayonetta 2 ein wenig bunter und farbenfroher daherkommt und die Farben generell etwas mehr leuchten. Bei Teil 1 wird man das Gefühl nicht los, dass irgendein Filter über dem Bild liegt, welcher dem Ganzen einen etwas gräulichen Look verpasst. Designtechnisch geben sich die beiden Spiele jedoch die Klinke in die Hand, sowohl die Monster als auch die Umgebungen und das Leveldesign sind so dermaßen kreativ, dass man nur gespannt darauf sein kann, was sich Platinum für Teil 3 einfallen lässt. Untermalt von mal jazziger Loungemusik über peppige Dancemusik bis hin zu Kirchenchören wird auch im Soundtrack eine interessante Mischung geboten und macht Bayonetta 1 und 2 für außergewöhnliche Erfahrungen im Hack’n’Slash-Genre.

 

Positiv:

Actionreiche Kämpfe
Abgefahrene Gegner- und Leveldesigns
Gut geportet
Interessante, wenn auch verwirrende, Story

Negativ:

Touchscreensteuerung unnötig und unpräzise
Teil 1 wirkt im Vergleich zu Teil 2 ein wenig grau
Items im Shop ein wenig überteuert
  • Bayonetta 1&2 – Test zu den Switch-Ports der Hexenschnetzelei
    “Für Fans des Hack’n’Slash-Genres sind die Bayonetta-Spiele ein Muss. Actionreiche und abgefahrene Kämpfe, ein kreatives Setting und schnell und einfach zu erlernende Steuerung machen die beiden Titel zu einem kurzweiligen, aber spielenswerten Erlebnis. Auch wenn man sie bereits gespielt hat, kann man sich die Anschaffung der Ports überlegen, denn auch im Handheldmodus funktionieren die Spiele super. Also kann man auch mal unterwegs ein paar Engel schnetzeln. Wer sich vor Teil drei noch einmal sein Bayonetta-Wissen und -Feeling auffrischen möchte, der macht hier nichts verkehrt.”
    Maarten Cherek, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wer bislang noch nicht die Schnauze voll von Switch-Ports hat, der sollte bei Bayonetta zuschlagen.  Hack’n’Shlash-Fans mit einer Switch kommen hier nicht dran vorbei.

Maarten Cherek
Geschrieben von
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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