Zombie Vikings: Ragnarök Edition – Test zum Untoten 2D Brawler

Heutzutage hat man schon allerlei an Zombievarianten gesehen. Schnelle, langsame, untote Tiere oder die obligatorischen Zombienazis. Doch Zombie Wikinger hat man kaum in einem Film oder einer Serie gesehen. Eben in diese Wikingerzombies schlüpfen wir in Zombie Vikings: Ragnarök Edition, welches Koch Media vertreibt. Wir haben den 2D-Coop-Brawler ausgiebig unter die Lupe genommen und verraten euch, ob die Zombies zu Recht aus ihren Gräbern auferstanden sind.

 

Ab nach Walhalla

Dass Loki ein schlimmer Wicht ist, weiß jedes Kind. Zu Beginn des Spiels wird man Zeuge, wie Loki seinem Ziehvater Odin sein einziges magisches Auge entreißt und sich aus dem Staub macht. Einen schlechteren Zeitpunkt kann es für Odin nicht geben, da sämtliche anderen Götter, unter anderem auch Thor, bei einem berauschenden Fest feiern und somit verhindert sind. Odin sieht nur eine Möglichkeit. Mithilfe seiner Magie belebt er vier gefallene Wikingerkrieger als Zombies wieder. Diese vier fauligen Zombies erhalten den lebensgefährlichen Auftrag, Odin sein Auge wiederzubeschaffen. Mit den vier Zombies schreitet man durch die nordische Welt und entdeckt dabei immer mehr aus ihrer eigenen Vergangenheit. Bis man die Endcredits des Spiels sieht, vergehen rund sechs bis sieben Stunden, in denen man sich durch 8 verschiedene Szenarien und durch 25 einzelne Levels prügelt. In dieser Zeit punktet Zombie Vikings vor allem mit seinem eigenen Humor. Die vier Charaktere haben dermaßen viele Sprüche drauf, dass man das eine oder andere Mal laut lachen muss. Dabei wird auch mal der eine oder andere Weltkonzern auf die Schippe genommen.

Die vier Zombies müssen Loki suchen.

Die vier Zombies müssen Loki suchen.

 

Bei Thors Hammer

Wie es sich für einen 2D Brawler gehört prügelt man sich mit seinen Zombies von links nach rechts. Allerdings ist das Gameplay recht mau. So gibt es jeweils einen Knopf für einen leichten und starken Angriff, Sprung, Block, Ausweichen oder Greifen. Wer früher einmal Double Dragon oder Final Fight gespielt hat, wird sofort zurechtkommen. Die vier verschiedenen Zombie-Wikinger unterscheiden sich nicht nur optisch voneinander, sondern auch spielerisch. So besitzt jeder der spielbaren Wikinger unterschiedliche Spezialattacken, die sich unterschiedlich nutzen lassen. Besonders im Coop Modus ist das Spiel unterhaltsam. Man kann das Spiel mit bis zu vier Spielern sowohl online, als auch vor dem TV auf der Couch zocken. Hier entfaltet das Spiel sein ganzes Potenzial. Allerdings geht in dem Gewusel auch schnell der Überblick verloren. Wenn man zu viert spielt und gegen eine Vielzahl an Gegnern kämpft, muss man extrem aufpassen, wo sich gerade der gespielte Charakter befindet. Während der Kampagne findet man in Kisten oder durch Besiegen von Gegnern sammelbare Goldstücke. Mit diesen Goldstücken lassen sich verschiedene Waffen und Runen erwerben. Mit neuen Runen und Waffen lassen sich die Charaktere anpassen oder verbessern. Besonders die freischaltbaren Waffen bestechen durch ihren Humor. Ein Schwert mit einem Hammerhai als Klinge oder ein Stinktierschwert sieht man eher selten in Games. Allerdings sind im Groben die extra Waffen oder Runen nicht wichtig, da man auch mit den normalen Waffen ganz gut durch das Spiel kommt. Der abgefahrene Stil des Spiels macht sich auch im Gegnerdesign bemerkbar. Riesige muskelbepackte Wikinger, schleimige Maden und viele mehr begeistern schon durch ihr Design. Am Ende eines jeden Gebietes wartet ein Bossgegner darauf besiegt zu werden. Spielerisch sind diese Kämpfe jedoch recht monoton. Meistens reicht plumpes Draufhauen und Attacken ausweichen aus, um den Bossgegner zu besiegen. Jedoch sehen die Bosse durch den Stil passend zu dem Gebiet aus. Dadurch will man stets den Boss des jeweiligen Gebietes am besten sofort sehen.

Besonders im Coop entfaltet das Spiel sein Potenzial.

Besonders im Coop entfaltet das Spiel sein Potenzial.

 

Charmantes Design

Grafisch besticht Zombie Vikings vor allem durch seinen eigenwilligen Grafikstil. Die komplette Spielwelt und die Charaktere wirken wie aus einem abgefahrenen Comic. Das passt hervorragend zu dem irre komischen Setting und sticht damit unter anderen 2D Games heraus. Für ein Indie Spiel wie dieses, reicht die dargestellte Grafik vollkommen aus. Dadurch, dass alles wie gezeichnet aussieht, wird das Spiel auch noch in zwei bis drei Jahren genauso gut spielbar sein und viel von seinem Charme behalten. Das Spiel kommt mit englischer Sprachausgabe und deutschen Texten daher. In der Ragnarök Edition sind zahlreiche Extras enthalten, die im ursprünglichen Spiel nicht enthalten waren. Demnach sind in der Edition zusätzlich fünf Arenen enthalten, sowie mit Frostbjörn und Raybörn zwei weitere spielbare Charaktere enthalten. Zusätzlich kann man im Hauptmenü ein zusätzliches Artbook auswählen und anschauen.

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Das Design und der Humor stichen besonders heraus.

 

Fazit:

Gelungener 2D Brawler. Zombie Vikings beeindruckt nicht gerade durch sein Gameplay oder seine Story. Vielmehr punktet das Spiel durch seinen Humor, bei dem man das eine oder andere Mal herzhaft lachen kann. Sofern man diese Art von Humor mag. Am meisten punktet das Spiel aber durch seinen Coop Modus, bei dem man mit bis zu vier Freunden auf der Couch gemeinsam zocken kann. In einer Zeit, in der es höchstens Mal ein Online Coop Modus gibt, ein herzlich willkommenes Feature. Somit kann ich jedem das Spiel empfehlen der einen charmanten und unterhaltsamen 2D Brawler such. Zumal es mit 20€ ein gutes Preis/Leistungsverhältnis bietet.

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Geschrieben von Kevin Kreisel
Freier Redakteur von NAT-Games.de

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