Zombie Kill of the Week: Reborn – Review zum pixeligen Zombieshooter

Zombies! Diese hirnfressenden, schlurfenden, manchmal rennenden Kreaturen sind bereits in so vielen Spielen verwurstet worden, dass ein neues Zombiespiel sich immer mit anderen vergleichen lassen muss. Zombie Kill of the Week ist ein Zombiespiel für Mobile-Geräte, welches mit Reborn nun auch den Weg auf den PC gefunden hat. Doch wie schlägt sich der 2D-Shooter im Retrostil? Und kann er mit anderen Zombiegames mithalten? Mehr dazu in dieser Review.

 

Du wirst sterben

Zombie Kill of the Week – Reborn (in dieser Review künftig als ZKOTWR bezeichnet) hat keine Story. Ihr seid … nun, eigentlich ist es egal, wer ihr seid, ihr entscheidet selbst. Seid ihr ein Typ mit einer Hühnermaske oder tragt ihr doch lieber den Helm von Robocop? Erstellt euren Charakter und stürzt euch ins Getümmel. In ZKOTWR geht es nicht ums Überleben, sondern nur darum, möglichst lange durchzuhalten. Ja, es gibt einen Unterschied. Überleben suggeriert, dass ihr es irgendwann heil aus der Apokalypse schafft und ein neues Leben beginnen könnt. In ZKOTWR werdet ihr allerdings sterben, ihr habt es jedoch in eurer Hand, wie lange dies dauern wird.

Hey Zombies, da an der Wand sind schon eure Freunde

Hey Zombies, da an der Wand sind schon eure Freunde

 

Pixelsplatter

ZKOTWR ist, wie in der Einleitung bereits erwähnt, ein 2D-Shooter im Retro-Pixel-Stil. Diese trashige Pixelgrafik verleiht dem Spiel aber seinen besonderen Charme und Humor, wenn die Zombies ihre Köpfe in einer pixeligen Explosion verlieren. Zugegebenermaßen ist diese Retrografik nichts für jedermann, Fans solcher Stilentscheidungen fühlen sich jedoch direkt heimisch. Wie ebenfalls bereits erwähnt geht es darum, so lange wie möglich durchzuhalten, welches man, wie sollte es in einem Zombieshooter auch anders sein, mit einem breit gefächerten Arsenal an Waffen bewerkstelligen soll. Man beginnt lediglich mit einer Handfeuerwaffe, findet in den Levels jedoch zahlreiche andere Tötungsmaschinen. Hier jedoch der Clou: Alles, was ihr aufheben oder benutzen wollt, kostet Geld, welches ihr für das Zombietöten bekommt. Waffe aufheben? Bezahlen. Tür aufmachen? Bezahlen. Trampolin aktivieren? Bezahlen. Und so haben wir hier also einen Teufelskreis. Ihr tötet Zombies, um Geld zu erhalten, um eine Tür zu öffnen, um eine neue Waffe zu finden, um mehr Zombies zu töten, um mehr Geld zu erhalten, um weiter im Level vorranzuschreiten, etc. Je mehr Wellen an Untoten ihr erledigt, umso mehr ZKW-Punkte erhaltet ihr, zudem levelt ihr nach und nach auf. Die ZKW-Punkte könnt ihr im Menü benutzen, um euren Charakter zu upgraden, sei es mit neuen Waffen, Equipments, Perks und Klamotten. Außerdem könnt ihr neue Level freischalten, von denen es derzeit allerdings nur vier verschiedene gibt. Neue Level sollen jedoch per Update dazukommen. Und so baut ihr euren Charakter weiter auf, und viel mehr Sinn steckt auch nicht dahinter, doch es herrscht schon ein kleiner Suchtfaktor, um mit einem ausgebauten Charakter erneut in die Schlacht zu ziehen, um ein paar Sekunden länger gegen die Zombieherde anzutreten als in der Runde zuvor.

Ein Affe mit Kleidchen und Kettensäge...nuff said

Ein Affe mit Kleidchen und Kettensäge…nuff said

 

Mehr Leute, mehr Splatter

ZKOTWR macht zwar alleine schon ein wenig Spaß, doch im Multiplayermodus wird natürlich der wahre Kern des Spiels enthüllt. Leider funktioniert dieser nicht perfekt, das Joinen auf einen Server ist aktuell noch problematisch, viele User berichten von Lags. Doch wenn man mit vier Spielern gegen die Untoten antritt, dann fällt das Durchhalten leichter. Doch auch im Singleplayermodus könnt ihr euch Gefährten zur Hilfe holen. Solltet ihr ein Handy finden, könnt ihr in der nächsten Runde einen Bot hinzufügen, der an eurer Seite kämpft. Seine Wegfindung lässt zwar teilweise zu wünschen übrig, doch was das Töten von Zombies angeht, so ist er euch definitiv eine gute Hilfe.

Jetzt rennen die auch noch

Jetzt rennen die auch noch

 

Hallo, ich töte Zombies und habe keinerlei Persönlichkeit

Grafisch brauche ich wohl nichts mehr zu sagen, denn es wurde bereits alles gesagt. Der Pixellook ist nichts für alle Zocker, doch er passt gut zum Spiel, und wenn man bedenkt, dass es sich beim Original um ein Handyspiel handelt, dann ist dieser Fakt auch nicht wegzudenken. Soundtechnisch macht das Spiel auch nicht viel falsch, das heißt nicht, dass nichts falsch gemacht wird. Zunächst einmal sind die Zombies stumm. Es hätte der Atmosphäre durchaus ein wenig gut getan, wenn sie ein paar Stöhnlaute von sich geben würden. Wer jedoch nicht stumm bleibt, ist unser Protagonist. Er lässt ab und zu einen dermaßen platten Spruch von den Lippen, dass einem schlecht wird. Dass sich der Sprecher dabei nicht die geringste Mühe gegeben hat, hört man sofort heraus. Die restlichen Sounds im Spiel sind okay, die Waffen klingen gut, eine Hintergrundmusik gibt es nur im Hauptmenü. Das dies nicht das Hauptaugenmerk von ZKOTWR ist, kann man auf jeden Fall an den explodierenden Zombieköpfen erkennen.

 

Fazit:

Zombie Kill of the Week – Reborn ist ein kurzweiliger, witziger 2D-Ballerspaß, nicht mehr, aber auch nicht weniger. Wenn der Multiplayermodus richtig funktionieren würde, dann kann man das Spiel sogar ein bisschen länger zocken. Solo werden jedoch die Wenigsten auf Zombiejagd gehen.

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Geschrieben von Maarten Cherek
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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