Yakuza: Like A Dragon – Test zum neuen Gangster RPG

Yakuza: Like A Dragon im Überblick

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Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Releasedatum: 10. November 2020

Genre: Rollenspiel

USK: ab 18 Jahren freigegeben

Publisher: Sega

Plattformen: Playstation 5, Playstation 4, Xbox One, Xbox Series, PC

Angebot
Yakuza 7: Like a Dragon - Day Ichi Edition (Playstation 4)
  • Spiele als Ichiban Kasuga, ein Yakuza Schläger, der von seinem engsten Vertrauten betrogen wurde
  • Benutze Baseballschläger, Regenschirme, Fahrräder, Straßenschilder und alles andere, was in greifbarer Nähe ist, um Deine Gegner zu besiegen
  • Verbringe Zeit mit Party-Mitgliedern um ihre Fähigkeiten zu entwickeln und um mächtige Combo-Skills freizuschalten
  • Inhalt der Day Ichi Edition: Das Spiel, exklusives Steelbook und Legenden-Kostüm-Set DLC

Nach sieben Haupttiteln mit dem Drachen von Dojima verabschieden wir uns von Kiryu Kazuma und bekommen einen neuen Protagonisten. Ichiban Kasuga als neuer Held ist dabei aber nicht die einzige Neuerung in Yakuza: Like A Dragon, denn auch das vertraute Brawler Kampfsystem ist Geschichte. Ich habe viel Zeit mit Ichi verbracht und seine Geschichte erlebt. Ob die Veränderungen mit der Qualität der bisherigen Yakuza Titel mithalten kann, erfahrt ihr jetzt im Test.

 

Auf Wiedersehen Kiryu – Hallo Ichi!

Mit Yakuza: Like A Dragon löst Ichiban Kasuga, den Drachen von Dojima als Hauptcharakter ab. Wie jedoch zuvor starten wir auch dieses Abenteuer in den vertrauten Straßen von Kamurocho. Hier treffen wir dann auch zum ersten Mal den jungen Ichi, der in der Karriereleiter seines Arakawa Yakuza Clans ganz unten steht und häufig den Laufburschen spielen muss. Ichi und dessen Boss Masumi Arakawa verbindet eine Vater-Sohn ähnliche Beziehung, seitdem dieser den noch jungen Ichi vor dem Tod gerettet und in seiner Familie aufgenommen hat. Alles scheint einigermaßen normal zu verlaufen, bis Ichis Boss ihn um ein dringendes Gespräch bittet. Wie sich herausstellt, hat der Captain des Clans ein Mitglied einer anderen Yakuza Familie getötet und sollte es herauskommen, würde es das Ende für die Arakawa Familie bedeuten. Daher bittet Masumi Ichiban, die Schuld für den Mord und die damit verbundene Strafe zu übernehmen, um die Familie zu retten. Ohne zu zögern stimmt Ichiban zu und verbringt letzten Endes 13 Jahre im Gefängnis und kann es kaum erwarten, bei seiner Entlassung wieder mit seiner Familie vereint zu sein. Doch niemand erwartet ihn, außer dem seltsamen Ex-Polizisten Adachi, der darauf besteht, ihm folgen zu wollen. Als Team schaffen es die beiden jedoch, Ichi und seinen Boss zusammenzubringen.

Doch das Wiedersehen fällt nicht herzlich aus, sondern endet fast mit Ichis Tod. Sein Überleben wird nur durch den Obdachlosen Namba gesichert, als Ichiban auf der Straße im neuen Hauptschauplatz von Yokohama aufwacht. Nach und nach machen wir Bekanntschaft mit mehreren Charakteren, die sich uns anschließen, während wir die neue Geschichte erleben. Offenbar gibt es nämlich einen Zusammenhang zwischen den Ereignissen mit Ichis alter Familie, den Konflikten in Yokohama und den dort streitenden Parteien. Und hierbei spielt auch eine unscheinbare Falschgeldnote eine entscheidende Rolle. Viel mehr will ich an der Stelle aber nicht verraten, denn die weitere Geschichte kann ohne Probleme den hohen Standard der bisherigen Yakuza Stories halten. Ichiban und seine Gruppe an illustren Freunden sind mir schnell ans Herz gewachsen. Ichiban ist dabei im Grunde das komplette Gegenteil von Kiryu, der immer stoische Ruhe bewahrt hat. Ichi ist ein Hitzkopf und immer gut drauf, stürzt sich allerdings auch wiederholt Hals über Kopf in neue Schwierigkeiten, um anderen zu helfen. Die Hauptstory ist dabei Yakuza typisch recht ernst, aber gespickt mit witzigen, fröhlicheren Momenten. Abseits der Haupthandlung erwarten euch in den Nebenmissionen und diversen Aufgaben in Yokohama aberwitzige und superschräge Momente, die man in der Reihe einfach erwartet und die den Charme ausmachen. Wo sonst sieht man Yakuza Bosse in Windeln und verprügelt diese dann mit Massagestab in der Größe eines Baseballschlägers. Charaktere, Story und der neue Schauplatz bringen frischen Wind in die Sache und bieten dabei eine erstklassige Yakuza Erfahrung.

Yakuza: Like A Dragon

Ichi ist super charismatisch und ein würdiger Nachfolger für Kiryu.


 

Yakuza und eine Dosis Dragon Quest

Ichiban macht durch das gesamte Spiel klar, wie viel ihm Dragon Quest bedeutet und wie sehr er ein Held sein will. Und das neue RPG Gameplay ist eine Reflexion von Ichis Passion für die gleichnamige RPG Reihe. Auf den ersten Blick hat sich nicht viel geändert, wenn ihr auf den Straßen von Kamurocho, Sotenbori und Yokohama unterwegs seid. Doch kreuzen Feinde euren Weg, ist plötzlich alles anders, denn jetzt gibt es nur noch kontrolliertes Gekloppe. Ähnlich dem Menü von Persona 5 bekommt ihr ein minimales, aber funktionales Menü, um eure Aktionen auszuwählen. Normaler Angriff, Items, Blocken oder Spezialaktionen wie Magie oder Spezialangriffe und Beschwörungen sind hier leicht zugänglich. Das System geht leicht von der Hand und hat überraschend wenig an Präsentationsbombast eingebüßt. Noch immer greift ihr zum Beispiel automatisch nach einem Fahrrad, um Gegner zu vermöbeln, sollte eins in Reichweite sein. Kämpfe geben euch Erfahrungspunkte und lassen euch im Level aufsteigen, was auch für eure Statuswerte gilt. Zusätzlich erhaltet ihr auch Jobpunkte, die neue Fähigkeiten freischalten, abhängig von eurem aktuell ausgerüsteten Job. Jobs, wie zum Beispiel Bodyguard, Idol oder Freelancer geben euch Zugang zu unterschiedlichen Aktionen und können ab einem bestimmten Punkt im Spiel frei gewechselt werden.

Welche Jobs jedem Charakter zur Verfügung stehen, hängt dabei aber von euren Charaktereigenschaften wie Leidenschaft, Charisma und dergleichen ab. Diese Eigenschaften lassen sich durch Nebenaufgaben oder auch spezielle Tests steigern. Nimmt man dann noch das Ausrüstungssystem hinzu, bekommt man hier ein sehr kompetentes RPG geboten. Natürlich mit dem typischen Yakuza Flair gewürzt. Minispiele sind auch wieder mit von der Partie und so könnt ihr wieder Songs in der Karaokebar schmettern oder euch im neuen Kart Game versuchen. Nebenjobs als Teilzeit sowie Nebenmissionen versprechen dabei neue Ausrüstung, neue Beschwörungen sowie dringend benötigtes Geld. Insgesamt ist der Wechsel zum RPG für ein voller Erfolg, mal abgesehen von einer kleinen Schwäche. Während der Kämpfe kann es passieren, dass Partymitglieder hinter einer Hausecke oder hinter einem Auto stehen, wenn ihr eine Aktion auswählt. In diesem Fall rennt der aktive Charakter erst mal um das Hindernis herum, um dann die Aktion auszuführen. Das kann gelegentlich nervig werden, wenn der jeweilige Charakter erst mal zum Ziel finden muss. Ansonsten ist Yakuza: Like A Dragon ein klassischer Yakuza Titel durch und durch.

Yakuza: Like A Dragon

Ein total normaler Anblick in einem Yakuza Spiel.


 

Die Dragon Engine hat ein paar kleine Schwächen

Der Wechsel zur Dragon Engine in den letzten Titeln hat die visuelle Qualität deutlich angehoben und das sieht man auch hier wieder deutlich. Insbesondere Hauptcharaktere sehen sehr detailliert aus und das gilt auch für Yokohama. Die neue Stadt ist dabei fast doppelt so groß wie Kamurocho und bietet größere Vielfalt. Wo sich jedoch Schwächen zeigen, ist bei den Ladezeiten, die oftmals kurze Dialoge oder Szenenwechsel unterbrechen. Die Ladepausen sind zwar nicht lang, aber wenn kurz hintereinander mehrfach kurze Gespräche mit anschließender Ladepause vorkommen, werden die Grenzen der Engine schnell deutlich. Dennoch sieht Like A Dragon hervorragend aus und auch die Arbeit der englischen Synchronsprecher kann sich hören lassen. Als Yakuza Fan habe ich schnell wieder auf die japanische Sprachfassung umgestellt. Die deutschen Bildschirmtexte sind gut übersetzt, allerdings sind mir hier und da kleinere Fehler aufgefallen, die allerdings nicht ins Gewicht fallen.

Angebot
Yakuza 7: Like a Dragon - Day Ichi Edition (Playstation 4)
  • Spiele als Ichiban Kasuga, ein Yakuza Schläger, der von seinem engsten Vertrauten betrogen wurde
  • Benutze Baseballschläger, Regenschirme, Fahrräder, Straßenschilder und alles andere, was in greifbarer Nähe ist, um Deine Gegner zu besiegen
  • Verbringe Zeit mit Party-Mitgliedern um ihre Fähigkeiten zu entwickeln und um mächtige Combo-Skills freizuschalten
  • Inhalt der Day Ichi Edition: Das Spiel, exklusives Steelbook und Legenden-Kostüm-Set DLC

 

Positiv:

Ichiban und seine Freunde sind eine sympathische Gruppe, die einem schnell ans Herz wächst
Yokohama ist ein neuer, fast doppelt so großer Schauplatz wie Kamurocho
Die RPG Elemente, Crafting, Beschwörungen und Jobs sowie all die Nebenaufgaben ergeben ein großartiges RPG
Jede Menge Nebenmissionen und Minispiele geben wieder Allerhand abseits der Handlung zu tun

Negativ:

In Kämpfen müssen Charaktere gelegentlich Objekte im Weg umgehen, was etwas Zeit kostet
Schnell aufeinanderfolgende, kurze Ladepausen bremsen manchmal den Spielfluss
  • Yakuza: Like a Dragon
    “Seit der Ankündigung von Yakuza: Like A Dragon gab es Bedenken, denn nicht nur Hauptcharakter Kiryu wurde ersetzt, auch das Kampfsystem musste gehen. Kasuga Ichiban erweist sich jedoch als extrem sympathischer Nachfolger, der sogar noch etwas mehr Charme mitbringt, als der Drache von Dojima. Und auch der Wechsel zur rundenbasierten Rollenspielmechanik erweist sich als überraschend passend und spielt sich großartig. Wie schon in den Vorgängern gibt es eine Menge schräge Nebenmissionen, Minigames und mehr zu entdecken. Die sympathische Gruppe und die spannende Story, gespickt mit jeder Menge klassischem Yakuza Humor sorgt für eine großartige Gesamterfahrung, die dem Namen der Reihe gerecht wird. Like A Dragon ist ein erstklassiger Vertreter der Reihe. “
    Marco Schmandt, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Absolute Empfehlung für alle Yakuza Fans und alle, die es noch werden wollen.

Geschrieben von
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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