WWE 2K16 – Test zum diesjährigen WWE Game

Neues Jahr, neues Spiel. Wie jedes Jahr erscheint auch in diesem Jahr ein neues Wrestlingspiel. Mit WWE 2K16 erscheint erst der zweite Titel den 2K Games zu verantworten hat. Im letzten Jahr konnte das Spiel nicht bei jedem Punkt überzeugen, deshalb wollte 2K Games zahlreiche Neuerungen und Verbesserungen einbringen. Ob es ihnen gelungen ist, erfahrt ihr in unserem Test zu WWE 2K16.

 

“Talk about your psalms, talk about John 3:16… Austin 3:16 says I just whooped your ass!” – Steve Austin

Die WWE hat, seit ihrem bestehen einige Stars hervorgebracht, die man auch abseits der Wrestlingwelt kennt. The Rock, John Cena und Hulk Hogan sind wohl die bekanntesten Stars. Doch einer der seit Ende der 90er als absolute Legende und größter Star seiner Zeit gilt, ist “Stone Cold” Steve Austin. Der Bier trinkende Antiheld ist der Coverstar in diesem Jahr und gilt als Synonym für die sogenannte Attitude Ära. Diese Zeit war für die WWE geprägt von Rebellion, dem Ausbruch einer härteren Gangart, die mit Blut und Schimpfwörtern nicht geizte. Durch diese Mischung erreichte die WWE Rekordeinschaltquoten im amerikanischen TV. Im WWE Showcase Modus wird sich in diesem Jahr der Karriere von Steve Austin gewidmet. Dabei spielt man die wichtigsten Matches, von seinem Match gegen Jake “The Snake” Roberts bei King of the Ring über seine Rivalität mit WWE Chef Vince McMahon bis hin zu seinen Wrestlemaniamatches gegen The Rock nach. Bei diesen Matches reicht jedoch das normale Gewinnen nicht aus. Im Laufe des Matches müssen bestimmte Ziele erfüllt werden. Diese Ziele sind an den realen Matchverlauf angelehnt. Erfüllt man diese, schaltet man zudem neue Objekte wie Wrestler, Arenen und Kleidung frei. Vor und nach jedem Match werden reale Videoclips aus den damaligen WWE Shows gezeigt, um das nächste Match aufzubauen. Diese sind, wie aus den letzten Jahren gewohnt, hervorragend inszeniert und vermitteln ein nostalgisches Gefühl. Will man anstatt die Matches von Stone Cold Steve Austin nachzuspielen, lieber die Karriere eines selbst erstellten Wrestlers spielen, kann man dies in “Eigene Karriere” tun. In diesem Modus erstellt man sich seinen eigenen Wrestler samt Move Set und macht die WWE unsicher. Anfangs startet man im Performance Center wo man unter Beobachtung von Trainer Tensai die WWE Grundlagen beigebracht wird. Danach startet man in der Nachwuchsliga NXT und arbeitet sich nach und nach zur Hauptshow RAW auf der Jagd nach dem WWE Titel. Für jeden erfolgreichen Kampf erhält man hierbei Erfahrungspunkte, die man in seine Talente und Fähigkeiten investieren kann. So kann man neues Movesset eines WWE Stars erlernen oder neue Talente erlernen, die einem im Ring neue Möglichkeiten geben. Zudem werden nach den Matches einige Interviews mit der WWE Moderatorin Renee Young geführt. Bei diesen hat man stets mehrere Antwortmöglichkeiten. Jede dieser Antworten steht für eine Charaktereigenschaft. Je nachdem wie man hierbei antwortet, formt man den Charakter des eigenen Wrestlers. Dabei haben der Charakter und die Antworten Auswirkungen auf zukünftige Gegner und Verbündete. Ein weiterer Spielmode ist der WWE Universum Modi. Dieser Modi gleicht dem eines Managermodus, bei dem man für jede Show die Matches ansetzen kann. Dabei kann man dann die Matches simulieren oder selbst spielen. Auch den Kader kann man selbst bestimmen. Will ich lieber das The Rock der aktuelle Champion ist und mit The Undertaker fightet oder doch lieber einem anderen? Dort hat man die Möglichkeit dies einzustellen und nachzuspielen. Für ein schnelles Spiel zwischendurch bietet sich der Exhibition Modus an. In diesem kann man einfach eine Matchart und die Wrestler auswählen und los geht es. Bei den Matcharten sind wieder, alle bekannten dabei. Demnach stehen von normalen 1 vs.1, Tag Team Matches, 3 vs. 3, Handicap Matches in verschiedenen Ausführungen wie Iron Man Match, Steel Cage, Hell in a Cell und viele mehr parat.

Noch heute ist "Stone Cold" Steve Asutin einer bder beliebtesten WWE Stars.

Noch heute ist “Stone Cold” Steve Asutin einer bder beliebtesten WWE Stars.

 

Give me a Hell Yea! – Steve Autin

Aus spielerischer Sicht setzt Entwickler Yukes auf das bewährte Gameplay aus den letzten Jahren. Jedoch wurden kleine Änderungen vorgenommen, die das Spiel nun ein Tick authentischer und dem realen Matchverlauf näherkommt. In den letzten Jahren verkam das Spiel vor allem im Multiplayer zur reinen Konterschlacht. Es reichte stets aus, durch perfektes Timing die Moves der Gegner zu kontern. Jetzt wird das Kontern nicht mehr so leicht, da man nur noch eine bestimmte Anzahl an Kontern ausführen kann. Im Spiel gibt es eine gelbe Leiste, die in fünf Balken eingeteilt ist. Mit jedem Balken kann der Wrestler einen Konter ausführen. Dieser Balken lädt sich allerdings im Matchverlauf wieder auf. Dennoch muss man mit den Kontern taktieren und im richtigen Moment einsetzen. Weitere Grundpfeiler sind die Schadensanzeige, die einen schematisch dargestellten Körper anzeigt. Je nach Schaden die eine Körper Region (Kopf, Torso, Arm, Bein) einsteckt färbt diese sich von gelb über orange zu rot. Ebenfalls wird wieder die Schwungleiste prozentual angezeigt. Durch erfolgreiche Moves, Schläge oder Taunts steigt diese an. Hat die Leiste die 100% erreicht, erhält der Wrestler ein Signature und einen Finisher. Diese sind verheerende Moves, mit denen sich der Gegner am besten ausschalten lässt. Im Vergleich zum Vorgänger wurde das Spieltempo etwas verlangsamt. Dies kommt der Spielbarkeit zugute, wodurch die Zugänglichkeit und es sich insgesamt etwas entspannter spielt. Des Weiteren wurde das Pin und Submissionsystem neu designt. Nun muss beim Pin ein neues Minispiel durch richtiges Timing bewältigt werden, um aus dem Griff des Gegners auszubrechen. Beim Submissiongriff kommt nun auch ein neues Minispiel dazu. Kommt es zu einem Griff, wird ein Kreis angezeigt.Der Angreifer bekommt hierbei einen roten Balken, der Verteidiger einen blauen. Der Angreifer muss nun sein Balken über dem verteidigende Blauen Balken halten, damit sich der Kreis füllt. Der Verteidigende muss versuchen diesen zu entkommen. Die Größe der Balken hängt hierbei von der Gesundheit der Wrestler ab.

Wird der Kreis rot bzw. blau gefüllt hat man gewonnen bzw. verloren.

Wird der Kreis rot bzw. blau gefüllt hat man gewonnen bzw. verloren.

 

The best there is, the best there was, and the best there ever will be – Bret “Hitman” Hart

Im Spiel wird weiterhin dieselbe Engine genutzt, die seit 2007 in den WWE spielen vorkommt. Dementsprechend ist auch die grafische Präsentation etwas veraltet. Zwar sehen einige Wrestler wie Finn Balor oder Rusev ihrem realen Vorbild sehr ähnlich. Andere wie Kevin Owens und weitere nur flüchtig. Ebenfalls sehen alle Wrestler die lange Haare besitzen, grob gesagt hässlich aus. Das liegt vor allem daran das die Haare bei denen wie draufgeklebt aus und diese sich auch nicht realistisch bewegen. Dies sollte vor allem mit den technischen Möglichkeiten der Playstation 4 und Xbox One besser gehen. Vor allem da 2K Games in ihren anderen Spielen wie NBA 2K16 es deutlich besser hinbekommen hat. Auch die Fans in den Arenen sehen aus als hätten sie seit der Playstation 2 Ära kein grafisches Update spendiert bekommen. Für Atmosphäre sorgen immerhin ihre Fangesänge, die sich stets an den im Ring stehenden Wrestler anpassen. Bei guten Moves schreien diese beispielsweise bei Daniel Bryan “Yes” oder bei Brock Lesnar “Suplex City”. Im Spiel sind mit 120 Wrestler so viele dabei wie in keinem WWE Spiel zuvor. Dabei sind nicht nur die aktuellen sonder auch etliche Legenden. Jedoch ist der Roster nicht aktuell, sondern befindet sich auf den Stand um Wrestlemania 31 (April 2016). So ist im Spiel Seth Rollins noch amtierender US Champion, obwohl John Cena vor Erscheinen des Spiels Champion war und er diesen nun an Alberto Del Rio abgegeben hat. Der wiederum nicht im Spiel ist. Des Weiteren fehlen mit Charlotte, Sasha Banks, Bayley und Becky Lynch etliche Diven, die im aktuellen Diventitel geschehen mitwirken. Diese wurden allerdings bereits für das Spiel eingescannt und werden mit hoher Wahrscheinlichkeit als kostenpflichtiger DLC erwerbbar sein.

Die Zuschauer sind wahrlich nicht die schönsten.

Die Zuschauer sind wahrlich nicht die schönsten.

 

Folgende Wrestler mit Stärkeangabe  sind im Spiel enthalten:

“Macho Man” Randy Savage: 90
“Ravishing” Rick Rude: 82
“Stone Cold” Steve Austin & “Stunning” Steve Austin
Adam Rose: 82
Aiden English: 80
Alicia Fox: 78
Andre the Giant: 89
Bad News Barrett: 86
Bam Bam Bigelow: 87
Baron Corbin: 81
Batista: 89
Big E: 85
Big Show & The Giant: 91
Billy Gunn: 85
Bo Dallas: 83
Booker T: 89
Bray Wyatt: 87
Bret “Hit Man” Hart: 90
Brian Pillman: 85
Brie Bella: 79
British Bulldog: 84
Brock Lesnar: 94
Cactus Jack: 87
Cameron: 73
Cesaro: 88
Chris Jericho: 86
Christian: 86
Colin Cassady: 82
Colonel Mustafa: 80
Curtis Axel: 83
Damien Sandow: 84
Daniel Bryan: 92
Darren Young: 86
Dean Ambrose: 89
Diamond Dallas Page: 87
D-Lo Brown: 83
Dolph Ziggler: 86
Dude Love: 84
Edge: 88
Emma: 80
Enzo Amore: 80
Erick Rowan: 85
Eva Marie: 77
Fandango: 84
Faarooq: 85
Finn Bálor: 88
Fit Finlay: 86
General Adnan: 77
Goldust: 86
Haku: 84
Heath Slater: 78
Hideo Itami: 85
Jack Swagger: 85
Jake “The Snake” Roberts: 82
JBL: 87
Jey Uso: 83
Jim “The Anvil” Neidhart: 85
Jimmy Uso: 83
John Cena: 95
Kalisto: 83
Kama Mustafa: 84
Kane: 86
Ken Shamrock: 84
Kevin Nash: 89
Kevin Owens: 91
Kofi Kingston: 84
Konnor: 82
Layla: 74
Lex Luger: 87
Lord Steven Regal: 87
Luke Harper: 86
Mankind: 86
Mark Henry: 86
Mikey Whipwreck: 85
Mr. McMahon: 84
Naomi: 79
Natalya: 81
Neville: 86
Nikki Bella: 72
Paige: 83
Randy Orton: 91
Ric Flair: 89
Ricky “The Dragon” Steamboat: 86
Rikishi: 86
Roman Reigns: 90
R-Truth: 83
Rusev: 88
Ryback: 86
Sami Zayn: 87
Santino Marella: 80
Savio Vega: 80
Seth Rollins: 92
Sgt. Slaughter: 80
Shane McMahon: 83
Shawn Michaels: 91
Sheamus: 90
Simon Gotch: 80
Sin Cara: 84
Stardust: 86
Stephanie McMahon & Stephanie McMahon-Helmsley: 83
Sting (Current, Late 1990s and Classic): 89/92
Summer Rae: 74
Tamina: 77
The Honky Tonk Man: 78
The Miz: 84
The Rock: 91
The Undertaker (Current, Early 2000s and The Ministry): 91/92/90
Titus O’Neil: 87
Triple H: 91
Tyler Breeze: 83
Tyson Kidd: 84
Ultimate Warrior: 90
Vader: 88
Viktor: 82
Xavier Wood: 83
X-Pac: 84
Zack Ryder: 81

Zahlreiche Matcharten in verschiedenen Varianten stehen zur Auswahl.

Zahlreiche Matcharten in verschiedenen Varianten stehen zur Auswahl.

 

Fazit:

“And thats the bottom line cus Stone Cold says so!” – Steve Autin. Entwickler Yukes hat sich die Schwächen der letzten Teile zum Herzen genommen und diese merklich verbessert. Durch diese Änderungen wie die des Kontersystems spielen sich nun die Kämpfe deutlich taktischer. Auch der Showcase Modus macht als WWE Fan durch die Einbindung von realen Videos wieder enormen Spaß. Größter Kritikpunkt ist die technische Präsentation. Denn gerade die acht Jahre alte Engine ist nicht mehr zeitgemäß und schadet dem Spiel. 2K Games sollte im kommenden Spiel eine neue entwickeln oder die der NBA 2k Reihe verwenden. Nichtsdestotrotz kann ich WWE 2K16 jedem Wrestlingfan empfehlen.

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Geschrieben von Kevin Kreisel
Freier Redakteur von NAT-Games.de

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