Warhammer Chaosbane – Test zum Hack and Slash im Warhammer Universum

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Warhammer Chaosbane
  • Bigben Interactive GmbH
  • Videospiel

Releasedatum: 04. Juli 2019

Genre: Action-RPG

USK: ab 16 Jahren freigegeben

Publisher: Games Workshop, Bigben Interactive

Plattformen: PC, Xbox One, PlayStation 4

Wer mit dem Warhammer-Universum vertraut ist, hat bestimmt schon so einige Bekanntschaften mit den Mächten des Chaos gemacht. Und wer nicht vom Chaos infiziert wurde, wollte bestimmt immer schon mal als Hochelfenmagier, Waldläufer oder Zwergenslayer den ein oder anderen Chaos-Dämon zurück zu seinem Gott schicken. Nun hast du die Möglichkeit, genau das zu tun. Und zwar in bester Hack and Slash-Manier. Ob der Diablo-Klon aber auch würdig genug ist, erfährst du in den folgenden Zeilen.

 

Am Anfang war das Chaos

Das Spiel wirft dich in die düstere Welt von Warhammer. Die Mächte des Chaos sind wieder aufgetaucht und stiften Tod und Verwüstung. Das Chaos breitet sich mit brutaler Stetigkeit immer weiter von Norden her aus und verschlingt alles auf seinem Weg wie ein nimmersatter Moloch. Die Lage scheint aussichtslos im Antlitz der vier Chaosgötter Nurgle, Khorne, Slaanesh und Tzeentch. Das Imperium stellt sich mit aller Macht gegen die Feinde aus dem Norden. Doch es ist nur noch eine Frage der Zeit, bis das Chaos alles überrennt. Die letzte Chance sind einige wenige Helden aus dem Bündnis, welches das Imperium schuf. Du schlüpfst in Warhammer Chaosbane in die Rolle eines von vier verschiedenen Helden. Zur Auswahl stehen ein menschlicher Ritter, eine elfische Waldläuferin, ein Hochelfenmagier und ein Zwergenslayer. Nun ist es an dir, das Chaos zurück zu schlagen und das Imperium wieder etwas sicherer zu machen. Bist du der Aufgabe gewachsen?

 

Vier Helden gegen die vier Chaos-Götter

Nachdem du dich für einen Helden entschieden hast, geht es auch schon los. Genretypisch startest du auf Level 1 und musst Erfahrungspunkte im Kampf sammeln, um dein Level zu erhöhen und somit auch neue Fähigkeiten zu erlernen. So wirst du mit der Zeit immer mächtiger und stärker. Die Klassen unterscheiden sich signifikant und fügen sich spielerisch wie auch stilistisch wunderbar in ihre jeweilige Rolle. Wo der Zauberer beispielsweise aus der Ferne mit mächtigen Zaubern die Gegner in Schach hält, scheut der Zwergenslayer keineswegs den Nahkampf und stürzt sich mit effektvollen Angriffen ins Getümmel. Der Ritter schwört eher auf eine Defensiv-Taktik und die Waldläuferin schleicht umher und greift aus dem Hinterhalt an. Die Charaktere unterscheiden sich nicht nur in der Spielweise und den Fähigkeiten, sie haben auch alles vier verschiedene Archetype-Fähigkeiten. Der Zwergenslayer beispielsweise schleudert eine Kettenaxt, mit der er sich zu Gegnern hin oder schnell auf Vorsprünge ziehen kann.

 

Skills to kill

Was macht an so einem Hack and Slash Action Rollenspiel am meisten Spaß? Natürlich das Monster metzeln! Und damit das auch genug Spaß macht, greift jeder Held auf eine stetig wachsende Palette an Aktiv- und Passivfertigkeiten zurück. Mit jedem Levelaufstieg gibt es eine oder zwei neue Fähigkeiten. Mit der Zeit werden auch noch zwei stärkere Versionen jeder Fertigkeit freigeschaltet. Doch diese können nur bedingt nach Belieben genutzt werden. Je stärker eine Fertigkeit, desto mehr Fertigkeitspunkte werden für ihre Nutzung benötigt. Auch der Fertigkeitspunktepool wächst stetig, zwingt dich aber dennoch dazu, Kompromisse einzugehen. Stehen dir beispielsweise 45 Fertigkeitspunkte zu Verfügung und du nutzt eine Fähigkeit, welche 15 dieser Punkte beansprucht, so bleiben dir nur noch 30 Punkte für die restlichen Fähigkeiten. Das System funktioniert allerdings wunderbar und eignet sich hervorragend zum Herumexperimentieren. So bleibt dein Held immer flexibel und es lohnt sich, verschiedene Kombinationen auszuprobieren.

 

Mit Gottes Segen

Die Fertigkeiten sind aber nur ein Aspekt der Charakterentwicklung. Denn zwischen den ganzen Fertigkeiten sind auch die sogenannten Götterfertigkeiten eingegliedert. Diese schaltest du jedoch nicht durch Levelfortschritt automatisch frei, sondern findest sie im Götterfertigkeitenbaum. Dieser Skill-Baum ist an jede Klasse angepasst und erinnert aufgrund seines Designs stark an beispielsweise das Sphärenbrett aus Final Fantasy X. Für einen bestimmten Obolus, bestehend aus Gold, diversen Edelsteinen und sogenannten Begünstigungspunkten. Letztere erhält man unter anderem bei einem Levelaufstieg. Von genannten Edelsteinen gibt es übrigens vier verschiedene Farben. Blau, Rot, Grün und Gelb. Im späteren Spielverlauf ist es auch möglich, die Ausrüstung und Waffen zu segnen. Das steigert nochmal einige der einzelnen Attribute. Auch hier kann man eine Menge Zeit mit dem Herumexperimentieren verbraten. Somit bietet Warhammer Chaosbane einiges an Möglichkeiten, wenn es um Charakterentwicklung und klassenspezifisches Spiel geht. Herumexperimentieren ist ein wichtiger Teil des Spiels und zieht sich folglich auch durch den kompletten Spielablauf.

 

Loot für den Loot-Gott!

Doch all diese Fertigkeiten und Experimente wären natürlich nichts ohne das wichtigste Kernelement: Der Loot! Dieser ist immer klassenbezogen. Das heißt, spielst du mit dem Slayerzwerg, findest du nur Waffen und Rüstung, welche dieser auch nur verwenden kann. Unterteilt sind diese natürlich auch in verschiedene Seltenheitsgrade. Weiß steht für gewöhnlich, Blau für magisch, Gelb für selten und Rot für Heldenausrüstung, beziehungsweise Set-Teile. Beim Design und der Auswahl sieht es leider etwas mau aus. Es gibt nur gefühlt eine Hand voll verschiedener Rüstungen und Waffen, Helden- und Set-Ausrüstung mal ausgenommen. Auch verschiedene Waffentypen sucht man vergebens. Der Slayerzwerg trägt permanent zwei Äxte. Scheinbar mag er keine Schwerter oder gar Schilde. Andererseits würde das auch nicht zum Spielstil passen. Ein bisschen mehr Abwechslung im Design hätte aber bestimmt nicht weh getan. Das Grundspiel geht nur bis Stufe 50. Habt ihr die erreicht, ist erstmal Schluss mit Leveln. Allerdings findet ihr dann auch immer mehr Helden- und Setgegenstände. Diese sind besonders stark und es lohnt sich, seine Skills an diese Ausrüstung anzupassen.

 

Kennst du eins, kennst du alle

Die vier verschiedenen Akte sind an und für sich schön designt und passen mehr oder weniger zu dem jeweiligen Chaos-Gott. Doch so schön und Warhammer-mäßig die Levels auch sind, werden sie auch sehr schnell öde. Hier ist jede Menge Potential verschenkt worden. Zwar werden sie immer aufs Neue prozedural erstellt, jedoch klappt das irgendwie nicht so gut. Ob es an dem Mangel an Bausteinen oder an der KI liegt, weiß man nicht. Dieser Umstand ist auf jeden Fall noch ordentlich verbesserungswürdig. Bei der Gelegenheit könnten auch mal ein paar mehr Überraschungen mit eingebaut werden. Gelegentlich stolpert man über eine Kiste oder stellt sich ab und zu sogar mal einem großen bösen Chaos-Lindwurm oder ähnlichem. Aber das wars auch schon. Da trösten auch nicht die zerstörbaren Fässer und Vasen hinweg. Wenn schon soviel bei der Konkurrenz abgeschaut wird, warum nicht auch der Dungeon-Aufbau. Und ganz ehrlich: die Elitegegner sind wirklich nicht der Rede wert.

 

Die Welt ist gerettet. Und was jetzt?

Haben wir uns durch die vier Akte geprügelt und auch dem letzten Chaos-Dämon den Garaus gemacht, können wir uns voll und ganz auf die Charakterentwicklung und das Sammeln von Helden- und Set-Gegenständen konzentrieren. Denn es ist durchaus erstrebenswert, ein komplettes Set zusammen zu bekommen. Der jeweilige Set-Bonus wird erst wirksam, wenn wir auch fünf Set-Teile unser Eigen nennen dürfen. Zugegeben, das Endgame bietet bisher noch nicht allzu viel Abwechslung. Nach Beenden des jeweiligen Aktes wird dort der Boss-Rush und Expeditions-Modus freigeschaltet. Bei der Expedition werden wir in zufällig generierte Dungeons geschickt, die ab und an kleinere Events, wie etwa die Zerstörung eines Schreins oder die Jagd auf bestimmte Monster fordern. Werden diese erfüllt, winken zur Belohnung diverse, temporäre Boni wie etwa erhöhte Drop-Chance. Beim Boss-Rush dürfen wir uns wieder dem jeweiligen Endgegner stellen. Nach Abschluss der Story kommt noch die Reliquienjagd hinzu. Der Zugang dazu muss gekauft werden und es winken bessere Gegenstände. Aber auch stärkere Feinde.

Angebot
Warhammer Chaosbane
  • Bigben Interactive GmbH
  • Videospiel

 

Positiv:

Sehr einsteigerfreundlich
Couch-Koop und online mit bis zu vier Spielern
Motivierendes Skill-System, welches zum Herumexperimentieren einlädt
Stimmige und passende Soundkulisse, welche für die passende Stimmung sorgt,…

Negativ:

…die leider des Öfteren durch Audio-Bugs gestört wird.
Levels ähneln sich zu sehr und bieten kaum Abwechslung
Keine Zwischensequenzen
lange Ladezeiten
  • Warhammer Chaosbane – Test zum Hack and Slash im Warhammer Universum
    “Warhammer Chaosbane erfindet das Rad definitiv nicht neu, ist aber schon seit langem überfällig. Zwar hat das Spiel keinen leichten Stand, aufgrund der doch schon recht ausgeprägten Konkurrenz, jedoch hat es eine Chance verdient. Laut dem Entwicklerteam wird es stetig weiterentwickelt und soll in den nächsten Jahren einiges an Content nachgeschoben bekommen. Ich bin auf jeden Fall gespannt und bleibe am Ball.”
    Tobias Panten, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wer auf der Suche nach einem unkomplizierten Hack an Slash-Titel ist, den man auch mal mit vier Mann auf der Couch zocken kann, darf hier gerne zugreifen. Fans des Warhammer-Universums können sich freuen, dass sie endlich mal ein schnelles Action-RPG in ihrer Lieblingsspielwelt zocken dürfen.

Tobias Panten
Geschrieben von
ist gespannt, was der Herbst noch so alles bringt.

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