Waddle Home – Test zum putzigen Pinguin-Puzzlespiel

Waddle Home ist bereits im Juli auf Steam erschienen. Mittels der Oculus Rift, sowie dem Hardware-König HTC Vive konntet ihr dem kleinen Pinguin, der die Hauptrolle spielt, durch die Welt helfen. Nun ist zum Start von PlayStation VR der kleine Pinguin auch auf der PlayStation 4 gelandet. Kann das Puzzle-Spiel überzeugen? Oder bleibt der kleine Pinguin im tiefen Schnee stecken? Verantwortlich für den VR-Titel Waddle Home zeigt sich übrigens Archiact Interactive, die in erster Linie VR-Spiele entwickeln, beziehungsweise bisher entwickelt haben.

 

Gefangener, kleiner Pinguin auf dem Weg zum Raumschiff…

In Waddle Home spielt ihr einen kleinen Pinguin, der gefangen genommen wurde und in einem kleinen und engen Käfig sein trauriges Dasein fristet. Ziel ist es für euch, diesen Pinguin aus seinem Käfig zu befreien und dann diesen Pinguin durch das Level zu navigieren. Auf dem Weg aus dem Level müsst ihr die Eier dieses Pinguins einsammeln. Das Ende eines jeden Levels wartet ein Raumschiff, welches den kleinen Pinguin dann hoffentlich nach Hause bringt. Warum es gerade ein Raumschiff sein muss, wird nicht erklärt. Das Ganze erinnert ein wenig an Attack of the Mutant Penguin auf dem Atari Jaguar. Wer sich für dessen Story interessiert, findet bei Google interessante Hinweise, aber vorher unbedingt das Hirn ausschalten.

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Zu Beginn jedes Levels steckt unser kleiner Pinguin in einem Käfig fest und ihr müsst ihn durch das Level lotsen und den Robotern ausweichen

 

Einer der dümmsten seiner Art

Um den Pinguin durch die Level zu navigieren, kommt ihr dann im Spiel. Der Pinguin ist nämlich nicht der schlauste seiner Art und kann lediglich geradeaus laufen. Es sei denn er trifft auf ein Hindernis, dann biegt er sofort rechts ab. Mithilfe der im Level verteilten Gegenstände könnt ihr den Pinguin also blockieren oder umlenken. Dazu gibt es verschiedene Blöcke, die ihr auf Controllerdruck hochheben und absenken können. Hin und wieder benötigt ihr aber diese Gegenstände, um euch die feindlichen Roboter vom Leib zu halten. Diese wollen euch davon abhalten das Raumschiff zu erreichen. Die Roboter verhalten euch aber anders als der kleine, pummelige Pinguin, denn anstatt rechts abzubiegen, biegt dieser bei jedem Treffen auf eine Wand links ab. Ihr müsst also genau planen, wie und wann ihr die Blöcke umstellt, damit ihr nicht von einem der Roboter erwischt werdet. Diese sind zwar deutlich langsamer, wenn man sich allerdings geradewegs auf ihn zubewegt, ist wahrscheinlich kaum noch die Festnahme des Pinguins zu verhindern.

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Die kleinen, pummeligen Pinguine auf dem Weg durch das Level

 

Macht die VR-Perspektive Sinn?

Spielbar sind auf diesem Wege 40 Level. Im Laufe der Story kommen immer wieder neue Inhalte hinzu, an die ihr langsam und sparsam dosiert herangeführt werdet. Dabei und an der relativ leicht verdaulichen Story merkt man dann auch, dass es sich bei Waddle Home um ein Spiel für die jüngere Generation handelt. Dabei könnt ihr übrigens auswählen, ob ihr mit dem DualShock Controller oder den beiden Move Controllern zockt. Natürlich ist das Spiel mit Move Controllern deutlich intuitiver und besonders für Kinder geeignet. Insgesamt ein witziges kleines Spiel, doch es gibt einen besonders gravierenden Kritikpunkt. Denn Waddle Home profitiert nicht wirklich von der VR-Perspektive sowie vom Spiel mit den Move-Controllern. Einzig und allein die Interaktion mit der Spielwelt sorgt dann für einige witzige Momente. Insgesamt muss man aber sagen, dass VR nicht erzwungenermaßen ein VR-Titel sein muss. Genauso gut hätte dieses Spiel auf einem Smartphone funktioniert. Zwar hätten dann insgesamt einige witzige Momente, vor allem beim ersten Spielen des Spiels gefehlt, rein spielerisch hätte es aber keine Unterschiede im reinen Gameplay gegeben.

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Das Spiel macht aus der VR-Perspektive nicht unbedingt Sinn, ist aber definitiv ein interessanter Ansatz

 

Grafik und Sound sind passabel

Wie viele andere Spiele auf der PlayStation VR ist die Grafik nicht optimal, gerade der krisselige Effekt der Brille an sich und die niedrige Auflösung sorgen für keine Freudensprünge bei der Grafik. Vielleicht ändert sich dieses „Problem“ allerdings mit der PlayStation Pro, die am 10. November erscheint. Diese soll generell die Auflösung der PlayStation VR verbessern, nicht nur bei Waddle Home wäre das notwendig. Der Sound ist, wie viele andere VR-Games in 3D, was sich aber beim reinen Gameplay kaum bemerkbar macht, da ihr eh die meiste Zeit frontal auf das Geschehen blickt.

 

Fazit:

So bleibt bei Waddle Home am Ende des Tages eine interessante und witzige VR-Erfahrung, besonders für Kinder. Insgesamt bleibt aber die Frage, warum Waddle Home zwingend ein VR-Spiel sein muss, ist uns an dieser Stelle nicht ganz klar. Die Steuerung mit dem Move Controller und mit dem Dualshock Controller funktioniert dafür echt gut, sodass jeder der VR besitzt, sofort loslegen kann zu zocken. Ein weiterer Vorteil ist, dass ihr mit der von uns oft mitbewerteten Motion Sickness so gut wie keine Probleme habt. Gerade für VR-Einsteiger, sowie Kinder ist Waddle Home damit der Perfekte Einstiegstitel. Was zum Einstiegstitel-Aspekt beiträgt, ist die Tatsache, dass das Spiel lediglich um die zehn Euro für die PlayStation 4 kostet.

 

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Geschrieben von Thomas Solzic
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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