Turtle Beach Ear Force Stealth 400 – Review zum kabellosen Gaming-Headset

Stealth, es steht dafür unentdeckt oder im Verborgenen, zu bleiben. Turtle Beach schickt mit dem Stealth 400 ein weiteres schnurloses Headset für Gamer in den Ring. Dieses vorzugsweise für die Playstation 3 und PS4 einsetzbare Headset wurde von uns gründlich unter die Lupe genommen und wir sagen euch, ob sich das Stealth 400 verstecken sollte.

 

Unauffällig Verpackt

Sieht man das Turtle Beach Ear Force Stealth 400 im Laden stehen, dann sieht man erst die Verpackung. Diese ist relativ schlicht gehalten und man sieht das Headset lediglich als Abbildung. Die Features sind ganz klein auf der Seite aufgedruckt. In dem Karton versteckt sich dann das Headset. Kaum herausgeholt zeigt es die volle Präsenz und beeindruckt. Aus der übrigen Kunststoffverpackung fällt neben dem Stealth 400 noch das Mikrofon, das ansteckbar ist, ein USB-Transmitter, ein 3,5-mm-Klinken-Kabel, ein USB-Ladekabel und ein optisches Kabel für den Anschluss an die Konsole. Dazu gibt es eine Anleitung, leider nur auf Englisch und Französisch. Dennoch ist das Anschließen des Headsets durch dieses kurze Handbuch kein Problem mehr.

stealth_400_nat-games-1

Die Verpackung legt Wert auf das Wesentliche: Das Headset.

 

Kunststoff so weit das Auge reicht

Optisch vermag das Stealth 400 überzeugen, es ist aus matt-schwarzem Kunststoff gefertigt und setzt mit einem blauen Rahmen an der Ohrmuschel und einem blauen Turtle-Beach Logo farbliche Akzente. Die Haptik geht ebenfalls in Ordnung. Die Polster der Ohrmuscheln und des Bügels sind mit einem Polyester-Überzug versehen und sind angenehm weich. Der Bügel selbst ist flexibel, dabei aber stabil genug, um ausreichenden Halt zu gewährleisten. Durch den Bügel und die Bewegungsfreiheit der Ohrmuschel, die sich um 30° rotieren lässt, sitzt das Headset straff auf dem Kopf. Für Spieler mit einem größeren Kopf lässt sich der Bügel pro Seite um ungefähr 4 cm ausziehen. Einmal in die gewünschte Position gebracht, hält es diese auch, da zum Verstellen schon eine höhere Kraft notwendig ist. Auch wenn das Headset fast ausschließlich aus Kunststoff besteht, wirkt es nicht billig. Mit einem Gewicht von 230 Gramm, für die Kopfhörer und 10 Gramm für das Mikrofon, ist das Headset relativ schwer, allerdings ist hier auch einiges an Technik verbaut. Der Empfänger wiegt schließlich auch etwas. Trotz des Gewichts wird das Headset zu keinem Zeitpunkt zu schwer oder unbequem. Für Brillenträger sieht dies leider etwas anders aus, da es, je nach Gestell, nach einiger Zeit stark an der Schläfe drückt. Setzt man das Headset dann ab, drehen sich die Ohrmuscheln um 90 Grad, so verschwindet es ganz unauffällig auch in der flachsten Schublade. Wie bereits erwähnt ist das Mikrofon abnehmbar der 3,5-mm-Klinken-Stecker fügt sich passgenau in die vorgesehene Buchse ein, der Arm ist mit einem Metall-Sleeve versehen, der es immer in der optimalen Position hält. Das Mikrofon kann auch ganz einfach Stumm geschalten werden, hierfür drückt man einfach den vorderen Knopf auf der rechten Ohrmuschel, warum er nicht auf der linken Ohrmuschel sitzt, dort ist auch das Mikrofon angebracht, bleibt leider offen. Die Lautstärkeregler sind ebenfalls gut verarbeitet und so lässt sich die Lautstärke des Spieles und die vom Chat getrennt verstellen.

stealth_400_nat-games-1

Keine schlechte Verarbeitung, straffer Sitz und dabei noch bequem.

 

Satter Klang

Im Stealth 400 sind 50 mm Lautsprecher verbaut und diese leisten ordentliche Arbeit. Auch hier braucht sich das Headset nicht zu verstecken. Zudem sind durch einen, an der rechten Ohrmuschel angebrachten Knopf vier verschiedene Equalizer-Einstellungen möglich. Neben dem Natural-Sound gibt es noch Bass-Boost, Bass- und Treble-Boost sowie einen Vocal-Boost. Dies ist sehr schön, egal ob man nun gerade einen Film schaut, ein Game in der Konsole hat oder Musik hört, alles klingt optimal. Die Höhen sowie die Tiefen dringen satt an unsere Ohren, der Bass drückt dabei ordentlich, ist dabei aber nicht überladen. Dreht man die Lautstärke auf, übersteuert das System ab ungefähr 70%, da es dann aber sowieso unerträglich laut ist, lässt man dies generell bleiben. Die Ohrmuscheln sind nicht abgeschirmt, bei hoher Lautstärke dringt der Sound nach außen, dies könnte Personen, die im selben Raum schlafen, aufwecken. Auch wenn andere Personen Geräusche von sich geben, sind diese selbst bei hoher Lautstärke wahrnehmbar. Ist nicht gänzlich unpraktisch, so hört man den Rauchmelder, das Telefon oder den Mitbewohner, der ins Zimmer kommt.

stealth_400_nat-games-3

Das Turtle Beach Stealth 400 ist ein Hingucker, der auch einiges leistet.

 

Der Chat

Wie bereits erwähnt ist das Mikrofon abnehmbar, auf stumm schaltbar und die Chat-Lautstärke regelbar, wer also keine Lust auf Chatten hat, kann es sein lassen. Diejenigen, die das Mikrofon benutzen möchten, um in einem aufregenden Gefecht mit seinem Squad die Taktik zu besprechen, der sollte zu einem anderen Headset greifen. Die Sprachqualität des Mikrofons ist leider etwas unterdurchschnittlich. Auch die Lautstärke ist oftmals nicht ausreichend. Das Mikrofon muss auch direkt vor dem Mund sitzen, damit der angesprochene überhaupt etwas hört.

 

Kabellose Freiheit

An der Konsole wird der USB-Transmitter in den entsprechenden Port (vorne) gesteckt, dazu kommt dann das optische Kabel in die Rückseite, nicht nur unpraktisch, auch nicht sehr ansehnlich. Dafür ist das Headset dann direkt einsatzbereit und hält dabei tatsächlich sehr lange, 10+ Stunden sind hierbei locker möglich. Der Akku ist also ausreichend stark. Ebenso die Reichweite, mit dem Headset auf die Toilette gehen oder zum Kühlschrank stellt auch in einer 80-qm-Wohnung kein Problem dar. Neben den Konsolen wirbt Turtle Beach damit, dass es an mobilen Endgeräten funktioniert. Dies tut es auch, büßt dabei allerdings die Freiheit ein, da es mit dem Klinke-Kabel angeschlossen wird und dies ist nicht sonderlich lang. Ein Plus ist allerdings, dass der Empfänger von einem Windows 7 PC erkannt wird und somit auch dort verwendet werden kann. Das Handling ist somit also sehr angenehm, auch die Aufladezeit des Akkus hält sich in Grenzen, somit ist das Headset für den Dauereinsatz bestens geeignet.

 

Fazit:

Trotz des hohen Kunststoffeinsatzes ist die Verarbeitung ausreichend gut. Dazu kommt ein super Sound der 50-mm-Lautsprecher und der vier Equalizer-Presets. Leider kann man dies vom Mikrofon nicht behaupten, es funktioniert zwar und lässt sich stumm Schalten, reagiert aber schlecht und auch die Qualität ist nicht ausreichend. Dafür machen die Polsterung und der Akku das Turtle Beach Stealth 400 zu einem Headset, das eindeutig für eine dauerhafte Benutzung ausgelegt ist. Die einfache Handhabe, die Steuerung am Headset und die vielen Einsatzmöglichkeiten, machen es zu einem richtig guten Headset, sofern man damit nicht chatten möchte.

80

 

Share This Post
Deine Meinung?
00
Geschrieben von Thomas Solzic
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.