Trüberbrook – Test zum Kaff-Adventure auf der Switch

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Trüberbrook - [Nintendo Switch]
  • Deutsche & englische Sprachausgabe, sorgfältig besetzt mit bekannten Stimmen: Jan Böhmerman Justin Beard, Dominik Wirth, Nora Tschirner, Dirk von Lowtzow, Katjana Gerz uvm.
  • Rätsel! Spannung! Aufregung! Ein atemberaubendes Singleplayer Adventure!
  • Nie dagewesener Genremix aus Sci-Fi, Heimatfilm und Mystery
  • Inspiriert von Twin Peaks, Akte X, Stranger Things & Star Trek
  • Herausgeber: Headup GmbH

Releasedatum: 12. März 2019

Genre: Point’n’Click-Adventure

USK: ab 6 Jahren freigegeben

Publisher: Headup Games

Plattformen: PC, PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch

Die Idylle eines Kaffs wird oft unterschätzt. Es ist ruhig, meistens aufgrund der umgebenden Natur wunderschön und aufgrund eines mangelnden Touristenandrangs auch bestimmt sehr kostengünstig. So ein Kaff bietet sich also gut an, um ein wenig Urlaub zu machen. Doch was, wenn in gerade diesem Kaff, welches ihr euch ausgesucht habt, etwas Mysteriöses vor sich geht? In Trüberbrook gehen wir einem solchen Fall nach und in unserem Test zu dem Point’n’Click-Adventure verraten wir euch, wie mysteriös genau diese Angelegenheit wird.

 

Ein folgenschwerer Diebstahl

Wir spielen als Dr. Hans Tannhauser, ein Quantenphysiker aus den USA, welcher in dem beschaulichen, fiktiven Kaff Trüberbrook in Deutschland Urlaub macht. Nun, genauer gesagt möchte er die Ruhe nutzen, um ungestört an seiner Doktorarbeit zu schreiben. Da kam ihm der Gewinn einer Reise in das kleine Örtchen doch gerade Recht. Trüberbrook versprüht den Charme eines deutschen Kaffs der 60er Jahre, samt Kino, Fleischerei und Ritterstatue auf dem Marktplatz. Die mollige Hotelwirtin Trude ist zwar etwas seltsam, aber dennoch herzig und so sieht alles nach einem angenehmen Aufenthalt des Physikers aus. Doch in der Nacht wird seine Dissertation gestohlen, der Dieb hinterlässt eine leuchtende Schleimspur. Gemeinsam mit der Anthropologin Gretchen geht er der Sache auf der Spur, sie interessiert sich für solch außergewöhnliche Angelegenheiten und ist auf der Suche nach einer alten Kulturstätte. Egal wie gefestigt in der Realität das Spiel zu Beginn wirkt, im Laufe der Zeit wird alles abgefahrener. Ganz im Stile von Serien wie Twin Peaks geht es schon recht bald um Aliens und Paralleluniversen, wird dabei aber nie zu abstrus. Alles bleibt leicht verständlich, auch wenn man keine Ahnung von Quantenphysik hat. Dabei helfen auch die schrulligen Charaktere, welche wir auf unserer Reise treffen. Wie bei Adventures typisch haben diese Leute allesamt einen Knacks weg, sind aber von Grund auf sympathisch.

Viel gibt es im stillen Örtchen Trüberbrook nicht zu sehen.

 

Seichte Point’n’Click-Kost

Trüberbrook bricht die Elemente des Point’n’Click-Genres auf ein Minimum herunter. Ihr habt zwar ein Inventar, damit interagieren könnt ihr aber nicht. Heißt im Klartext: Im Spiel müsst ihr Gegenstände nicht miteinander kombinieren, zumindest nicht manuell. Wenn ihr die richtigen Items besitzt, erledigt das Spiel den Rest für euch. Ihr habt immer vier Möglichkeiten, von denen nur die ausführbaren hervorgehoben werden. Ihr könnt Sachen anschauen, mit Personen reden, mit etwas interagieren oder einen Gegenstand verwenden. Habt ihr die richtigen Gegenstände, dann habt ihr das „Rätsel“ gelöst. Es ist die leichteste Point’n’Click-Kost, die man sich nur vorstellen kann. Wirklich rätseln muss man zu kaum einer Zeit. Ab und zu gibt es kleinere Abwechslungen. So müsst ihr zum Beispiel einen Assoziationstest bestehen, welcher aber auch auf Trial und Error hinausläuft. Des Weiteren könnt ihr bei vielen Gegenständen und in einigen Situationen euer Tonbandgerät verwenden. Hans nimmt dann eine Audionachricht für eine gewisse Beverly auf. Dies ist ein interessanter Ansatz, um die Monologe des Protagonisten sinnvoll ins Spiel einzubauen. Alles in allem bleibt die Story und das Gameplay von Trüberbrook recht linear, der Schwierigkeitsgrad hält sich zudem in Grenzen.

Ein Ausflug ins Bergwerk ist nur der Beginn eines mysteriösen Abenteuers.

 

Handgemachte Optik

Während das Gameplay von Trüberbrook etwas seicht erscheinen mag, ist die Optik wohl der interessanteste Faktor. Alle Schauplätze wurden als handgemachte Modelle gebaut und mittels einer Fotogrammetrie-Technik ins Spiel implementiert. Die Charaktere hingegen ähneln Knetfiguren, ähnlich wie den Serien Wallace and Gromit oder Shaun, das Schaf. Der Look, der sich daraus ergibt, ist sehr originell und passt aus irgendeinem Grund perfekt zur mysteriösen Story und dem deutschen Kleinstadt-Setting. Es ist fast so, als würden wir wieder mit unseren Puppenhäusern und Actionfiguren spielen, ein sehr nostalgisches Gefühl, welches da erzeugt wird. Leider wird man schnell wieder herausgerissen, und zwar aufgrund der Sprachausgabe. Es wurden durchaus große Namen an Bord gebracht, so sprechen bekannte Personen wie Nora Tschirner und Jan Böhmermann mit, richtig Mühe gegeben haben sie sich dabei aber nicht wirklich. Die Texte hören sich viel zu oft lediglich abgelesen und hölzern ab, dies zerstört die ansonsten perfekte Atmosphäre ein wenig.

Es fing mit einem Ausflug in ein Kaff an und endet mit einem gesprächigen Roboter.

 

Trüberbrook auf der Switch

Trüberbrook ist nicht nur auf dem PC, sondern auch auf den Konsolen spielbar. Für unseren Test haben wir die Switch-Version ausprobiert, können somit auch etwas zur Konsolensteuerung beitragen. Zuallererst einmal wir das Touchpad der Switch nicht verwendet. Das hätte ein Aspekt sein können, bei der diese Version im Vorteil wäre. Der Touchscreen bietet sich für Adventure-Spiele eigentlich gut an, eine verschwendete Chance. Die Steuerung, die wir stattdessen haben, ist leider auch nicht perfekt. Wir steuern Hans mit dem linken Stick, der rechte Stick bewegt unseren Cursor. Dieser springt automatisch zu Objekten und Personen, mit denen wir interagieren können. Dabei kommen jedoch Probleme auf, wenn gleich mehrere untersuchbare Objekte direkt nebeneinander sind. Den richtigen Gegenstand auszuwählen wird da manchmal zur Qual. Auch dass nach dem Interagieren mit etwas, der Cursor verschwindet, ist ärgerlich. Hinzu kommen leichte Soundkratzer, vor allem bei lauterer Hintergrundmusik. Die Umsetzung für die Switch ist nicht wirklich optimal gelungen und macht das eher durchschnittliche Adventure noch etwas entnervender. Es ist also eher zu empfehlen, genretypisch zu der PC-Version zu greifen.

Trüberbrook - [Nintendo Switch]
  • Deutsche & englische Sprachausgabe, sorgfältig besetzt mit bekannten Stimmen: Jan Böhmerman Justin Beard, Dominik Wirth, Nora Tschirner, Dirk von Lowtzow, Katjana Gerz uvm.
  • Rätsel! Spannung! Aufregung! Ein atemberaubendes Singleplayer Adventure!
  • Nie dagewesener Genremix aus Sci-Fi, Heimatfilm und Mystery
  • Inspiriert von Twin Peaks, Akte X, Stranger Things & Star Trek
  • Herausgeber: Headup GmbH

 

Positiv:

Mysteriöse Atmosphäre
Tolles Kaff-Feeling
Außergewöhnliche Optik

Negativ:

Relativ seicht
Stimmen oft zu hölzern
Rätsel kaum vorhanden oder viel zu leicht/linear
Switch-Version mit vielen Problemen
  • Trüberbrook – Test zum Kaff-Adventure auf der Switch
    “Eine mysteriöse Kleinstadtatmosphäre in den 60er Jahren, seichte Point’n’Click-Unterhaltung und eine außergewöhnliche Optik machen Trüberbrook auf jeden Fall zu einem interessanten Genrevertreter. Ein Muss ist der Titel aber auf keinen Fall. Für Adventureveteranen ist das Spiel schlichtweg zu einfach und die Story kann da auch nicht besonders viel retten, dennoch kann man mit einem Kauf nicht viel falsch machen, es sei denn man kauft die Switch-Version.”
    Maarten Cherek, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Adventurefans machten mit Trüberbrook nicht viel falsch, doch wer eine richtige Herausforderung und Kopfnuss sucht, der ist hier fehl am Platz.

Maarten Cherek
Geschrieben von
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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