The Inner World – Test zum charmanten deutschen Point’n Click Hit

Mit The Inner World erschien vor knapp vier Jahren ein charmanter Point and Click Hit von dem deutschen Entwickler Fizbin für den PC .In naher Zukunft soll nun mit The Inner World 2 – Der letzte Windmönch der Nachfolger des Spiels erscheinen und die Geschichte weiterführen. Passend dazu erschien vor kurzem der erste Teil für die Playstation 4. Damit bietet das Spiel für alle, die es damals verpasst haben, in die Welt von Asposien abzutauchen, die perfekte Gelegenheit es nachzuholen. Wir haben uns die Playstation 4 Fassung des Spiels geschnappt und verraten euch, ob das Spiel aus deutschen Gefilden etwas taugt.

 

Eine Taube und eine Frau, schon ist das Chaos perfekt

Asposien, die Spielwelt des Spiels, ist eine kreisrunde Welt, die von Erde umgeben ist. Da die ganzen Bewohner der Welt unter Tage leben, ist ein frischer Luftzug überlebenswichtig. Normal versorgen drei verschiedene Windbrunnen Asposien mit einem geregelten Windzug. Doch seit einiger Zeit haben zwei dieser Windbrunnen aufgehört, frischen Wind zu spenden. Als wäre dieses Problem nicht schon gefährlich genug, bedrohen seitdem die schlangenartigen Basylen die Bewohner Asposiens. Dabei gelten die Basylen als Windgötter und werden einerseits von den Bewohnern  bewundert, aber auch ebenso gefürchtet. Denn ein Blick dieser mächtigen Kreaturen reicht aus, um einen in Stein zu verwandeln. Von all dem Trubel bekommt Robert, die Hauptperson des Spiels, zunächst nichts mit. Er ist ein Jüngling des obersten Windmöches und lebt abgeschottet von den restlichen Gebieten in dessen pompösen  Palast.  Eines Tages geschieht allerdings ein Missgeschick, welches Roberts bisheriges Leben auf den Kopf stellt. Eine Taube stielt ein mysteriöses Medaillon von dem Windmönch und fliegt durch die Kanalisation auf die Straßen Asposiens. Robert will jedoch den Windmönch nicht verärgern und macht sich darauf los, um die Taube zu fangen und das Medaillon wiederzubringen. Auf dieser Suche begegnet er der rebellischen Laura und macht sich mit ihr auf, die versiegenden Windbrunnen wieder auf Vordermann zu bringen. In der rund sechs bis sieben Stunden langen Geschichte trifft man auf irrwitzige Charaktere, spricht mit ihnen und löst das eine oder andere Rätsel. Besonders erwähnenswert ist der Humor des Spiels. Gerade Robert sorgt mit seiner sehr naiven Art für mehrere irrwitzige Momente und Gespräche. Ebenfalls sehr charmant ist Laura, die mit ihrer Art ebenfalls für den einen oder anderen lustigen Moment sorgt. Doch beide reichen nicht an Taube Hack heran, die mit ihren geringen Szenen beiden die Show stiehlt. Mit ihrer tollpatschigen Art zaubert sie wohl bei jedem Spieler ein Schmunzeln ins Gesicht. Der Humor zieht sich dabei durch das ganze Spiel. Denn all die anderen Charaktere, auf die man im Spiel trifft, sind ebenfalls charmant, überspitzt und sind es stets wert, dass man all ihre Dialoge anhört. Großer Kritikpunkt ist jedoch die relative kurze Spielzeit von sechs bis sieben Stunden. Denn diese vergehen wie im Flug und man will danach mehr von Asposien zu sehen bekommen. Ein weiterer Punkt, der The Inner World negativ beeinflusst ist, dass es relativ spannungsarm ist. Denn jeden vermeintlichen Storytwist kann man erahnen und ist somit keine Überraschung mehr.

Einer der Aufgaben ist es unter anderem, den Gefangenen zu helfen.

 

Asposien, eine bunte Welt

Ein Großteil des Spiels streicht man mit Robert oder in kurzen Abschnitten auch mit Laura durch die überschaubaren Gebiete und führt mit verschiedenen Charakteren Dialoge oder löst eines der zahlreichen Rätsel. Ab und an findet man auch verschiedene Items und steckt sie in sein Inventar. In diesem kann man die gefundenen Objekte untersuchen, zerlegen oder mit anderen Objekten verbinden. Ein Großteil der Rätsel besteht zudem daraus, eines der verschiedenen Objekte mit anderen zu verbinden, um so ein Neues zu erschaffen. Mit diesem kann man dann an anderer Stelle interagieren und kommt so in der Geschichte weiter. So muss man zum Beispiel zu Beginn des Spiels die Taube Hack dazu bringen, von einer erhöhten Stelle runter zu gehen, um sie so einfangen zu können. Um sie dazu zu bringen, muss man ihren Fisch, den sie gerade isst, mit irgendetwas runter schießen. Jedoch fehlt uns zu Beginn das nötige Equipment. Dieses lässt sich allerdings aus anderen Objekten, welche man in dem Areal findet, zusammenbauen. So baut man sich aus einem betrunkenen Wurm, einen Gehstock und einem Korken eine kleine improvisierte Schleuder zusammen. Mit dieser Schleuder und dem Korken schießt man den Fisch runter, worauf die Taube dem Fisch folgt. Nun muss man mit einem Fächer, welchen man sich ebenfalls zusammenbauen muss, die Taube fangen. Bei vielen der Rätsel muss man ein wenig um die Ecke denken, um diese zu lösen. Wichtig dabei ist, dass man alle Objekte in den Gebieten einsammelt und miteinander kombiniert. Dies geschieht jedoch durch die überschaubaren Interaktionsmöglichkeiten der Gebiete recht schnell. Wer jedoch nicht die Lösung für die Rätsel findet, kann auf die Hilfe zurückgreifen. Auf Knopfdruck lassen sichTipps geben, worauf man das Rätsel zielgerichtet lösen kann.

Im Spiel gibt es wie zum Beispiel die barbussige Bardame viele witzige Charaktere.

 

Zeitloser Grafikstil

Technisch präsentiert sich das Point and Click Spiel durchweg solide. Durch den 2D Cel Shading Look merkt man dem Spiel nie an, das es ursprünglich schon ein paar Jahre auf den Buckel hat. Durch den zeitlosen Grafikstil kann man The Inner World auch in Zukunft spielen, ohne dass es altbacken wirkt. Auch die Animationen der Charaktere überzeugen auf ganzer Linie. Nicht selten sind es gerade diese, aus denen sich witzige Momente ergeben. Soundtechnisch hört man ein gelungenes und charmantes Hintergrundmenü. Die Musik unterstreicht das Spiel mit fröhlichen und aufheiternden Klängen. Was ein wenig nervig ist, ist, dass die Synchronisation nicht zu 100 Prozent passt. Dadurch kommt es ab und an mal vor, dass die Charaktere ihre Lippen bewegen, obwohl nichts gesprochen wird. Ebenfalls nervig sind die Ladezeiten, die man nach jedem Gebietswechsel hat. Diese dauern zwar nur wenige Sekunden, unterbrechen aber den Spielfluss gelegentlich.

 

Positiv:

Charmante und kreative Spielwelt
Witzige Geschichte mit schrägen Figuren ...
Kreative Rätsel, die durch Hilfestellung jeder lösen kann
Zeitloser Grafikstil

Negativ:

Häufige Ladezeiten, gerade bei Gebietswechsel
... die jedoch recht simpel und vorhersehbar geraten sind
Mit sechs bis sieben Stunden überschaubare Spielzeit
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“The Inner World ist ein charmantes Point and Click Adventure, welches vor allem durch seinen Humor und seine Charaktere punktet. Es ist einfach witzig Roberts und Lauras Reise durch Asposien zu begleiten und auf die verschiedenen Charaktere zu treffen. Darüber hinaus muss man noch das ein oder andere Rätsel lösen. Dabei sind diese mit ein wenig Gehirnschmalz nicht allzu schwer zu lösen. Wer dennoch Probleme hat, bekommt mit der Rätselhilfe eine gelungene Hilfestellung. Jedoch hat die Geschichte des Spiels eine eher geringe Spannungskurve und überrascht erfahrene Spieler nicht. Auch die geringe Spielzeit mit ca. sechs bis sieben Stunden Spielzeit ist recht kurz geraten. Wen dies jedoch stört und das Spiel trotzdessen gefällt, dem sei gesagt, dass in naher Zukunft der zweite Teil erscheint und eine weitere Geschichte um Robert erzählt. Für die jüngeren Gamer ist das Spiel aus dem deutschen Hause jedoch perfekt geeignet. Denn diese bekommen eine lockere witzige Geschichte mit unterhaltsamen Charakteren und dürfte damit gefallen. Auch diejenigen, die Point and Click Spiele mögen und mit dem Setting etwas anfangen können, sollten auch einen Blick riskieren. Zwar kann das Spiel vielleicht nicht ganz mit den Deponia Spielen mithalten, aber mit The Inner World hat das deutsche Studio Fizbin einen weiteren gelungenen deutschen Point and Click Hit kreiert.”

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Ab in die Sammlung?

Wer ein witziges, charmantes und kurzes Point and Click Adventure Spiel sucht, sollte mit The Inner World sein Spiel finden. Wer jedoch anspruchsvolle Rätsel und ein ernstes Spiel spielen möchte, wird wohl mit dem Titel nicht glücklich.

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Geschrieben von Kevin Kreisel
Freier Redakteur von NAT-Games.de

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