The Hand of Merlin

Test zum indie Fantasy-Lovecraft Mix

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XCOM 2: War of the Chosen – Tactical Legacy Pack | PC Download - Steam Code
  • Zum Spielen dieses Inhalts sind sowohl das XCOM 2-Grundspiel als auch die Erweiterung XCOM 2: War of the Chosen erforderlich.
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Releasedatum: 14. Juni 2022

Genre: Rollenspiel, Strategie, Roguelike

USK: keine Freigabe

Publisher: Versus Evil

Plattformen: PC

Aliens die bei König Artus und Merlin die Tür eintreten, kann das denn funktionieren? Die Entwickler vom rundenbasierten Strategiespiel The Hand of Merlin sind sich da offenbar ziemlich sicher und haben nach einiger Zeit im Early Access ihr Spiel nun endlich in fertiger Version auf Steam veröffentlicht. Wie sich der roguelike Alien-Hausputz nun schlägt und vor allem, ob er sich von ähnlichen Genrevertretern unterscheidet, erfahrt ihr hier in unserem Test.

 

Die Apokalypse ist da und bringt Tentakeln mit

Was würde es bedeuten, wenn es nicht nur unsere Welt sondern unzählige Parallelwelten gäbe, die nur unterschiedliche Versionen voneinander sind? Nun in The Hand of Merlin bedeutet es, dass ihr nicht nur in einer, nicht in zwei, sondern in endlos vielen Welten Aliens so richtig auf die Mütze geben könnt. Alle Welten des Multiversus werden nämlich vom sogenannten Kataklysmus bedroht. Im Grunde brechen dabei auf jeder Welt ganz schön widerliche Tentakel und schleimige Gestalten hervor und schlachten alles ab bis der Planet komplett verloren ist. Die mystische Sagengestalt Merlin hat lange gegen den Kataklysmus angekämpft um die Welten zu retten, wurde jedoch von Morgana verraten und fiel in einen langen Schlaf.

Wieder erwacht ist Merlin deutlich geschwächt und muss sich nun auf die Hilfe von Helden verlassen, die in ihrer jeweiligen Welt den von ihm geschaffenen Gral von Albion in Britannien nach Jerusalem bringen müssen. Merlin hat nämlich dafür gesorgt, dass es in jeder Welt einen Artus und einen Gral gibt. Da Artus jedoch leider versagt hat liegt es nun an eurer Heldentruppe den Weltuntergang zu verhindern. Kein Druck.

Geleitet von Merlins Visionen durchstreift ihr also Britannien und drei weitere Gebiete, um nach Jerusalem zu kommen. Dabei ist eure Welt gerade dabei völlig vor die Hunde zu gehen und so gut wie jede Stadt hat mit dem Ansturm der fiesen Tentakelmonster aus dem All zu kämpfen. Woher die jetzt kommen, ob Merlin selbst ein Alien ist und wie genau andere Sagengestalten wie Morgana da reinspielen wird nicht vollends aufgeklärt. Einen Großteil der Geschichte um die Figuren könnt ihr jedoch in Erfahrung bringen indem ihr fleißig spielt und immer neue Spieldurchgänge absolviert.

Denn solltet ihr vor oder in Jerusalem scheitern, ist das nicht das Ende der Welt. Also naja, die aktuelle Welt geht dan schon unter, aber zum Glück gibt es ja so viele Welten wie Sterne und ihr fangt mit Merlins Geist einfach in einer neuen Welt an. Diese sieht dann auch noch genau so aus wie die vorherige, Multiversum sei Dank. Scheitern ist hier also wie für roguelike Spiele üblich nicht das Ende aller Tage. Zumindest nicht für euch.

Wirklich umgehauen hat mich die Geschichte rund um die Welt von Merlin und der Apokalypse nicht wirklich. Sie wird zwar durchaus ansprechend mit schön gezeichneten Bildern und Texten erzählt, ist aber auch kein Meisterwerk. Ansich ist die Idee der Parallelwelten und der Alieninvasion eine erfrischend neue und coole Idee, reicht aber, wahrscheinlich auch wegen des relativ geringen Budgets der Entwickler, nicht wirklich an die Stories ähnlicher Genrevertreter heran. Trotzdem unterhält sie gut und man freut sich wenn man neue Geschichtsfetzen aufschnappt. Wir wollen doch alle wissen was zwischen Merlin und Morgana vorgefallen ist!

 

Schwert, Bogen und Alchemie gegen…nunja, Tentakel

Natürlich wollt ihr in The Hand of Merlin nicht nur ein paar nette Geschichtsfetzen lesen. Vor allem seid ihr doch hier um mit kultigen mittelalterfeeling ein paar Aliens den Tag zu vermiesen. Zwar gibt es auch menschliche Gegner, diese beschränken sich aber auf wenige Banditentypen und sind meist nur am Anfang einer Welt anzutreffen. Je weiter ihr voran kommt und je länger ihr für eure Reise nach Jerusalem braucht, desto häufiger werdet ihr auf mitunter fiese Aliens treffen.

Gegen sie behauptet ihr euch mit einer Truppe aus insgesamt drei Helden. Am Anfang stehen auch nur jeweils ein Charakter aus den drei verschiedenen Klassen zur Auswahl. Ins Feld führt ihr Krieger, Bogenschützen und sogenannte Weise, die mit allerhand Alchemie um sich ballern. Während sie zu Beginn nur eine Fähigkeit haben, lernen sie im Laufe des Spiels immer mehr. Dabei könnt ihr außerdem nach einer Weile jede Fähigkeit noch einmal verbessern und ihr zb. einen zusätzlichen Effekt verleihen.

So richtig unterscheiden sich die verschiedenen Charaktere der selben Klasse nicht, außer, dass sie mit einer anderen Fähigkeit starten. Da die Figuren nicht vertont sind und ihr sie optisch nicht verändern könnt, macht es bis auf die Fähigkeiten keinen großen Unterschied wen ihr mit nehmt. In den Gefechten selbst benutzt ihr dann die verschiedenen Angriffe um zunächst die Rüstungspunkte und dann die Lebenspunkte der Gegner auf null zu senken. Das kann je nach Kampf auch auf dem normalen Schwierigkeitsgrad fordernd sein. Ihr habt nämlich mit jeden Charakter grundsätzlich zwei Aktionspunkte, die für Bewegung und Fähigkeiten ausgegeben werden. Auch wenn ihr nur ein Feld weiter geht, kostet dies einen ganzen Aktionspunkt. King Arhtur: Knight’s Tale hatte hier mit seinem Aktionspunktesystem sehr gut vorgelegt, schade, dass wir hier wieder an die zwei Punkte gebunden sind.

Ansich machen die Kämpfe durchaus Spaß. Sie sind jedoch nicht besonders hübsch animiert, sodass man sich relativ schnell satt gesehen hat. Mich persönlich stört es auch jedes mal, dass die Bogenschützen einen unsichtbaren Pfeil anlegen, dieser wird erst im Flug animiert. Natürlich muss hier die kleine Größe des indie Entwicklerteams berücksichtigt werden. Doch gerade die Kämofe sollen einen ja motivieren. Zum Glück wird im late game und zwar nachdem ihr schon die eine oder andere Welt gerettet habt ein wenig Magie freigeschaltet, mit denen ihr schwierige Kämpfe etwas aufpeppen könnt. Magie kostet jedoch Manapunkte, die auf der Karte an bestimmten Stellen gewonnen wird und dann auch von jedem Charakter eingesetzt werden kann. So richtig magisch ist irgendwie jeder und gar keiner eurer Kämpfer.

 

Die Reise nach Jerusalem

Abseits der Kämpfe bestreitet ihr eure Reise auf der Karte der jeweiligen Region. Hier seht ihr verschiedene Knotenpunkte an denen sich entweder Städte, mystische Ruinen oder halt auch einfach nichts Besonderes befindet. Bewegt ihr eure Gruppe zu einem der Punkte öffnet sich ein Buch und euch wird per Text und Zeichnung eure Begegnung an diesem Ort erzählt. Mal trefft ihr auf Dorfbewohner die eure Hilfe wollen, mal müsst ihr einen Banditenangriff abwehen und manchmal trefft ihr auch auf Sagengestalten wie die Herrin vom See die euch mehr über Merlin erzählen. Jeder dieser Orte kann jedoch nach einer gewissen Zeit der Korruption anheim fallen und dann müsst ihr dort immer gegen die Geschöpfe der Apokalypse kämpfen.

Schön ist, dass ihr bei vielen Begegnungen verschiedene Auswahlmöglichkeiten habt, wie ihr einen Konflikt lösen möchtet, oder ob ihr Leuten helft oder doch lieber schnell weiter reist. So wird euch auch etwa die Change einen Hinterhalt zu entdecken in Prozenten angezeigt. Unsere Waldläuferin hat dabei zb. eine höhere Change als unser Krieger die Gruppe zu warnen. Bei Entscheidungen mit einer Wahrscheinlichkeit rechnet das Spiel übrigens nicht sofort das Ergebnis aus, sondern präsentiert euch mehrere Karten mit Erfolg und Misserfolg, je im Verhältnis der Erfolgsaussichten. Dann werden die Karten verdeckt, gemischt und ihr müsst eine auswählen. Ein nettes Feature, dass zwar nicht weltbewegend ist, aber sich doch irgendwie charmant abhebt.

In jeder eurer Begegnungen habt ihr außerdem die Chance verschiedene Ressourcen zu sammeln, die euch auf der Karte am oberen Rand angezeigt werden. Zum einen wird dort euer gesammeltes Gold, Vorräte, eure Bekanntheitspunkte, sowie Mana und Essenzen angezigt. Mit Gold könnt ihr in Städten Schmiede bezahlen um eure Ausrüstung zu verbessern oder um Relikte zu kaufen die aktive oder passive Fähigkeiten im Kampf mit sich bringen. Mana wird zum Zaubern in Kämpfen verwendet, während Essenzen genutzt werden um die Zauber überhaupt erst freizuschalten. Die Bekanntheitspunkte sind hingegen nötig um eure Gruppe eine Stufe aufsteigen zu lassen. Und zu guter Letzt solltet ihr immer genug Vorräte dabei haben, denn jeder Zug kostet eine Einheit davon. Seid ihr wohl genährt erhaltet ihr Boni im Kampf, sind eure Helden kurz vorm Verhungern kämpfen sie natürlich schlechter.

 

Viel Neues, aber reicht das?

The Hand of Merlin macht vieles neu, was auch Spaß macht. Aliens und das Mittelalter ergeben eine sehr interessante Mischung, die mit den Figuren rund um die Artussage auch erstaunlich gut funktioniert. Aber wie verhält sich das am Ende im Spiel? Im Grunde macht man tortz des ungewöhnlichen Settings nicht wirklich etwas anderes als in ähnlichen Spielen. Dabei sehen die anderen Spiele wie XCom oder das indie Spiel King Arthur: Knight’s Tale am Ende dann auch noch deutlich besser aus. Die Grafik und die Animationen in The Hand of Merlin sind jetzt nicht per se schlecht. Nur wirklich schön und sauber sind sie halt auch nicht. Die Kämpfe an sich machen ja Spaß, aber nach einer Weile passiert auch nicht viel Neues. Durch die verschiedenen Begegnunen gibt es ein wenig Abwechslung, aber selbst da haben sich bereits in meiner dritten Welt schon einige Texte wiederholt.

Zudem ist das gesamte Spiel nur in englischer Fassung zu haben, auch die Texte der UI und im Menü sind auf Englisch. Die Entwickler haben sich dazu auch auf Steam geäußert und angekündigt, keine Übersetzungen ins Spiel zu nehmen, da sie nur ein kleines Team sind und sich eine professionelle Übersetzung nicht leisten können. Sie ließen den Spielern jedoch die Möglichkeit offen durch Mods selbst Übersetzungen zu schaffen, die dann jeder im Steam Workshop herunterladen kann. Schade, aber eine verständliche Entscheidung der Entwickler. Da der Steam Workshop für das Spiel schon freigeschaltet ist, wird man hier dann hoffentlich ein paar Mods sehen, die das Spiel aufpeppen. Zum jetztigen Zeitpunkt beschränkt sich die Auswahl auf lediglich drei, die aber beim Ausprobieren nicht funktioniert haben.

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  • The Hand of Merlin – Test zum Indie Fantasy-Lovecraft Mix
    Fazit zu The Hand of Merlin

    Grundsäztlich macht The Hand of Merlin Spaß. Das Setting ist sehr ungewöhnlich und der Mix aus Fantasy und dem leichten Lovecraft Horror fügt sich erstaunlich gut zusammen. Nach dem ersten Eingewöhnen verfliegt der Zauber aber leider ein Stück weit. Das Spiel macht nichts so wirklich besser oder grundlegend anders als Genrevertreter. So stellt sich die Frage, warum man dann ausgerechnet The Hand of Merlin spielen sollte und nicht etwa andere Genrevertreter, die erstens besser aussehen, sich zweitens interessanter spielen und die drittens mehr Langzeitmotivation bieten. Alles in Allem ist The Hand of Merlin jedoch ein gutes Spiel für zwischendurch von einem kleinen Entwicklerteam, das sich sichtbar Mühe gegeben hat. Ob man es aber am Ende wirklich braucht, sei jedem selbst überlassen.

    Tobias Mehrwald, Redakteur

 

Positiv:

Ungewöhnlicher Mix aus Artussage und Lovecraft Horror.
Schöne handgezeichnete Bilder und Portrais.
Schöner Soundtrack der Kämpfe und Geschichte untermalt.
Gut recherchierte Ereignisse, Orte und Personen der Artussage.

Negativ:

Fehlende deutsche Lokalisation.
Eine einzige Welt hat man schnell durch und die neuen sind nicht wirklich anders.
Mangelhafte Animationen bei denen man meint es wurde schlicht etwas vergessen.
Kein Alleinstellungsmerkmal um sich von ähnlichen Spielen abzuheben.

Ab in die Sammlung?

Leute die gerne verschiedene Spiele aus dem Genre der rundenbasierten Strategie zocken machen hier nichts falsch. Wenn dies jedoch euer erstes Spiel in dieser Richtung wäre greift lieber auf etablierte Genrevertreter zurück.

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Geschrieben von Tobias Mehrwald
entkommt in unter fünf Minuten aus der Unterwelt.

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