The Escapists 2 – Test zum erneuten Gefängnisausbruch

In Deutschland ist der Gefängnisausbruch an sich straffrei. Der Mensch hat nun mal das Bedürfnis, frei zu sein, und so wird der Versuch, diese Freiheit zu erreichen, nicht strafrechtlich verfolgt. Leider begeht man bei einem Gefängnisausbruch eine Menge anderer Straftaten, wie die Beschädigung vieler Sachen oder Diebstahl der notwendigen Fluchtmaterialien. Nichtsdestotrotz, in The Escapists 2 versuchen wir, mit jedem möglichen Mittel zu entkommen, denn der Knast ist nichts für uns. Ob uns der Ausbruch gelingt oder wir doch in der Zelle schmoren müssen, haben wir für euch getestet.

 

Let’s Play Prison Break

Wir sind im Knast. Warum, wieso, weshalb, alles Fragen, die nicht beantwortet werden. In The Escapists 2 geht es lediglich darum, aus einem von zehn spielbaren Gefängnissen auszubrechen. Manche sind die standardmäßigen Anstalten, die man so kennt, es gibt aber auch ausgefallenere Einrichtungen. So können wir zum Beispiel auch versuchen, von einem Gefängniszug, -flugzeug oder -schiff zu entkommen. Bei beweglichen Gefängnissen haben wir ein Zeitlimit, auf das wir achten müssen. Andere Gefängnisse bieten ein wenig mehr Zeit, um einen Ausbruch zu planen. Wir müssen unserem normalen Tagesablauf nachgehen, vom morgendlichen Appell bis hin zum abendlichen Zurückkehren in die Zelle. Wenn wir bei einer vorgesehenen Aktivität wie Frühstück oder Sport nicht auftauchen, wird der Aufmerksamkeitsmeter eine Stufe erhöht. Die Wachen achten mehr auf euch, und eure Entkommenschancen verschlechtern sich. Wenn ihr nicht gerade irgendwo antreten müsst, habt ihr ein wenig Freizeit, in der ihr euren Ausbruchsplan ausarbeiten und in die Tat umsetzen könnt.

Erstmal in der Zelle chillen, ausbrechen kann man auch später

 

Haste mal ne Feile

Es gibt verschiedene Gefängnisse, und jedes ist ein wenig anders vom Aufbau her. Es gibt unterschiedliche Überwachungsmechanismen wie zum Beispiel Sniper auf Aussichtstürmen oder Metalldetektoren. Ihr müsst eine gute Kenntnis über euren Knast haben, um sicher zu entkommen. Für einen gelungenen Ausbruch benötigt ihr natürlich Werkzeuge und Materialien. Wenn ihr zum Beispiel einen Tunnel in eurer Zelle buddeln wollt, müsst ihr eine Schaufel organisieren, sowie Bettlaken, um den Blick in eure Zelle zu erschweren. Oder ihr macht euch auf die Suche nach einem Seitenschneider, um durch den Zaun zu entkommen. The Escapists 2 bietet eine Menge unterschiedliche Ausbruchsmöglichkeiten, der Wiederspielwert wird somit stark erhöht. Des Weiteren könnt ihr aus den notwendigen Materialien auch neue Gegenstände craften. Aus einer Socke und einem Stück Seife wird somit eine solide Waffe. Zwei Feilen und ein bisschen Klebeband machen einen guten Seitenschneider aus. Und so durchsucht ihr in eurer Freizeit die Zellen eurer Mitinsassen, um notwendige Gegenstände zu finden, ihr erhöht eure Intelligenz in der Bibliothek und eure Stärke im Fitnessstudio und ihr erledigt diverse Aufgaben für eure Kollegen, um ein wenig Kohle zu verdienen. Während euch manche Insassen Aufgaben gegen Geld anbieten, könnt ihr bei anderen eben jenes Geld für interessante Sachen ausgeben. Illegale Gegenstände, die rot markiert sind, solltet ihr jedoch nur mit Bedacht bei euch halten. Ihr könnt sie auch in einer geheimen Schublade in eurer Zelle verstecken. Solltet ihr nämlich einmal in einen Konflikt mit einem Wächter oder Insassen gelangen und ihr geht K.O., werden alle eure illegalen Gegenstände konfisziert. Inventarmanagement ist der Schlüssel zu einem erfolgreichen Ausbruch.

Die meistgetätigte Beschäftigung eurerseits: Schubladen durchwühlen

 

Koop-Ausbruch

Es gibt noch eine Menge weitere Aspekte, die ihr beachten müsst. Ihr könnt eure Lebensenergie und eure Ausdauer mit diversen ess- und trinkbaren Objekten wieder auffüllen, eure Mitinsassen berauben oder einen Job im Gefängnis annehmen. Und all dies nur, um am Ende der Anstalt zu entkommen. Nach einer Weile, wenn man wieder und wieder den Tagesablauf abgegangen ist, wird das Spiel allerdings ein wenig zäh und träge. Die Quests eurer Kumpanen wiederholen sich zu oft und außer dem Durchsuchen der Zellen macht ihr nicht wirklich viel in eurer Freizeit. Euer Inventar hat nur sechs Spots, somit müsst ihr genau bedenken, was ihr mitnehmen wollt. Bis euch eine Flucht gelingt, vergeht schon einige Zeit und leider ist ein Teil dieser Zeit recht öde. Ihr könnt dem Ganzen aber ein wenig entgegenwirken, denn The Escapists 2 bietet einen Multiplayermodus. Mit bis zu vier Spielern könnt ihr versuchen, aus dem Gefängnis zu entkommen. Manche Türen lassen sich zum Beispiel nur mit zwei Spielern öffnen und so ergeben sich einige neue Fluchtmöglichkeiten. Ihr könnt auch gegeneinander antreten und testen, wer von euch schneller entkommen kann. Ein netter Wettbewerb, der sich aber in die Länge ziehen kann. Für ein Match zwischendurch reicht es jedenfalls, besonders bei den schwierigeren Gefängnissen, nicht.

Ihr könnt für eure Knasti-Kollegen diverse Aufgaben erfüllen

Dat Retro-Look though

Wie schon der Vorgänger präsentiert sich auch The Escapists 2 im Pixel-Retro-Look. Begleitet wird das Ganze von einer ähnlich anmutenden Retro-Musik, und so ist das Arcade-Pixel-Erlebnis perfekt. Obwohl das Thema des Spiels eher ernst und rau ist, so ist der Look im Kontrast dazu süß und niedlich. Ihr könnt nie sterben, ihr werdet nur K.O. Geschlagen, und die Konfrontationen sind eher lustig als bedrohlich. The Escapists 2 ist daher auch für jüngere Spieler spielbar, auch wenn es später recht fordernd wird.

 

Positiv:

10 unterschiedliche Gefängnisse mit abwechslungsreichen Elementen
Knuffiger Pixel-Retro-Look
Wiederspielwert durch unterschiedliche Fluchtmöglichkeiten sehr hoch
Multiplayermodus bringt Frische
Erstmals bewegliche und zweistöckige Gefängnisse

Negativ:

Ab und zu zähe Abschnitte
Quests wiederholen sich oft oder sind sich zu ähnlich
Look und Musik passen nicht ganz perfekt zum Gefängnissetting
  • the-escapists-2-logo-wallpaper-nat-games
    “Wer den ersten Teil mochte, der wird The Escapists 2 lieben. Es gibt einige Neuerungen, wie den Multiplayermodus, bewegliche Gefängnisse und zweite Etagen, die ihr über Treppen erreicht. Das Spiel fordert euch an einigen Stellen und die Vielfalt der Fluchtmöglichkeiten macht ein mehrfaches Durchspielen der Gefängnisse lohnenswert. Lediglich die teils zähen Phasen des Spiels ziehen diesen kleinen Titel ein wenig runter, ansonsten gibt es kaum etwas auszusetzen.”
    Maarten Cherek, Redakteur

Ab in den Knast?

Wer schon im ersten Teil ausgebrochen ist, der wird hier nicht zweimal überlegen müssen. Neulinge haben hier ein ausführliches Tutorial, also wenn euch das Setting zusagt und Prison Break eure Lieblingsserie ist, dann schlagt ruhig zu.

Maarten Cherek
Geschrieben von
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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