Test: Stray

Unser Indie-Titel des Jahres

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Stray - [PlayStation 5]
  • Lüfte in Stray ein uraltes Geheimnis und fliehe aus einer längst vergessenen Cyberstadt
  • Die physische Ausgabe des Spiels enthält 6 farbige Kunstkarten
  • Verpasse nicht dieses einzigartige Third-Person-Katzenadventure, das von BlueTwelve Studio für PlayStation 5 entwickelt wurde
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

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Releasedatum: 19. Juli 2022

Genre: Abenteuer, Indie

USK: ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: Annapurna Interactive

Plattformen: PlayStation 4, PlayStation 5, Microsoft Windows

Endlich konnten auch wir Stray, den Indie-Titel des Jahres, testen. In dem abenteuerlichen Spiel von BlueTwelve Studio spielt ihr eine streunende Katze, die von ihrem Rudel getrennt wird und in der Totenstadt landet. Dort warten Gefahren, aber auch neue Begleiter in Form von anthropomorphen Robotern auf den haarigen Vierbeiner. Zusammen mit der Drohne B-12 erkundet die Katze die neue Umgebung und hat nichts Geringeres vor, als die bedrohte Welt zu retten.

 

Die Spielweise und Story von Stray

Dabei können Spieler*innen die Katze steuern, um zu rennen und zu springen. Durch einen Rucksack in Katzengröße kann die Drohne überall mit hin genommen und zum Interagieren genutzt werden. Sie fungiert mal als Taschenlampe, mal als Strahlenwaffe und immer wieder als Informationspunkt. Ihre wichtigste Funktion ist jedoch, dass die Katze mit den Robotern nur durch sie kommunizieren kann. Die Drohne übersetzt die selbst erlernte Sprache der Maschinen.

In zwölf Kapiteln gilt es mit diesen Mitteln, von den Slums und ihren gefährlichen, allesfressenden Bakterien namens Zurks über die Kanalisation in die Oberstadt zu gelangen und dort das Kontrollzentrum zu erreichen. Auf dem Weg von der Müllhalde, in der die Katze von der sogenannten Außenwelt, ihrer Heimat, in die dunkle Unterwelt der Erde gefallen ist, zu ihrem Ziel, lernt sie immer neue Roboter kennen. Zunächst ist es Momo, der ihr von der Außenwelt berichtet und dass er versuchte, dorthin zu gelangen. Jedoch hat er den Mut verloren, da seine Kameraden, Doc, Zbaltazar und Clementine, ohne ihn gegangen sind und er seitdem kein Lebenszeichen mehr von ihnen gehört hat.

Natürlich müssen die Katze und B-12 Momo helfen und erledigen für ihn Aufgaben. Sie finden Notizbücher und einen Sendeempfänger. Dadurch erfahren sie mehr über den Verbleib der anderen und reden schließlich mit Docs Sohn. Bei diesem finden sie ein Ortungsgerät, mit dem sie Doc finden könnten, doch das Gerät ist defekt. Um es bei einem Spezialisten reparieren zu lassen, müssen sie jenem einen Strickpullover geben, dafür brauchen sie Kabel. Und so müssen den Robotern einzelne Gefallen getan werden, um in der Story voranzukommen. Zusätzlich gibt es noch Sammelobjekte wie Notenblätter zu finden, für diejenigen, die sich gerne näher in ihrer Umwelt umsehen. Nach Doc gelangt die Katze noch zu Zbaltazar und Clementine, die ihnen ebenfalls Hinweise geben, wie sie weiterkommt.

 

Realistisches Spielgefühl und authentische Umgebung

Zwischendrin gibt es immer wieder Plätzchen, um typische Katzendinge zu tun: Teppiche zerkratzen, Krallen an der Baumrinde schärfen, mit einem Ball spielen oder sich in einem Karton verstecken. Und es gibt einen Button nur zum Miauen! Das und auch die Bewegungen der namenlosen Katze, die von allen nur Außenweltler genannt wird, machen das Spielgefühl sehr realistisch und liebevoll. Man merkt, dass BlueTwelve Studio überwiegend aus Katzen besteht, wie es auf Steam heißt. Natürlich gibt es diese katzentypischen Verhaltensmuster nicht nur zum Spaß im Spiel. Das Kratzen an Türen funktioniert wie Anklopfen und das in Kartons springen braucht der geübte Stubentiger, um sich vor Feinden zu verstecken.

Auch die Gegner variieren in den verschiedenen Ebenen und sind abwechslungsreich. Bei manchen muss man schnell sein, bei anderen leise. Auf der Reise zurück an die Oberfläche, die Außenwelt, begegnen der Katze und ihrer Drohne auch unterschiedliche Typen von Robotern. Die, die schon lange in den Slums leben und um die sich die Menschheit kaum gekümmert hat, haben eine eigene Lebens- und Denkweise erfunden. Sie ahmen die Menschen in allem nach: Sie essen, tragen Kleidung und malen. Weiter oben, wo die Roboter länger mit ihren Schöpfern zu tun hatten, gehen diese immer noch ihren vorgesehenen Arbeiten nach und benehmen sich nur wie Maschinen. Das erscheint logisch und macht die dystopische Welt realistisch.

 

Das offensichtlichste Easter Egg und viele Fragen, die dazu bleiben

Was mich etwas gewundert hat und für mich nicht so logisch war, war die Rolle der Drohne. Sie hat eine ganz besondere Stellung in dieser Welt inne, die ich jetzt nicht verraten möchte. Aber auch ohne zu spoilern, kann ich sagen, dass es mich gestört hat, dass die Drohne, die sich nach ihrem Modell B-12 benennt, was ein offensichtliches Easter Egg ist und auf das Entwicklerstudio verweist, als Berater und Freund der Katze fungiert und für sie die Sprache der Roboter übersetzt. Diese hat sie in all den Jahren, in denen sie im Netzwerk festhing, erlernt. Allerdings sprechen die Maschinen nur zur Katze. Diese kann nicht antworten, sie miaut nur hin und wieder.

Keiner beachtet die Drohne, obwohl diese viel mehr weiß als die meisten Roboter. Sie erachtet es als ihre Aufgabe, die Kuppel, die die Stadt und ihre Bewohner vor der einst unbewohnbaren Außenwelt schützt, wieder zu öffnen. Darüber erzählt sie aber weder Momo noch den anderen, die in die Außenwelt wollen, etwas. Die Katze weiß es, aber sie kann es ja niemanden erzählen. Da blieb bei mir die Frage, ob die Drohne letztlich einen höheren Zweck verfolgte und nicht mit den Robotern reden durfte oder ob sie überhaupt je existiert hat. Aber ich denke, das sind etwas zu hoch gegriffene Interpretationen. Ich hätte es einfach schön gefunden, wenn die Drohne wenigstens einige der Roboter über ihr Vorhaben aufgeklärt hätte.

 

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  • Test: Stray – Unser Indie-Titel des Jahres
    Fazit zu Stray

    Ich habe lange auf Stray hingefiebert und ich kann sagen: das Spiel lohnt sich auch jetzt noch. Die Katze ist so süß und herzlich und sie als Boten der Außenwelt zu wählen, macht Sinn und Spaß. Auf sie als Befreier haben die Roboter gewartet, da zufälligerweise alle Schritte, um die Kuppel zu öffnen, von einer kleinen und flinken Person getätigt werden mussten. Auch wenn das Spiel damit hier und da etwas an Logik missen lässt, muss ich sagen, mehr kann man sich von einem überwiegend von Katzen entwickelten Spiel nicht erhoffen!

    Ann-Kathrin Günther, Redakteurin

Positiv:

Man spielt eine Katze
Man hat einen Button nur zum Miauen
Katzentypisches Verhalten wird zum Vorankommen gebraucht
Roboter und ihre Verhaltensweisen zeigen eine realistische, neue Art der Dystopie

Negativ:

Manchmal überrascht es, wie sehr die Roboter auf eine Katze als Retter angewiesen sind
Rolle der Drohne ab und an etwas enttäuschend

Stray erhält den NAT-Games Award

Ab in die Sammlung?

Wer ein Herz für Streuner hat, wird das Spiel lieben. An alle Fans von Dystopien oder transhumanistische Szenarien bietet Stray auch einige interessante, neue Ansätze.

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Geschrieben von Ann-Kathrin Günther
braucht kein Buch, sie hat schon eins.

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