Test: Kandria

Der kommende Open World-Hit?

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Releasedatum: 11. Januar 2023

Genre: Aktion, Abenteuer, Rollenspiel

USK: keine Altersfreigabe

Publisher: Shirakumo Games

Plattformen: PC via Steam

Kandria ist ein Open-World-Action-Rollenspiel, das am 11. Januar 2023 auf Steam erscheint. Das Entwicklerstudio Shirakumo Games, das aus vier Mitgliedern besteht, entführt die Spieler*innen in eine postapokalyptische, zerstörte Welt, in der die Menschen überwiegend unter der Erde leben. Durch Jump and Run und Hack and Slay erkunden sie als Android den Rest der 2D-Zivilisation.

 

Story und Spielweise von Kandria

Das Spiel beginnt, indem man als zunächst namenloser Android von dem Mädchen Catherine wiedererweckt wird. Sie führt einen zu ihrem Stamm der Noka. Dort heißen jedoch nicht alle die menschenartige Maschine willkommen, da manche die Androiden für mitverantwortlich an der Calamity halten – der Zeitpunkt, an dem die Erde wüst und grau wurde. Auf der Erdoberfläche wird der Anbau von Essbarem schwierig, weshalb die Noka die letzten Menschen sind, die nicht unter der Erde leben. Neben ihrem Stamm gibt es unter anderem noch die Semi, die von den Schwestern namens Innis und Islay angeführt werden. Obwohl es unterhalb der Stämme immer wieder Reibereien gibt, die aus den immer knapper werdenden Ressourcen resultieren, sind die Wraws die einzig wahre Bedrohung. Sie sind ein kriegerisches Volk, das alles und jeden tötet.

Nachdem Catherine uns den Anderen vorgestellt hat, dürfen wir Aufgaben für sie erledigen, wie Leitungen reparieren oder Botengänge ausführen. Die Hauptmission baut darauf auf, den Noka zu helfen, ihre Versorgung aufrechtzuerhalten. Dafür muss Kontakt zu den Semi-Schwestern hergestellt und auch gegen die Wraws vorgegangen werden. Es gibt aber auch bis zu 50 Nebenmissionen und Wettrennen, die einen zusätzlich die Welt erkunden lassen. Denn die Karte von Kandria ist 2,5 Millionen qm groß und es gibt an die 250 Räume, die aneinander anschließen.

Es gibt also jede Menge zu entdecken. Primär könnt ihr laufen, springen und euch ein Stück weit nach vorne teleportieren. Zusätzlich erlaubt euch das Spiel, zu angeln und zu sitzen. Gefangene Fische können verkauft werden, um  wertvollere Items zu kaufen. Es gibt außerdem auch Objekte wie Zeitungen zu finden, die euch mehr über die Welt verraten. Zudem könnt ihr insgesamt 33 Outfits finden, zum Beispiel den Camouflage-Look, der es euch ermöglicht, unsichtbar zu werden. Das hat für niemanden eine Auswirkung, außer für euch, da es nun schwerer wird zu spielen.

 

Schwierige Sprünge, gähnende Gegner

Das Erkunden in Kandria macht das Spiel nicht nur aus, es ist auch wirklich herausfordernd umgesetzt. Zu Beginn gibt es kaum Gegner und nur einfache Sprung-Passagen. Je weiter man jedoch vordringt, desto komplexer und schwieriger werden die Räume. Teilweise so schwierig, dass man in einer Tour stirbt. Hier gilt es, geschickt die wenigen Fähigkeiten einzusetzen und auch erst einmal herauszufinden, was der Raum von einem will. Mal muss der Rhythmus der Fontänen abgepasst werden, mal muss das Trampolin richtig besprungen werden, um die geeignete Höhe zu erreichen.

Da sind die Entwickler wirklich einfallsreich gewesen, was auch zum Stück dem Spielprinzip geschuldet ist: Kandria ist ein Open World-Spiel. Alle Orte sollen von Beginn an begehbar sein. Deshalb gibt es keine Möglichkeit, Fähigkeiten aufzubessern. Stattdessen braucht es in den Räumen unterschiedliche Objekte zum interagieren, die eure Basis-Fähigkeiten beeinflussen. Ihr könnt allerdings eure Waffe, ein Schwert, aufbessern. Insgesamt fünf Level-Ups gibt es.

Wirklich gemerkt habe ich davon allerdings nicht. Denn so gut und herausfordernd die Räume und Hindernisse darin sind, so langweilig sind die Gegner. Als Android steht ihr wilden Tieren, Roboter-Zombies und den oben erwähnten Wraws gegenüber. Doch mal abgesehen davon, dass gerade die ersten beiden Gegnertypen rar gesät sind, sind die Kämpfe viel zu schnell vorbei. Auch die wenigen Bosskämpfe, die man ohnehin nicht unbedingt finden muss in diesem Open World-Spiel, werden sehr schnell eintönig, wenn man nach jedem Tod an Ort und Stelle wiederbelebt wird, als wäre nichts geschehen. Kandria erlaubt nämlich viele Voreinstellungen und plant auch gerade für Modder einiges zum Release möglich zu machen, dadurch kann das Spielerleben aber auch sehr schnell sehr langweilig werden.

 

Vieles dabei, aber vieles kommt auch zu kurz

Natürlich liegt der Fokus von Kandria auf der Open World, so wie es auf Steam präsentiert wird. Es geht darum, gleich überall hin zu können. Dennoch kommt einem das Kampfsystem eher unausgeglichen vor und die Story rund um die Stämme ist in den Hauptmissionen auch recht schnell erzählt. Deren Ende bringt die Herkunft des Androiden ans Tageslicht, doch der Plottwist zieht nicht wirklich. Genauso verwirrend war es für mich, als ich durch Zufall ein weiteres Ende freigespielt habe, indem ich einen entscheidenden Gegner-Charakter tötete, was mir überhaupt nicht bewusst war.

Diese Form der Entscheidungsfreiheit, alles direkt erkunden zu können, bereitet dem Spiel an vielen Stellen noch Probleme, wie beispielsweise Logiklücken. Dadurch ist Kandria aber kein schlechter Titel. Orte zu erkunden und Geheimnisse zu entdecken macht Spaß und hier steigt auch die Herausforderung merklich an. Auch die Welt an sich ergibt Sinn und es macht dadurch noch mehr Freude, sie zu entdecken. Dass unerlernte Fähigkeiten einen hier nicht beim Weiterkommen behindern können, ist allerdings Fluch und Segen zugleich. Es kann zwar weiter gehüpft, geklettert und gestorben werden, dafür geht aber vielleicht auch einiges an Storysträngen und Kampfsystematik verloren.

 

  • Test: Kandria – Der kommende Open World-Hit?
    Fazit zu Kandria

    Die Hintergrundgeschichte, die Charaktere und das Spielprinzip von Kandria haben mir gut gefallen. Schade war nur, dass die Story so schnell erzählt war und manche Lücken gerade deshalb entstehen, da man überall hingehen kann. Dass ich beispielsweise aber nicht erst neue Fertigkeiten erlernen muss, bevor ich weiterkomme, war eine willkommene Abwechslung für mich in einem solchen Jump and Run.

    Ann-Kathrin Günther, Redakteurin

Positiv:

Herausfordernde Räume
Interessante Hintergrundgeschichte
Angeln als zusätzliches Feature

Negativ:

Langweilige Gegner
Teilweise Logiklücken dadurch, dass alles gleich erkundet werden kann

Ab in die Sammlung?

Wer herausfordernde Jump and Runs mag, in denen jeder Weg eingeschlagen werden kann, ist hier genau richtig. Wer allerdings ein Spiel mit Fokus auf Story oder Hack and Slay-Elementen will, der wird hier nur mäßig zufrieden gestellt.

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  • Veröffentlichungsdatum: 12. Februar 2021
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Geschrieben von Ann-Kathrin Günther
Ihr Motto: Das Game kenne ich, gespielt habe ich es aber nicht.

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