Tesoro Kuven Virtual 7.1 Gaming Headset – Review zum Erstlingswerk

Hut ab vor Tesoro. Keine Erfahrung im Headset Bereich und sofort steigen sie mit einem 7.1 Gaming Headset ein. Ob Tesoro ohne großes Hintergrundwissen im Headset Bereich trotzdem mit dem Kuven Virtual 7.1 Gaming Headset überzeugen kann oder nicht, erfahrt ihr nun hier in unserem Test.

 

Eine große mächtige Kiste 

Der erste Eindruck ist gigantisch. Hat man die Kiste des Tesoro Kuven Virtual 7.1 Gaming Headsets in der Hand denkt man sich, was ist das für ein Ungetüm von Kopfhörer? Der Karton ist riesig und trotzdem extrem stabil. So kann ein Sturz dem Headset in dieser robusten Verpackung nichts anhaben. Auf der Rückseite wird uns der Inhalt, sowie die Anschlussmöglichkeiten genau erklärt. Direkt beim Öffnen fiel uns die stabile Kunststoffhalterung auf. Diese schützt das Headset zusätzlich. Nachdem wir das Headset aus der Verpackung befreit haben, hatten wir eine Menge Kabel vor uns liegen. Dies gefiel uns sehr gut, da somit jede Anschlussmöglichkeit gegeben ist. Neben den Headset und den Kabeln, ist noch eine Treiber-CD enthalten. Diese ist gut geschützt in einem separaten Karton.

Der Inhalt im Überblick.

Der Inhalt im Überblick.

 

Die Verarbeitung

Das Kuven Headset wirkt auf den ersten Blick sehr robust, jedoch legt sich dieser Eindruck recht schnell. Zwar sind alle Gelenkteile mit Aluminium verstärkt, allerdings gibt es dadurch immer wieder klackernde Geräusche. Der Vorteil hier ist allerdings, dass die verstellbaren Teile an den Ohrmuscheln auch nach häufigem Gebrauch nicht ausleiern. Andererseits fragt man sich, warum hat man das Mikrofon selbst nicht auch mit Aluminium verstärkt? Dieses macht nämlich beim Verstellen immer Kratzgeräusche und man hat Angst es dadurch zu beschädigen. Die Ohrmuscheln sind mit Kunstleder überzogen, welches sehr weich und bequem ist. Was Tesoro an den Ohren so gut gemacht hat, ruinieren sie an der Kopfpolsterung. Diese ist zwar auch aus weichem Leder, jedoch ist die Innenpolsterung sehr viel härter. Hierdurch wird ein langes Tragen unangenehm, da der Kopfbügel auf den Kopf drückt. Schade, wäre diese weicher gewesen, wäre der Komfort um einiges höher ausgefallen. Hervorzuheben sind die Kabel. Diese sind in einer Stoffkordel verarbeitet und sind so vor Kabelbruch geschützt.

Aluminium Gelenke verstärken das Headset

Aluminium Gelenke verstärken das Headset

 

Surround-Sound auf den Ohren

Nach Anschließen der Kabel kann es leider nicht direkt losgehen. Zwar könnte man das 7.1 Surround Headset als Stereo Headset nutzen, jedoch um den vollen Surround-Sound genießen zu können, muss man die Tesoro Software und die Treiber installieren. Um den vollen 7.1 Surround-Sound nutzen zu können, muss man ebenfalls die USB Soundkarte installieren. Hat man dies alles erledigt wird man angenehm überrascht. Das Kuven bietet dank der mitgelieferten Software viele Einstellungsmöglichkeiten und bietet nahezu Kino-Sound. Jedoch hat es einen etwas schwachen Bass, der gerade in Shootern stärker hätte sein dürfen. Bei den hohen Tönen hat das Headset keine Probleme, diese sind stets klar und gut zu erkennen. Jedoch bei den mittleren Frequenztönen hat das Kuven einige Nachteile. So klingen diese oft matschig und schwammig. Hingegen ist der Surround Effekt sehr gut. Durch ihn lassen sich Gegner schnell orten und man hat bei Spielen wie Call of Duty einen leichten Vorteil. Der größte Wermutstropfen ist allerdings die Fernbedienung am Kabel. Mithilfe dieser Fernbedienung kann man zwar die Lautstärke einstellen, jedoch funktioniert dies hardwaregebunden und greift nicht zusätzlich in die Software des Headsets ein. Somit hat man zwei unterschiedliche Lautstärkeregler, die einem die Übersicht bei der Lautstärke erschweren.

In alle Richtungen lässt es sich drehen.

In alle Richtungen lässt es sich drehen.

Matschiges Mikrofon

Eine der größten Schwachstellen ist das Mikrofon. Dieses ist zwar flexibel einstellbar, aber nicht lang genug. Auch lässt die Tonqualität der Aufnahmen zu wünschen übrig. Die Stimme klingt immer etwas dumpf und schwammig. Gerade bei längeren Spiele Sessions im Online-Multiplayer, kann dies störend sein, da euch eure Kameraden schlecht verstehen. Vor allem Männer mit tieferen Stimmen klangen nicht echt, eher wie im Stimmbruch. Auch wurde des Öfteren die Qualität als Radio-Qualität bezeichnet. Zwar gut anzuhören im Teamspeak oder Skype, aber wenn man vorhat, damit ein Let´s Play oder Ähnliches aufzunehmen ist es nicht das richtige. Extrem Schade, hier muss Tesoro noch einiges an Zeit und Arbeit investieren um mit anderen Headset mithalten zu können.

Schwaches Mikrofon

Schwaches Mikrofon

Die Konsolentauglichkeit

Tesoro bewirbt das Kuven Headset als Plattformunabhängig. Jedoch ist das Tesoro Kuven Virtual 7.1 Gaming Headset an Konsolen nicht vollständig nutzbar, da ein optischer Anschluss fehlt. Man kann das Headset zwar an einer Konsole über einen USB-Anschluss nutzen um mit Teamspeak mit seinen Kollegen zu zocken, doch es überträgt nur die Chatpartner auf die Ohren und nicht den Ingame-Sound. Schade, denn der Surround-Effekt ist so genial auf den Ohren, dass ich mir diesen auch an der PS3 gewünscht habe. Auch Schade ist, dass man es auch nicht direkt per USB an einen Fernseher anschließen kann um den Surround-Sound zu nutzen. Ebenfalls der direkte Anschluss an einen Blu-Ray Player verhalf nicht zur Lösung des Problems. Somit ist das Kuven ein reines Headset für den PC und für Konsolenzocker nicht geeignet.

 

Fazit:

Tesoro schafft mit dem Tesoro Kuven Virtual 7.1 Gaming Headset einen guten Einstieg in das Business. Jedoch kann es nicht voll und ganz überzeugen. Sollte Tesoro mit einem Nachfolgemodell die Schwachpunkte, wie das unangenehme Tragegefühl und das schlechte Mikrofon ausmerzen, so könnte es ein fantastisches Headset werden. Auch sollten sie bei dem aktuellen Design bleiben, da dieses frisch und innovativ ist.

 

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Geschrieben von Thomas Solzic
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.

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