Tales of Vesperia: Definitive Edition – Test zum wohl besten Teil der Tales-Reihe

Tales of Vesperia: Definitive Edition im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLC´s

Tales of Vesperia: Definitive Edition - [PlayStation 4]
  • Bandai Namco Entertainment Germany
  • Videospiel

Releasedatum: 11. Januar 2019

Genre: JRPG

USK: Ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: Bandai Namco Entertainment

Plattformen:PC, PS4, Xbox One, Nintendo Switch 

Die JRPG-Reihe „Tales of“ umfasst mehrere hoch angesehene Titel, doch kaum einer von ihnen ist so beliebt wie Tales of Vesperia. Damals exklusiv für die Xbox 360 erschienen, später auch in einer Special Edition für die PS3, allerdings nur in Japan, verpassten jedoch viele diesen Meilenstein der JRPG-Geschichte, so auch ich. Nun bietet sich jedoch mit der Definitive Edition für PC, PS4, Xbox One und Nintendo Switch die Gelegenheit für Leute wie mich, dieses Japano-Rollenspiel endlich nachzuholen. Ob es den Test der Zeit besteht, haben wir überprüft.

 

Hallo, darf ich mich vorstellen?

Auch wenn die Geschichte von Tales of Vesperia im späteren Verlauf in das typische „Rettet die Welt“-Klischee abdriftet, so erzählt es im Kern eine etwas andere Story von einem Underdog, der lediglich Diebesgut zurückerlangen will. Yuri Lowell, einer der sympathischsten Protagonisten, die ihr je kennenlernen werdet, ist ein ehemaliger Ritter, der jedoch moralisch nicht immer aufrichtig ist, darum ja auch „ehemalig“. Doch dieser Charakterzug macht ihn so interessant, er geht die Dinge nun einmal etwas rabiater an, wenn es sein muss. Als der Blastia-Kern der Unterstadt, ein sehr wichtiger Gegenstand für den Erhalt der Stadt, entwendet wird, macht er sich sofort auf den Weg. Blastia sind von Magie angetriebene Objekte, welche mit Barrieren Monster fernhalten oder, wie im Fall des Exemplars in der Unterstadt, den Brunnen funktionstüchtig machen. Kleine Dilemmas der Charaktere wie die Jagd nach dem Blastia-Dieb oder die Suche nach einem Ritter sind persönliche Probleme, welche uns unsere Charaktere näher bringen als andere RPGs. Unsere Gruppe entsteht, um sich gegenseitig bei ihren Problemen zu helfen und wir als Spieler lernen sie erst einmal richtig kennen, bevor wir mit ihnen am Ende dann doch die Welt retten. Doch der langsame Start und die Charakterentwicklung sind eine der besten Aspekte an der Geschichte und sorgen schnell dafür, dass wir uns in diese Charaktere verlieben.

Im Laufe des Spiels besucht ihr viele interessante Städte und Ortschaften.

 

Ein gut gealtertes JRPG

Über zehn Jahre ist der Release von Tales of Vesperia nun her, was man der Definitive Edition nur zeitweise anmerkt. Grafisch wurde das Spiel etwas aufpoliert und läuft nun in 1080p, ausgenommen natürlich vom Handheldmodus der Switch. Dazu läuft die PS4-Version komplett in 60 FPS, während auf den anderen Plattformen lediglich die Kämpfe in 60 FPS laufen, außerhalb muss man sich mit 30 FPS begnügen. Auch ein Zeichen der Zeit ist die Weltkarte. Obwohl es mal wieder Spaß macht, auf einer Weltkarte umherzulaufen, so ist sie relativ leer und bietet wenig zum Erkunden. Wettereffekte wechseln an vorgegeben Stellen und sind nicht dynamisch und Gegner plöppen einfach so an manchen Stellen auf. Auch steife Animationen hier und da weisen ein wenig darauf hin, wie alt Tales of Vesperia wirklich ist. Doch all diese Aspekte sind nur ein kleiner Makel an einem ansonsten tollen Port eines großartigen Rollenspiels. Die Farben sind bunt und leuchtend und auch das Gameplay kann sich heutzutage noch sehen lassen. Zudem werden erstmals etliche Inhalte geboten, welche dem Westen bislang verwehrt blieben. So bietet die Definitive Edition neue Kostüme, mehr Postgame, einen neuen spielbaren Charakter und mehr vertonte Dialoge. Hier könnt ihr zwischen der englischen und japanischen Sprachausgabe wählen, wobei englische Dialoge natürlich nachvertont werden mussten. Dem geschulten Ohr wird somit an einigen Stellen auffallen, dass Yuri etwas anders klingt, der neue Synchronsprecher macht seine Sache allerdings so gut, dass dies kaum ins Gewicht fällt.

Die Kämpfe spielen sich grandios und sehen immer noch toll aus.

 

Kampfsystem in altem Glanz

Im großen und ganzen muss man bei Tales of Vesperia nicht ins Detail gehen. Wer bereits einmal ein JRPG gespielt hat, der wird nahezu alle Aspekte des Spiels kennen. Die Welt erkunden, in Städten einkaufen und rasten, eure Charaktere ausrüsten, Magie lernen und gegen Monster kämpfen. Dazu noch Dungeons erkunden, Mahlzeiten kochen, Items kombinieren, Rätsel lösen, die Liste könnte endlos so weiter gehen. Tales of Vesperia tut all dies auf einem sehr hohen Niveau, ein besonderes Augenmerk gilt jedoch dem Kampfsystem. Dieses ist ein Echtzeit-Action-Kampfsystem, in dem ihr den Führer der Gruppe steuert, der Rest eurer Party wird von der KI kontrolliert. Ihr könnt euch frei in der Arena bewegen, wenn ihr die linke Schultertaste drückt, oder ihr bewegt euch in einer 2D-Linie mit dem anvisierten Gegner. Je nach eurem Empfinden könnt ihr Strategien anpassen, Zaubersprüche und Skills anordnen etc., dies ist jedoch nur auf höheren Schwierigkeitsgraden wirklich erforderlich, auf Normal und darunter ist das Spiel solide mit dem durchspielbar, was es euch als Standardvorgaben vorlegt. Zudem könnt ihr in den Kämpfen mit bis zu vier Spielern im Koop spielen, wo jeder einen Charakter der Party steuert. Tales of Vesperia bietet auch nach 10 Jahren noch das Beste, was ein JRPG bieten kann.

Tales of Vesperia: Definitive Edition - [PlayStation 4]
  • Bandai Namco Entertainment Germany
  • Videospiel

 

Positiv:

Gut auf aktuelle Konsolen geportet
Sympathische Charaktere
Spaßiges und gut von der Hand gehendes Kampfsystem
Größtenteils immer noch tolle Optik
Alle guten Qualitäten eines typischen JRPG

Negativ:

Weltkarte etwas leer
Manchmal steife Animationen
  • Tales of Vesperia: Definitive Edition
    “JRPG-Fans, die Tales of Vesperia bisher verpasst haben, haben nun keine Entschuldigung mehr. Das Spiel ist für alle gängigen Konsolen erhältlich und ist ein MUSS für Fans des Genres. Sicherlich sind einige Alterszeichen zu erkennen, aber man kann einem Spiel nicht sein Releasedatum zum Vorwurf machen. Der Port ist super gelungen und verspricht viele Stunden Spielspaß.”
    Maarten Cherek, Redakteur

Tales of Vesperia: Definitve Edition erhält den NAT-Games Award

Ab in die Sammlung?

Hier sollte wirklich jeder zuschlagen, der auch nur im Entferntesten etwas mit JRPGs anfangen kann. Tales of Vesperia ist wohl der beste Teil der Serie.

Maarten Cherek
Geschrieben von
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

Hinterlasse einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Markierte Felder müssen ausgefüllt sein *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.

Passwort vergessen

Bitte gebe deinen Benutzernamen ein, damit wir dir eine E-Mail inklusive Link zum zurücksetzen schicken können.