Sternenschweif: Magischer Einhornflug – Review zum PC-Abenteuer

So we meet again, Sternschweif. Das Spiel Sternenschweif: Magischer Einhornflug ist ein kurzes, einfaches Jump ‘n’ Run, das wohl eher jüngere Mädchen als Zielgruppe anpeilt. Als von der Redaktion ernannter Pferdeflüsterer, habe ich erneut die Aufgabe dieses Spiel auf Herz und Nieren zu testen. Das ich so etwas nicht selbst kaufen würde brauche ich nicht groß erzählen. Warum dem so ist, lest ihr in unserem Test!

 

Rettet die Tiere

Der Plot ist sehr schnell erzählt. Ein fieser Mensch oder eventuell ein ungeschickter, hat die ganzen Käfige der Tiergehege offen stehen lassen und so konnten alle Tiere davon laufen. Natürlich erklärt sich Laura bereit mit ihrem magischen Pferd Einhorn aus zu Helfen und macht sich auf die Tiere wieder einzusammeln. So versucht sie den Tierhof vor dem Bankrott zu retten, außerdem ist sie um das Wohl der Tiere besorgt. Wobei das Sammeln von Tieren eigentlich nicht ganz richtig ausgedrückt ist. Eher sammeln wir Nahrung ein, vermutlich um die Tiere damit anzulocken. Ob wir es schlussendlich auch schaffen, erfahrt ihr im laufe des Spieles.

Strenschweif - Magischer Einhornflug Nat Games 02

Das Level-Design ist recht schlicht.

 

Auf und ab

Einhornflug ist eine günstige Kopie von “Robot Unicorn Attack Evolution”. Das Pferd rennt von links nach rechts und Ziel ist es per Mausklick die Sprunghöhe und den damit verbundenen Absprungwinkel zu beeinflussen. Somit sammeln wir die Gegenstände ein, die auf der Strecke liegen. Das wird einem kurz und knapp auf dem Titelbildschirm erklärt – sofern man auf den Tipp klickt. Es gibt über 60 Level, die es zu bewältigen gilt. Man kann das Level mit einem bis zu Drei-Sterne-Ranking abschließen. Eine Falle für Highscorejäger, hier wird man dazu bewegt die Level so gut wie möglich abzuschließen. Notwendig ist dies aber eher nicht. Ist ein Level zu Ende, kann man sich das nächste auf der Oberweltkarte aussuchen oder bereits bestandene Level noch mal wiederholen um die Punktzahl zu verbessern. Das war es auch schon im Großen und Ganzen zum Gameplay und erinnert stark an Spiele von Facebook (Candy Crush etc.). Auch wenn das Cover etwas mehr verspricht, kann man dem Spiel nicht übel nehmen, es sei langweilig. Für Fans solcher Spiele macht es genauso viel Spaß, wie Candy Crush oder ähnliches.

Strenschweif - Magischer Einhornflug Nat Games 03

Die Oberweltkarte.

 

Unscharf und unschön…

…präsentiert sich auch dieser Titel. Nach dem 3DS-Ableger dachte man, dass die Grenzen des schlechten Geschmacks bereits überstrapaziert worden wären, doch da haben wir vorschnell geurteilt. Trotz der höchsten Auflösung ist das Bild unscharf. Das geht sogar so weit, dass das Bild gegen Ende eines Level völlig verzerrt. Dies verursacht manchmal schmerzen in den Augen, weil die Sicht komplett verzerrt. Die Geschichte wird in einigen kurzen Bildern abgehandelt, die ebenfalls nicht hübsch gezeichnet sind. Auch wenn die Story bei einem solchen Spiel nicht die höchste Priorität besitzt, wäre es nett gewesen hier etwas schöneres zu sehen. Auch In-Game wird das Ganze auch besser. Unschärfe und matschige Bilder machen sich breit. Die Level unterscheiden sich optisch auch nicht sonderlich von einander. Im ersten Abschnitt bekommen wir eine grüne Hügellandschaft präsentiert. Im nächsten Abschnitt bleibt die Struktur gleich, bloß in der Nacht. Etwas mehr Abwechslung wäre wirklich wünschenswert und nicht unmöglich gewesen. Die Musik ist uninspiriert, unpassend, identisch, dröge und langweilig. Dasselbe gilt für die Sound-Effekte und die deutschen Sprecher. Wobei man froh sein kann, endlich mal welche zu hören. 

Strenschweif - Magischer Einhornflug Nat Games 04

“Abwechslung” durch Farbwechsel

 

Fazit:

Dieses Spiel ist für Niemanden geeignet, der sich ein großes Pferdeabenteuer ala Bibi und Tina erhofft. Auch wenn wir nicht zur Zielgruppe gehören, würden wir Sternenschweif: Magischer Einhornflug nicht unbedingt weiterempfehlen. Die schlechte Optik, mit entsprechendem Sound und eher eintönigem Gameplay machen es “fast” unspielbar. Auch bei einem solchen Titel wäre ein wenig mehr Aufwand wünschenswert gewesen.

 

 

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Geschrieben von Thomas Solzic
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.