Speedlink Xanthos Gaming Headset – Das Multiconsole Gaming Headset im Test

Der Headset-Markt im Mittelpreissegment ist stark umkämpft. Viele Hersteller bieten günstige Gaming Headsets für jeden Geldbeutel an. Auch wenn man dabei Kompromisse in manchen Bereichen, vor allem bei Features, eingehen muss. Bei Aspekten wie Verarbeitung, Komfort und Sound sollte man aber keine eingehen. Speedlink bietet mit dem Xanthos ein kostengünstiges Gaming Headset an, welches auch noch für alle Konsolen sowie Mac und PC einsetzbar ist. Ob ihr ruhigen Gewissens eure weihnachtlichen Geldgeschenke in dieses Headset investieren könnt, erfahrt ihr im Test.

 

Die äußeren Werte

Das Xanthos kommt in einem schlichten Karton mit schwarz-weißem Design. Durch das integrierte Sichtfenster könnt ihr einen kleinen Blick auf das Headset werfen. Auf der Vorderseite selbst erwartet euch auch schon der erste Hinweis auf das große Einsatzspektrum des Geräts, ebenso findet ihr auch einige der Features aufgelistet, darunter zum Beispiel die integrierte Soundkarte. Auf der Rückseite befinden sich dann noch die obligatorischen Beschreibungen in verschiedenen Sprachen und eine Inhaltsangabe der beigefügten Kabeln. Habt ihr dann das Headset ausgepackt, findet ihr neben diesem, ein 50 Zentimeter langes Cinchkabel und ein 1 Meter langes 2,5 Millimeter Klinkenkabel. Um euch einen einfachen Start zu ermöglichen, gibt es noch einen kleinen Quick Start Guide, der euch zeigt, wie man das Headset an den einzelnen Geräten anschließt.

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Das Xanthos ist eher schlicht gehalten.

 

Gute Verarbeitung muss nicht teuer sein

Das Xanthos kommt in schlichtem schwarzen Kunststoff ohne viel Schnickschnack daher. Der schlichte Look wird unterstützt durch den Speedlink Schriftzug auf dem Kopfbügel, da dieser ebenfalls in Schwarz gehalten ist. Auf den Seiten findet ihr neben dem Aufdruck Stereo Headset auch jeweils einen Marker für links und rechts. Die Hörmuscheln selbst haben nur wenig Spiel, sind jedoch solide befestigt. An der Außenseite des linken Hörers befindet sich das Mikrofon. Dieses ist starr und kann nur in einem etwa 45 Grad großen Winkel heruntergeklappt werden. Eine weitere Möglichkeit die Position einzustellen gibt es nicht. Als optisches Highlight dienen blaue LEDs die einen Ring und einen Speedlink Schriftzug beleuchten, sobald das Headset mit Strom versorgt wird. Die Kopfhörerpolsterung am Bügel ist ausreichend, könnte aber etwas fester sein. Die Polster für die Hörmuscheln sind etwa zwei Zentimeter breit und schließen beim Tragen das Ohr sehr gut ab. Allerdings liegt die Polsterung bei größeren Ohren auf diesen auf. Da die Polster aber sehr angenehm sind, fällt das nicht negativ auf. Angeschlossen wird das Headset über das drei Meter lange Kabel an dessen Ende sowohl ein USB-Port als auch ein 3,5-Millimeter-Klinkenstecker. Ebenfalls an dem Kabel zu finden ist die Kabelfernbedienung. Mit einem Clip könnt ihr diese an eurem Shirt befestigen. Ein Schalter an der Seite erlaubt das Umschalten in Konsolen oder PC Modus. An der anderen Seite befindet sich der Lautstärkeregler. Auf der Oberseite findet ihr dann dem Mute Knopf, sowie eine Status LED die euch anzeigt, ob das Mikrofon gerade aktiv ist oder nicht. Die Kabelfernbedienung besitzt darüber hinaus noch einen Ausgang für ein 2,5-Millimeter-Klinkenkabel.

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Mit der Kabelbedienung könnt ihr ganz einfach die Lautstärke ändern oder das Mikrofon umschalten.

 

Guter Klang mit kleinen Einschränkungen und Chatten ohne Ende

Der Sound kann gerade in actionreichen Spielen überzeugen. Explosionen und Schüsse klingen satt und auch leise Schritte lassen sich gut ausmachen. Stimmen während Voice Chats klingen sehr deutlich und rauschfrei. Im Test mit Musik allerdings zeigt sich in manchen Fällen, gerade wenn diese viele Höhen enthielt, dass der Sound etwas verfälscht und an Definition verliert. Die Hörer sind dabei überraschend gut nach außen abgeschirmt. Auf diese Weise kann man ohne andere zu stören spielen. In Sachen Bass muss man allerdings einen kleinen Abstrich machen, da dieser zwar präsent ist jedoch durchaus noch etwas satter hätte ausfallen dürfen. Im Test mit der Playstation 3 und 4, sowie am Computer konnte das Mikrofon des Xanthos überzeugen. Chatpartner konnten mich gut verstehen und das, obwohl das Mikro fest eingestellt ist und daher nicht näher an den Mund gebracht werden kann. In einem Fall wurde ein kleiner Nachhall festgestellt, der die eigentliche Verständigung aber nicht weiter negativ beeinflusste. Das Mikro selbst ist zwar wie bereits eingangs erwähnt recht solide, dennoch hatte ich manchmal Bedenken es abzubrechen. Im Skype Chat erweist sich das Headset ebenfalls als sehr gute Lösung, da auch hier Stimmen deutlich bei den Gesprächspartnern ankommen.

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Das Mikro ist leider starr, funktionierte im Test aber sehr zuverlässig.

 

Vielfalt ist Trumpf

Es gibt viele Möglichkeiten das Xanthos einzusetzen. Die Anschlussmöglichkeiten reichen dabei allerdings von sehr einfach bis hin zu unnötig kompliziert. Die Komplikationen liegen dabei meist eher darin begründet, dass das Headset kabelgebunden ist. Verwendet ihr das Xanthos an PC oder PS4 reicht es den USB-Stecker anzuschließen und an der Kabelbedienung auf PC umzustellen. Alles bis hier kein Problem, es sei denn, man bevorzugt an der PS4 Headsets, die man am Controller selbst anschließen kann. Diese Option hat man mit diesem Headset nicht, da die integrierte Soundkarte mehr Energie benötigt als euch der Controller zur Verfügung stellt und zudem auch gar nicht vorgesehen ist. In Verwendung mit einer Konsole der letzten Generation wird der Aufwand allerdings schon etwas größer. Sowohl bei der PS3 als auch bei der Xbox 360 benötigt ihr das AV Kabel der jeweiligen Konsole. Ihr schließt das Headset mit USB an die Konsole an und verwendet dann das AV Kabel der Konsole mit dem AV Adapterkabel, um den Sound auf euer Headset zu übertragen. Im Fall der Xbox 360 müsst ihr dann noch das 2,5-Millimeter-Klinkenkabel von der Kabelbedienung mit dem Controller verbinden. Wer sehr viel auf diesen Konsolen unterwegs ist Bewegungsfreiheit will sollte sich vorher genau überlegen, ob er mit diesem Aufbau leben kann. An den aktuellen Current Gen Konsolen sowie dem Computer ist die Verwendung allerdings problemlos, wenn auch kabelgebunden.

 

 

 

 

Fazit:

Das Xanthos erweist sich als kostengünstiges Gamer Headset mit ein paar kleinen Schwächen. Wer hauptsächlich auf den aktuellen Konsolen und dem PC unterwegs ist und nicht so viel Geld investieren möchte, kann hier mit gutem Gewissen zugreifen. Für den Preis von rund 40€ erhält man hier ein sehr gutes und vielfältiges Headset.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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