Speedlink Coniux Core – Review zum ersten Speedlink PS4-Headset

Das erste Headset von Speedlink für die neue PlayStation 4 ist das Coniux Core und ist, mit seinen 29,95€ ein guter Begleiter für einige Zockernächte. Doch kann es auch in unserem Test überzeugen oder ist es doch nur ein “billiger” Vertreter der Niedrigpreis-Kategorie? Wir haben uns das Headset mal etwas genauer angesehen und sagen euch nun, ob es sich lohnt oder ob ihr lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen solltet.

 

Ist das auch wirklich für die PS4?

Diese Frage kann ich bereits vorm Auspacken mit einem “Ja” beantworten. Denn die Verpackung ist in Weiß und kommt mit viel blau daher. Auffällig ist auch das Symbol an der rechten vorderen Seite, wo definitiv beschrieben wird, wie man das Headset an den Dualshock 4 Controller anschließen soll. Speedlink-typisch dürfen die wichtigsten Hardware-Features in kleinen Quadraten nicht fehlen. Der Kunde soll direkt und auf den ersten Blick erkennen, was er für ein Gerät kaufen wird. Generell ist die Verpackung sehr ansprechend und passend für ein Headset, welches ausschließlich für die PlayStation 4 hergestellt wurde. Im Karton selbst finden wir dann allerdings nur eine Herstellerinfo, die gleichzeitig auch als Anleitung dienen soll und natürlich das eigentliche Headset. Immerhin wurde dies gut verpackt und kann somit auch einen Transport mit DHL sicher überstehen. Eine CD, eine Installationshilfe und eine Lektüre über die Hardware fehlen zwar beim Umfang, sind aber bei diesem Headset gar nicht unbedingt zu erwarten.

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Das Coniux in seiner besten Figur.

 

Verarbeitung kann nur halb überzeugen

Günstig muss nicht immer bedeuten, dass es Schrott ist. Zwar gibt es qualitativ hochwertigere Geräte, wie das Sennheiser G4ME One oder das Medusa NX 5.1, dennoch ist die Verarbeitung vom Coniux Core nicht komplett daneben geraten. Die Ohrmuscheln sind beide sehr groß und passen somit auch über größere Ohren. Dies ist besonders für Kunden wichtig, die generell In-Ear-Kopfhörer nicht unbedingt benutzen können. Die Muscheln sind zwar weich, bieten allerdings auch kaum Polster. Hier hätte etwas mehr auch ein längeres Tragen ermöglicht. Denn durch die recht geringe Polsterung drücken die Ohrmuscheln bereits nach nur einer halben Stunde an den Ohren. Das darf bei einem Headset natürlich auf gar keinen Fall passieren. Ein wenig bewegen und die nächste halbe Stunde kann beginnen. Das Mikrofon kann man leicht in alle Richtungen dehnen und auch verstellen. Zwar bleibt es nicht hundertprozentig an der gebogenen Stelle stehen, bietet dennoch einen großen Aufnahmeumfang. Einziger Nachteil ist hier die Verarbeitung. Denn das Mikrofon wirkt wie ein billiger Plastikreifen für ein Spielzeugauto. Biegsamer Kunststoff sieht halt dann doch nicht so schön aus. Auch die Bügel sind jeweils verstellbar, sodass das Headset für jede Kopfgröße genutzt werden kann. Hier fällt auf, dass es auch nach mehrmaligem Benutzen nicht ausleiert. So soll und muss es doch auch sein. Generell sind die Ohrmuscheln und der dazugehörige Bügel in einem matten Schwarz beschichtet. Dies fühlt sich auch sehr gut an und sieht zudem auch noch recht schick aus. Auf der Außenseite ist zudem eine Art Logo von dem Coniux gedruckt, was ebenfalls zum gesamten Look passt. Leider gibt es keine Möglichkeit, ähnlich wie beim Medusa NX 5.1, dass man das Headset wie eine Art Tragetasche zusammenklappen kann. Deswegen gibt es im Lieferumfang auch keine Hülle oder Tasche dazu. Aus diesem Grund müssen wir leider beim Komfort, sowie bei der Verarbeitung ein paar Punkte abziehen. Vorteilhaft bleibt aber immer noch die Funktion vom PlayStation 4 Controller. Zwar ist dies kein Vorteil vom Headset, langes Kabel-Wirr-Warr kann man sich aber gut sparen, da der Controller direkt vor einem ist. Wer das Headset dennoch anderweitig nutzen möchte, dem wird das lange Kabel mit einer soliden Qualität entgegen kommen.

Die Bügel sind alle verstellbar - sogar das Mikrofon.

Die Bügel sind alle verstellbar – sogar das Mikrofon.

 

Funktionen und die Qualität dieser

Wie in fast jedem Headset gibt es auch beim Coniux Core eine Bedieneinrichtung am Kabel, an dem man die Lautstärke mit Hilfe eines Vol.-Rädchen lauter und leiser stellen kann. Die Funktion dahinter ist allerdings nur mittelmäßig, da man kein extra Rad für das Mikrofon hat. So kann man zwar die Lautstärke vom Audio einstellen, die Mikrofonstärke bleibt dabei unberührt. Eine Art Mute-Schalter hätte man ebenfalls gut mit einbauen können. Wie oft rege ich mich über die Kids in Call of Duty auf. Durch große Ohrmuscheln muss nicht immer ein guter Klang herauskommen. Beim Coniux kommt für knapp 30€ allerdings eine Menge Bass und Qualität heraus, wobei eben kein Surround-Sound zu hören ist. Enorme Stärken oder Schwächen kann man nicht hören. Erst beim Abspielen von Musik merkt man den klaren Sound mit der guten Bass-Abmischung. Ein großer Nachteil ist und bleibt der Stereo-Sound. Wer mal eben eine Runde Battlefield spielen möchte, der sollte sich dann doch eher ein Surround-Headset anschaffen. Zu lange braucht man, um einen Spieler zu “orten” und so in seine Richtung zu kommen. Meist wird man bei der Suche dann selbst erschossen. Für lange Spielsessions sollte man das Coniux nicht unbedingt nutzen. Das Mikrofon ist solide, professionelle Aufnahmen sollte man hiermit aber eher vermeiden. Um sich mit seinen Freunden über das PSN oder Teamspeak zu unterhalten reicht die Qualität dennoch aus. So will man das auch bei einem Gaming-Headset erwarten oder etwa nicht? Rauschen ist zwar ein wenig vorhanden, stört bei Gesprächen aber nicht großartig. Auch die Stimme wird klar und deutlich dem Mitspieler übertragen. HD-Voice bietet es zwar nicht, verstehen kann man aber alles.

Ein Lautstärkeregler ohne Mute-Funktion fürs Mikrofon darf einfach nicht sein!

Ein Lautstärkeregler ohne Mute-Funktion fürs Mikrofon darf einfach nicht sein!

 

Fazit:

Preis und Leistung stimmen bei diesem Headset vollständig überein. Die fürs kleine Geld belieferte Qualität ist einfach überwältigend. Zwar fehlen ein paar wichtige Funktionen, das Gesamtpaket ist dennoch unglaublich. Der Klang mit den dazugehörigen Bässen ist sogar zum Musik hören geeignet, obwohl das Headset eigentlich nur für die PlayStation 4 entwickelt und hergestellt wurde. Das Mikrofon erfüllt seinen Zweck, für professionelle Aufnahmen reicht es dennoch leider nicht aus. Auch beim Komfort hätte man noch ein wenig mehr Arbeit reinstecken können. Aber was Solls, dafür kostet es gerade mal 30€.

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Geschrieben von Tobias Liesenhoff
Chefredakteur für Games, Movies, Hardware seit Juni 2013.

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