Sparklite – Test zum von Zelda inspirierten Action-Adventure-Roguelike

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Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Sparklite Nintendo Switch
  • Kämpfe gegen Feinde in top-down Action!
  • Benutze ein großes Arsenal an Gegenständen, Waffen und Ausrüstungen!
  • Erforsche gefährliche Gebiete der prozedual generierten Welt!
  • Besiege Titanen der Minenindustrie und rette das Sparklite!

Releasedatum: 14. November

Genre: Action-Adventure

USK: Ab 6 Jahren freigegeben

Publisher: Merge Games, Maple Whispering Co., Ltd.

Plattformen: Switch, PC, PS4, Xbox One

Die Legend of Zelda-Reihe ist wohl der unangefochtene König des Action-Adventure-Genres. Besonders die 2D-Ableger sorgen immer wieder als Inspiration für neue Titel, vor allem im Indie-Bereich. Mit Sparklite haben wir ein weiteres von Zelda inspiriertes Indie-Spiel, welches mit einigen etwas ungewöhnlichen Ansätzen versucht, das Genre ein wenig aufzumischen. Wir haben mal überprüft, ob der Plan aufgegangen ist.

 

Die Welt im Wandel

In der Welt von Sparklite spielt Technologie eine große Rolle. Angetrieben werden jegliche Maschinen vom Funkenlicht, dem namensgebenden Sparklite. Dabei handelt es sich um ein kristallisiertes Element und eure Hauptaufgabe im Spiel ist es, dieses zu sammeln. Ihr findet es in Kisten, erhaltet es von besiegten Monstern und erntet es aus Früchten und Büschen. Doch ihr seid nicht der Einzige auf der Suche nach dem wertvollen Material. Auch eine finstere Figur namens „Der Baron“ hat es auf das Funkenlicht abgesehen und ihm ist dabei jedes Mittel recht. Er hat seine finsteren Schergen ausgesandt, die in industriellen Minen nach dem Element graben. Dabei wirkt sich das Handeln des Barons auf die Spielwelt aus. Beben erschüttern die Welt und verändern sie. Jeder Ausflug in die Wildnis ist also eine Reise ins Ungewisse.

Sparklite

Grüne Landschaften umfassen nur eine von vielen erkundbaren Gegenden.

 

Ein Roguelike in meinem Action-Adventure?

Wie sieht sie also aus, die Welt von Sparklite? Nun, geografisch bleiben die unterschiedlichen Gebiete immer am selben Ort. Im Zentrum ein weitläufiges Wiesengebiet, im Osten der goldene Herbstwald und im Süden ein schleimiger Sumpf. Jedoch verändern sich die Gebiete an sich und auch die Standorte von Höhlen, Minen, Monstern, Schatzkisten usw. Somit steckt ein kleines Roguelike in diesem Action-Adventure. Eure Basis habt ihr in einer schwebenden Stadt, die sich stetig weiterentwickelt, natürlich mithilfe von einer Menge Funkenlicht. Bei jedem Tod werdet ihr dorthin zurücktransportiert und verliert gesammelte Items. Euer Funkenlicht und bestimmte wichtige Gegenstände behaltet ihr jedoch und nehmt sie in die Basis mit zurück. Dann heißt es mit dem gesammelten Funkenlicht eure Protagonistin Ada mit Upgrades versorgen, euch mit hilfreichen Items, hier „Kniffe“ genannt, einzudecken und erneut hinunter in die Oberwelt zu gehen. Euer Ziel ist es natürlich, die Schergen des Barons und schlussendlich den Baron selbst zu besiegen und die Welt zu retten. Doch dazu müsst ihr stärker werden und in immer gefährlichere Gebiete vordringen. Und so entwickelt sich ein Kreis aus Funkenlicht sammeln, Monster und Bosse besiegen, zur Basis zurückkehren, Upgrades kaufen und dann wieder von vorne beginnen. Das mag repetitiv klingen und ist es auch durchaus, größtenteils macht dieser Prozess jedoch Spaß. Nur gelegentlich zieht sich die Angelegenheit etwas, vor allem wenn die kleinen Dungeons, die man findet, immer wieder dieselben sind. Da in ihnen auch keine Musik spielt, ist deren Erkundung eher mau und lässt zu wünschen übrig. Auch die dicken Minen mit den Bossen sind eher enttäuschend, da sie nur aus einem Vorraum und dem Raum mit dem Boss bestehen. Ausgetüftelte Verliese wie in den Zelda-Spielen sucht man in Sparklite vergebens.

Sparklite

Diese Minen sind überall zu finden, erwartet jedoch keine komplexen Dungeons.

 

Ein guter Held ist gut ausgerüstet

Ich habe Sparklite in dieser Review nun bereits mehrmals mit Zelda verglichen, bei genauerer Betrachtung fallen aber immer mehr Unterschiede auf. Sicher, Herzcontainer zeigen eure Lebensenergie an, ihr besiegt fette Bosse und schlagt mit einer Art Schwert auf Monster und Grasbüschel ein. Da hören die Ähnlichkeiten aber auch schon auf. Items findet ihr nicht in Kisten, sondern ihr craftet sie mit Funkenlicht selber. Vorher müsst ihr die passenden Blaupausen finden, um sie dann an eine Werkbank zu verwenden. Eure Lebensenergie und sonstige Verbesserungen wie mehr Schaden mit eurer Waffe und stärkere Abwehr erhaltet ihr mit Patches. Diese ordnet ihr auf einer Platte an, auf welcher nur begrenzt Platz vorhanden ist. Bestimmte Patches könnt ihr miteinander kombinieren und eure Platte lässt sich vergrößern, so dass ihr immer mehr Patches ausrüsten und euch so stärken könnt. Kleinere Items, die Kniffe, könnt ihr in einem Laden erwerben oder während eures Abenteuers finden. Sie sind einmalig verwendbar und geben euch Bomben, Medikits oder Abwehrboosts. Und so baut ihr euch mit den Kniffen und euren gecrafteten Gegenständen ein ordentliches Arsenal auf, mit dem die Erkundung neuer Gebiete deutlich erleichtert wird. Ebenfalls behilflich ist euer fliegender Roboter-Sidekick, der auch ein paar Tricks auf Lager hat. Neben der Hauptaufgabe gibt es auch Einiges zu entdecken wie verstreute NPCs, die ihr für eure Basis anheuern könnt und kleine versteckte Singvögel namens „Beats“, die ihr sammeln könnt. Sparklite ist ein Indie-Titel und von daher nicht unbedingt riesig, aber die stetig wechselnde Welt lädt trotzdem zum Erkunden ein.

Sparklite

Die Bosse in Sparklite sind brachial.

 

Mal wieder Retro-Optik

Indie-Spiele und Retro-Optik, diese zwei Aspekte gehen Hand in Hand. Auch Sparklite greift auf einen pixeligen Look zurück und somit kehrt erneut der, wahrscheinlich beabsichtigte, Vergleich mit Zelda zurück. Vor allem an A Link to the Past vermag Sparklite zu erinnern. Die minimalistische Grafik sagt allerdings nicht aus, dass es dem Spiel an Detailreichtum fehlt. Die Monster sind alle gut designt und auch die einzelnen Gebiete bieten unterschiedliche Atmosphäre, nicht zuletzt durch den wunderbaren Soundtrack, der auch stellenweise an beliebte Tracks aus den Zelda-Spielen erinnert. Wie bereits angemerkt fehlt in einigen Bereichen jedoch eine Musik, welche die Angelegenheit etwas karg wirken lässt. Insgesamt präsentiert sich Sparklite ziemlich charmant und leistet sich wenige Schnitzer. Manchmal kommt es jedoch zu einem Bug im Ton, welcher ein schrilles Geräusch ertönen lässt, wenn man stirbt. Er kommt nicht so oft vor, doch wenn es ab und an mal passiert, fliegen einem die Ohren weg.

Sparklite Nintendo Switch
  • Kämpfe gegen Feinde in top-down Action!
  • Benutze ein großes Arsenal an Gegenständen, Waffen und Ausrüstungen!
  • Erforsche gefährliche Gebiete der prozedual generierten Welt!
  • Besiege Titanen der Minenindustrie und rette das Sparklite!

 

Positiv:

Spaßiges Abenteuer in stetig wandelnder Welt
Spannende Bosskämpfe
Interessante Spielmechaniken wie das Patchsystem, die Blaupausen etc.
Retro-Feeling dank Optik und Soundtrack

Negativ:

Uninspirierte "Dungeons"
Musik fehlt an manchen Stellen
Kleinere Fehler und Bugs
  • Sparklite – Test zum von Zelda inspirierten Action-Adventure-Roguelike
    “Sparklite bedient gleich zwei Zielgruppen von Zockern: Action-Adventure- und Roguelike-Fans. Es vermischt die beiden Genres dabei erfolgreich miteinander und kreiert dabei einen gesunden Mix aus Kämpfen und Erkundungen. Es macht einfach eine Menge richtig und demzufolge auch eine Menge Spaß. Einige kleine Macken gibt es zwar, wie die etwas lieblos gestalteten „Dungeons“, teilweise fehlende Musik und kleinere Bugs, aber im Gesamtpaket weiß dieses Indie-Juwel zu überzeugen.”
    Maarten Cherek, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Für Fans von Zelda und anderen ähnlichen Titeln ist Sparklite eigentlich ein Pflichtkauf. Lasst euch nicht vom Roguelike-Faktor abschrecken.

Maarten Cherek
Geschrieben von
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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