Source of Madness

Test zum lovecraft'schen Tentakel-Roguelite

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Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Steamworld Collection (PS4)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

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Releasedatum: 22. September 2021

Genre: Side-Scrolling Roguelite Action-RPG

USK: keine Freigabe

Publisher: Thunderful Publishing, Thunderful Group

Plattformen: Nintendo Switch, Xbox Series, Xbox One, PlayStation 4, PlayStation 5, PC

Source of Madness ist ein Roguelite-Titel, der von Carry Castle entwickelt wurde. Herausgeber ist Thunderful Group, die auch für SteamWorld Dig verantwortlich waren. Source of Madness arbeitet mit einer KI, welche Welten und Gegner generiert, die an H.P. Lovecrafts Mythen orientiert sind. Die Vollversion des Spiels ist nun für die Xbox One, Xbox Series, PS4, PS5, den PC und die Nintendo Switch erhältlich.

 

Die Story von Source of Madness

In Source of Madness fangen Spieler*innen als Akolyth aus den Lehmlanden an, um herauszufinden, was mit der Welt passiert ist. Die erste Mission führt sie zum Mond, auf dem eine alte Macht wieder erwacht scheint. Dabei treffen sie auf andere Kultisten, die mal mehr und mal weniger freundlich gesinnt sind. Auf ihrer Reise stehen ihnen mehrere Zauberringe, fünf Magierklassen und verschiedene Zusatzausrüstungen zu Verfügung. In drei Akten werden sie in die düstere, lovecraft‘sche Welt des Spiels eingeführt. Dabei gibt es neun verschiedene Welten, die in je einem Level erkundet werden können und immer wieder neu von der KI zusammengestellt werden. Ebenso künstlich erzeugt sind die immer wechselnden Gegner und Bosse, deren Hauptmerkmal Tentakel sind. Diese seltsamen Kreaturen wollen den eigenen Charakter daran hindern, voranzukommen.

Die Welt von Source of Madness ist von Lovecrafts Werken inspiriert.

 

Der Tod hat einen Sinn

Dabei werden die Spieler*innen, wie für das Roguelite typisch, immer wieder sterben. Es gibt zwar zwischendurch Speicherpunkte, an denen auch Heilfläschchen aufgeladen werden können, diese sind aber nach ein paar Mal aufladen nicht mehr vollständig nutzbar. Nach jedem Tod muss ein neuer Charakter ausgewählt werden, der neue Werte und magische Fähigkeiten besitzt. In den Leveln können dann Ringe gefunden werden, die andere Magie verleihen. Zwar ist das Sterben mühselig, aber durch das Weiterkämpfen erhält man eine Währung, die aus dem Blut der Gegner gewonnen wird. Diese kann man zu Beginn eines neuen Durchlaufs an einem Fertigkeitsbaum gegen Archievements wie zum Beispiel neue Ringe eintauschen. Charaktere können hier zwar auch freigeschaltet werden, müssen aber zuvor in der Welt an einem Altar gefunden werden. Vor dem Eintritt in die erste Welt gibt es einen weitläufigen Palast, in dem sich Spieler*innen mit anderen Anhängern des eigenen Kultes unterhalten können, um mehr über die Welt zu erfahren.

Innerhalb der Level trifft man unter anderem noch auf Händler, bei denen man gesammeltes Gold gegen Waren eintauschen kann. Das macht auch Sinn, da das Gold nicht in eine neue Spielrunde mitgenommen werden kann. Alle Ausrüstungsgegenstände und das gesamte Inventar, bis auf das Blut, gehen nach dem Tod verloren. Deshalb sollten Spieler*innen lieber eine bessere Kopfbedeckung, einen stärkeren Ring oder eine seltene Perle kaufen.

Die Spielewelt an sich hat nicht allzu viel zu bieten. Es ist aber interessant zu sehen, wie sie immer wieder neu generiert wird. Vor allem die Gegner, die nach jedem Durchgang schwerer werden sollen, da sie sich durch maschinelles Lernen an die eigenen Kampfroutinen anpassen, zeigen auf, wie vielfältig Tentakel sein können. Auch die Geräusche, die die Kreaturen machen, klingen sehr authentisch, da sie wie aus einer anderen Dimension wirken. Das Spiel läuft vor allem auf der PS5 und der Xbox Series X und S in 4K in guter Qualität. Am PC beispielsweise ruckelt das Spiel aber, wenn mehrere Gegner auf einen zurollen.

In Source of Madness muss nach jedem Tod ein neuer Charakter mit eigenen Werten ausgewählt werden.


 

Zum Schreien, aber nicht vor Angst

Source of Madness führt einen zwar in die Abgründe der Verrücktheit und hat sich offensichtlich von Lovecraft inspirieren lassen, es ist aber nicht so gruselig wie andere von ihm inspirierte Werke. Bei Kämpfen mit Gegnern kann es dazu kommen, dass man vor lauter Tentakeln überhaupt nicht mehr sieht, gegen was oder wen man kämpft. Viele der Gegner sehen zudem sehr lustig aus, da sie aus Teilen der Umgebung generiert wurden. Auch die verschiedenen Level bzw. Welten sind nicht so gruselig und auch nicht allzu abwechslungsreich.

Wenn also bei diesem Spiel geschrien wird, dann meist nur, wenn der eigene Charakter mal wieder in einem Haufen Monster untergegangen ist. Das nach dem Tod womöglich neue Fertigkeiten freigeschaltet werden können, tröstet nur wenig über das erneute Ableben hinweg. Lustig ist allerdings, dass Spieler*innen in einem Buch nachlesen können, wann die eigenen Charaktere gestorben sind: Jeder verfügt über einen eigenen, zufällig generierten Namen und ein Geburtsdatum. Der Todestag ist dann der tatsächliche Tag, an dem der Charakter im Spiel gestorben ist.

Das Sterben nimmt demnach eine wichtige und große Rolle im Spiel ein, was auch verständlich ist. Das ändert aber nichts daran, wie frustrierend es sein kann, mit einer legendären Kapuze, zwei mächtigen Feuermagie-Ringen und einem Arkan-Geschoss ausgerüstet zu sterben, weil sechs Monster und 20 Tentakel über einen herfallen. Da wäre ein klein wenig Abwechslung wünschenswert. Eine Passage, die auf Fähigkeiten und Gekämpfe verzichtet und bei der kein Gegner zu sehen ist, um den Überraschungsmoment zu nutzen, wäre hier eine Möglichkeit gewesen.

Steamworld Collection (PS4)
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

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  • Source of Madness – Test zum lovecraft’schen Tentakel-Roguelite
    Fazit zu Source of Madness

    Ich war ein bisschen enttäuscht, dass das Spiel nicht so gruselig und angsteinflößend war, wie ich es erhofft hatte. Nach einiger Zeit hat mich aber der Ehrgeiz ergriffen, alle Monster zu verkloppen und endlich mal ein Level weiterzukommen.

    Ann-Kathrin Günther, Redakteurin

Positiv:

Guter Sound und relativ flüssige Grafik
Beeindruckende von einer KI erzeugte Umgebung
Gute Auswahl an Klassen und Fähigkeiten
Von Lovecrafts Mythen inspiriertes Spiel

Negativ:

Kaum gruselige Schockmomente
Die Tentakel sehen war cool aus, es sind aber häufig zu viele auf einen Haufen
Das ständige Sterben ist frustrierend

Ab in die Sammlung?

Wer von Roguelite nicht genug bekommt, gerne Magierklassen übernimmt und viele Tentakelmonster bekämpft, dem ist Source of Madness zu empfehlen. Wer allerdings auf Schockmomente oder eine großartige Story hofft, der wird vielleicht mit dem Spiel nicht allzu warm werden.

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Geschrieben von Ann-Kathrin Günther
braucht kein Buch, sie hat schon eins.

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