Sniper Elite V2 Remastered – Test zur Neuauflage des Snipers

Sniper Elite V2 Remastered im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLC´s

Releasedatum: 17. Mai 2019

Genre: Taktik-Shooter

USK: ab 18 Jahren freigegeben

Publisher: Rebellion

Plattform: PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch

In Sniper Elite V2 Remastered braucht ihr ein gutes Auge und eine ruhige Hand. Das Original erschien in 2012 und jetzt, sieben Jahre später, bekommt der Titel ein Facelift und alle DLCs in einem netten Paket. Wir haben uns das Sniper Gewehr geschnappt und uns das Remaster genauer angeschaut. Wie das aufpolierte WWII-Setting abgeschnitten hat, erfahrt ihr jetzt im Test.

 

Sabotage durch das Zielfernrohr

Die Story versetzt euch in die Rolle eines Scharfschützen und ihr werdet damit beauftragt, diverse Forscher und hochrangige Militärs auszuschalten, die in Verbindung zur Entwicklung der V2 Raketen stehen. In der zehn Missionen langen Kampagne macht ihr allerdings nicht viel mehr als von einer Sniper Position zur nächsten zu schleichen, das Ziel zu erledigen und dann zu versuchen, möglichst ungesehen wieder zu verschwinden. Und das ist auch schon der größte Kritikpunkt bei Sniper Elite. Man gibt euch nicht viel mehr zu tun als die immer gleichen Abläufe. Auch wenn das eigentliche Gameplay durchaus Spaß macht, hätte ein wenig Missionsvielfalt und Abwechslung beim Gameplay sicher nicht schaden können. Und die Story an sich sollte auch eher als Roter Faden angesehen werden. Man liefert euch nämlich nichts, was man als echte Story ansehen könnte. Die Briefings zu Beginn einer Mission geben euch im Grunde nur die nötigen Infos für das aktuelle Ziel mit einer losen, übergreifenden Verbindung zum Plot.

Sniper Elite V2 Remastered

Schleichend und mit dem Sniper in der Hand im Gebiet des Feindes.

 

Ducken, Schleichen und X-Ray

Im Kern ist Sniper Elite ein Stealth Shooter und dementsprechend gibt man euch alles an die Hand, was nötig ist. So habt ihr Zugriff auf euer Sniper Gewehr, ein Sturmgewehr für den Fall, dass ihr erwischt werdet und für den Notfall eine Pistole. Um eure Schützenposition zu sichern, könnt ihr Eingänge mit Stolperdrahtminen versehen oder mit Steinen Wachen ablenken. In der Tat sind Steine sogar fast übermächtig und wertvoller als eure Kugeln. Die KI ist leider nämlich nicht besonders schlau und folgt stur jedem Geräusch, selbst wenn ihr beim Wurf halb in deren Sichtfeld steht. Ich konnte in so mancher Mission so gut wie alle Feinde damit umgehen, was dem Spiel einiges an Spannung geraubt hat. Natürlich könnt ihr auch schleichen und Stealthkills ausführen, solltet ihr es direkt hinter einen Soldaten schaffen. So simpel die Tools und Mechaniken sind, aus denen ihr schöpfen könnt, so simpel sind leider auch die Missionen strukturiert. Man leitet euch meist über Straßen mit einigen Feinden auf Patrouille in ein Gebäude hinein. Dort findet ihr meist einen Aussichtspunkt für ein paar gekonnte Snipes und dann wiederholt sich das Ganze. Einziges Highlight dabei sind die X-Ray Schüsse, die euch bei einem tödlichen Treffer in Zeitlupe den Flug der Kugel und das schmerzliche Ende des Ziels zeigen. Auf dem leichtesten Schwierigkeitsgrad müsst ihr dabei auf nichts achten, auf höheren Stufen gilt es aber Distanz, Abfall und dergleichen einzuplanen. Auf der Switch könnt ihr zudem Motion Controls zum Zielen nutzen. Kurzweiligen Spaß machen die Missionen aber trotz des simplen Designs. Wer etwas Unterstützung möchte, kann zudem Koop spielen oder sich in den diversen extra Modi austoben. So gibt es mit “Kill Tally”einen Horde Mode, einen Multiplayer sowie vier Challenge Missionen. Den Multiplayer konnte ich leider nicht testen, da die Lobbies immer leer waren.

Sniper Elite V2 Remastered

Die X-Ray Shots sind ohne Zweifel der eigentliche Fokus des Spiels.

 

Ok, aber nicht die beste Version

Wie zu erwarten kann die Switch Version des Remasters nicht mit den großen Konsolenversionen mithalten. Trotzdem geht die Optik vor allem im TV-Modus in Ordnung, einzig im Handheld-Modus sieht man dann deutlich, wie die Details nach unten gehen. Spielbar bleibt das Ganze aber in beiden Fällen. Wer will kann sogar auf einen Foto Modus zurückgreifen, auch wenn ich nicht finde, dass Sniper Elite für Switch bei dieser Optik einen solchen Modus wirklich braucht.

 

Positiv:

Kurze Missionen machen sich gut auf der Switch
Optik und Bildrate bleiben konstant auf gutem Niveau
Jede Menge Extras und Koop/Multiplayer Optionen

Negativ:

Ki ist oft unglaublich dumm
Online Multiplayer auf der Switch war bisher immer leer
Kaum Abwechslung beim Missionsdesign
  • Sniper Elite V2 Remastered
    “Sniper Elite V2 Remastered ist ein recht guter Port, aber wer Interesse hat und noch eine andere Plattform besitzt, sollte nicht unbedingt zur Switch Version greifen. Das gilt natürlich nur, wenn ihr nicht unbedingt unterwegs spielen wollt. Ansonsten ist Sniper Elite ein unterhaltsamer Titel für zwischendurch, aber mit recht seichtem Gameplay. Kein Must Have, aber solide Option für Fans.”
    Marco Schmandt, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wer unbedingt unterwegs ein Sniper Elite Spiel haben will, kann zugreifen. Wer andere Konsolen zur Verfügung hat, kann bessere Versionen erhalten.

Marco Schmandt
Geschrieben von
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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