Skylanders Imaginators – Test zum Kreieren von eigenen Skylanders

Bei Skylanders handelt es sich um eines der erfolgreichsten Spiele, die zur Kategorie Toys-to-life zählen. Hier könnt ihr im echten Leben gekaufte Figuren auf ein Portal stellen, um diese im Spiel zu erwecken und durch bunte Jump’n’Run Level zu hetzen. Mittlerweile gibt es über 300 verschiedene Figuren und das Franchise wächst mit jedem Jahr. Seit dem ersten Ableger Skylanders: Spyro’s Adventure sind viele Gamer Fans der kleinen Monster geworden, in einigen Ablegern der Reihe gab es sogar Kooperationen mit Nintendo oder den Machern von Crash Bandicoot, der Erfolg ist also nicht von der Hand zu weisen. Mit dem neusten Teil stiehlt Kaos mithilfe eines Doomlanders ein Buch aus der Bibliothek, was nichts Gutes verheißt. Natürlich müssen wir ihn aufhalten! Doch handelt es sich bei dem Spiel um einen Teil, der eher die jüngere Generation anspricht? Und lohnt es sich, in die kleinen Figuren zu investieren? Lest all das und noch viel mehr in unserem Test nach!

 

Ein Skylander, wie ich ihn will

Das Besondere an Skylanders Imaginators ist, dass ihr als Portalmeister euren eigenen Skylander erstellen könnt! Aus einer riesigen Auswahl an Sets könnt ihr die Körperteile einzeln auswählen und einfärben. Doch neben dem Aussehen könnt ihr auch eure Waffe, die Ausrüstung, die Größe und die Aura bestimmen. Seid ihr mit dem Ergebnis von Kopf bis Schwanz zufrieden, könnt ihr sogar die einzelnen Fähigkeiten, die Stimme und eigene Soundeffekte eures Skylanders aussuchen. Seid ihr mit eurer Auswahl nicht zufrieden, dann ist dies kein Problem: Denn euer Skylander wird auf einem Imaginatorkristall gespeichert, den ihr während des Spiels auf das Skylander-Portal stellen müsst, um eure Figur im Spiel aktivieren zu können. Ist euer kleiner Held im Spiel, könnt ihr über die mittlere Taste des PlayStation 4-Controllers ganz einfach euren Skylander so modifizieren, wie ihr ihn haben wollt. Denn während des Spiels werdet ihr viele Imaginator-Kisten finden, die euch zusätzliche Kreationsteile liefern. Somit wäre es ganz schön blöd, wenn ihr während des Spiels neue coole Teile findet, sie aber gar nicht auswählen könntet. Mit Skylanders Imaginators kommen nicht nur zehn neue Elementarklassen wie Feuer, Untot und Magie ins Spiel, die die einzelnen Imaginatorkristalle haben: Ihr könnt auch zwischen zehn Kampfklassen wie Ninja, Wächter oder Schmetterer wählen. Der einzige Haken: Die Wahl eurer Kampfklasse ist endgültig, somit solltet ihr euch vor dem Kauf eines neuen Imaginatorkristalls gut überlegen, welche Kampfklasse ihr auf diesem speichern möchtet. Zudem hat jede Kampfklasse eine eigene Waffengattung und lässt sich anders spielen, teilweise sind sogar die Körperproportionen von Klasse zu Klasse unterschiedlich. In meinem Fall war im Starterpaket ein Feuerkristall enthalten, als Kampfklasse habe ich den Zauberer gewählt, somit turnt mein eigens kreierter Skylander als Feuerzauberer durch die Welt.

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Im Spiel werdet ihr immer mehr Kreationsteile sammeln

 

Sensei, du bists!

Zusätzlich zu den gestaltbaren Skylandern halten auch die Sensei Einzug ins Spiel. Bisher waren die Skylanderfiguren, die man für vorherige Teile der Reihe (z.B. Giants) kaufen konnte, eher klein. Nun könnt ihr deutlich größere Figuren ins Spiel einbringen, die die Lehrmeister der jeweiligen Kampfklassen darstellen. Die Sensei sind starke Figuren, die bei erstmaliger Aktivierung auf dem Portal den maximalen Level eurer Skylander steigern und Imaginator-Truhen mit im Gepäck haben. Eigens für die Sensei gibt es im Spiel Sensei-Reiche (Bonus-Level), in denen nur ein bestimmtes Element Zutritt hat. Somit wird natürlich gefördert, dass man neben dem Spiel zusätzliche Figuren kauft und somit mehr Geld als geplant beim Unternehmen lässt. Neu sind auch die Sensei-Schreine, an denen ihr nach einem harten Kampf eine zusätzliche Fertigkeit freischalten könnt, um die Kampfklasse eures Sensei noch stärker werden zu lassen und den Kampf gegen den Bösewicht Kaos noch leichter zu gestalten.

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Am Sensei-Schrein könnt ihr eine neue Fertigkeit für eine bestimmte Kampfklasse freischalten

 

Auch was für Neulinge?

Für alle, die noch nicht viel in Berührung mit Skylanders kamen, hier eine kurze Erklärung: In Skylanders steuert ihr ein kleines, buntes Wesen, das sich mit seinen Fertigkeiten durch kunterbunte Jump’n’Run-Level schlagen muss. Die Level erreicht ihr vom sogenannten O.R.T. aus, der die Oberwelt für die Skylander darstellt. Die einzelnen Level sind mit allerlei Gegnern, aber auch geheimen Orten und vielen Details gespickt. Unten am Bildschirm habt ihr eine Anzeige mit eurem Leben und dem Geld, das ihr für die Verbesserung von Fertigkeiten ausgeben könnt. Auf den jeweiligen Tasten könnt ihr eure Fertigkeiten einsetzen, mit X könnt ihr springen. Die Steuerung ist recht simpel, aber ausreichend für die Rätsel, die euch in den Leveln erwarten. In jedem Level gibt es bestimmte Ziele, die ihr erreichen müsst, um bis zu drei Sterne für das jeweilige Level zu ergattern. Den ersten Stern bekommt ihr, wenn ihr es bis zum Ziel eines jeden Levels schafft. Die anderen beiden Sterne erhaltet ihr, durch das Entdecken aller versteckten Orte und Objekte oder durch das Erfüllen von bestimmten Aufgaben (z.B. kein Verlieren eines Lebens oder das Beenden des Levels in einer gewissen Zeit). Zu den versteckten Objekten können Schatzkisten aber auch Selfie-Rahmen oder Troll-Radios zählen. Um also alle drei Sterne eines Levels zu erreichen, kann es sein, dass ihr das Level wiederholen müsst, um euch auf andere Aufgaben zu konzentrieren. Das erhöht den Wiederspielwert der einzelnen Level und somit auch die Spielzeit, die man im Reich der Skylander verbringt.  In jedem Level finden sich kleine Rätsel wie dem Verschieben von Blöcken sowie dem Springen auf bestimmte Objekte. Dabei sind weder ein außerordentliches Geschick noch ein Verstand wie Einstein gefragt, allerdings richtet sich das Spiel auch an die jüngere Generation, sodass die Rätsel nicht allzu schwer ausfallen dürfen. Allerdings bietet das Spiel einen optional einstellbaren Schwierigkeitsgrad, sodass sich auch Hardcore-Gamer an schwierigen Gegnern die Zähne ausbeißen. Zudem muss man sagen, dass die Rätsel abwechslungsreich sind, sodass einem nicht langweilig wird, während man so durch die Level tingelt. Ihr findet im Spiel viele Minispiele, die einen bei Laune halten und teilweise kniffliger sind, als es das eigentliche Spiel ist. Ein Beispiel ist das neue Brettspiel Kreationskampf, bei dem ihr mithilfe von Steinen, die am Rand mit Stacheln versehen sind, das Spielbrett erobern müsst. Hierbei ist taktisches Denken vonnöten.

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In den Leveln erwarten euch knifflige Rätsel

 

Mit Witz und Charme zum Ziel

Das Design der Level spricht mich total an: Sie ist total bunt gestaltet und macht einiges her durch die in Szene gesetzten Lichteffekte. Auch die Liebe zum Detail der Entwickler wird an vielen Stellen deutlich. Als Beispiel habe ich in einem Haus ein Foto von Shroomboom entdeckt, einem Skylander, der seit Anfang der Reihe mit von der Partie ist. Allerdings sind mir auch einige Anzeigebugs begegnet, wie einer Münze, die in der Luft hing und sich nicht von mir einsammeln lassen wollte. Allerdings sind mir im Spiel keine gravierenden Bugs begegnet, die das Spiel unspielbar gemacht haben. Schade ist es, dass ihr die Ansicht nicht ändern könnt, um die Spielwelt genauer zu bestaunen. Doch um wieder zum Positiven zu kommen: Wirklich klasse ist, dass ihr alle vorherigen Skylander ins Spiel teleportieren und mit ihnen spielen könnt. Besonders bekannt ist Spyro, ein kleiner lila Drache, der mit seinen Feuerattacken die Gegner auf Trab hält. Er und Stealth Elf, die wir ebenfalls aus vorherigen Teilen der Reihe kennen, begleiten uns das ganze Spiel über und sind in vielen Cutscenes zu sehen. Alle Charaktere im Spiel spicken die Dialoge mit Witzen und so viel Charme, dass es einfach nur Spaß macht, ihnen zuzuhören und das eine oder andere Schmunzeln zu zeigen.

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Die tollen Effekte sind auch was für’s Auge

 

Lohnt sich die zusätzliche Investition?

Falls euch die Ausrüstung, die ihr im Spiel finden könnt, nicht ausreicht, könnt ihr euch zusätzliche Imaginator-Tresore kaufen. In diesen sind besonders seltene Ausrüstungsgegenstände enthalten, die ihr unter Umständen nicht im Spiel finden würdet. Meiner Meinung nach lohnt sich der Kauf der Ausrüstungsgegenstände nur, wenn ihr wirklich unzufrieden mit der bisherigen Auswahl im Spiel seid und lieber auf starke, seltene Ausrüstung setzen wollt. Was sich allerdings immer lohnt, ist es, die Skylanderfiguren selbst zu kaufen. Da in Imaginators alle Figuren aus vorherigen Teilen unterstützt werden, habt ihr euer Geld nicht „verschwendet“, wenn ihr diese vorher erworben habt. Zudem machen sie in eurer Vitrine zu Hause etwas her und sind nicht nur digital erworbene DLCs, von denen man nach deren Gebrauch oft nichts mehr hat. Schaut man zu Konkurrenzunternehmen, sind die Preise ähnlich wie bei Skylanders, allerdings mit einem geringeren Detailgrad der Figuren, als es die Skylander sind. Besonders die riesigen Senseifiguren machen etwas her und lohnen sich, wenn ihr sie in eurem Regal bewundern wollt. Natürlich bleibt es euch überlassen, ob und wie viel Geld ihr in das Spiel investieren wollt, da man das Spiel auch komplett ohne Zukauf durchspielen kann. Allerdings bin ich schon dem Wahn der kleinen Monster verfallen, sodass ich mir abseits des Starterpakets weitere Figuren gekauft habe, die ihr teilweise für wenige Euro erwerben könnt. Das Einzige, was mich am optionalen Kauf stört, sind die Imaginatorkristalle. Diese erlauben euch, nur eine Kampfklasse testen zu dürfen. Die Wahl dieser ist endgültig und lässt sich offiziell nicht mehr ändern. Somit seid ihr gezwungen (falls ihr alle Kampfklassen ausprobieren wollt), euch alle 10 Kristalle zu holen, die ihr für jeweils 10 € kaufen könnt. Was das an zusätzlichen Investitionen bedeutet, könnt ihr euch selbst ausmalen.

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Die Spezialeffekte sorgen für eine passende Stimmung

 

Fazit:

Endlich gibt es ein Skylanders, bei dem ihr eure eigene Figur kreieren könnt. Auch die neuen Funktionen und Sensei-Figuren sind ein riesiger Schritt nach vorne im Skylander-Universum. Das Spiel ist dank dem optional einstellbaren Schwierigkeitsgrad für jedermann geeignet und nicht nur ein Unterhaltungsgarant für die kleinen Geschwister. Allerdings lässt sich über die optionalen Käufe streiten, jedoch bleibt es jedem selbst überlassen, wie viel er an zusätzlichem Geld ausgeben möchte. Man merkt dem Spiel an, wie viel Zeit die Entwickler sich für die Gestaltung genommen haben. Somit ist Skylanders Imaginators nicht nur der bisher beste Teil der Reihe, sondern auch eine klare Empfehlung für alle, die nicht immer nur ballern und taktisch gefordert werden müssen, sondern sich auch an einem simplen Jump’n’Run Spiel erfreuen.

 

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Geschrieben von Jasmin Beverungen
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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