Singstar: Ultimate Party – Review zum Let`s Sing 2015-Konkurrenten

Nach mehreren Jahren Pause gibt es nun endlich wieder ein Singstar-Spiel für die PlayStation 3 und für die PlayStation 4. Es ist eigentlich ein Wunder, dass Karaoke-Spiele noch immer auf den Markt gebracht werden. Spiele, die in PlayStation 2 Zeiten in jedem Haushalt lagen und die uns Allen witzige Abende geschenkt haben. Früher war es in, mittlerweile redet keiner mehr davon. In diesem Herbst gibt es gleich zwei Spiele aus dieser Sparte. Wir haben uns den Klassiker einmal genauer angesehen und sagen euch nun, ob sich ein Kauf solch eines Titels noch immer lohnt.

 

Informationen zur finalen Test-Wertung:

Da man ein Karaoke-Spiel nicht unbedingt in Kategorien Story, Gameplay und Grafik einstufen kann, haben wir dennoch, wie schon bei Let`s Sing 2015, eine jeweilige Wertung bei Gameplay und Grafik abgegeben, die sich allerdings von der finalen Wertung abhebt.

NAT-Games.de Chefredaktion

 

Back to the roots?

Endlich wieder ein neues Singstar-Spiel im Laden kaufen. Darauf haben viele Fans der Reihe gewartet. Immerhin gibt es Singstar_ Ultimate Party noch immer nur auf der PlayStation. Eine PS4 braucht man sich deswegen allerdings nicht zulegen. Wer eine PS3 zuhause stehen hat, kann diese ebenfalls mit den neuen Songs bestücken. Bereits gekaufte Songs können aber auch auf die PS4 übertragen werden. Mittlerweile ist dies auch möglich, am Launch gab es da noch einige Probleme. Stichwort “Probleme”: Das neue Singstar kann man entweder mit bereits vorhandenen Mikrofonen nutzen oder man nimmt einfach sein Smartphone. Die App ist sowohl für iOS, als auch für Android nutzbar und lässt sich wirklich sehr einfach herunterladen und einrichten. Sobald das Spiel gestartet wurde, kann man sein Handy mit der Konsole verbinden. Dabei muss allerdings PlayStation, als auch das Handy im gleichen WLAN verbunden sein. Beim Test hatten wir keinerlei Probleme mit den Verbindungen. Doch das Problem daran ist nun, dass man nicht mit einem Handy und einem richtigen Mikro gleichzeitig spielen kann. Entweder, oder! Zudem ist die Verbindung ziemlich schlecht. Die App gibt zwar unseren Gesang an die PlayStation weiter, dies passiert allerdings oft einfach viel zu langsam. Sowohl der Anfang als auch das Ende einer Strophe wird einfach übersprungen, sodass viele wichtige Punkte zum Sieg verloren gehen. Hier muss noch Einiges verbessert werden. Ein offizielles Mikrofon für die PS4 gibt es übrigens ebenfalls noch nicht. Haben wir das Spiel erst mal gestartet, sehen wir das recht unübersichtliche Menü. Es sieht aus wie ein schlechtes Windows 8 mit diversen Social-Funktionen. Das macht die Konkurrenz wesentlich besser. Neben den Songs auf der Disc gibt es direkt einen Button für den Singstore. Schön und gut, nur wenn man in dem Store keine aktuellen Songs kaufen kann, sondern nur alte, zum Teil recht unbekannte, ist das nur schlechtes Marketing. Von den Preisen mal ganz zu schweigen. Eine Einweisung in die Songs suchen wir vergebens, Sony geht wohl davon aus, dass jeder schon einmal Singstar gespielt hat. Doch wäre das noch nicht schlimm genug, wurden noch viele bekannte Spielmodi einfach gestrichen. Duett, Duell oder “Gib das Mikrofon weiter” sind einfach nicht mehr vorhanden. Ebenso kann man nur noch maximal zu zweit und nur abwechselnd singen. Sehr sehr schade.

Bekannte Songs sind mit dabei.

Bekannte Songs sind mit dabei.

 

Wir vermissen einfach sooooo viel…

Doch bevor wir mit dem Song beginnen, gibt es eine kleine Vorschau von den Songs im Menü mit dem jeweiligen Cover. Früher konnten wir noch die Songlänge einstellen. Ein wichtiger Punkt, besonders für einen lustigen Partyabend mit seinen Freunden. Auch dies wurde gestrichen! Verschiedene Schwierigkeitsgrade, gestrichen. Eine gute Stimmenerkennung mit einem Filter, der erkennt, ob man summt oder singt, nicht vorhanden. Immerhin wurden die Musikvideos in guter Qualität in das Spiel integriert. Auch der Sound stimmt zu hundertprozentig mit den originalen Tracks überein und konnte überzeugen. Die Trackauswahl ist für Deutschland ganz gut gewählt, auch wenn die Hälfte nur aus deutschen und die andere nur aus ausländischen Songs besteht. Es ist für jedermann etwas dabei (siehe Trackliste). Nach jedem Song sehen wir im Abschlussbildschirm wie unsere Freunde bei den gesungenen Songs abgeschnitten haben. Dabei kann man auch gleich seine Freunde herausfordern, eine höhere Punktzahl zu erreichen. Nettes Feature! Die Social-Funktionen funktionieren allgemein ganz gut. Allerdings auch nur für den ersten Player. Denn jeder weitere wird nicht automatisch mit in die Rangliste eingetragen, sondern muss nach jeder Runde erneut eingetragen werden. So etwas ist nervig und nicht mehr zeitgemäß. Trophäen gehen ebenfalls nur an den ersten Spieler. Besitzer einer PlayStation Kamera können sich zudem beim Singen filmen lassen. Nach jedem Song gibt es dann ein kleines 30-Sekunden-Video von sich selbst. Ähnlich, wie bei DanceStar Party. Ein paar Bildeffekte kann man dabei noch hinzufügen. Wer das Spiel nun alleine zuhause spielen möchte, hat vielleicht doch noch etwas Spaß daran. Denn neben den Social-Herausforderungen gibt es auch noch eine Stufenanzeige, die einem Onlinerang entspricht. Einen Rang höher erreicht man, indem Sterne gesammelt werden. Diese können zum Beispiel dadurch erreicht werden, 10 Noten hintereinander zu treffen. Dieses Feature bietet für den ein oder anderen sicherlich ein wenig mehr Langzeitmotivation.

Leider nur zu zweit spielbar,

Leider nur zu zweit spielbar,

 

Trackliste:

  • Avicii – Hey Brother
  • Carly Rae Jepsen – Call Me Maybe
  • Clean Bandit feat. Jess Glynne – Rather Be
  • Coldplay – Magic
  • Culcha Candela – Von Allein
  • Deichkind – Bück Dich Hoch
  • Demi Lovato – Let It Go
  • Die Toten Hosen – Tage Wie Diese
  • Ellie Goulding – Burn
  • Fettes Brot – Für Immer Immer
  • Frida Gold – Wovon Sollen Wir Träumen
  • Icona Pop Feat. Charli XCX – I Love It
  • Jan Delay – Klar
  • Jupiter Jones – Still
  • Kylie Minogue – Can’t Get You Out Of My Head
  • Lena – Stardust
  • Lorde – Royals
  • MIA – Tanz Der Moleküle
  • Olly Murs – Dear Darlin’
  • One Direction – Best Song Ever
  • One Republic – Counting Stars
  • P!nk feat. Nate Ruess – Just Give Me A Reason
  • Pharrell – Happy
  • Prince Kay One Feat. Emory – Ich Hass Es Dich Zu Lieben
  • Revolverheld Feat. Marta Jandová – Halt Dich An Mir Fest
  • Söhne Mannheims – Und Wenn Ein Lied
  • Swedish House Mafia feat. John Martin – Don’t You Worry Child
  • Tim Bendzko – Nur Noch Kurz Die Welt Retten
  • Tim Bendzko Feat. Cassandra Steen – Unter Die Haut
  • Unheilig – Geboren Um Zu Leben
  • XAVAS – Schau Nicht Mehr Zurück
  • Xavier Naidoo – Der Letzte Blick

 

Fazit:

Das war leider nichts. Ich habe mich sehr auf das Comeback von Singstar gefreut. Insbesondere auf der neuen PlayStation 4. Bereits nach dem Starten habe ich schon schlimmes befürchtet. Leider zurecht. Im direkten Vergleich mit Let’s Sing 2015 hat Singstar: Ultimate Party haushoch verloren. Wenn man die bekannten Partymodi entfernt, die guten Einstellungsmöglichkeiten weglässt und unverschämte Preise für weitere Songs nimmt, kann ich leider nicht mal guten Karaoke-Fans zum Kauf raten. Sehr schade!

 

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Geschrieben von Tobias Liesenhoff
Chefredakteur für Games, Movies, Hardware seit Juni 2013.

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