Shiren the Wanderer: The Tower of Fortune and the Dice of Fate – Test zum Pixel Art Dungeon Crawler

Ihr seid auf der Suche nach einem Dungeon Crawler? Ihr seid immer auf der Suche nach Loot und einem Kampf gegen Monster? Dann könnte das Remake des Nintendo DS Titels Shiren the Wanderer: The Tower of Fortune and the Dice of Fate etwas für euch sein. Ich habe mich für euch in die zufällig generierten Dungeons begeben und verrate euch jetzt, ob ihr selbst in eurer Abenteurerkluft schlüpfen solltet.

 

Das Schicksal in die eigenen Hände nehmen

Die Geschichte beginnt mit dem Helden Shiren und seinem Begleiter, dem Frettchen Koppa. Koppa ist es auch, der die Geschichte erzählt und so durch die Story führt. Die Story selbst ist recht oberflächlich. Der Gott Reeva bestimmt mit drei magischen Würfeln das Schicksal der Menschheit. In einem Dorf trifft das Heldenduo auf einen Jungen dessen junge Schwester im Sterben liegt. Um sie zu retten macht dieser sich auf zum Turm des Schicksals, um dort an die magischen Würfel zu kommen. Als qualifizierte Abenteurer übernehmt ihr die Aufgabe natürlich gerne und bietet eure Hilfe an. Ihr macht euch also mit eurem Frettchen im Schlepptau auf die Macht über das Schicksal selbst unter eure Kontrolle zu bringen.

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Nekomaneki Village dient als eure Basis.

 

So viel zu tun und so wenig Zeit

So klein und simpel Shiren The Wanderer auch scheint, so weitreichend sind die Mechaniken des Spiels. Im Kern ist Shiren ein klassisches Rogue-like. Das bedeutet, ihr geht raus, knüppelt Monster nieder, sammelt neue Waffen und Ausrüstungen, levelt auf und so weiter. Sterbt ihr dabei kehrt ihr zurück zu eurer Basis, fallt zurück auf Level 1 und verliert all eure gefundenen Gegenstände. Da stellt sich natürlich die Frage, wie ihr letzten Endes die schwerer werdenden Herausforderungen meistern wollt. An einer Sache könnt ihr nichts ändern, nämlich daran, dass ihr, egal ob ihr einen Dungeon besteht oder sterbt, bei der Rückkehr in die Basis fällt euer Level immer wieder auf 1 zurück. Einzig Begleitcharaktere, die ihr im Verlauf zu eurer Party hinzufügen könnt, behalten erreichte Level und können euch so immer besser helfen. Waffen und Schilde, die ihr immer weiter aufwerten könnt, werden im Verlauf immer stärker und daher ist es schmerzhaft, diese zu verlieren. Um das zu vermeiden, könnt ihr gegen Bares diese markieren lassen, sodass diese euch erhalten bleiben, wenn ihr ins Gras beißt. Auch wenn diese Funktion recht teuer ist, solltet ihr davon unbedingt Gebrauch machen. In Dungeons sind Kämpfe und Exploration immer Schritt basiert. Heißt ihr macht einen Schritt und gleichzeitig machen die Feinde ebenfalls einen. Auf der Suche nach der Treppe zur nächsten Ebene des Dungeons bewegt ihr euch blind durch zufällig generierte Räume. Dabei können euch neben Feinden auch Fallen das Leben schwer machen und euch zum Beispiel vergiften oder normalen Schaden verursachen. Wichtig ist es in den Dungeons aber auch neben eurer Lebensenergie auch eure Hungeranzeige im Auge zu behalten. Sinkt diese könnt ihr nämlich nicht mehr agieren. Und eure Hungeranzeige ist auch dann wichtig, wenn ihr schnell Gesundheit regenerieren möchtet. Haltet ihr die Kreistaste gedrückt, lasst ihr damit ohne euch zu bewegen Schritte ablaufen, und da sich Shiren mit jedem Schritt selbst heilt, könnt ihr so Lebensenergie wiederherstellen. Neben der Möglichkeit mit Waffen anzugreifen, könnt ihr aber auch mit Magie gegen die Monster antreten. Magie kommt dabei in zwei Formen. Zauberstäbe und Spruchrollen. In beiden Fällen haben diese die typischen Effekte wie Feuer, Blitz und so weiter. In der Nacht haben eure Waffen aber gar keine Wirkung mehr und ihr bekommt stattdessen besondere Fähigkeiten. Wie zum Beispiel eine Attacke die an ein Kame-Hame-Ha erinnert. Diese braucht ihr auch, denn in der Nacht sind Feinde deutlich stärker. Mit all den Items, Waffen und sonstigem Loot verbringt ihr einiges an Zeit in eurem Inventar. Dieses ist begrenzt kann aber durch Töpfe erweitert werden. In den Töpfen, die selber nur einen Platz belegen, können dann mehrere Items verstaut werden. So wird es einfacher wichtige Dinge wie Heilitems und Nahrung vorrätig zu halten.

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Der Turm des Schicksals führt euch zum Gott Reeva.

 

Pixel Art in Perfektion

In vielen Indie Games der letzten Jahre ist der Pixel Art Grafikstil zum Einsatz gekommen. Viele Spieler haben sich inzwischen vielleicht sogar schon daran sattgesehen. Ich persönlich muss aber sagen, dass ich Pixel Art selten so detailliert gesehen habe. Die Dungeons fallen dabei zwar qualitativ ab und sehen recht eintönig aus. Im Gegensatz dazu sehen aber vor allem die Städte wirklich klasse aus mit ihren vielen kleinen Details und Bewohnern. Das Spiel kommt dabei aber komplett ohne Vertonung aus, lesen müsst ihr dabei aber dennoch nicht übermäßig da sich die Dialoge und Erklärungen recht kurz halten.

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Der Pixel Artstyle sieht sehr detailliert aus.

 

Fazit:

Shiren: The Wanderer macht auch auf der Vita eine hervorragende Figur. Als Old School Dungeon Crawler macht Shiren so gut wie alles richtig. Ausrüstung sammeln, Monster bekämpfen und viele kleine Nebenaktivitäten bilden einen spaßigen und motivierenden Gameplaymix. Die zufällig generierten Dungeons sorgen dafür, dass nicht allzu schnell Langeweile aufkommt. Shirens Abenteuer ist zwar wahrscheinlich kein Titel, den ich für Stunden am Stück spielen würde, aber das ist auch gar kein Problem. Das Gameplay eignet sich hervorragend dazu, hier und da schnell in das Spiel einzusteigen, ein paar Monster zu plätten und ein wenig Loot zu sammeln. Die optische Gestaltung lässt dabei wohlige Retro Gefühle aufkommen. Der Nostalgiefaktor ist unverkennbar in diesen Dungeon Crawler. Shiren The Wanderer ist ein wirklich toller Spaß für zwischendurch und bietet durchaus spielerischen Anspruch. Abenteurer on the go sollten auf jeden Fall zugreifen.81

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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