Shadow of the Tomb Raider – Test zu Lara Croft’s düsterstem Abenteuer

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Shadow of the Tomb Raider - [PlayStation 4]
  • TOMB RAIDER-FEELING mit einem einzigartigen Mix aus Kampf, Stealth, Klettereinlagen und Erkundung, kombiniert mit einer fesselnden Geschichte
  • ERKUNDEN SIE GEFÄHRLICHE HÖHLENSYSTEME - Erleben Sie eine intensive, klaustrophobische Spielerfahrung
  • WELCOME TO THE JUNGLE - Lernen Sie, im tödlichsten aller Terrains zu überleben
  • Entdecken und erforschen Sie eine längst untergegangene Zivilisation auf Ihrer Mission, eine drohende Maya-Apokalypse abzuwenden

Releasedatum: 14. September 2018

Genre: Action-Adventure

USK: ab 16 Jahren freigegeben

Publisher: Square Enix

Plattformen: Playstation 4, Xbox One, PC

Vor 22 Jahren betrat Lara Croft die Videospielbühne und bewies, dass Archäologie nicht nur langweiliges Abstauben von alten Skeletten beinhaltet, sondern auch aufregende Abenteuer mit sich bringt. Kurzzeitig wurde ihr der Rang ein wenig von Nathan Drake abgelaufen, doch seit gut fünf Jahren ist Lara wieder auf dem Vormarsch. In Shadow of the Tomb Raider geht sie nun das dritte Mal seit ihrem Reboot auf Erkundung und muss diesmal die Apokalypse verhindern. Eine große Aufgabe für eine Archäologin. Ob sie diese gut bewältigt, das haben wir für euch getestet.

 

Das Ende der Welt hat Verspätung

2012 war ja eigentlich das Jahr, für welches der Maya-Kalender das Ende der Welt prophezeite. Nun ist es schon ein wenig her, doch in der Welt von Shadow of the Tomb Raider ist es nun soweit. Und niemand Geringeres als Lara Croft persönlich löst es aus. Die Story setzt einige Monate nach dem Vorgänger an, Lara und ihr treuer Begleiter Jonah machen Jagd auf Trinity. Die Organisation, die unter anderem für den Tod von Laras Vater verantwortlich ist, ist auf der Suche nach einem gewissen Dolch. Lara macht diesen zuerst ausfindig, entnimmt ihn aus dem Sockel und löst damit die erwähnte Apokalypse aus, beginnend mit einem Tsunami. Die Geschichte beschäftigt sich somit zu großen Teilen auch mit Laras Psyche, da sie viele Menschen hat sterben sehen und sich dafür natürlich die Schuld gibt. Auf der anderen Seite spielt aber, wie auch aus den Vorgängern oder ähnlichen Spielen wie der Uncharted-Reihe bekannt, kinoreife Action eine große Rolle. Seine es Klettereinlagen in atemberaubender Höhe, einstürzende Gebäude während man über sie rennt oder Kämpfe gegen wilde Tiere, Shadow of the Tomb Raider hat so einiges zu bieten. Und so bringt das Spiel einen gelungenen Mix aus rasanten und eher ruhigen Sequenzen zusammen und bietet dem Spieler die perfekte Mischung. Die Story ist zwar nichts Weltbewegendes, aber sie ist so gut verpackt und wird gut genug erzählt, dass es für die nötige Unterhaltung sorgt. Das ist bei solchen Spielen, in denen es vordergründig sowieso um das Abenteuer an sich geht, auch völlig ausreichend.

Ominöse Vorzeichen für das ganze Abenteuer.

 

Klettern, schwingen, hangeln

Ebenso wie bei der Story gibt es auch im Gameplay nichts, wo Shadow of the Tomb Raider mit einem Innovationspreis ausgezeichnet werden würde. Aber ebenfalls wie bei der Story wurde das Vorhandene so gut ausgeführt, dass es nicht ins Gewicht fällt und man sowieso sich in altbekannten Steuerungsmechanismen schnell zurechtfindet. Dies ist vor allem dann der Fall, wenn man die Vorgänger gespielt hat. Mehr vom Gleichen ist dabei durchaus als Kompliment zu nehmen, es ist fast, als hätte man den Vorgänger nicht zur Seite gelegt, sondern einfach weitergespielt, das ist im Grunde doch das, was Fans möchten, wenn eines ihrer Lieblingsspiele endet. Und so klettert ihr erneut mit Lara über für normale Menschen unmögliche Konstruktionen, erkundet uralte Tempel und schleicht euch durch das dichte Gestrüpp des Dschungels. An Lagerfeuern könnt ihr eure Ausrüstung mit gesammelten Objekten verbessern, euch neue Klamotten mit unterschiedlichen Boni erstellen und eure Fähigkeiten mit erhaltenen Fähigkeitspunkten verbessern. Diese bekommt ihr für jede mögliche Aktion, die ihr im Spiel tätigt. Dazu gibt es zahlreiche Nebenaufgaben und Fundsachen, die euch nach und nach auf der Karte angezeigt werden und euch Erfahrungspunkte und somit im Laufe der Zeit Fähigkeitspunkte verleihen. Zwischenzeitlich kommt dabei allerdings ein wenig das Gefühl der Überladung auf. Dies ist ein Problem, welches nahezu jedes Open World-Spiel mit sich bringt und auch Shadow of the Tomb Raider leidet ein wenig darunter. Bei so vielen Nebenaufgaben gerät man manchmal schon zu Oft vom Pfad ab, am Ende bringt es einen aber nicht wirklich im Spiel voran und artet in lustlosem Gesammel von Zeug aus, welches man sich dann in seinem Inventar anschauen kann, einem aber ansonsten nichts wirklich bringt. Lediglich die antiken Gräber und Krypten sind es wert, erkundet zu werden, da sie eine Herausforderung darstellen und euch noch mehr Rätsel- und Klettereinlagen bieten. Hier wird der Kritikpunkt der Vorgänger ein wenig angegangen, dass es für ein Tomb Raider viel zu wenig tomb raiding gab. Nun ist Lara fast die meiste Zeit des Spiels in irgendeinem Grab unterwegs. Ansonsten gibt es noch ein paar Nebenquests, dies ihr durch Unterhaltungen mit NPCs bekommen könnt. In manchen Abschnitten des Spiels könnt ihr euch frei durch Dörfer bewegen und mit den Bewohnern sprechen. Hier könnt ihr sogar auswählen, dass diese in ihrer Muttersprache antworten, allerdings geht hier die Immersion etwas verloren, da Lara in eurer ausgewählten Sprache antwortet. Abseits dessen ist für jede Art von Spieler in Shadow of the Tomb Raider was zu finden. Sowohl Sammler, die jedes Spiel zu 100% durchspielen möchten als auch jene, die lediglich die Story erleben möchten, werden zufriedengestellt.

Es wird viel gerätselt in den Gräbern.

 

Lara Croft macht Rambo alle Ehre

Neben der Erkundung von antiken Tempeln und Ruinen muss sich Lara natürlich auch noch gegen zahlreiche Fieslinge wehren, welche ihr ans Leder wollen. Dazu verwendet sie natürlich Pfeil und Bogen, aber auch allerlei Schusswaffen. Am liebsten schleicht sie sich aber unentdeckt durch die Gegend und erledigt ihre Gegner leise, ohne dass andere Widersacher nichts davon mitbekommen. Auch hier bietet sich euch ein immer größer werdendes Arsenal an Möglichkeiten. So könnt ihr aus Leichen besiegter Gegner eine Sprengfalle machen, sie aus luftiger Höhe an Bäumen aufknüpfen oder sie mit Wurfgegenständen ablenken und sie dann nacheinander erledigen. Zusätzlich könnt ihr eine Umgebungserkundung nutzen, die euch nicht nur sammel- und untersuchbare Gegenstände anzeigt, sondern auch Gegner und mögliche Verstecke zum Leuchten bringen. So werden die Feinde auch markiert, je nachdem ob ihr sie unentdeckt ausschalten könnt oder nicht. Apropos Verstecke, hier kommt eines der neuen Features von Shadow of the Tomb Raider ins Spiel. Anscheinend soll der Stealth noch mehr in den Fokus gerückt werden als in den Vorgängern, denn Lara kann sich an bestimmten Stellen mit Schlamm einschmieren und so noch unsichtbarer werden. Anschließend könnt ihr euch an bestimmten Wänden anlehnen und so komplett neue Killmanöver ausführen. Die richtige Route durch ein von Gegnern besetztes Gebiet zu finden und alle ausschalten, ohne entdeckt zu werden, ist eine Herausforderung für sich und kann fast schon als eigenes Rätsel angesehen werden.

 

Lara Croft in einem Horrorspiel?

Eines stimmt in Shadow of the Tomb Raider am besten: Die Atmosphäre. Wir haben hier definitiv Laras düsterstes Abenteuer, manchmal fühlt man sich wie in einem Horrorspiel. Die Gräber und Krypten sind so unterschiedlich gestaltet und viele von ihnen sind schlichtweg gruselig. So muss Lara zum Beispiel über alte Knochen und Totenköpfe kriechen, aber auch aufgeschnittene Leichen, aus denen das Blut strömt. Da wird einem schnell unwohl. Andere Krypten sind einfach nur eindrucksvoll und wunderschön und überhaupt nicht schauderhaft. Es lohnt sich also wirklich, alle Gräber und Krypten zu finden, wenn man alles in sich aufsaugen will. Dazu lohnen sich dann doch die Gespräche mit NPCs, da euch einige auf versteckte Gräber hinweisen. Aber auch abseits von Grüften, Höhlen und gruseligen Ruinen stimmt die Atmosphäre. Peru, wo Shadow of the Tomb Raider spielt, bietet atemberaubende Ausblicke, wenn ihr über die Berge klettert oder durch den Dschungel schleicht. Mal den Weltuntergang links liegen lassen und einfach nur die Landschaftseindrücke auf sich wirken lassen kann doch auch nicht so verkehrt sein.

 

Positiv:

Sehr viele Gräber und Krypten zum Erkunden
Guter Mix aus Stealth und Action
Atmosphärisches und belebtes Setting
Viel zu tun für Jäger und Sammler
Lara's düsterstes Abenteuer

Negativ:

Viele Nebenaufgaben belanglos
NPCs nicht ganz authentisch und sehen zu oft gleich aus
  • Shadow of the Tomb Raider
    “Laras neuestes Abenteuer ist mal wieder ein rasanter Ritt, der extrem spielenswert ist. Sicher, es wurde alles schon in irgendeiner Art gemacht, dafür gibt es einfach schon zu viele Tomb Raider- und Uncharted-Titel. Die einzige „Innovation“ in Shadow of the Tomb Raider, die Camouflage-Technik, ist auch nicht wirklich DAS überragende Feature, aber Spaß macht es trotzdem. Vor allem die Tatsache, dass man in so vielen Gräbern, Grüften, Ruinen und Krypten man unterwegs ist, ist der größte Pluspunkt des Spiels. Es ist das bisher düsterste Abenteuer von Lara und ein gelungener Abschluss der Reboot-Trilogie. Wir sind in freudiger Erwartung auf das, was wir in Zukunft noch von Frau Croft erwarten dürfen.”
    Maarten Cherek, Redakteur

Shadow of the Tomb Raider erhält den NAT-Award

Ab in die Sammlung?

Shadow of the Tomb Raider ist ein Action-Blockbuster und sollte eigentlich bei jedem Zocker im Regal stehen.

Maarten Cherek
Geschrieben von
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

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