Severed – Test zu Drinkbox’s neuem Vita exklusivem DRPG

Die Macher von Guacamelee sind zurück mit einem neuen Titel, exklusiv für die Playstation Vita. Mit ihrem Luchador Plattformer erregte Drinkbox sehr viel Aufsehen und erntete viel Lob. Mit Severed geht man diesmal in Sachen Gameplay neue Wege, behält aber den visuellen Stil des Vorgängers bei. Ob der Titel sich wieder als ein Hit erweist oder ob sich Drinkbox doch verschätzt haben, erfahrt ihr jetzt im Test.

 

Einhändig fertig gemacht

Ihr spielt als die junge Sasha, die Schritt für Schritt ihr zerstörtes Zuhause erforscht. Vor einem Spiegel macht ihr halt und entdeckt, dass euch ein Arm abgetrennt wurde. Ein Wesen erscheint und erklärt euch, dass ihr nicht in der realen Welt seid, sondern eurer Familie an diesen Ort gefolgt seid, um sie zu retten und euch zu rächen. Um euch verletzt, wie ihr seid, aber nicht allein zu lassen schenkt euch das Wesen ein Schwert, dass von nun an euer Begleiter sein wird. Ausgestattet mit dem Schwert macht ihr euch auf, eure Familie zu finden erweist euch dabei als fähige Kämpferin bei Konfrontationen mit den seltsamen Monstern, die euch im Weg stehen.

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Ihr seid auch ohne euren linken Arm keine leichte Beute.

 

Dungeon RPG light

Im Grunde steckt hinter Severed eine sehr ähnliche Basis wie in Zelda Games. Die gesamte Welt besteht aus miteinander verbundenen einzelnen Knoten. Schritt für Schritt erkundet ihr dabei die Pfade und stoßt so auf Dungeons, Secrets und allerhand Monster. In den Tempeln und sonstigen Räumlichkeiten erwarten euch genretypisch neben Kämpfen auch jede Menge Schalterrätsel und Secrets, die es zu entdecken gilt. So weit also noch nicht Ungewöhnliches. Neu ist aber das Kampfsystem das euch hier erwartet. Feinde in eurem Weg werden durch eine schwarz-weiße Flamme gekennzeichnet. Geht ihr auf diese zu verwandeln sich diese zu Monstern. Von diesen gibt es viele verschieden im Verlauf, und obwohl diese meist nur Abwandlungen der ersten Monster sind, bieten diese dennoch immer wieder kleine Neuerungen. Das erste Monster besitzt zum Beispiel vier Arme. Ihr greift es an, indem ihr entweder schnell auf dem Touchscreen hin und her wischt oder eine lange Wischgeste für einen harten Schlag ausführt. So einfach, wie es sich anfangs anhört, ist es aber nicht ganz. Blockt ein Monster in eine Richtung, müsst ihr es aus der jeweils anderen Richtung angreifen. Dabei solltet ihr darauf achten, möglichst ungeblockte Angriffe anzusammeln denn nur diese füllen eure Fokusanzeige. Ist euer Fokus aufgefüllt und ihr besiegt einen Gegner verlangsamt sich die Zeit und ihr könnt die Gliedmaßen des Monsters abtrennen. Diese braucht ihr um eure Fähigkeiten und Statuswerte aufzuwerten. Und damit das alles nicht zu einfach wird, habt ihr es häufig nicht nur mit einem Gegner zu tun. Steht ihr mehreren Gegnern gegenüber müsst ihr fließend zwischen diesen wechseln immer bevor diese euch angreifen, damit ihr Blocken und einen Gegenangriff starten könnt. Ein Indikator am unteren Bildschirmrand zeigt euch, von wo euch Gefahr droht. Mit der Zeit erhaltet ihr neue Fähigkeiten wie zum Beispiel die Möglichkeit, Gegner kurzfristig zu betäuben.

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Mit den abgetrennten Gliedmaßen könnt ihr eure Fähigkeiten aufwerten.

 

Stylischer Look als Markenzeichen

Mit seinem Look hat sich Guacamelee ein echtes Markenzeichen geschaffen. Sieht man einen Screenshot dieses Spiels, weiß man sofort, um welches Spiel es geht. Severed bedient sich beim kunterbunten Grafikstil und dieser macht sich auch hier wieder sehr gut. Vom lila Giftnebel bis hin zum roten Himmel und den fantasievollen Monstern. Das Design ist auch hier wieder absolut stimmig. Im Hintergrund vernehmt ihr immer wieder den dezenten Soundtrack aus ruhigen teils mysteriösen Klängen. Das gesamte Ambiente des Spiels und dessen Welt profitieren enorm vom unaufdringlichen Sound.

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Der Stil ist wirklich unverkennbar und macht sich auch hier wieder sehr gut.

 

Fazit:

Mit Severed hat Drinkbox wieder einen feinen Indie Hit gelandet. Auch wenn das Gameplay zu Beginn eher an ein Mobile Game erinnert, steckt in diesem Spiel doch sehr viel mehr. Die Story, so limitiert sie auch ist, spornt euch dennoch an immer noch den nächsten Dungeon zu erkunden. Hat man erst mal den Dreh raus mit den Kämpfen, wirkt es fast wie ein Tanz, wenn man zwischen den Gegnern hin und her springt, um Blocks und Hiebe zu verteilen. Das Upgrade System ist dabei zwar ebenfalls sehr reduziert gibt euch aber trotzdem ein gutes Gefühl von Fortschritt. Es ist aber vor allem der visuelle Stil der wieder besonders gefällt und mit den ruhigen Klängen eine stimmige Atmosphäre erzeugt. Severed spielt sich wie ein Zelda light gepaart mit der Grafik von Guacamelee und macht eine wirklich gute Figur auf Sony’s Handheld. Hier sollte jeder zugreifen.83

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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