Sennheiser PC 363D – Test zum 7.1 Surround-Wunder

Auf dem Headset Markt wird einem vieles versprochen. Sei es echter Surround Sound oder das beste Mikrofon aller Zeiten. Auch Sennheiser macht hier keine Ausnahme und bewirbt das Sennheiser PC 363D 7.1 Gaming Surround Headset mit eben diesen Zeilen. Ob  das Sennheiser alles halten kann was es verspricht, lest ihr nun hier in unserem Test.

 

Eine dicke Kiste

Das Sennheiser Headset PC 363 D kommt in einer dicken Kiste daher. Was als Erstes auffällt, ist der extrem stabile Karton. Öffnet man diesen, ist das Headset in einer weiteren Hülle aus Plastik verpackt um dieses, zu schützen. So sollte jeder Transport absolut kein Problem sein. Nach dem Öffnen des Pakets fliegt uns eine kleine Anleitung mit einer CD entgegen. Die Anleitung erklärt uns in kurzen Schritten, wie wir das Headset anschließen müssen, doch bevor wir dies tun können, muss der Treiber von der CD installiert werden. Zusätzlich zu dem Headset, befindet sich noch ein USB-Verlängerungskabel mit einer länge von 1,2m in dem Paket. Des Weiteren ist noch die USB-Soundkarte enthalten.

sennheiser3

 

Verarbeitung von einem anderen Stern

Für den recht hohen Preis erwartet man schon einiges. Und man wird absolut nicht enttäuscht. Das PC 363D wirkt zu jederzeit extrem hochwertig. Egal wo man hinlangt, nirgendwo gibt es lose Teile, die wackeln oder störend schlackern. Der Kopfbügel wurde mit einem sehr weichen Samtpolster ausgestattet, der selbst beim langen Tragen nicht drückte. Auch die Ohrmuschel haben ein solches Polster bekommen. Dadurch drückt nichts auf die Ohren und es war stets bequem. In der rechten Ohrmuschel befindet sich ein kleines Rädchen um die Lautstärke, einzustellen. Dieses funktioniert tadellos. Jedoch störend ist, dass wenn man das Rad auf null dreht, hört man trotzdem extrem leise noch etwas. An der linken Ohrmuschel befindet sich zusätzlich das Mikrofon, welches sich ohne Probleme in alle Richtungen drehen lässt.Steht das Mikrofon senkrecht, ist es automatisch auf stumm gestellt. Das Kabel ist ähnlich wie beim Logitech G430 ebenfalls in eine Strickkordel eingearbeitet und ist dadurch extrem robust. Auch die USB-Soundkarte ist extrem stabil und der Schalter um den 3D Sound einzustellen läuft leichtgängig und auch bei vielen betätigen gab es keine Probleme.

sennheiser2

 

Himmlische Töne

Die Stärke des PC 363D ist der Surround Sound. Dank des 7.1 Systems, das verbaut wurde, hat man jederzeit ein perfektes Raumgefühl. Egal ob Gegner die von hinten kamen oder ein Hubschrauber, der um uns herumflog, alles hörte es sich stets real an und man konnte diese jederzeit punktgenau orten. Die Töne, die das Headset von sich gibt, sind stets klar und gut zu erkennen. Auch wenn viele Töne auf einmal erklingen, konnte man diese ohne Probleme auseinanderhalten. Nutzt man das Headset im Stereo Modus, klingen die Töne sogar noch besser. Lediglich der etwas schwache Bass stört beim Filme schauen oder Musik hören. Beim Zocken allerdings war dieser genau richtig eingestellt, um nicht herankommende Gegner zu übertrumpfen. Lediglich eine fehlende Software um die einzelnen Kanäle einzustellen fehlt. Auch ein Equalizer gibt es nicht, und so muss der Standard Regler von Windows herhalten. Zwar ist dies nicht wirklich störend, aber es wäre noch besser gewesen, wenn man die einzelnen Kanäle genau ansteuern könnte.

sennheiser363d

 

Glasklares Mikrofon

Während unseres Tests bestätigte jeder Chatpartner, was für ein gutes Mikrofon dieses Headset hat. Zu jederzeit war meine Stimme glasklar und sauber zu hören. Auch gab es keine störenden Rauschgeräusche dank des integrierten Rauschunterdrückers. Ebenfalls klang meine Stimme nie verzerrt oder gar übersteuert. So sagten einige während des Chattens, es würde sich anhören als würde ich neben ihnen stehen. Das Headset hat alle Mikrofon Tests mit Bravour bestanden und konnte uns voll und ganz überzeugen. Lediglich das es manches Mal einfach zu gut war, kann störend werden. Denn es nimmt selbst die kleinsten Geräusche auf. Hierfür hat Sennheiser allerdings vorgesorgt und hat eine automatische Stummschaltung eingebaut. Sollte dies euch nicht reichen, könnt ihr einfach das Mikrofon nach oben stellen und schon ist das Mikro stumm.

sennheiser4

 

Die Konsolentauglichkeit

Das Sennheiser PC 363D ist nicht vollständig an einer Konsole nutzbar, da der optische Anschluss fehlt. Man kann das Headset zwar an einer Konsole mit dem USB-Anschluss nutzen, um mit Teamspeak mit seinen Kollegen zu zocken, doch es überträgt nur die Chatpartner auf die Ohren und nicht den InGame-Sound. Schade, denn der Surround Effekt ist so genial auf den Ohren, dass ich mir diesen auch an der PS3 gewünscht hätte. Auch Schade ist, dass man es auch nicht direkt per USB an einen Fernseher anschließen kann, um den Surround Sound nutzen zu können. Ebenfalls der direkte Anschluss an einen Blu-Ray Player verhalf nicht zur Lösung des Problems. Somit ist das PC 363D ein reines Headset für den PC und für Konsolenzocker nicht geeignet.

 

Fazit:

Sennheiser beweisen mit dem PC 363D, dass sie seit 65 Jahren Erfahrung in Sachen Soundtechnik haben.  Der Klang in den Ohren, sowie das Mikrofon sind einfach himmlisch. Der Tragekomfort sucht seines gleichen und dazu noch eine perfekte Verarbeitung, die keine Wünsche offen lässt. Lediglich die fehlende Möglichkeit, das Mikrofon an einer Konsole zu nutzen, stört. Für PC-Spieler sollte dieses Headset jedoch erste Wahl sein!

 

92

Share This Post
Deine Meinung?
00
Geschrieben von Thomas Solzic
Immer auf der Suche nach neuen Herausforderungen.
1 Kommentar
  1. Guter Bericht zum PC 363D! Finde es genauso schade, dass das PC 363D leider nicht vollends für die Konsole geeignet ist, auch wenn der Name es ja sowieso schon nahezu ausschließt. Trotzdem bleibt es ein hochqualitatives Headset, das eben nur manchmal die Preisvorstellung eines normalen Gamers übersteigt.

    Antworten

Hinterlasse einen Kommentar

Your email address will not be published. Required fields are marked *

You may use these HTML tags and attributes: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <s> <strike> <strong>

Time limit is exhausted. Please reload CAPTCHA.