ScourgeBringer – Test zum neuen Indie Rouge-lite

ScourgeBringer im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Releasedatum: 21. Oktober 2020

Genre: Rogue-lite

USK: ab 16 Jahren freigegeben

Publisher: Plug In Digital

Plattformen: Nintendo Switch, Xbox One, PC

Indie Titel haben in den letzten Jahren immer wieder echte Geheimtipps und sofortige Klassiker hervorgebracht. Mit ScourgeBringer haben die Entwickler des Titels NeuroVoider, ein neues Rogue-lite auf die Nintendo Switch gebracht. Wir haben uns das Spiel angeschaut und oft das Zeitliche gesegnet, um herauszufinden, ob das Spiel was taugt.

 

Keine spannende Geschichte

Auch wenn euch ScourgeBringer mit einem kurzen Abriss der Hintergründe versorgt, lohnt es sich kaum viel auf die Geschichte zu geben. Im Grunde ist die Welt zerstört und die Menschheit flüchtet ständig vor der namensgebenden Maschine ScourgeBringer, die am Himmel schwebt und immer wieder die Menschen angreift. Über Generationen hinweg haben die Überlebenden wiederholt Expeditionen in das Innere der Maschine geschickt, in der Hoffnung, man würde dem ein Ende setzen können. Doch zurückgekommen ist nie jemand. Und auch diesmal schickt ein Dorf seine stärkste Kriegerin in die Maschine – das seid ihr. Die Kriegerin Kyhra begibt sich also in das Innere, auf der Suche nach den Gründen für die Angriffe der Maschine und einen Weg diese zu beenden. Während eurer Durchgänge findet ihr immer wieder Berichte eurer verschollenen Vorgänger, jedoch gibt es eher weniger interessante Enthüllungen. So schafft es ScourgeBringer leider nie wirklich echtes Interesse am Geschehen zu erwecken. Die Story ist mehr ein Grund für eure Aktionen und kein echter Antrieb für sich.

ScourgeBringer

Der ScourgeBringer schwebt über den Köpfen der Menschheit.


 

Gut, aber nicht gut genug

Sein Spiel mit anderen Größen des Genres zu vergleichen ist mutig und geht dabei viel zu oft in die Hose. Vergleiche zu Celeste und Dead Cells, die angepriesen wurden, konnte ich schon nach den ersten Räumen nicht mehr ganz nachvollziehen. Aber erst mal zum Gameplay: Wie eigentlich alle Rogue-lites habt ihr einen Startraum, in dem ihr permanente Upgrades kaufen könnt und an den ihr zurückgeschickt werdet, sobald ein Versuch mit eurem Ableben endet. Das Spiel an sich bietet unterschiedliche Welten, die jeweils aus zufällig angeordneten Räumen bestehen, ähnlich den Dungeons in alten Zelda Titeln. In jedem Raum erwarten euch unterschiedliche Feinde, hier und da ein Sammelobjekt oder auch ein Händler. Mit einer Pistole und einem Schwert schießt und schnetzelt ihr euch durch die Gegner bis der Raum befreit ist. Schnelle Schwertattacken halten euch dabei in der Luft und ein schneller Luftsprint lässt euch direkt zum nächsten Gegner schießen, ohne dass ihr den Boden berührt. Besiegte Gegner geben euch dabei Blutstropfen, mit denen ihr bei den Händlern einkaufen könnt, um so eure Waffe zu verbessern oder zu wechseln. Zudem gibt es Upgrades für so ziemlich jeden Aspekt eurer Heldin. Upgrades können aber auch zufällig in Altaren gefunden werden.

Ein Raum enthält immer den Ausgang, der jedoch versiegelt ist, bis ihr den Weltboss geschlagen habt. Solltet ihr bei einem Versuch sterben, werdet ihr zu diesem Raum zurückgeschickt und könnt die von Bossen erhaltenen Augen nutzen, um dauerhafte Upgrades zu kaufen. Zu Beginn ist das Ganze noch wirklich schwer, insbesondere da ihr Gesundheit nur mit Items wiederherstellen könnt und diese sind selten. Sobald ihr aber das eine oder andere Upgrade freigeschaltet habt geht der Schwierigkeitsgrad drastisch nach unten. Um das auszugleichen, könnt ihr einen speziellen Modus freischalten, der euch verschiedene Modifizierer zur Verfügung stellt, um das Spiel schwerer zu machen. Zum Beispiel eine Modifikation, die euch Schaden zufügt, wenn ihr den Boden berührt. Insgesamt ist das Gameplay spaßig und erfordert Können, um alles herauszuholen. Insofern gibt es zumindest hier eine Parallele zu Celeste, aber ein Platformer ist ScourgeBringer für mich in keinem Fall. Die Schwertmechanik ist darauf ausgelegt, euch in der Luft zu halten und auch der Luftsprint macht genau das. Plattformen sind für euch also im Grunde nicht relevant.

ScourgeBringer

Am Ende jeder Welt erwartet euch natürlich ein Boss.


 

Pixelart, bei der man oft den Überblick verliert

Ich bin ein echter Fan von Pixelart und insbesondere Titel wie Owlboy haben meisterhaft vorgemacht, wie man diesen Stil effektvoll nutzen kann. ScourgeBringer sieht dabei wirklich stylish aus und die Farbpalette springt einem ins Auge, aber sie bringt auch Probleme. Das schnelle Gameplay und die Farbwahl in bestimmten Arealen führen oft dazu, dass ihr schnell euren Charakter aus den Augen verliert. Gerade in Bosskämpfen war es häufig auch schwer zu erkennen, ob ich gerade inmitten von eingehenden Projektilen war, da ich schlicht nichts sehen konnte. Eine Sekunde später war es auch schon vorbei und ich musste neu starten. Die Musik konnte da zudem auch kein echtes Highlight beisteuern, denn obwohl es Gitarren und dergleichen zu hören gibt, geht der Soundtrack irgendwie immer unter bei all den Kampfsounds. In Sachen Performance läuft ScourgeBringer zwar sehr gut, jedoch crashte das Spiel dreimal für mich, wodurch mein aktueller Versuch verloren ging. Hier bedarf es noch Verbesserungen und Updates.

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Positiv:

Visuell kann sich ScourgeBringer wirklich sehen lassen
Das Kampfsystem erfordert Können und motiviert durchaus für eine gewisse Zeit
Jede Welt ist angenehm kurz für einen schnellen Versuch zwischendurch
Jede Menge Upgrades werten euren Charakter und ihre Fähigkeiten auf

Negativ:

Schwierigkeitsgrad ist nicht besonders gut ausbalanciert
Die Bezeichnung als Plattformer trifft nicht wirklich zu
Die Geschichte kann leider nicht wirklich fesseln
In den ganzen Pixeleffekten verliert man leicht den Überblick
Die Switch Version crashte dreimal für mich vollständig
  • ScourgeBringer
    “Entwickler Flying Oak Games hat mit ScourgeBringer einen wirklich guten Rogue-lite Vertreter auf die Switch gebracht. Mit dem aktuellen Referenztitel für das Genre, Hades, kann sich das Spiel leider aber nicht messen. Und auch die Vergleiche zu Celeste und Dead Cells hinken etwas. Nichtsdestotrotz steckt in ScourgeBringer viel unterhaltsames Gameplay, auch wenn bei mir nie dieses “nur noch ein Versuch”-Gefühl aufkam. Die Skills die man freischaltet sind dabei zudem nicht gut ausbalanciert. Was zu Beginn sehr herausfordernd ist, wird schon mit einem frühen Upgrade zu einem Kinderspiel. Zwar kann man später zusätzliche Modifizierer aktivieren um die Schwierigkeit anzupassen, für einen guten Mix sorgt das leider auch nicht. Die Story hätte über diese kleinen Makel hinwegtrösten können, hätte sie mit der von Celeste oder Hades mithalten können. Was ihr stattdessen geboten bekommt reicht lediglich als Grund für eure Abenteuer, jedoch fesselt sie nicht wirklich. Wer auf der Suche nach einen einfachen Rogue-lite ist und nicht unbedingt auf eine dichte Geschichte oder tiefes Gameplay wert legt, kann hier ohne Bedenken zugreifen.”
    Marco Schmandt, Redakteur

Ab in die Sammlung?

ScourgeBringer ist ein gutes Rogue-lite mit forderndem Kampfsystem, aber auch stark schwankendem Schwierigkeitsgrad. Für Fans des Genres dennoch sehr empfehlenswert.

Geschrieben von
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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