Rocket League – Test zur mobilen Nintendo Switch Version

Nach dem Erfolg der Autoball-WM von Stefan Raab erschien vor etwa zwei Jahren mit Rocket League ein Nachfolger des für die PlayStation 3 erfolgreichen Acrobatic Rocket-Powered Battle-Cars aus dem Hause Psyonix. Kurz nach dem Release ging der Titel bereits durch die Decke und begeisterte Millionen von Spielern auf PC, PS4 und Xbox One. Mittlerweile erschien das Spiel auch für den Hybriden Nintendo Switch. Ob sich der eventuelle erneute Kauf lohnt, erfahrt ihr im Test.

 

Was ist dieses Rocket League überhaupt?

Es sollte eigentlich mittlerweile jedem bekannt sein, wie oder was Rocket League überhaupt ist. Falls das Spiel total an euch vorbeigegangen sein sollte, hier eine kurze Erläuterung: Im Prinzip geht es um Fußball, das mit Autos gespielt wird. Eure Fahrzeuge können mit verschiedenen Items modifiziert und verbessert werden, um gegnerische Autos auszuschalten oder vom Ball abzulenken. Seit dem Release wurden seitens der Entwickler viele neue Inhalte entwickelt. Seien es neue Arenen, Autos, Waffen oder Modi. Auch weitere Sportarten wie Basketball oder Eishockey fanden den Weg in das Spiel. Aber auch Power-Ups, ähnlich wie in Mario Kart, können wahlweise in den Runden aktiviert werden. Die unterschiedlichen Spielmodi bieten eine Menge Abwechslung für den On- und Offlinebetrieb. Besonders interessant ist die eSport-Integration. Immer wiederkehrende Turniere und Großveranstaltungen werden monatlich auf der ganzen Welt ausgeführt. Das Grundprinzip von Rocket League ist unangetastet immer noch am besten. Eins gegen Eins, Zweier-, Dreier- oder sogar Viererteams kämpfen um den Sieg. Wer zu den ganz großen Playern im Spiel gehören möchte, sollte sich aber die Ranglisten-Ligen anschauen. Dort werden pro Sieg Punkte gesammelt, welche man wiederum nach jeder Saison für Belohnungen ausgeben kann. Anfangen sollte jeder aber vorher erst mit dem Training. Dieses zeigt, wie das Spiel in seiner Grundlage funktioniert und bringt nach und nach Tipps für das perfekte Match. Wer möchte, kann zudem auch auf von der Community erstellte Trainingsmanöver zurückgegriffen werden. Auch wenn man anfangs noch wirr durch die Arenen düst, wird man schon nach kurzer Zeit mit Luftsprüngen und verschiedenen Stunts atemberaubend das Runde ins Eckige befördern.

Die beiden neuen Fahrzeuge stellen Mario und Luigi dar und sind seit Beginn an freigeschaltet.

 

Auch unterwegs eine solide Figur

Auf der neuen Nintendo Konsole ist Rocket League mit seinem kompletten Portfolio und einigen exklusiven Inhalten portiert worden. Neben den vielen bislang veröffentlichten Flitzern bekommt ihr in der neuen Version drei extra Fahrzeuge, die natürlich allesamt im Nintendolook gestaltet wurden. Zwei von ihnen sind auch direkt zum Start verfügbar und sehen aus wie die Kleidungen von Mario und Luigi (rot und grün). Die dritte im Bunde ist Samus Arans Raumschiff, kommt demnach sehr futuristisch daher und muss erst freigeschaltet werden. Um Items, Accessoires oder weitere Fahrzeuge freizuschalten, müssen schlicht Matches bestritten werden. Dabei ist es sogar egal, ob ein Sieg oder eine Niederlage eingefahren wird. Lootboxen werden ebenfalls gerne mal bereitgestellt, diese können aber nur per kostenpflichtigem Schlüssel geöffnet werden. Wer also schneller an die entsprechenden Inhalte kommen möchte, muss Echtgeld einsetzen. Doch was ist eigentlich mit der technischen Seite? Panic Button, die auch schon für die Doom-Portierung zuständig waren, haben hier ebenfalls mitgewirkt, was sich sehr positiv ausgewirkt hat. Das Spiel basiert auf der Unreal Engine 3, welche der Nintendo Switch noch immer einige Schwierigkeiten bereitet. Zum einen sieht das Bild im Handheld-Modus verwaschen und unscharf aus. Zudem wurde auf Antialiasing verzichtet, was man vor allem an den verpixelten Ecken und Kanten bemerkt. Hin und wieder entstehen kurze Ruckler, die das eigentliche Gameplay allerdings nicht negativ beeinflussen, da der Titel selbst im Handmodus stets flüssig in 720p und bei 60 FPS läuft. Im TV-Modus fielen diese Kleinigkeiten weniger auf, da . Außerdem wurde der Quickchat für die Onlinematches ebenfalls integriert, was für Nintendo-Verhältnisse ziemlich ungewöhnlich erscheint.

 

Positiv:

Kompletter Umfang wie auf den anderen Konsolen inkl. DLCs
Drei exklusive Flitzer im Nintendo-Look
Rocket League endlich auch für unterwegs
Crossplay mit Xbox Live und PC Steam

Negativ:

Im Handheldmodus etwas verpixelt
Das leidige Thema: Lootboxen, welche gegen Echtgeld geöffnet werden können
  • Rocket League
    “Aktuell ein gutes Rennspiel für die Nintendo Switch zu bekommen, ist wie ein Sechser im Lotto. Schon das von uns getestete Gear.Club Unlimited konnte nicht überzeugen. Da kam Rocket League gerade zur rechten Zeit um die Ecke. Auch auf der neuen Nintendo-Konsole kann der Racer überzeugen. Egal ob im Handheldmodus oder am TV die Portierung läuft stets flüssig. Die bekannten Modi, alle DLC´s und Fahrzeuge sind bereits integriert und werden somit beim Kauf mitgeliefert. Sogar drei exklusive Flitzer sind enthalten, was vor allem Nintendo-Fans sehr zugutekommt. Aber auch sonst bleibt alles beim Altbekannten. Wer also auch unterwegs Autoball spielen möchte, sollte sich Rocket League auf der Switch für das kleine Geld zulegen. Hier bekommt man zudem das wohl aktuell beste Rennspiel für die Konsole.”

    Tobias Liesenhoff, Chefredakteur

Ab in die Sammlung?

Wer Rocket League unterwegs schon immer spielen wollte, sollte bei der Nintendo Switch-Version unbedingt zugreifen.

Tobias Liesenhoff
Geschrieben von
ist bereit für neue Herausforderungen in 2019.

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