Rise of Industry – Test zur komplexen Industriesimulation

Rise of Industry im Überblick

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Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLC´s

Rise of Industry [PC Code - Steam]
  • - Jeder Spieler erlebt das Spiel anders - spezialisiere dich auf Handel, Produktion, Sammeln von Rohstoffen oder auf eine beliebige Kombination aus allem und forsche dich an die Spitze.
  • - Setze Öffentlichkeitsarbeit und Werbung ein, um die Gunst deiner Geschäftspartner zu gewinnen (oder ein beschädigtes Verhältnis wiederherzustellen).
  • - Wähle aus über 100 Einzelprodukten und verwalte den Herstellungsprozess von der Ernte der Rohstoffe bis hin zur Auslieferung der fertigen Erzeugnisse an die ortsansässigen Läden und die Bevölkerung.
  • - Errichte und verwalte ein stabiles Transportnetzwerk, um mithilfe eines großen Lastwagen-Fuhrparks, schneller Züge und Flugzeuge mit hoher Ladekapazität eine effiziente Auslieferung deiner Waren zu gewährleisten.
  • - Sei bereit für einen harten Wettbewerb - eine moderne Stadt-KI sorgt für eine intelligente und sich ständig verändernde Spielwelt, denn du bist nicht der Einzige auf der Suche nach dem besten Deal.

Releasedatum: 02. Mai 2019

Genre: Aufbau-Simulation

USK: ab 0 Jahren freigegeben

Publisher: Kasedo Games

Plattformen: Microsoft Windows, Mac OS, Linux, SteamOS

Am 2. Mai 2019 hat Rise of Industry endlich den Early Access Status überwunden. Nach über einem Jahr stetiger Verbesserungen und Anpassungen hat es das Team von Dapper Penguin Studios geschafft, ein optisch minimalistisches, aber sehr tiefgründiges Strategiespiel auf den Markt zu bringen. Ob Rise of Industry mit anderen Vertretern des Wirtschaftsstrategiesegmentes mithalten kann, erfahrt ihr jetzt.

 

Aller Anfang ist schwer…

In Rise of Industry führt ihr euer eigenes, anfangs kleines Unternehmen. Ihr baut einen Firmensitz und schaltet im Tech-Tree neue Güter, Straßen- oder Transportarten frei. Zudem sammelt ihr Wasser und Sand, baut Eisen oder Kohle ab und lasst euer Unternehmen wirtschaftlich florieren. Um euren Einfluss zu erweitern, werden Genehmigungen für neues Land gekauft und weiter expandiert. Konserven- und Autofabriken werden aus dem Boden gestampft, das Gelände mittels Terraforming nach unseren Wünschen gestaltet und unsere Waren werden auf Straßen, Schienen, zu Wasser und in der Luft transportiert. Aber so einfach wollen es uns die Entwickler dann doch nicht machen. Zu allererst empfehlen wir das Tutorial zu spielen, denn hinter Rise of Industry steckt eine komplexe Wirtschaftssimulation. Zu Beginn einer jeden Runde müsst ihr euer Hauptquartier platzieren. Es ist wichtig auf die Bedürfnisse der jeweiligen Städte und Orte und euren damit verbunden Einflussradius zu achten. Jede Ortschaft hat andere Bedürfnisse, welche sich im Laufe des Spiels auch ändern. In den Märkten und Läden ändern sich je nach Nachfrage die Preise und ein regelmäßiger Check sollte nie ausbleiben. Nach dem Bau eures Firmensitzes erhaltet ihr alle Genehmigungen des entsprechenden Gebietes, damit ihr die jeweiligen Rohstoffe abbauen könnt. Anschließend stehen euch nur wenige Bau-Möglichkeiten zur Verfügung. Diverse Sammel-Gebäude von Rohstoffen, wie Wasser, Öl, oder auch Kupfer, einfache Schotterwege und eine Lagerhalle können gebaut werden. Weitere Produktionsgebäude und Verbesserungen könnt ihr mit Hilfe des Tech-Trees freischalten. Dieser ist übersichtlich gestaltet und zeigt euch, welche anderen Produktionen notwendig sind, um zum Beispiel Orangenlimonade herzustellen. Anfangs sollte man sich jedoch auf einfache Produktionen beschränken, wie Orangen oder Weizen. Diese Erzeugnisse können direkt im Bauernladen in der naheliegenden Stadt verkauft werden. Als einzige Ressource zur Produktion wird Wasser benötigt, welches ein niemals versiegender Rohstoff ist, anders als Kohle oder Gas. Hergestellte Produkte müssen, bevor diese in den Verkauf gehen, in ein Lagerhaus gebracht werden. Dabei hilft ein von Anfang  an gut durchdachtes Straßennetz. Schnell werdet ihr merken, dass Kreuzungen überfüllt sind und müsst Straßen wieder abreißen und neu planen. Das Abreißen von Gebäuden und Straßen ist dabei nicht kostenlos, sondern euch werden lediglich 75% der Kosten erstattet. Wollt ihr Einbahnstraßen oder geteerte Strecken errichten, müsst ihr diese wieder im Tech-Tree freischalten. Nach den ersten kürzeren Runden hat man sich aber ins Spiel reingedacht und die Planung läuft besser von der Hand. Wichtig ist es darauf zu achten, eure Waren in den Verkauf zu geben. Dazu müsst ihr im Lagerhaus das Produkt auswählen und eine entsprechende Zielortschaft anklicken, sonst ist eure Lagerkapazität schnell aufgebraucht.

Mit allerhand Parametern lässt sich der Schwierigkeitsgrad anpassen.

 

Ein aufstrebendes Wirtschaftsunternehmen

Steht die erste Produktion und das Unternehmen schreibt langsam schwarze Zahlen, geht es weiter zu komplexeren Produktionswegen. Nehmen wir als Beispiel Orangenlimonade. Um vermeintlich simple Orangenlimonade herzustellen, benötigt ihr folgende Freischaltungen im Tech-Tree: Orangen, Orangensaft, Zucker, Sprudelwasser, Glas und Flaschen. Die gleichzeitig freigeschalteten Gebäude müssen gekauft und intelligent ins Straßennetz eingebunden werden. Sind alle nötigen Bedingungen erfüllt, kann es passieren, dass die Orangenlimonade plötzlich rapide im Preis gefallen ist. Damit ist der nächstgelegene Ort keine gute Absatzquelle mehr und ihr müsst neue Städte beliefern. Dies kann, natürlich erst nach erfolgreicher Forschung im Tech-Tree mittels LKW, Zug, Boot, Flugzeug oder auch Zeppelin, geschehen. Für den Transport muss am Zielort ein Lagerhaus samt Transportdepot gebaut werden und am bereits bestehenden Lagerhaus, in welchem die Orangenlimonade gelagert wird, muss ebenfalls ein Transportdepot gebaut werden. Nun können die Waren mit wenigen Klicks auf den Weg gebracht werden. Die Waren werden jedoch nicht teleportiert, sondern man sieht kleine Trucks oder ähnliches über die Straßen brausen. Sollten Rohstoffe wie zum Beispiel die Kohle für die Glasproduktion nicht in euren Gebiet zur Verfügung stehen, müsst ihr Genehmigungen der Städte kaufen, welche die benötigen Rohstoffe im Einzugsgebiet besitzen. Der Kauf beinhaltet dabei jedoch nur eine einzige Ressource, und nicht wie beim Bau des Firmensitzes alle verfügbaren Ressourcen. Gerade in den ersten Spielstunden kommt man schnell in die missliche Lage, dass Ressourcen, aber auch das nötige Kleingeld fehlen. Der Beginn einer neuen Runde war oft die einfachste Lösung. Mit jeder neu gestarteten Partie hatte man nun mehr Ressourcen im Blick oder hat seine Forschungen auf andere Waren spezialisiert. Neben dem Blick auf die Ressourcen sollte man auch immer ein Auge auf die Versteigerungen haben. So poppen immer wieder Fenster mit Versteigerungen auf, in denen ihr zum Beispiel in einem bestimmten Stadtgebiet eure Truckgeschwindigkeit steigern könnt oder mehr Einnahmen für bestimmte Waren erhaltet.

Wird NAT-Industry die Versteigerung gewinnen?

 

Fordernd, aber fair

Minimalistisch, einfach und etwas kindlich mag die Grafik von Rise of Industry vielleicht wirken, man sollte sich aber davon nicht abschrecken lassen. Unserer Meinung nach macht aber genau dieser besondere Grafikstil auch den Charme aus. Es beschränkt sich auf das wichtigste und man hat alles im Blick. Im späteren Verlauf einer Partie fehlt es einem eh an Zeit, sich die Welt genauer anzuschauen, denn was der Simulation an Grafik fehlt, macht sie durch knallhartes Gameplay wieder wett. Jeder Schritt sollte gut durchdacht sein und man sollte sich bereits beim Platzieren des Firmensitzes im Klaren sein, welche Produkte man in dieser Runde anstrebt. Schnell ist das Geld weg, oder die entsprechenden Rohstoffe nicht mehr verfügbar. Die Entwickler verweisen aber bereits im Startbildschirm auf das Wiki von Gamepedia, welches euch ein treuer Begleiter sein wird. Wo andere Spiele mit tropischen Klängen glänzen, wird Rise of Industry von einem leichten und ruhigen Soundtrack begleitet, welcher nicht besonders auffällig ist, aber eine entspannende Stimmung verbreitet. Rund 500 MB umfasst das komplette Werk von Dapper Penguin Studios und findet somit auf fast jeder Festplatte noch einen freien Platz. Rise of Industry ist der Beweis, das Spiele heutzutage nicht immer 50 bis 100 GB groß sein müssen, um im Genre der Aufbausimulationen Fuß zu fassen.

Rise of Industry [PC Code - Steam]
  • - Jeder Spieler erlebt das Spiel anders - spezialisiere dich auf Handel, Produktion, Sammeln von Rohstoffen oder auf eine beliebige Kombination aus allem und forsche dich an die Spitze.
  • - Setze Öffentlichkeitsarbeit und Werbung ein, um die Gunst deiner Geschäftspartner zu gewinnen (oder ein beschädigtes Verhältnis wiederherzustellen).
  • - Wähle aus über 100 Einzelprodukten und verwalte den Herstellungsprozess von der Ernte der Rohstoffe bis hin zur Auslieferung der fertigen Erzeugnisse an die ortsansässigen Läden und die Bevölkerung.
  • - Errichte und verwalte ein stabiles Transportnetzwerk, um mithilfe eines großen Lastwagen-Fuhrparks, schneller Züge und Flugzeuge mit hoher Ladekapazität eine effiziente Auslieferung deiner Waren zu gewährleisten.
  • - Sei bereit für einen harten Wettbewerb - eine moderne Stadt-KI sorgt für eine intelligente und sich ständig verändernde Spielwelt, denn du bist nicht der Einzige auf der Suche nach dem besten Deal.

 

Positiv:

Komplexes Warensystem
Mitgeliefertes Wiki
Minimalistisch, charmanter Grafikstil
Umweltverschmutzung als interessanter Faktor

Negativ:

Sehr schwerer Einstieg
Anfangs lange Wartezeiten aufgrund weniger Produktionsabläufe
Überschaubares Tutorial
Oft fehlerhafte oder fehlende Übersetzungen
  • Rise of Industry
    “Die Entwickler von Dapper Penguin Studios haben mit Rise of Industry eine komplexe und schwere Wirtschaftssimulation auf den Markt gebracht, welche durch einen minimalistischen aber besonderen Grafikstil punktet. Das Gameplay fordert einen, jede Freischaltung durch Forschung genau zu überdenken, oder die Straßen und Transportwege optimal zu platzieren. Hat man sich einmal in die verzweigten Warenanforderungen hineingedacht, laufen die kommenden Runden auch gleich viel einfacher von der Hand. Bekannte Genrevertreter begeistern durch atemberaubende Grafik, können sich aber von dem Schwierigkeitsgrad von Rise of Industry eine Scheibe abschneiden. Unnötiges Städtebauen fällt weg, denn hier ist es andersherum. Die Stadt wächst mit ihrer florierenden Wirtschaft. Alles in Allem hat Rise of Industry den Schritt aus dem Early Access erfolgreich gemeistert.”
    Kevin Beverungen, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wer auf komplexe Simulationen steht und keine Lust hat eine Stadt zu bauen, ist hier genau richtig. Wirtschafts- und Transportwege stehen im Vordergrund. Für Interessierte sollte der niedrige Anschaffungspreis ein weiter Anreiz sein.

Kevin Beverungen
Geschrieben von
hat immer Hunger!

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