Returnal – Test zum Endlosschleifen Shooter

Returnal im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Releasedatum: 30. April 2021

Genre: Third Person Action Shooter

USK: ab 16 Jahren freigegeben

Publisher: Sony Interactive Entertainment

Plattformen: Playstation 5

Angebot
Returnal - [PlayStation 5]
  • Durchbrich den Zyklus des Chaos in diesem Third-Person-Roguelike-Shooter auf einem sich ständig verändernden außerirdischen Planeten
  • Kämpft um euer Leben auf einem feindseligen Planeten, der sich mit jedem Tod verändert
  • Das immersive 3D-Audioerlebnis der PS5 erweckt die außerirdische Welt zum Leben, hilft Spielern, sich in packenden Positionskämpfen zu behaupten und gibt Hinweise auf verborgene Geheimnisse

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Housemarque ist den meisten wohl bekannt als Entwickler von actionreichen Twinstick Shootern wie Resogun, Matterfall oder Nex Machina. Nach diesen Titeln hieß es aber plötzlich, dass man sich künftig vom Arcade Genre verabschiedet. Mit Returnal ist der Entwickler nun zurück und das gilt auch für das Arcade Gameplay. Ich habe Atropos erkundet, wieder und wieder und wieder, und meinen Bericht bekommt ihr jetzt.

 

Ein Crash, ein Tod und wieder von vorn

In der Vergangenheit hatten die Spiele von Housemarque nicht viel mehr als einen groben Plot. Dieses Mal allerdings haben sich die Entwickler an ihrer ersten echten Story versucht. Das Spiel startet mit Selene, einer Astro Scout, die im Anflug auf den verbotenen Planeten Atropos befindet, um ein mysteriöses Signal zu untersuchen. Während des Anflugs kommt es allerdings zu Problemen und Selene legt eine Bruchlandung auf dem Planeten hin. Das Schiff ist Schrott, doch Selene ist am Leben und macht, was ihre Aufgabe ist, und erkundet den Planeten. Schon bald findet sie nicht nur Anzeichen einer außerirdischen Kultur, sondern macht auch Bekanntschaft mit der wenig freundlichen Flora und Fauna von Atropos. Es dauert nicht lange und Selene findet die ersten Überreste eines anderen Astro Scouts in dem dunklen Wald. Doch wie kann das sein? Sie war die erste, die eine solche Mission unternommen hat. Schockiert muss sie feststellen, dass die Überreste ihre eigenen sind.

In diversen Audio Logs, die ihr im Verlauf findet, hört ihr andere Selenes, die über den Planeten und ihr wiederholtes Ableben berichten. Die anderen Selenes schwanken in den Logs von analytisch bis wahnsinnig, und das wirkt sich auch auf die aktuelle Selene aus. Euer erstes Ableben bestätigt dann auch, was die Logs behauptet haben und jeder Tod bringt euch wieder zurück. Als dann auf diesem Planeten gefangen in einem Kreislauf aus Tod und Wiederauferstehung auch noch Selenes Haus auftaucht, ist das Mysterium komplett. Vielmehr kann man zur Story nicht sagen, ohne zu spoilern, aber seid versichert, dass ich gefesselt war. Die Story und das Design zeigt dabei immer wieder starke Anleihen von Filmen wie Prometheus, Alien, Solaris und noch einigen mehr. Kaum glaubt ihr die Story durchschaut zu haben, findet ihr ein weiteres Log oder besucht erneut das Haus und schon gerät eure Theorie wieder ins Wanken. Die Geschichte hat mich schnell gepackt und ich konnte es kaum erwarten herauszufinden, was hier vor sich geht. Wer auf psychologische Sci-Fi Thriller steht oder schon zu lange auf ein neues Metroid Prime wartet, ist hier genau richtig.

Returnal

Selene macht eine erschreckende Entdeckung.


 

Rouge-lite meets Alien meets Bullet Hell Shooter

In Sachen Gameplay ist Returnal ein Mix aus Rouge-lite und Housemarques klassischem Bullet Hell Geballer. Ein Versuch startet dabei immer an eurer Absturzstelle, von hier aus geht es von Tor zu Tor, wobei hinter jedem ein zufälliger Raum des jeweiligen Bioms auf euch wartet. Jedes Mal ist auch die Bestückung eines Raums mit Feinden, Items und Secrets bis auf wenige Ausnahmen zufällig. Innerhalb eines Bioms, wie der düstere Wald, in dem ihr beginnt, werdet ihr Räume bald wiedererkennen und dennoch sind diese anders bestückt und anders angeordnet. Um dennoch etwas Orientierung zu haben, geben euch die Farben der Tore auf eurer Minimap einen Hinweis auf den Raum dahinter. Grüne Tore sind euer Missionspfad, blaue Tore führen zu Upgrades, hinter orangenen Toren warten Challenges und hinter dem roten Tor erwartet euch der Boss des Bioms. Natürlich zeigt euch die Map nicht alle der Secrets, die euch erwarten, schließlich sollt ihr ja selbst erkunden. Während jedes Versuchs kämpft ihr gegen die Monster des Planeten, die euch Währung in Form von Obolites geben, die ihr dann zu diversen Gelegenheiten in Upgrades oder Items investieren könnt. Zudem findet ihr natürlich auch neue Waffen, um euch zu verteidigen. Segnet ihr das Zeitliche, ist das alles futsch und ihr startet erneut neben eurem abgestürzten Schiff ohne Waffen, Upgrades und Items. Um das zu vermeiden, müsst ihr das Kampfsystem und die Monster fertigmachen, bevor sie euch fertigmachen. Selene hat standardmäßig kurz nach dem Anfang nur eine Pistole zur Verfügung.

Zusätzlich gibt ihr der Anzug eine Dash Fähigkeit, mit der ihr feindlichen Angriffen ausweichen könnt. Waffen bieten dabei auch eine aktive Nachlademechanik, bei der ihr nachladen solltet, wenn die Anzeige in einem bestimmten Bereich ist. Ist euer Timing korrekt, ladet ihr schnell nach und erhaltet sogar einen kleinen Bonus zum Schaden. Klappt es nicht, wartet ihr länger ohne Schuss im Lauf und seid erst mal hilflos. Habt ihr dann die Sekundärfeuerfunktion freigeschaltet, könnt ihr diese nutzen, indem ihr L2 voll durchdrückt. Nur halb gedrückt, fungiert L2 als eure Zielfunktion. Die vielfältigen Tentakel und Alienmonster heizen euch dabei sowohl mit Nahkampf als auch mit Projektilangriffen ein. Hier kommt dann der Bullet Hell Aspekt ins Spiel und ihr müsst beim Schießen auch gleichzeitig noch ausweichen und die Lücken in den Massen von neonfarben leuchtenden Geschossen ausnutzen. Nicht getroffen zu werden ist zudem wichtig für euer Adrenalinlevel, denn mit jedem Kill ohne getroffen zu werden, geht dieser nach oben. Jeder Level belohnt euch dabei mit einem unterschiedlichen Boost wie Cooldown Reduzierung, mehr Währung von gekillten Feinden und vielem mehr. Im Verlauf des Spiels werdet ihr auf Hindernisse treffen, mit denen ihr nicht interagieren könnt, hier müsst ihr auf spätere Upgrades wie zum Beispiel das Schwert warten. Euer Können im Kampf wird dann am Ende eines Bioms im Kampf gegen einen Boss getestet und die Bosse haben es wirklich in sich. Hier wird euch in drei Phasen alles entgegengeworfen, was das zugehörige Biom zu bieten hat. Das Spiel insgesamt hat einen recht fordernden Schwierigkeitsgrad, den ich als sehr angenehm empfunden habe. Häufig ist man nämlich eher selbst der Grund für das eigene Ableben und so heißt es dranbleiben und erneut versuchen.

Returnal

Was ist nur auf Atropos passiert und wie hängt das mit euch zusammen?


 

Ein neuer Versuch, neue Upgrades

Um euch jeden Versuch zu erleichtern, könnt ihr auch permanente Upgrades hinarbeiten und auch temporäre Upgrade nutzen. Die temporären Upgrades sind dabei eure Waffen, Parasiten, Artefakte und Items, die ihr finden oder kaufen könnt. Schlüssel und Währung gehen verloren wenn ihr sterbt, jedoch behalte ihr die Ressource Ether. Ether kann einen Rücksetzpunkt pro Versuch aktivieren, oder neue Items freischalten. Zudem kann Ether verwendet werden, um Malignant Item zu reinigen. Malignant Items schimmern lila und haben eine Chance eine negative Veränderung zu bewirken, wenn ihr sie aufnehmt. Ether kann diese beseitigen, jedoch ist Ether selten und sollte nur mit Bedacht genutzt werden. Je mehr ihr eine Waffe nutzt, umso mehr sammelt ihr Kompetenz damit. Steigende Kompetenz erhöht dabei zwar nicht direkt deren Schaden, gibt euch aber Zugang zu neuen Funktionen, die Waffen entscheidend verändern können. Parasiten geben euch Buffs wie Heilung, wenn ihr im roten Bereich eurer Energie seid, haben dabei aber auch immer negative Effekte wie zum Beispiel längerer Cooldown für eure Dash Fähigkeit. Ihr könnt mehrere Parasiten gleichzeitig ausrüsten, müsst aber immer abwägen, welche Boni die jeweiligen Konsequenzen wert sind. Entfernen könnt ihr Parasiten zudem auch nicht ohne weiteres, es sei denn, ihr findet ein entsprechendes Item, nutzt eine spezielle Maschine oder sterbt. Artefakte sind dagegen rein positive Gegenstände wie zum Beispiel das Astronaut Artefakt, was im Grunde ein extra Leben ist und vor einem Neustart am Schiff bewahrt. Items schließlich gibt es in Form von Verbrauchsitems wie Heiltränke, Währung oder ein Kompetenzbooster. All diese Sachen helfen euch bei einem neuen Versuch, gehen aber verloren, wenn ihr zu Boden geht. Permanente Upgrades sind dabei nicht ganz so offensichtlich wie zum Beispiel bei Hades. Ihr könnt zum Beispiel eure Lebensanzeige nicht dauerhaft upgraden. Waffen haben aber, wie bereits erwähnt, je nach eurem aktuellen Kompetenzlevel unterschiedlich Perks.

Hinter jedem Perk seht ihr eine Prozentanzeige, wenn ihr die Fähigkeit zum ersten Mal findet. Die Fähigkeit ist dabei noch nicht aktiv und muss erst erlernt werden. Nutzt ihr dann die Waffe, um Feinde zu beseitigen, levelt ihr die Fähigkeit und einmal gelernt, habt ihr diese dauerhaft freigeschaltet. Findet ihr die Waffe erneut mit diesem Perk, ist sie sofort für euch aktiv. Upgrades wie das Schwert oder der Greifhaken, die ihr an bestimmten Punkten im Spiel erhaltet, sind ebenfalls permanent. Zudem wird jedes Item oder Artefakt, das ihr findet, erst gescannt und kann dann als Drop in folgenden Versuchen erscheinen. Zu guter Letzt müssen wir über die fehlende Speicherfunktion reden. Naturgemäß können Versuche schnell vorbei sein in Returnal, aber ihr könnt auch gute Runs haben, die Stunden dauern. Da wäre es sicher für manche nicht schlecht, den aktuellen Fortschritt speichern zu können. Jedoch werdet ihr (zumindest aktuell) diese Funktion nicht finden, und so bleibt euch maximal eure Konsole im Rest Mode zu lassen. Das funktioniert aber nur, wenn ihr währenddessen auch nichts anderes spielen wollt. Viele Spieler werden sich zu recht die Funktion wünschen, ich persönlich habe mich aber nicht wirklich daran gestört. Im schlimmsten Fall verliert man einen Versuch und startet neu. Zudem gibt euch das Spiel Shortcuts zum jeweils nächsten Boss, nachdem ihr diesem zum ersten Mal erreicht habt oder zum nächsten Biom, wenn ihr den Boss davor besiegt habt. Ihr müsst also nicht immer alles wiederholen, auch wenn die Ressourcen, Waffen und Items es wert sein können, alte Biome erneut zu besuchen. Und auch aus Storygründen lohnen sich erneute Besuche.

 

Der Regen auf meinem Helm

Als wenn die coole Story und das fesselnde Gameplay nicht schon genug wären, konnte mich auch die Optik und das Soundesign wirklich begeistern. Returnal bietet euch Abwechslung in den einzelnen Biomen von dem düsteren Wald im Startbereich oder einer roten Sandwüste im zweiten Biom und mehr darüber hinaus. Alles strotzt vor Details und bietet immer einen Mix aus Natur und der Architektur der indigenen Zivilisation. Das Monsterdesign macht dabei recht häufig Gebrauch von Tentakeln und das recht eindrucksvoll. Wenn im zweiten Biom ein gigantisches Wesen mit einem steinähnlichen Kopf und Tentakeln auf euch zukommt und den Bildschirm mit Projektilen füllt, macht das auf jeden Fall Eindruck. Egal wie viel Action dabei auf dem Bildschirm abgeht, alles bleibt superflüssig und Ladezeiten existieren im Grunde nicht. Noch mehr beeindruckt hat mich aber das Zusammenspiel des 3D Audio Features und dem DualSense Controller. Gleich zum Start des Spiels regnet es und ich hatte zu diesem Zeitpunkt mein Headset auf. Ihr hörte einzelne Regentropfen auf mich fallen und konnte sogar deren Position ausmachen. Der Regen hörte sich dabei so an, als hätte ich selbst einen Helm auf und der Ton würde leicht dadurch gedämpft. Gleichzeitig kann man einzelne Tropfen an verschiedenen Stellen des Controllers spüren. Natürlich sind die Motoren nur an einer Stelle des Controllers verbaut, aber es fühlt sich so an, als würden die Tropfen über den Controller verteilt auftreffen. Das alleine war eine wirklich eindrucksvolle Demonstration, was die PS5 mit der Tempest Audio Engine und dem DualSense leisten kann. Wenn man dann noch die unheimlichen Geräusche des Planeten, Wind und Wetter aus verschiedenen Richtungen hört und zuordnen kann, woher die Geräusche kommen, ist das wirklich erstklassig.

Angebot
Returnal - [PlayStation 5]
  • Durchbrich den Zyklus des Chaos in diesem Third-Person-Roguelike-Shooter auf einem sich ständig verändernden außerirdischen Planeten
  • Kämpft um euer Leben auf einem feindseligen Planeten, der sich mit jedem Tod verändert
  • Das immersive 3D-Audioerlebnis der PS5 erweckt die außerirdische Welt zum Leben, hilft Spielern, sich in packenden Positionskämpfen zu behaupten und gibt Hinweise auf verborgene Geheimnisse

*Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Positiv:

Die Story von Returnal ist fesselnd und zieht Inspiration von vielen Science Fiction-Klassikern
Das Design der unterschiedlichen Biome und Feinde ist abwechslungsreich und spektakulär
Die Haus-Sequenzen bieten einige der eindrucksvollsten Twists seit Death Stranding
Das actionreiche Gameplay ist fordernd, aber immer fair und treibt ständig an einen neuen Versuch zu starten
Es gibt zahlreiche Waffen mit verschiedenen Perks, die alle wirklich drastische Veränderungen bewirken können
Das Sounddesign und die Nutzung des DualSense zeigen deutlich, wie Next Gen auf der PS5 aussehen kann

Negativ:

Das Spiel bietet aktuell keine Speicherfunktion während eines Versuchs
[testimonial_slider arrows=”false”][testimonial image_url=”58912″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Marco Schmandt, Redakteur”]

“Returnal erweist sich überraschend als mehr als nur der nächste Titel von Entwickler Housemarque. Vielmehr sieht man hier wahrscheinlich den Aufstieg des Studios in den Triple-A-Bereich. Returnal ist ein spektakulärer Mix aus Science-Fiction und Mystery, vereint mit nervenzerreißender Action. Während eurer Versuche macht ihr dabei Bekanntschaft mit der aggressiven Fauna und Flora von Atrops und müsst eure Reflexe testen, um zu überleben. Das Spiel ist dabei durchaus herausfordernd, belohnt aber mit einem mächtigen Adrenalinstoß, wenn ihr eine Hürde überwindet. Die Abwesenheit von Checkpoints oder Saves mag dabei aber dennoch für manche eine Abschreckung sein. Wirklich beeindruckt hat mich neben dem visuellen Design des Spiels, das sich stark an Klassikern der Science-Fiction anlehnt, auch das Audiodesign. Zum ersten Mal bekommt man hier eindrucksvoll demonstriert, was die Tempest Audio Engine in Sachen 3D Sound leisten kann. Housemarques Rouge-lite ist ein beeindruckender Titel, der zeigt, was Next Gen bedeuten kann. “

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Returnal erhält den NAT-Games Award

Ab in die Sammlung?

Returnal ist ein Muss für jeden Playstation 5-Besitzer und zeigt eindrucksvoll, was Next Gen zu bieten hat.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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