Remnant: From the Ashes – Test zum knallharten Kampf um die Menschheit

Remnant: From the Ashes im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Releasedatum: 20. August 2019

Genre: Action RPG

USK: Ab 16 Jahren freigegeben

Publisher: Perfect World Entertainment

Plattformen: PC, Xbox One, PlayStation 4

Die Welt, wie wir sie kennen, existiert nicht mehr, beziehungsweise hat nie so existiert. Um die 60er Jahre rum experimentierte die Menschheit mit sogenannten Träumern. Das waren Menschen, die eine Bindung zu einem Wesen in einer anderen Dimension hatten. Die Forschung war bereits so fortgeschritten, dass Expeditionen in diese Welten möglich waren. Doch manche Türen sollten immer geschlossen bleiben.

 

Der Anfang der Reise

Zu Beginn des Spiels erstellen wir erstmal nach bester Rollenspielmanier unseren Charakter. Dazu stehen neben der Geschlechterrolle auch viele Frisuren, Haut- und Haarfarben und andere Details zur Auswahl. Hast du dir einen Charakter erstellt, geht es auch schon los. Du landest mit einem kaputten Boot an einer Küste. Nur mit einem Schwert bewaffnet bahnst du dir deinen Weg durch die verlassenen Ruinen. Das erste Monster lässt nicht lange auf sich warten und schnell wird klar: die Gegner in diesem Spiel haben es in sich! Der steinige Weg führt dich in einen Innenhof, in welchem du von einer Horde dieser Bestien überrannt wirst. Doch im letzten Moment eilen dir ein paar Überlebende zur Hilfe und können dich in letzter Sekunde retten. Da du schwer verletzt bist, bringen sie dich in ihr Versteck und verarzten dich erstmal. Sobald du wieder auf den Beinen bist, steht dir Commander Ford für Fragen zur Seite. Und du hast viele Fragen.

 

Erste Schritte, erste Quests

Sobald dein Wissensdurst fürs Erste gestillt wurde, darfst du dich in dem Versteck, der Station 13, frei bewegen. Dort triffst du auf einige NPCs. Darunter auch verschiedene Händler und ein Schmied. Sobald du dich ein wenig umgesehen hast, wartet auch schon die erste Quest auf dich. Nachdem du dich für eine der drei Grundklassen entschieden hast, geht es auch schon los. Der Strom ist ausgefallen und es ist deine Aufgabe, den Reaktor neu zu starten und bei der Gelegenheit nach Les, einem Mitglied der Gemeinschaft, in Station 13 zu suchen. Er ist auf dem Weg zum Reaktor verschollen. Nach Beendigung dieser Quest ist wieder genug Energie vorhanden, um den roten Kristall zu reaktivieren. Dieser große, rote Stein dient als Portal in die Außenwelt und kann von jedem Checkpoint aus bereist werden. Im Laufe der Zeit wirst du immer wieder zu Station 13 zurückkehren, um verschiedene Upgrades durchzuführen oder Gegenstände einzukaufen. Auch das ein oder andere Geheimnis verbirgt sich in den Tiefen der Station.

 

The Story so far

Bisher wurde schon ein bisschen was von der Story preisgegeben. Doch jede neue Antwort bringt auch wieder viele Fragen mit sich. Die Vorgeschichte wird teilweise über Notizen, Tage- oder Logbücher erzählt. In Station 13 beispielsweise finden sich überall alte Computer, auf denen Mails, Berichte oder Sonstiges zu finden sind. Dadurch lässt sich die Vorgeschichte ein wenig zusammen reimen. Das ist ein nettes Element. Es liegt ganz bei dir, ob du die Vorgeschichte erfahren, oder einfach nur mit der Action starten willst. Auch im weiteren Verlauf finden sich immer wieder Notizen oder Bücher, in denen die Geschichte erzählt wird. So entsteht mit der Zeit eine komplexe Hintergrundgeschichte, die auch auf einzelne Personen eingeht. Das ist vor allem für Story-Enthusiasten erfreulich und motiviert zusätzlich. Motivation ist im übrigen ein gutes Stichwort. Denn durch den gehobenen Schwierigkeitsgrad von Remnant: From the Ashes ist jede Art der Motivation willkommen.

 

Von nervigen Gegnergruppen bis hin zu riesigen Endbossen

Die Kämpfe erweisen sich ab und zu als knifflig. Denn neben dem Lebensbalken und der Ausdauer musst du auch deine Munition im Blick behalten. Jede der drei wählbaren Klassen bringt drei verschiedene Waffen mit. Eine Nahkampfwaffe, eine Seitenwaffe und eine Hauptwaffe. Es ist durchaus von Vorteil, wenn man schon früh ein paar Erfahrungspunkte in den Nahkampf steckt. Gerade im späteren Spielverlauf hast du häufig mit Munitionsknappheit zu kämpfen. In den frei begehbaren Gebieten gibt es verschiedene Arten von Gegnern. Einige sind schwächer und andere sind stärker. Doch die richtigen Herausforderungen sind die Boss-Gegner. Hier kann es schon mal zu Frustmomenten kommen. Doch wenn man einen Boss nach gefühlt 200 Anläufen endlich niedergestreckt hat, fühlt man sich wie ein König. Allein dieses Gefühl motiviert ungemein, um weiter zu machen. Hilfreich ist auch, dass die Erfahrung und der Loot beim Ableben erhalten bleibt. Meistens lassen die Bosse bestimmte Handwerksmaterialien fallen, welche du für stärkere Waffen benötigst. Diese Waffen verschaffen dir einen nicht zu verachtenden Vorteil.

 

Looten, leveln und herstellen

Ein wichtiger Bestandteil des Spiels ist das Finden/Herstellen und Verbessern von Waffen. Dazu brauchst du natürlich verschiedenste Materialien. Je weiter eine Waffe verbessert ist, desto exotischere Materialien werden benötigt. Für das Herstellen der mächtigsten Waffen brauchst du meistens ein Material, welches nur von einem Boss-Gegner bekommen werden kann. So verhält es sich auch mit den Rüstungsteilen. Auch das Leveln der verschiedenen Eigenschaften ist essenziell. Anfangs stehen nur drei Stück zur Verfügung. Im Laufe des Spiels kommen immer weitere hinzu. Diese kannst du dann ganz nach Belieben aufwerten, die nötigen Fähigkeitspunkte vorausgesetzt. Jede einzelne Klasse kann in sich individuell entwickelt werden. Das fördert auch die Experimentierfreude. Mit etwas Glück findet man auch die ein oder andere Waffe in einem der zufallsgenerierten Dungeons. Viele Waffen beeinflussen ungemein das Spielverhalten. Zum Beispiel ist ein Scharfschützengewehr in einem weitläufigen Areal nützlicher als eine Schrotflinte. In engen Gängen und gegen viele Gegner hilft eher eine Maschinenpistole oder sogar ein Granatwerfer.

 

Die verschiedenen Dimensionen

Die Spielwelt von Remnant: From the Ashes ist in verschiedene Welten aufgeteilt, welche im späteren Spielverlauf nach und nach besucht werden. Diese einzelnen Welten sind in einige größere Gebiete unterteilt, welche wiederum diverse Dungeons beherbergen. Diese Dungeons sind zufallsgeneriert. Jedoch verhält es sich mit den Zufallselementen leider so wie bei vielen Spielen. Wirklich auffallen tut das nicht. Einzig die seltenen Gegenstände und Ereignisse, die man antreffen kann, zeugen davon. Anfangs bewegst du dich nur auf der Erde. Erst im späteren Spielverlauf hast du die Möglichkeit, in andere Dimensionen zu reisen und diese dann zu entdecken. Die Präsentation der einzelnen Regionen ist gut gelungen. Die Welten unterscheiden sich sehr in ihrer Darstellung, wirken glaubwürdig und hüten ihre ganz eigenen Geheimnisse. Wenn du gut aufpasst, wirst du auf viele Geheimnisse stoßen, die dich oftmals auch mit starken Waffen und Ausrüstung belohnen. Somit hat jede Region ihren eigenen Reiz und manchmal lohnt es sich, schon erforschte Dungeons nochmal zu betreten.

 

Technik und andere Ungereimtheiten

Remnant: From the Ashes macht vieles richtig. Doch leider ist nun mal nicht alles Gold, was glänzt. Immer wieder treten verschiedene Bugs auf. Manch einer davon kann sogar ziemlich frustrieren. So kann es passieren, dass man während eines Bosskampfes ungünstig fällt, und dann in einer Mauer oder einem Tor hängen bleibt und sich nicht mehr bewegen kann. Auch die Texturen hängen ziemlich oft nach und sind dadurch matschig. Die NPCs sind allesamt recht gut vertont, jedoch fehlt es ihnen an Mimik. Egal was sie erzählen, ob fröhlich oder traurig, sie ziehen immer das gleiche Gesicht. Auch die Ladezeiten könnten etwas kürzer sein. Die Soundkulisse ist wirklich gelungen. Sie unterstreicht die Gefahr, in der man sich fast immer befindet. Ist man in der offenen Welt unterwegs, hört man überall die Feinde knurren und feixen. Die schweren Schritte der größeren Gegner treiben das Adrenalin hoch. Dabei haben die Entwickler ganze Arbeit geleistet.

 

Positiv:

Einfacher Einstieg
Übersichtliches Menü
Stimmige Soundkulisse
Im Coop-Modus spielbar
Trotz hohem Schwirigkeitsgrad sehr motivierend
Abwechslungsreiches Gameplay mit Fern-und Nahkampfwaffen

Negativ:

Noch einige Bugs
Lange Ladezeiten
Mimik der NPCs emotionslos
Zufallsgenerierte Dungeons zu eintönig
  • Remnant: From the Ashes
    “Gunfire Games haben bereits mit Darksiders 3 gezeigt, dass sie großartige Spiele machen können. Das ist bei Remnant: From the Ashes nicht anders. Vieles in dem Titel erinnert an Darksiders 3. Trotz des hohen Schwierigkeitsgrades spielt es sich wirklich gut und weiß zu motivieren. Einzig die Bugs und ein paar kleinere Mankos verhindern, dass der Titel einen NAT-Games Award bekommt. Schade.”
    Tobias Panten, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wer auf Spiele wie Dark Souls oder Immortal: Unchained steht, kann hier bedenkenlos zugreifen. Wem das ganze alleine zu schwer ist, der schnappt sich einfach einen Freund und kämpft mit vereinten Kräften gegen die Saat.

Tobias Panten
Geschrieben von
Ist aktuell am liebsten als Kammer-Jäger in Borderlands 3 unterwegs.

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