Rage 2 – Test zum apokalyptischen Massaker

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RAGE 2 [PlayStation 4]
  • PS4
  • Stürzen Sie sich kopfüber in eine dystopische Welt ohne Recht und Ordnung
  • Das neue Open-World-Spiel der Studio-Giganten Avalanche Studios und id Software - ein wahrhaftes Shooterversum

Releasedatum: 14. Mai 2019

Genre: Ego-Shooter

USK: ab 18 Jahren freigegeben

Publisher: Bethesda Softworks

Plattformen:

PC, PlayStation 4, Xbox One

Ein apokalyptisches Setting, Open World, coole Knarren und schicke Explosionen. Das alles bietet das neue Actionfeuerwerk aus dem Hause Bethesda. Doch ob Rage 2 wirklich das hält, was es verspricht, erfahrt ihr in diesem Test.

 

Apokalypse now

Die Welt von Rage 2 kann wohl am ehesten als eine Mischung aus Borderlands und Mad Max bezeichnet werden. Im rauen Ödland herrscht ein harter Kampf ums Überleben. Verfeindete Banden bekämpfen sich erbittert und Mutanten treiben auch ihr Unwesen. Inmitten des Ödlandes gibt es vereinzelte Siedlungen, die den Menschen Schutz bieten und auch Händler mit den verschiedensten Waren beherbergen. Als Vineland, eine dieser Siedlungen und unser Zuhause, von General Cross und seinen Mutanten überrannt wird, schlüpfen wir mehr oder weniger freiwillig in die Rolle eines Rangers. Diese Soldaten verfügen über übermenschliche Fähigkeiten und gelten als die großen Beschützer der neuen Welt. Mit einer neuen Ausrüstung und jeder Menge Wut im Gepäck beginnen wir unseren Rachefeldzug gegen General Cross und seine Mutantenarmee. Zu unserem Glück haben wir aber nicht nur Feinde im Ödland, sondern auch starke Verbündete. Doch diese gilt es erst noch zu finden und zu überzeugen.

 

Weites Land

Die Reise durchs Ödland ist nicht ohne. Deswegen steht uns von Anfang an unser treues Fahrzeug, der Phönix, zur Verfügung. Dieser lässt sich für einen kleinen Obolus fast überall hin rufen. Mit unserem Fahrzeug reisen wir von Quest zu Quest. Doch das Ödland ist, wie der Name schon sagt, ziemlich öde. Zwar gibt es zwischen Schluchten, Sumpflandschaften und Wüsten die ein oder andere verlassene Stadt oder einen Außenposten, doch abgesehen von den wenigen interessanten Orten und einigen schönen Aussichten hat das Ödland nicht allzu viel zu bieten. Zwar gibt es eine Schnellreisefunktion, doch diese gilt nur für wenige Orte. Der Rest muss mit dem Auto erreicht werden. Und wer jetzt denkt, dass das einfach quer durch die Prärie geht, muss leider enttäuscht werden. Abseits der Straßen gestaltet sich das fahren als ziemlich schwierig und anstrengend. So sind wir mehr oder weniger gezwungen, immer auf den Straßen zu fahren.

 

Das Gesetz des Stärkeren

Eine der größten Stärken von Rage 2 ist auf jeden Fall das Game- und Gunplay. Im weiteren Spielverlauf finden wir immer mehr Waffen und Fähigkeiten, welche uns den Kampf gegen unsere Feinde vereinfachen. Zwar gibt es nicht allzu viele verschiedene Waffen, doch die, die es gibt, unterscheiden sich signifikant und bieten was für jede Situation und jeden Spielstil an. So auch die verschiedenen Fähigkeiten. Anfangs verfügen wir nur über eine Dash-Funktion, mit der wir uns schnell in Deckung und aus dem Sichtfeld unserer Widersacher bewegen können. Wer mit offenen Augen durch das Ödland geht, findet im späteren Spielverlauf auch noch eine Energiebarriere und die Slam-Funktion. Die Druckwelle von Slam ist so stark, dass Gegner in der Nähe umgeworfen werden. Wer über diese Fähigkeiten verfügt, kann damit seinen ganz eigenen Spielstil entwickeln. Dabei greift Rage 2 auf das aus Doom bekannte, schnelle Kampfsystem zurück, was dem Spiel eine gewisse Geschwindigkeit verleiht.

 

Guns and Glory

Um dem Spiel etwas mehr tiefe zu verleihen, können wir gefühlt alles aufwerten. Von den Waffen und Fähigkeiten, über unser Fahrzeug bis hin zu unserer Konstitution ist alles ausbaufähig. Mit der Zeit können wir beispielsweise die Bewaffnung unseres Phönix erweitern, oder ihm eine härtere Panzerung verpassen. Bei beiden Waffen können wir die Feuerrate oder Magazingröße erweitern, neue Funktionen freischalten oder die Durchschlagskraft erhöhen. Auch unser Charakter kann erweitert werden. So lassen sich die Lebenspunkte erhöhen, oder der erlittene Schaden während des Sprints verringern. Das sind alles nur Beispiele für die Möglichkeiten der Anpassung, die man in Rage 2 hat. Das Gameplay an sich fühlt sich gut an und erlaubt flüssige Abläufe im Gefecht. Die Waffen machen Spaß und hören sich auch kernig an. Jede Waffe verfügt zudem über einen Rage-Modus, der aktiviert wird, wenn Overdrive aktiv ist. Die Overdrive-Leiste steigt mit jedem Kill. Ist sie voll, kann sie eingesetzt werden. Dann machen wir kurzzeitig mehr Schaden und können uns schneller heilen.

 

Ohne Moos nix los

Das aufwerten unserer Ausrüstung und unseres Charakters motiviert und trägt zum Spielspaß bei. Doch das ist natürlich nicht umsonst. Jede Gattung, ob Waffe, Fähigkeit oder Fahrzeug benötigt neben den entsprechenden Materialien wie Auto- oder Waffenteile auch Feltrit. Dieses mysteriöse Mineral wird für alle Arten von Aufwertungen benötigt. Auch dient es als Energiespender für unsere Lebenspunkte. Es befindet sich unter anderem in Kisten, wird von Gegnern fallen gelassen oder kann gelegentlich von Meteoriten abgebaut werden. Doch auch der klassische Dollar ist ein wichtiges Zahlungsmittel. Es gibt so viele verschiedene Güter und Teile, dass man da recht schnell den Überblick verliert, was man überhaupt wofür braucht. Doch fleißiges craften wird belohnt. Je mehr Materialien von Anfang an gesammelt werden, desto besser könnt ihr euch und eure Ausrüstung aufwerten. Das motiviert durchaus und sollte auf jeden Fall zwischendurch auch zu genüge gemacht werden.

 

Zuviel des Guten

Das eben erwähnte Craften und Sammeln ist auch bitter nötig, um die Spielzeit zu strecken. Denn der Storymodus ist wahrlich ein Witz. Nach knapp 4 Stunden kann schon das Ende erreicht werden und die Anzahl an Story-Missionen ist wirklich wenig. In dem Punkt hat Bethesda jede Menge Potential verspielt. Die Story ist ohnehin ziemlich flach und überschaubar. Und so toll das ganze drumherum auch sein mag, für die reine Story ist es fast nicht notwendig. Das ist ein sehr großer Negativpunkt und trübt das eigentlich sehr stimmige Gesamtbild. Rage 2 wirkt ein wenig zusammengeklaut: Das Gameplay von Doom, das Spielprinzip von Far Cry, die offene Welt von Mad Max und Borderlands und die schönen Explosionen von Just Cause 4 (was wohl an der Zusammenarbeit mit den Avalanche Studios liegt). Doch das ist nicht so schlimm, denn prinzipiell ist Rage 2 ein klasse Shooter. Wenn nur die Story nicht so kolossal versagen würde. Und warum muss Rage 2 unbedingt einen Echtgeldshop für Skins haben? Bethesda, das könnt ihr besser!

RAGE 2 [PlayStation 4]
  • PS4
  • Stürzen Sie sich kopfüber in eine dystopische Welt ohne Recht und Ordnung
  • Das neue Open-World-Spiel der Studio-Giganten Avalanche Studios und id Software - ein wahrhaftes Shooterversum

 

Positiv:

Schickes Setting
Starkes Gameplay
Viele spaßige Elemente
Coole Waffen und Fähigkeiten

Negativ:

Viel zu kurze und flache Story
Unwahrscheinlich Viel verschenktes Potential
Zu wenige Schnellreisepunkte in der offenen Spielwelt
Autofahren ist ein mit der Zeit ziemlich nerviges Kernelement
  • RAGE 2 Rage 2
    “Rage 2 ist ein wirklich spaßiger Shooter. Die Steuerung ist eingängig, die Waffen und die Fähigkeiten machen Spaß ohne Ende und die Welt sieht eigentlich auch cool aus. Das Spiel hat vieles gutes von anderen Spielen in sich, jedoch hat irgendjemand die Story total vernachlässigt. Und das ist sehr schade, denn mit einer gescheiten Story hätte Rage 2 die Möglichkeit, eines der Highlights des Jahres zu werden. So aber leider nicht.”
    Tobias Panten, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Wer den ersten Teil gespielt und geliebt hat, der sollte eher einen Bogen um Rage 2 machen. Denn abgesehen vom Setting sind es zwei völlig unterschiedliche Spiele. Wer Spaß an Open World oder am craften hat und sich nichts aus der Story macht, kann jedoch mal einen Blick riskieren. Es macht wirklich Spaß. Doch leider ist dieser Spaß nicht von langer Dauer.

Tobias Panten
Geschrieben von
ist gespannt, was der Herbst noch so alles bringt.

1 Kommentar

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