Predator Hunting Grounds – Test zum schwachen Alien-Jäger

Predator Hunting Grounds im Überblick

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Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Predator: Hunting Grounds (Uncut) [PlayStation 4]
  • Predator: Hunting Grounds ist ein spannender Online-Multiplayer-Shooter, bei dem sich Mensch und Predator miteinander messen.
  • Als Teil eines vierköpfigen Feuerteams absolvierst du Missionen, ohne vom Predator entdeckt zu werden
  • Sei der Predator: Jage deine Beute mit Hilfe tödlicher außerirdischer Waffentechnologien
  • Jetzt vorbestellen und Boni sichern: Mit dem 87er Predator-Skin Predator aus dem Originalfilm auf die Jagd gehen; Feuerteam-Spieler bekommen frühen Zugriff auf die mächtige Minigun „Old Painless”.
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 18 Jahren

Releasedatum: 24. April 2020

Genre: Online Third Person Shooter

USK: ab 18 Jahren freigegeben

Publisher: Sony Interactive Entertainment

Plattformen: Playstation 4, PC

Der außerirdische Superjäger ist in Predator Hunting Grounds wieder auf der Erde unterwegs und auf der Jagd nach Trophäen. Arnold hatte diesmal leider keine Zeit, und daher müsst ihr euch in den Dschungel begeben. Ob ihr dabei Jäger oder Beute seid, kann sich schnell ändern. Wir haben uns den neuen Titel von Illfonic angeschaut und verraten euch jetzt, wie es war.

 

Alles, was zählt, ist der Predator

Bei einem Spiel, dass den Namen Predator schon im Titel trägt, sollte es nicht überraschen, dass auf ihm der Fokus liegt. Allerdings hat das auch negative Konsequenzen für das Spiel. Zum Einstieg sei gesagt, dass Hunting Grounds keinen Story Mode bietet, ihr bekommt ein reines Online Multiplayer Spiel geliefert. Dabei spielt entweder als der namengebende Predator oder ein Vierer-Team von Soldaten. Und hier fangen die Probleme an. Spielt ihr als Soldaten, bekommt ihr einen unterdurchschnittlichen Shooter geboten und Missionen schicken euch von einem zum anderen Punkt, um einen Knopf zu drücken. Habt ihr das erledigt, geht es zum nächsten Punkt, bis sich dann der Hubschrauber meldet und es heißt “Get to the chopper, now!”. Währenddessen müsst ihr NPCs killen, dem Predator ausweichen und hier und da ein paar Sachen für extra Punkte aufsammeln. Schießen in Hunting Grounds fühlt sich dabei sehr schwammig an und das unabhängig davon, ob ihr Assault Rifles, SMGs oder eine Schrotflinte nutzt. NPCs sind zudem dummes Kanonenfutter, die nur als Ablenkung oder Signalgeber für den Predator da sind. Als Soldat habt ihr zudem keine interessanten Gimmicks oder Mechaniken, außer euch mit Matsch einzureiben, um der Thermosicht des Jägers zu entgehen. Anders sieht es da beim Predator aus, denn dieser hat im Grunde die gesamte Aufmerksamkeit des Teams erhalten. Nach und nach schaltet ihr die bekannten Waffen, wie Combistick, Disc oder die Schulterkanone frei. Darüber hinaus könnt ihr euch auch zeitweise tarnen. Mit weiten Sprüngen geht es von Ast zu Ast und mit einem weiteren Satz könnt ihr potenzielle Opfer einfach aus den Wipfeln anspringen. Auf diese Art müsst ihr die anderen Spieler dann ausschalten, sobald ihr diese gefunden habt, bevor sie ausgeflogen werden können. Als Predator zu spielen macht Spaß und fühlt sich wirklich ausgearbeitet an. Leider werdet ihr als Solospieler nicht so oft die Gelegenheit dazu erhalten, aber dazu gleich noch mehr. Nach jedem Match erhaltet ihr XP sowie Veritanium Währung. Mit steigendem Level schaltet ihr mehr Waffen, Perks und Loadout Slots für den Predator und die Soldaten frei, allerdings nur für jeweils eine der beiden Parteien. Wollt ihr den Predator aufleveln, müsst ihr auch mit ihm spielen. Veritanium wird genutzt, um kosmetische Anpassungen zu kaufen, angefangen bei Masken oder Predlocks sowie Hüte oder Waffenskins. Auch hier sieht man wieder, dass der Predator im Fokus war, denn dessen Masken sind detailliert, während die Soldaten meist mit Farbvarianten auskommen müssen. Zudem sehen auch die Charaktermodelle der Soldaten lieblos und allenfalls zweckmäßig aus. Lootboxen können euch die kosmetischen Items ebenfalls bescheren im Tausch für Veritanium, es gibt zum Glück zumindest aktuell keine Möglichkeit, echtes Geld für die Boxen auszugeben. Man sieht also schon hier, wie einseitig die Qualität und Sorgfalt im Spiel ist. Aber es geht noch weiter.

Predator Hunting Grounds

Der Predator ist perfekt getroffen, leider gilt das nicht für den Rest des Spiels.

 

Solo, die Hölle und nur im Team spaßig

Ich will nicht behaupten, dass man mit Hunting Grounds keinen Spaß haben kann, aber es Bedarf einer Voraussetzung, um Spaß mit dem Spiel haben zu können. Das Hauptproblem bei asymmetrischen Multiplayern ist, dass die Mehrheit als der Hauptcharakter spielen wollen, in diesem Fall der Predator. Wer also Spaß haben will, sollte mit Freunden ein Fünfer-Team zusammenstellen und das Matchmaking umgehen. Hierbei kann immer jemand anderes in die Rolle des Jägers schlüpfen und man muss sich nur mit dem anspruchslosen Gameplay abfinden. Ich allerdings musste solo versuchen, in Matches zu kommen, und das war in meiner Erfahrung nahezu unmöglich. Zähle ich Matches, die von Start bis Ende gingen, habe ich gerade mal 4 Matches spielen können, drei davon als Soldat. Ihr könnt drei Matchmaking Optionen wählen, Soldat, Predator oder Keine Präferenz. Jede Option zeigt euch eine voraussichtliche Wartezeit. Für Soldat und Keine Präferenz ist das meist 30 Sekunden, beim Predator mehrere Minuten. Diese Angaben haben sich in der Testphase aber als fromme Wünsche herausgestellt. Jeder Versuch, ein Predator Match zu finden, endete meist mit Wartezeiten jenseits der 15 bis 20 Minuten und wurde dann meist weiter in die Länge gezogen, weil Spieler die Lobby verließen. Mein einziges Predator Match hatte ich am Launch, danach war es für mich unmöglich, eines zu bekommen. Als Soldat habt ihr es solo im Matchmaking leichter, aber dennoch passiert es oft, dass ihr das Match nicht abschließen könnt. Spieler verlassen häufig vorzeitig das Spiel oder bleiben inaktiv. Das Verhalten der Spieler ist natürlich nicht zwangsläufig der Fehler des Spiels, aber die Erfahrung wird dadurch dennoch nicht besser.

 

Der Dschungel, die grüne verbuggte Hölle

Für ein Spiel dieser Kategorie braucht es wahrlich keine Spitzenoptik, das hat Illfonic schon mit Friday The 13th bewiesen. Warum das Team aber offenbar viele der alten Fehler wieder gemacht hat, leuchtet nicht ganz ein. Predator Hunting Grounds leider konstant und einer schlechten Framerate, die oft sogar noch schlechter wird, wenn die Action losgeht. Gefühlt geht es dann auch mal unter die 15 fps Marke. Darüber hinaus macht es das Flackern der Vegetation oft unmöglich, den Predator zu entdecken, und das selbst ohne aktive Tarnung. Soundbugs und diverse Glitches sind da noch das Sahnehäubchen obendrauf. Oft bleiben UI Elemente mitten im Sichtfeld bestehen und versperren euch die Sicht oder ihr könnt nach dem Heilen nicht mehr zu eurer Waffe wechseln. Es gibt auch nach den ersten Patches noch immer jede Menge Bugs und Probleme dieser Art. Wirklich gut getroffen hat das Team aber den Soundtrack und die Sounds für die Waffen des Predators und diesen selbst.

Predator: Hunting Grounds (Uncut) [PlayStation 4]
  • Predator: Hunting Grounds ist ein spannender Online-Multiplayer-Shooter, bei dem sich Mensch und Predator miteinander messen.
  • Als Teil eines vierköpfigen Feuerteams absolvierst du Missionen, ohne vom Predator entdeckt zu werden
  • Sei der Predator: Jage deine Beute mit Hilfe tödlicher außerirdischer Waffentechnologien
  • Jetzt vorbestellen und Boni sichern: Mit dem 87er Predator-Skin Predator aus dem Originalfilm auf die Jagd gehen; Feuerteam-Spieler bekommen frühen Zugriff auf die mächtige Minigun „Old Painless”.
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 18 Jahren

 

Positiv:

Das Spielgefühl, Design und die Sounds des Predators sind gut getroffen
Spaßig, wenn ihr fünf Leute für ein komplettes Team zusammenbekommt

Negativ:

Soldaten sehen langweilig aus und deren Gameplay ist ebenso unterdurchschnittlich
Viele kosmetische Anpassungen sind meist nur Farbvariationen
Matchmaking ist eine Katastrophe mit Wartezeiten jenseits von 20 bis 30 Minuten
Schlechte Performance, viele Bugs und Glitches
  • Predator Hunting Grounds
    “Mit Predator Hunting Ground bringen Illfonic ihren zweiten asymmetrischen Multiplayertitel an den Start. Schon Friday The 13th hatte mit diversen Problemen zu kämpfen und konnte sich trotzdem eine Fangemeinde erarbeiten. Und die Kerbe schlägt auch der neue Titel mit dem außerirdischen Jäger. Wie viel Spaß ihr mit dem Titel haben könnt, hängt maßgeblich davon ab, ob ihr genug Freunde zusammenbekommt, um dem Matchmaking zu entgehen. Allein müsst ihr mit (noch immer extrem) langen Wartezeiten rechnen und Fortschritt macht man so nur kaum. Auch kann die technische Seite nicht wirklich überzeugen, denn Framerate, Bugs und teils starkes Texturflackern drücken den Eindruck. Als Team kann man mit Sicherheit ein paar spaßige Runden haben und das trotz der Probleme, aber im Grunde bekommt man hier wieder eine Friday The 13th Erfahrung geliefert. In ein paar Monaten mag der Titel ähnliche Verbesserungen erfahren haben wie sein Vorgänger, und dann könnte man ihn vielleicht eher empfehlen. Bis dahin solltet ihr nur zugreifen, wenn ihr eine Gruppe von Predator Fans um euch habt, die unbedingt mit euch spielen wollen.”
    Marco Schmandt, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Nur für absolute Predator Fans, die nicht auf die nötigen Verbesserungen warten wollen.

Marco Schmandt
Geschrieben von
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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