Playstation Vita Slim – Sonys Handheld im Test

Bereits im letzten Jahr veröffentlichte Sony die neue PS Vita Version auf dem japanischen Markt. Nun ist scheint auch der Rest der Welt dran zu sein. Die PS Vita Slim wird demnach ab dem 7. Februar 2014 erhältlich sein, jedoch vorerst nur in Großbritannien zu einem Preis von 180£(218€) und wird alle Vorgängermodelle ersetzen. Wir haben bereits eine importierte Konsole getestet und verraten euch ob sich der Kauf lohnt.

 

Der Konsole neue Kleider

Mit der überarbeiteten Vita beschreitet Sony einen ähnlichen Weg wie bereits bei den Japan-exklusiven Sondereditionen der originalen Vita. Erstmals wird es das Handheld in mehreren Farben geben. Wer jetzt schon in Vorfreude verfällt, sollte diese etwas zügeln, denn die Slim wird in Europa anscheinend nur in Schwarz auf den Markt kommen und eine 3G-Variante wird es auch nicht mehr geben. Es gab noch keine Ankündigung seitens Sony ob andere Farben oder sogar Sondereditionen ihren Weg von Japan nach Europa finden.

Die neue PS Vita Slim im Vergleich mit dem Original.

Die neue PS Vita Slim im Vergleich mit dem Original.

 

PS Vita 1.5

Aber auch abseits der Farbgestaltung der Konsole gibt es einige Änderungen. Sony hat die Vita drei Millimeter schlanker und 41 Gramm leichter gemacht. Aber auch die Start-, Select- und Homebuttons wurden verändert. Diese sind jetzt rund anstatt oval und zusätzlich dazu ist der Homebutton jetzt nicht mehr beleuchtet. An der oberen Seite wurde der mysteriöse Expansion Port entfernt, jetzt ist nur noch der Gameport übrig und zwei LEDs für Ladezustand und On/Off wurden hinzugefügt. Der proprietäre Ladeport wurde gegen einen Micro-USB Anschluss ausgetauscht. Eines der besten Features des neuen Modells sind aber die größeren Griffbereiche an der Rückseite und das demnach kleinere Rückseiten-Touchpad. Versehentliches Aktivieren des Touchpads ist damit kaum noch ein Problem. Wie schon beim Vita TV hat Sony auch hier auf integrierten Speicher gesetzt. So habt ihr von Beginn an Zugriff auf ein Gigabyte Speicher, der aber leider nicht zum Speicher einer Memory Card hinzuaddiert wird sondern durch sie ersetzt wird. Das Gehäuse der Slim wirkt im Gegensatz zum ersten Modell billiger, jedoch nicht in einem Maße, das man von minderer Qualität sprechen kann, aber es fällt auf. Dann ist da aber auch noch das Display, über das im Vorfeld schon viel gesprochen wurde. Die Wahrheit ist, dass der neue LCD-Screen Farben mit deutlich weniger Sättigung darstellt, dies führt zu einer etwas realistischeren, dumpferen Farbgebung. Farben wirken insgesamt nicht mehr so lebendig wie auf dem OLED-Screen. Spiele wie Rayman oder Guacamelee machen das sehr deutlich. Eines aber zur Beruhigung, das Display ist in keinem Fall schlecht es ist nur nicht so gut wie das ursprüngliche Display. Auch wenn die Abstriche beim Display bedauerlich sind, gibt es immer noch den Vorteil das jetzt, bis zu zwei Stunden mehr Spielzeit drin sind.

Es wurde etwas abgerundet,

Es wurde etwas abgerundet,

 

Gelungene Überarbeitung!?

Im Test zeigte sich, dass die Überarbeitung der Griffflächen und des Touchpads sich mehr als positiv auf das Spielerlebnis auswirkten. Oft unterstützen Vita-Games zwar die Touchpad-Funktion, jedoch machen die Spieler selbst seltener davon Gebrauch, da die Funktionen meistens auch über die Tasten erreichbar sind. Ungewolltes Auslösen einer Touchgeste kommt jetzt viel seltener vor. Für Spieler, welche die originale Konsole besitzen ist das Bild des Displays allerdings die größte Umstellung. Wie schon erwähnt wirken Farben nicht mehr so intensiv wie man es bisher vom OLED gewöhnt ist. In Sachen der Performance schlug sich das neue Display allerdings sehr gut in Hinsicht auf Blickwinkel und Reaktionsgeschwindigkeit. Alles in allem ist die neue Vita dennoch kein echter Fortschritt, sondern einfach nur etwas anders als das Original.

Auch von Vorne sieht es anders aus.

Auch von Vorne sieht es anders aus.

 

Fazit:

Die getestete neue Vita war ein grünes Modell, was mir persönlich sehr gefiel. Auch das leicht geänderte Äußere machte sich hier und da positiv bemerkbar. Allerdings, als Besitzer der originalen Vita und Fan des OLED Displays, kann ich mich nur schwer an das neue Display gewöhnen. Nach dem ersten Einschalten hatte ich schon bald Sehnsucht nach der gewohnten Farbpracht meiner Vita. Darüber hinaus bezweifle ich stark das sich Käufer dieses Modell zu einem Preis von 218€ zulegen, wenn die aktuelle Vita bereits für weniger als 190€ zu haben ist. Es heißt also abwarten, wie sich das neue Modell schlägt.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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