Ori and the Will of the Wisps – Test zum märchenhaften Metroidvania

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Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Ori and the Will of the Wisps - Standard Edition - [Xbox One]
  • Eine Neue reise beginnt
  • Entdecken Sie eine riesige und fesselnde Welt. In dieser Welt erwarten Sie liebevoll und detailreich designte Gebiete, vollgepackt mit spannenden Kämpfen, Rätseln sowie packenden Fluchtsequenzen
  • Ein neues Splitter System erlaubt es Ihnen, Oris Stärken individuell auszubauen. Meistern Sie so Begegnungen mit riesigen Gegnern und Fabelwesen auf Ihre Art
  • Nutzen Sie im neuen Kampfsystem dutzende neue Geisterwaffen und Zaubersprüche. Bestehen Sie mit einer völlig neuen Waffenauswahl jedes Abenteuer. Spiele auf deine Art

Releasedatum:  11. März 2020

Genre: Jump’n’Run, Metroidvania

USK: ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: Xbox Game Studios

Plattformen: Xbox One, PC

Vor fünf Jahren erkundeten wir mit einem kleinen Waldgeist eine märchenhafte Welt und traten gegen eine finstere Eule an. Ori and the Blind Forest gilt seit seinem Release als einer der besten Vertreter des Metroidvania-Genres. Nun versucht der Nachfolger Ori and the Will of the Wisps in diese Fußstapfen zu treten. Wobei, „in die Fußstapfen treten“ ist vielleicht nicht die richtige Beschreibung, wohl eher neue, größere Fußstapfen erzeugen, denn Teil 2 von Oris Abenteuer ist nochmal eine Stufe größer und vollgepackter als sein Vorgänger. Was sich alles in Will of the Wisps im Vergleich zu Blind Forest geändert hat, haben wir in unserem Test herausgefunden.

 

Das Nesthäkchen

Ori and the Will of the Wisps knüpft genau da an, wo The Blind Forest geendet ist. Ori lebt mit Naru und Gumo friedlich im Wald von Nibel, dem Schauplatz des ersten Spiels. Das Leben steht jedoch Kopf, als Ku auf die Welt kommt. Das Eulenküken ist der einzige Nachkomme der dunklen Eule Kuro und Ori und Konsorten machen es sich zur Aufgabe, das kleine Nesthäkchen großzuziehen. Doch bei einem kleinen Ausflug werden sie voneinander getrennt und so muss sich Ori in der Welt weit fern von Nibel auf die Suche nach Ku machen, die im stillen Wald abgestürzt ist. Die Geschichte von Ori and the Will of the Wisps ist um einiges tiefgründiger als die des Vorgängers, nicht zuletzt da sie dieses mal deutlicher im Vordergrund steht. Dabei helfen auch die etlichen Nebencharaktere, die man antrifft und die alle ihren Senf zum Weltgeschehen dazu geben. Außerdem erhält man diverse Nebenquests von ihnen, welche die Welt und ihre Einwohner lebendiger wirken lassen. Ansonsten gilt auch das Gleiche wie bei Teil 1: Die Spielwelt ist euer Erzähler, sie ist gezeichnet von den Geschehnissen und verändert sich durch eure Einwirkung. Wenn man zum Beispiel den stillen Wald erreicht und all die versteinerten Gestalten entdeckt, erfährt man auch eine Menge über die düstere Historie des Waldes, der sich über Jahre auf diese Art entwickelt hat. So zieht sich eine Erzählstruktur durch das gesamte Spiel, die Ori and the Will of the Wisps zu einem spielbaren Märchen macht.

Ori and the Will of the Wisps

Ein spaßiger Ausflug endet in einem Haufen Chaos.

 

Neues Arsenal

Viele von Oris Fähigkeiten sollten euch bekannt vorkommen, wenn ihr den Vorgänger gespielt habt. Doppelsprung, Dash, Gleitflug, Katapult, all diese Skills sind wieder mit am Start. Doch was wäre ein guter zweiter Teil ohne einige Neuerungen. Und so erhält Ori einige neue Fähigkeiten für sein Arsenal, sowohl für die Bewegung durch die Spielwelt, als auch für die Kämpfe. Ori kann sich jetzt mit einem Haken zu weit entfernten Objekten heranziehen, sich mit einer Schraubenbewegung durch Sand wühlen und akrobatische Bewegungen an Stangen durchführen. Kampffähigkeiten funktionieren nun ganz anders als im Vorgänger. Während ihr dort lediglich einen Standardangriff durchführen konntet, erhaltet ihr nun unterschiedliche Fähigkeiten, die ihr auf X, B und Y legen könnt. So könnt ihr ganz nach eurem Spielstil variieren, welche Waffen ihr auswählt. Da gibt es ein Schwert, mit dem ihr blitzschnell zuschlagt, einen Hammer für etwas langsamere, doch härtere Angriffe sowie einen Bogen und einen Speer für Fernangriffe. Und das war längst nicht alles, Ori kann auch so viele unterschiedliche Arten angreifen, dass man teilweise sogar etwas überfordert sein kann. Besonders bei vielen Monstern auf einmal kann man schnell den Überblick verlieren. So ist es auch nicht hilfreich, dass einige Aktionen dieselbe Tastenbelegung haben. Statt ein Projektil zurückzuschleudern zieht man sich durchaus mal aus Versehen zu einem Objekt, da beide Aktionen auf der RB-Taste liegen. Das passiert öfter, als einem lieb ist. Bitte nicht falsch verstehen, das Kämpfen in Ori and the Will of the Wisps macht Spaß, besonders gegen die Bossgegner, die es endlich gibt, aber chaotisch ist es allemal.

Ori and the Will of the Wisps

En garde! Ori schnetzelt sich durch etliche Monster, um Ku zu retten.

 

Springen, springen und noch mehr springen

Auch in Ori and the Will of the Wisps ist das Manövrieren durch die Spielwelt der wohl spaßigste Aspekt des Spiels. Ihr flitzt mit Kombinationen verschiedener Skills durch die Level und entdeckt ständig neue Wege, Abschnitte und Gebiete, zu denen ihr vorher noch nicht gelangen konntet. Typisch Metroidvania eben. Was leider auch typisch für ein Metroidvania ist, sind fehlende Markierungen auf der Karte, die ihr als Spieler setzen könnt. Sicher, alle möglichen Objekte und Charaktere werden auf der Map angezeigt, doch solltet ihr an eine Stelle stoßen, wo ihr ohne eine bestimmte Fähigkeit nicht weiterkommt, müsst ihr euch dies selbst merken. Nur die Möglichkeit, eine kleine Notiz zu hinterlassen, wäre nett gewesen. Wie dem auch sei, das ist nur eine Pingeligkeit, Ori and the Will of the Wisps präsentiert sich als Vorzeige-Metroidvania. Was es besser als so manch anderen Vertreter des Genres, inklusive seines Vorgängers, macht, ist das automatische Speichern. Vorbei sind die Zeiten, in denen ihr einen Speicherpunkt aufsuchen musstet, das nimmt einem ein wenig die Last ab. Dass Ori and the Will of the Wisps ein Vorzeige-Metroidvania ist, bedeutet aber auch, dass der Schwierigkeitsgrad recht knackig ist. Während geübte Spieler ohne Probleme durch die Level flitzen, kann ein Otto-Normalzocker durchaus das ein oder andere Mal draufgehen. Dies sollte euch jedoch nicht entmutigen, Übung macht auch hier den Meister. Das Spiel ist selten unfair und so ist euer Ableben meistens eure eigene Schuld. Nur gelegentlich kann man dem Spiel vorwerfen, etwas gemein zu sein. Zum Beispiel wären da die bereits aus dem ersten Teil bekannten Verfolgungssequenzen, die ein wenig nach dem Trial and Error-Prinzip funktionieren. Sicher, sie sind bombastisch in Szene gesetzt, aber es geht an manchen Stellen einfach viel zu schnell, als dass man reagieren könnte. So manches Ableben ist aber wirklich nicht eure Schuld, denn Ori and the Will of the Wisps hat ein großes Problem mit Lags und Framerateeinbrüchen. Das Gameplay an sich ist wirklich flüssig und es gibt kaum besseres im Jump’n’Run-Genre, doch wenn das Spiel an manchen Stellen stockt, stößt das leider etwas übel auf. Aber hey, das ist nichts, was nicht durch einen Patch gefixt werden kann.

Ori and the Will of the Wisps

Es gilt Oris Fähigkeiten clever einzusetzen, um voranzukommen.

 

Mir geht ein Geisterlicht auf

Ori and the Will of the Wisps steckt voller Sammelobjekte. Neue Container für euer Leben und eure Energie, seltenes Gorlak-Erz zum Aufwerten eurer Basis, verschiedene Pflanzensamen für einen Garten, den ihr bepflanzen könnt und vieles mehr gibt es zu entdecken. Und dann wäre da ja noch das Geisterlicht, das in The Blind Forest als eine Art von Erfahrungspunkten diente, mit denen ihr eure Fertigkeiten aufleveln konntet. In Ori and the Will of the Wisps zählt es eher als eine Art Währung, mit der ihr zwar auch neue Fähigkeiten erwerben und verbessern, aber auch diverse andere Sachen damit einkaufen könnt. Darunter sind Karten und Anzeigen für diese sowie Splitter, die euch zusätzliche Attribute verschaffen. Diese könnt ihr übrigens auch in der Welt verteilt finden und später mit Geisterlicht upgraden. Es ist extrem befriedigend, eine geheime Ecke zu entdecken und dahinter einen nützlichen Gegenstand zu finden oder mit genügend Geisterlicht direkt zum Händler zu laufen und es zu verbessern. Dazu gesellen sich noch Kampfschreine, an denen ihr eine Horde Monster besiegen müsst oder Wettrennen, bei denen ihr gegen einen Geist eurer Selbst antreten müsst. Die Rettung von Ku hat zwar oberste Priorität, aber wie auch schon Link so oft von der Rettung Zeldas abgelenkt wird, ist auch Oris Versuchung oft groß, sich anderweitig die Zeit zu vertreiben.

Ori and the Will of the Wisps

Charaktere wie dieser kleine Kerl hier versorgen euch mit Nebenquests oder bieten euch etwas im Tausch gegen Geisterlicht.

 

Eine märchenhafte Reise

Ori and the Will of the Wisps ist ein sehr gutes Spiel, ich denke das haben wir bis hierher bereits festgestellt. Was diesen Fakt jedoch in Stein meißelt ist die Präsentation, mit welcher das Spiel daherkommt. Die bildhübsche Optik ist beizeiten atemberaubend und schlichtweg magisch, begleitet wird das Ganze von einem Soundtrack, der einem die Tränen in die Augen treiben kann. Ich persönlich war dem Wasser nahe, als ich meine erste Fähigkeit an einem der magischen Bäume bekam. Eine einfache Aktion im Spiel kann eine solch starke Emotion hervorrufen, allein durch die Kombination der Musik gepaart mit spektakulären Lichteffekten. Ori and the Will of the Wisps weiß ganz genau, welche Knöpfe es drücken muss, um bestimmte Emotionen auszulösen und sorgt auf diese Art garantiert für mehr als nur einen Gänsehautmoment.

Ori and the Will of the Wisps - Standard Edition - [Xbox One]
  • Eine Neue reise beginnt
  • Entdecken Sie eine riesige und fesselnde Welt. In dieser Welt erwarten Sie liebevoll und detailreich designte Gebiete, vollgepackt mit spannenden Kämpfen, Rätseln sowie packenden Fluchtsequenzen
  • Ein neues Splitter System erlaubt es Ihnen, Oris Stärken individuell auszubauen. Meistern Sie so Begegnungen mit riesigen Gegnern und Fabelwesen auf Ihre Art
  • Nutzen Sie im neuen Kampfsystem dutzende neue Geisterwaffen und Zaubersprüche. Bestehen Sie mit einer völlig neuen Waffenauswahl jedes Abenteuer. Spiele auf deine Art

 

Positiv:

Rührende Geschichte mit liebenswerten Haupt- und Nebencharakteren
Viele neue Bewegungs- und Kampfmanöver für Ori
Gewohnt wunderschön anzuschauen und anzuhören
Viele Geheimnisse zu entdecken
Automatisches Speichern

Negativ:

Zu viele Lags und Ruckler
Eine manuelle Markierungsfunktion wäre nett gewesen
Kämpfe und Fluchtsequenzen manchmal etwas unübersichtlich
  • Ori and the Will of the Wisps
    “Ori and the Blind Forest war schon ein wunderbares Spiel, Ori and the Will of the Wisps legt noch einmal eine Schippe drauf. Es bietet mehr Fokus auf der Geschichte, der Spielwelt und seiner Bewohner, neue Fähigkeiten in Bewegung und Kampf, mehr Gegenstände und Objekte zum Entdecken, Schreine und Wettrennen als extra Herausforderungen und etliche Nebenquests. Das alles wird gepaart mit wunderbarer Optik und Musik, was wir bereits aus dem ersten Teil gewöhnt sind. Ein kleiner Schönheitsfehler sind die etlichen Lags und Ruckler, aber über die lässt sich definitiv hinwegsehen, wenn der Rest des Spiels sich in so einem tollen Licht präsentiert.”
    Maarten Cherek, Redakteur

Ori and the Will of the Wisps erhält den NAT-Games Award

Ab in die Sammlung?

Ori and the Will of the Wisps ist ein Muss für jeden Jump’n’Run- und Metroidvania-Fan. Das Spiel gibt euch keinen Anlass, es nicht in eure Spielebibliothek aufzunehmen, außer vielleicht die Xbox- und PC-Exklusivität.

Maarten Cherek
Geschrieben von
isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

2 Kommentar

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