One Piece: Pirate Warriors 4 – Test zum vierten Musou-Piraten-Abenteuer

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One Piece: Pirate Warriors 4 - [PlayStation 4]
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

Releasedatum: 26. März 2020

Genre: Musou, Action-Adventure

USK: ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: Bandai Namco Entertainment

Plattformen: Nintendo Switch, PlayStation 4, Wii, Xbox One, PC

Die Strohhutpiraten scheinen nicht müde zu werden und so erscheint der nunmehr vierte Ableger der Pirate Warriors Reihe. In diesen Spielen geht es darum, riesige Gegnermassen zu besiegen, um Missionen zu erfüllen oder zu starken Bossgegnern zu gelangen, um diese dann zu bezwingen. Was uns an One Piece: Pirate Warriors 4 gefallen hat, erfahrt ihr im folgenden Test.

 

Von Alabasta bis Wano Kuni

Die Story von One Piece: Pirate Warriors 4 orientiert sich am dritten Teil der Reihe. Auch hier erzählt man die Geschichte der Strohhutpiraten vom Anfang bis zum Ende. Im Gegensatz zum Vorgänger sind nun auch Whole Cake Island und Wano Kuni spielbar, wobei beim Wano Kuni Arc ein zusätzliches Ende extra für Pirate Warriors 4 dazugedichtet wurde, da die Mangavorlage bislang noch nicht so weit in der Story fortgeschritten ist. Doch denkt jetzt nicht, ihr könnt alle Arcs der Geschichte spielen. Das Spiel startet erst beim Alabasta-Arc und lässt beliebte Arcs wie Skypia, Thriller Bark, Amazon Lily, Impel Down, Fischmenscheninsel und Zou. So eilen schon nach etwa 12 Spielstunden die Credits über den Bildschirm. Das ist ein wenig schade, aber das Spiel bietet noch zwei weitere Modi, mit denen ihr euch beschäftigen könnt. Allerdings ist ein Modus doppelt gemoppelt, denn hier könnt ihr wie im Hauptmodus die Story der Strohhutpiraten nacherleben, mit dem Unterschied, dass ihr euren Charakter frei wählen könnt. Eure Auswahl ist dabei nur auf die bislang freigeschalteten Charaktere begrenzt. Der letzte Modus Schatz-Logbuch beinhaltet verschiedene Missionen, die ihr auf den Maps der Story mit festgelegten Charakteren absolvieren könnt. Hierbei erhaltet ihr ansprechende Belohnungen, der Schwierigkeitsgrad ist hier allerdings auch gefühlt höher als die Missionen in der Story.

Können die Beiden nur schlecht sehen oder was ist hier schief gelaufen?

 

Verbesserungen zum Vorgänger

Wie auch im Vorgänger sind die spielbaren Karten, die vom Design an den Anime angelehnt sind, in unterschiedliche Bereiche eingeteilt, die ihr erobern könnt. Allerdings sind die Karten nun nicht mehr so sehr in kastenartige Bereiche eingeteilt, die durch schlauchartige Gänge verbunden sind, sondern wirkt durch die größeren Areale viel offener. Habt ihr in einem Bereich genug Gegner besiegt, erscheint der Areal-Boss, durch dessen besiegen ihr das Gebiet für euch erobert. Eine weitere Verbesserung zum Vorgänger ist das Charakteraufbausystem. Ihr habt wie im Vorgänger starke und schwache Angriffe, allerdings werden diese durch vier weitere Angriffe erweitert, die ihr vor jedem Kampf wechseln könnt. So kommt etwas mehr Taktik ins Spielgeschehen rein (im Vergleich zum Vorgänger), da ihr überlegen müsst, ob es beispielsweise bei einem Fernkämpfer Sinn macht, diesen weit wegzuschleudern oder lieber eng bei sich zu behalten. Blöd ist allerdings, dass ihr die Charaktere nur verbessern und individualisieren könnt, bevor ihr eine Mission startet. Besser wäre hier ein eigener Menüpunkt gewesen, auf den ihr jederzeit Zugriff habt.

 

So viele Charaktere!

Insgesamt erwarten euch 43 Charaktere, die ihr spielen könnt, weitere sollen durch DLCs nachgeliefert werden. Die Auswahl ist dabei breit gefächert, sodass jeder seinen Lieblingscharakter wiederfinden sollte. Die einzelnen Charaktere sind dabei in unterschiedliche Typen unterteilt. Einige Charaktere wie Zorro sind auf Kraft ausgelegt und verteilen einen immensen Schaden, können dafür aber nur wenig einstecken. Charaktere wie Sanji nach dem Zeitsprung hingegen sind Luftkämpfer, sie entfalten ihr volles Potenzial in luftigen Höhen, also sollet ihr Gegner schnellstmöglich dorthin befördern. Vor dem Zeitsprung ist Sanji jedoch vom Typ Schnelligkeit, sodass ihr eine Attackensalve nach der anderen heraushauen könnt. Bei Charakteren wie Nami, die auf Technik setzen, ist es wichtig, sich mit den Attackenkombinationen auseinanderzusetzen, da dies ihre Trumpfkarte ist. In hitzigen Gefechten haben allerdings alle Typen einen Endgegner: Die Kamera. Gerade bei Attacken, bei denen man präzise anvisieren muss, ist es hinderlich, wenn die Kamera nur einen Mauerblock zeigt, der sich hinter dem Spieler befindet. In großen Arealen geht die Übersicht allerdings auch manchmal verloren, da die Funktion zum Anvisieren nicht zu 100 % wirkt. Ihr schaut zwar in die Richtung des Gegners, allerdings fokussiert die Kamera nicht auf den von euch anvisierten Gegner, was in hektischen Gefechten echt nervig werden kann.

 

Schöner Augen- und Ohrenschmaus

Auch für den vierten Ableger konnten für die japanische sowie englische Sprachausgabe die originalen Synchronsprecher aus dem Anime gewonnen werden, was wirklich erfreulich ist. Auch das Charakter- und Leveldesign hat sich durch größeren Detailreichtum im Vergleich zu den Vorgängern verbessert. Das einzig Störende, ist die Mimik der Charaktere, wenn sie sich aufregen. Dann kneifen die Charaktere nämlich ihre Augen so gruselig zusammen, dass man am liebsten wegsehen würde. Zwar halten sich die Nachladezeiten der Areale weitestgehend im Rahmen, allerdings sind nun die Ladezeiten im Voraus für einen Level immens hoch, teilweise sogar eine Minute lang, gemessen bei der PS4-Version. Das ist wohl ein Kompromiss für die nicht mehr ganz so deutlich nachploppenden Texturen, was für mich ein wirklich guter Kompromiss ist.

One Piece: Pirate Warriors 4 - [PlayStation 4]
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

 

Positiv:

43 spielbare Charaktere aus dem One Piece Universum
Originale Synchronstimmen aus dem Anime
Charaktere individualisierbar durch Angriffe und Wertsteigerungen

Negativ:

Kamera fokussiert trotz Anvisieren nicht den Gegner
Übersicht geht durch unpassende Kamerawinkel verloren
Wichtige Story-Arcs werden ausgelassen
Charakteranpassungen nur vorm Start von Missionen möglich
  • One Piece: Pirate Warriors 4
    “Hier kann ich eigentlich nur die gleiche Empfehlung wie beim Vorgänger geben. Fans von One Piece kommen wie immer nicht um diesen Teil herum, gerade durch die Verbesserungen im Gegensatz zum Vorgänger. Aber wer der immer gleichen Story überdrüssig ist, sollte sich zweimal überlegen, hier zuzuschlagen. Zwar sind die letzten beiden neuen Arcs gut gelungen, trösten aber nicht durch die restliche Geschichte hinweg. Für Fanatiker der Geschichte wird es hingegen dramatisch sein, dass einige Arcs herausgenommen wurden. Trotzdem kann ich One Piece: Pirate Warriors 4 allen empfehlen, die wie ich ein Herz für die Strohhutpiraten in ihrer Brust schlagen haben.”
    Jasmin Paskuda, Redakteurin

Auf ins Abenteuer?

One Piece Fans sowie Freunde von massivem Hack-and-Slay werden hier ihre Freude haben.

Jasmin Beverungen
Geschrieben von
schwärmt heimlich für ein Leben als Strohhutpiratin!

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