Nine Noir Lives

Test zum schnurrtastischen Detektivabenteuer

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Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Chicken Police - Paint it RED!
  • Dich erwartet eine spannende, storyreiche Handlung mit einer klassischen Film-Noir-Wendung
  • Professionelle Sprachvertonung mit mehr als 8 Stunden individuellem, gesprochenem Dialog!
  • Eine liebevoll gestaltete, "bunte" Welt erwartet dich.
  • Sei geschickt und verwende das komplexes Verhörsystem nit Verstand!
  • Lerne mehr als 30 einzigartige, voll sprachsynchronisierte Charaktere kennen und verhöre sie!

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Releasedatum: 07. September 2022

Genre: Abenteuer, Indie, Point and Click

USK: keine Freigabe

Publisher: Silvernode Games

Plattformen: PC

Nine Noir Lives ist ein Point and Click-Abenteuerspiel, das sich den Film Noir und seine Detektivgeschichten als Vorbild nimmt und Katzen als Charaktere einsetzt. Produziert und entwickelt wurde das Spiel von Silvernode Games, denen man die Begeisterung für ihre fellbestückten Ermittler*innen anmerkt. Die Hauptrollen übernehmen Cuddles Nutterbutter und Tabby, die zusammen eine eher weniger erfolgreiche Detektei führen. Bis zu dem Tag, an dem der Polizeichef persönlich anruft, um Cuddles in die Ermittlungen im Knitty Kitty Club aufzunehmen. Der scharfsinnige und wortgewandte Kater freut sich auf die neue Herausforderung, doch vor Ort erwartet ihn mehr als gedacht.

 

Die Story und Spielweise von Nine Noir Lives

Cuddles muss sich nicht nur mit übereifrigen Polizisten, sondern sogar einem Mordfall herumschlagen. Niemand geringeres als Edgar Montameeuw, Sohn des Clubbesitzers und gefürchteten Oberhaupts des größten Gangsterklans Bartholomew Montameeuw, wurde mitten im Club ermordet. Cuddles nimmt sofort die Ermittlungen auf, denn als Privatdetektiv sind ihm nicht so sehr die Hände gebunden wie der Polizei, die sich aus den Bandenkriegen heraushalten möchte. Doch war es eine rivalisierende Bande? Oder einer der Angestellten? Oder Mauszilla, eine riesige Maus, gezüchtet von den Kubisten, die an eine würfelförmige Welt glauben?

All diese Möglichkeiten begegnen Cuddles während seinen Befragungen, bei denen eine seltsamer ist als die andere. Mal gilt es, einer russischen Barkatze, die sich der Kunst des Zermahlens zugeschrieben hat und von sich in dem dritten Kater redet, Informationen herauszukitzeln. Ein weiteres Mal führen die Ermittlungen zu einer Katze, die einem Waschbären zum Verwechseln ähnlich sieht. Dabei können Spieler*innen in den Hauptakten Cuddles und in zwei Zwischensequenzen als Tabby spielen. Am Ende müssen beide Charaktere parallel gesteuert werden, um den Fall zu lösen. Wie für Point and Click typisch, gilt es, Objekte anzusehen, damit zu interagieren oder sie einzupacken, um sie später mit anderen zu kombinieren.

Cuddles ist der Privatdetektiv in Nine Noir Lives, der den Mordfall lösen soll.

 

Zum Schnurrhaar, eine Gurkensituation!

An lustigen Begegnungen mangelt es Nine Noir Lives somit definitiv nicht. Jede Katze von Meow Meow Furrington hat ihre eigene Geschichte, die sich glaubhaft in die verrückte Welt einordnet. Alle schnurrenden Charaktere werden überzeugend präsentiert und im Laufe des Spiels ausgearbeitet. Was das Setting noch glaubhafter und komischer macht, sind die zahlreichen Wortspiele und katzenhaften Klischees. Natürlich fluchen Cuddles und Tabby “zum Schnurrhaar!”, wenn etwas schiefgeht. Natürlich gibt es riesige Gurken, die den Katzen Angst machen. Und natürlich gibt es auch die Möglichkeit, alles abzulecken. Wirklich alles. Na gut, fast alles. Es macht zumindest jede Menge Spaß, wenn Cuddles kommentiert, wie ekelhaft ein grüner, schleimiger Wurm schmeckt. Doch um in dem Mordfall voranzukommen, braucht es alle Sinne und vollste Konzentration.

Tabby ist Cuddles Assistentin und kann ebenfalls gespielt werden.

 

Ernster Film Noir trifft auf …

Wie es sich für eine echte Detektivgeschichte im Film Noir-Stil gehört, gibt es schwarz-weiß-Szenen, in denen Cuddles mit kühler, distanzierter Stimme den Auftritt neuer Charaktere kommentiert. Selbstverständlich gibt es da auch die schöne Fremde, die im Knitty Kitty Club arbeitet und irgendwie in dunkle Machenschaften verstrickt ist: Desiree. Hilfesuchend wendet sie sich an Cuddles und klimpert ihn mit ihren tränengefüllten Augen an. Meow Meow Furrington hat eben auch seine finsteren Seiten. Bandenkriege, Morddrohungen und Drogengeschäfte.

Genau davor müsste der große, starke und kluge Katerdetektiv, wie wir ihn aus allen möglichen Filmen kennen, die schöne und mysteriöse Tänzerin Desiree beschützen, obwohl er weiß, dass er sich seine Tatzen an ihr verbrennen wird. Aber Cuddles ist eben kein gewöhnlicher Katerdetektiv. Statt machohafter Sprüche und zurückhaltender Vorsicht, die ihn dann doch nicht vor der verführerischen Katze schützt, glaubt Cuddles an das Gute unter dem Fell und liest Desiree die ganze Nacht aus seinem Lieblingscomic vor. Das macht ihn nicht nur umso liebenswerter und komischer, es ist auch eine willkommene Abwechslung in diesem Genre.

Natürlich kommt aber auch Cuddles nicht ganz ohne Schwarm aus. Sein Herz gehört der etwas älteren und ständig fies dreinschauenden Katze Edna. Sie arbeitet bei der Polizeistation am Empfang und erniedrigt Cuddles so oft wie möglich verbal. Hin und wieder droht sie ihm auch, ihn umzubringen. Doch wie auch sonst sieht Cuddles hier nichts weiter als versteckte Andeutungen auf ihre verborgene Liebe für ihn. Kurzum: Cuddles ist der beste Kater, den man sich vorstellen kann.

Der Noir-Stil ist dem Spiel nicht abzuerkennen. Er passt sich aber gut an die Stimmung an.

 

… Komödie nach Shakespeares Vorbild

Noch viel deutlicher als der namensgebende Film Noir zeigen sich aber die Parallelen zu einer Shakespear’schen Komödie. Die gefährlichsten, rivalisierenden Gangsterklans der Stadt sind die Montameeuws und die Catulets, was schon stark an die Montagues und die Capulets aus Romeo und Julia erinnert. An dasselbe Stück ist sicherlich auch der Name einer Katze namens Tybalt angelehnt. Ein weiterer Kater trägt den Namen Duncan, der in Macbeth vorkommt. Gut, diese Geschichten gehen nicht so gut aus, aber so viel sei gesagt: In Nine Noir Lives gibt es ein Happy End für die Protagonisten.

Aber auch der Aufbau des Spiels erinnert ein wenig an ein Dramenstück mit drei Akten. Im ersten Akt begleiten wird Cuddles Ermittlungen bis zu dem Punkt, wo er den Tatort untersucht hat und auf Bartholomew trifft. Der zweite Akt bringt den Höhepunkt mit der Entdeckung des Verstecks des vermeintlichen Mörders. Im letzten Akt löst sich dann der Konflikt im fulminanten Finale auf. Zwischen diesen drei Hauptakten gibt es jeweils eine Spielsequenz, in denen Tabby Hinweisen nachgeht. Hierbei ermittelt sie nur an einem Ort und sucht nach geeigneten Quellen für ihre Beweise. Ähnlich wie bei Shakespear gibt es dabei auch ein Theaterstück im Stück selbst, dessen Bedeutung erst am Ende aufgelöst wird.

Es steckt somit einiges an brillanter Arbeit in Nine Noir Lives, die es wert ist, gespielt zu werden. Die Entwickler haben bekannte Genremuster aufgenommen und in eine modernere Fassung voller Katzen umgewandelt. Die Rätsel, die es bei den Ermittlungen zu finden gibt, sind dabei in ihrer Weltstruktur logisch, aber auch herausfordernd. Die Katzen und Kater haben alle wundervolle Eigenarten und auch die Synchronisation macht an den meisten Stellen richtig Freude. Sowohl inhaltlich als auch in der Umsetzung sind viele Dialoge richtig stark produziert und mitreißend. Der Titel ist ein guter Genretitel mit Eigencharakter.

Tybalt ist einer der Charaktere, der das Theater in Nine Noir Lives mit einbringt.

 

Shakespeare in Love
  • Gwyneth Paltrow, Joseph Fiennes, Geoffrey Rush (Schauspieler)
  • John Madden (Regisseur) - Marc Norman (Autor) - Bob Weinstein (Produzent)
  • Zielgruppen-Bewertung: Nicht geprüft

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  • Nine Noir Lives – Test zum schnurrtastischen Detektivabenteuer
    Fazit zu Nine Noir Lives

    Ich war von Anfang an verliebt in viele Figuren und vor allem den Protagonisten Cuddles. Auch wenn er zunächst nur naiv wirkt, zeigt sich im Laufe des Spiels, dass er Rückgrat besitzt und an den passenden Stellen das Richtige zu sagen weiß. Die Geschichte und die Rätsel haben mir deshalb sehr viel Spaß gemacht.

    Ann-Kathrin Günther, Redakteurin

Positiv:

Lustige Charaktere
Liebevolle Protagonisten
Spannende Detektivgeschichte
Überzeugende Rätsel
Sehr viele Katzenklischees
Film Noir im eigenen Stil

Negativ:

Der Storymodus hat nicht wirklich weitergeholfen bei den Rätseln
Gegen Ende hin waren die Übersetzungen weniger ausführlich

Ab in die Sammlung?

Für alle Fans von Detektivabenteuern, Point and Click und natürlich Katzen ein empfehlenswertes Spiel.

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Geschrieben von Ann-Kathrin Günther
braucht kein Buch, sie hat schon eins.

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