NieR Replicant ver.1.22474487139… – Test zum Remaster des Klassikers

NieR Replicant ver.1.22474487139...
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NieR Replicant ver.1.22474487139... (Playstation 4)
  • Entdecke die Wahrheit hinter der Welt von NieR und bereite dich darauf vor, in dieser düsteren, packenden Erzählung alles infrage zu stellen
  • Reise mit einer ungewöhnliche Gruppe Verbündeter durch eine zerstörte Welt, die von Krankheit und monströsen Schrecken geplagt wird
  • Bekämpfe furchteinflößende Gegner mit einer intuitiven, einzigartig anpassbaren Mischung aus Schwertkunst und mächtiger Magie
  • Ein eingängiger Kult-Soundtrack, neu aufgenommen unter der Leitung von NieR:Automata-Komponist Keiichi Okabe

*Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Releasedatum: 23. April 2021

Genre: Action RPG

USK: ab 16 Jahren freigegeben

Publisher: Square Enix

Plattformen: Playstation 4, Playstation 5, Xbox Series, Xbox One, PC

Das erste NieR ist außerhalb Japans im Jahr 2010 eher nur ein Geheimtipp unter RPG Fans gewesen. Die Story war metaphysisch angehaucht, die Steuerung zu träge für das Gameplay und viele verstanden die Story nicht. Dass man irgendwann noch einmal mehr von NieR hören würde, schien unwahrscheinlich. Bis dann NieR Automata erschien und zum Überraschungserfolg wurde. Neben dem actionreichen Gameplay und der guten Story hat die hübsche Protagonistin 2B mit Sicherheit auch nicht geschadet. Anstatt eines Sequels haben wir jetzt aber überraschend ein Remake des Originals in Form von NieR Replicant ver.1.22474487139… bekommen. Ich habe mich in die Ruinen der Zivilisation begeben und berichte euch nun, was die Neufassung zu bieten hat.

 

Nicht neu, aber eine andere Perspektive

In 2010 erschien das Original des Drakenguard Spin-offs in zwei Versionen. Außerhalb Japans hatten wir schlicht NieR mit dem Vater als Hauptfigur. Die andere Version lief in Japan unter dem Namen NieR Gestalt und erzählte die gleiche Geschichte mit dem Bruder als Hauptcharakter. Und genau diese Version haben wir jetzt in NieR Replicant ver.1.22474487139… in einer Überarbeitung erhalten. Die Geschichte startet dabei in einer zerstörten Version der Welt in den 2040er-Jahren. Ruinen, eine mysteriöse Krankheit und seltsame Monster sind alles, was noch existiert. Ihr schlüpft in die Rolle des jungen Bruders, der seine kleine Schwester Yonah beschützt. Das junge Mädchen ist von der Plage befallen, die allen als Black Scrawl bekannt ist.

Während die beiden hungrig in einer Ruine Schutz suchen, werden sie von Horden der Shades genannten Monster überfallen. In seiner Verzweiflung nimmt der Junge die Hilfe des magischen Buches Grimoire Weiss an und gewinnt so magische Fähigkeiten. Die Geschichte macht dann einen Zeitsprung von mehr als 1500 Jahren und wir finden uns mit einer veränderten Welt wieder. Doch unser Hauptcharakter ist seltsamerweise erneut der Junge und seine Schwester ist ebenso hier und ebenfalls krank. Wie das sein kann, ist die große Frage der Story. Auch in dieser Zeit macht ihr im Verlauf der Geschichte wieder die Bekanntschaft von Grimoire Weiss (und sein Name darf nicht abgekürzt werden). Zusammen mit dem sprechenden Buch und magischen Fähigkeiten ausgestattet, versucht ihr es mit noch immer existierenden Shades aufzunehmen, als ihr von einem möglichen Heilmittel für die Krankheit eurer Schwester erfahrt.

Auf eurer Mission macht ihr die Bekanntschaft der harschen Kriegerin Kainé, die nicht nur mit ihren Schwertern, sondern auch verbal ordentlich austeilen kann. Später macht ihre dann noch die Bekanntschaft des jungen Emil, der mit seinen Augen alles in Stein verwandeln kann, das er ansieht. Beide schließen sich eurer Sache an und beide haben ihre eigenen Geheimnisse, die es im Verlauf der Geschichte aufzudecken gilt. Dabei hat die Geschichte ein fundamentales Thema und das ist Perspektive. Daher bietet euch das Spiel auch unterschiedliche Enden, die nach und nach andere Aspekte der Geschichte aufdecken und diese solltet ihr euch daher nicht entgehen lassen. Mir persönlich gefällt die Story heute noch genauso wie damals und das gerade, weil man euch später immer mehr Blickwinkel eröffnet. Allerdings kann der Erzählfluss für manche auch sehr verwirrend sein. Wer also schon mit Automata Probleme hatte, wird die auch hier wieder entdecken.

NieR Replicant ver.1.22474487139...

Euer Held und seine Schwester Yonah.

 

Das Alter zeigt sich deutlich

Auch wenn sich optisch einiges getan hat, das Gameplay verrät das Alter des Spiels sehr deutlich. Auch wenn Automata für seine pfeilschnelle Action bekannt ist und Replicant diesem sehr ähnlich ist, lässt die Neufassung die präzise Steuerung vermissen. Im Grunde bekommt ihr ein Action RPG, das allerdings nur wenig RPG Elemente bietet. Jeder Kill gibt Erfahrungspunkte und jeder Level gibt euch mehr Lebensenergie und ein klein wenig mehr Mana. Darüber hinaus gibt es keine für Rollenspiele typischen Statuswerte. Vielmehr bekommt ihr die meisten Statusboni durch “Worte” und Waffenupgrades. Worte sind dabei Boni, die ihr zufällig durch das Besiegen von Shades erhaltet. Diese bieten mehr Angriffs- und Magiestärke, mehr Erfahrungspunkte etc. und können dann an Waffen, Magie und euren Nahkampffähigkeiten ausgerüstet, um diese zu aktivieren.

Alle Waffen können dabei aber immer nur zwei Worte gleichzeitig ausrüsten, daher solltet ihr bessere Versionen immer nachrüsten. Waffen schaltet ihr entweder durch den Storyfortschritt frei, kauft sie bei Händlern oder bekommt sie als Questbelohnung. Gleiches gilt auch für euch magischen Fähigkeiten, die ihr nach und nach freischaltet. Das Kampfsystem ist dabei recht simpel gehalten. Mit Viereck und Dreieck greift ihr an, wobei ihr die Tasten auch gedrückt halten könnt, um den Angriff aufzuladen. Mit der Kreistaste weicht ihr aus und L2 ist euer Block. An sich funktioniert das Kampfsystem, das hat es damals schon. Aber leider fühlt es sich noch immer etwas träge an, was hautsächlich daran liegt, dass ihr Animationen nicht abbrechen könnt. Das nervige Zielsystem ist dann noch zusätzlich eine Pein. Es passiert so oft, dass ihr ziellos euer Schwert schwingt und der Angriff ins Leere geht. Und wenn ihr dann versucht, euch dem nächsten Gegner zuzuwenden, spult der Junge dann erst noch seine Animation ab, ohne neue Kommandos anzunehmen.

Währenddessen bekommt ihr dann schon eine übergebraten. Ich habe dabei alle möglichen Einstellungen dafür ausprobiert und keine hat daran etwa verbessert. Ein großer Teil der Quests schickt euch von einem Ort zum anderen und wieder zurück, ohne eine Fast Travel Option zu bieten. Wie im Original bekommt ihr später im Verlauf eine Option, um zwischen bestimmten Punkten hin und her zu reisen, allerdings sind nicht alle Gebiete daran angebunden. In der aktuellen Fassung hätte ich mir wirklich gewünscht, ein echtes Fast Travel System zu bekommen. Nebenaktivitäten wie Fischen oder das Kultivieren von Pflanzen sind zwar wieder dabei, aber auch hier gibt es nichts Neues. Außer einem neuen Ende E und dem optischen Upgrade bekommt man also kaum Mehrwert. Insgesamt ist das Gameplay noch immer gut, aber man hätte hier deutlich die Schrauben anziehen können. Automatas hervorragendes Kampfsystem wird hier leider nicht erreicht.

NieR Replicant ver.1.22474487139...

Kainé und Emil werden sich im Verlauf der Story eurer Gruppe anschließen.


 

Optisch ein deutlicher Sprung

Wer damals die Originale gespielt hat, wird sich an den PS3-Ära typischen Sepia-Look erinnern. Auch Titel wie Résistance hatten diesen, sagen wir, speziellen Look. Die Neufassung hingegen sieht NieR Automata sehr ähnlich, was die Qualität betrifft. Animationen sehen deutlich flüssiger aus und endlich stolpert die Bildrate nicht mehr so leidlich vor sich hin, sondern präsentiert sich fast durchweg mit 60 Frames. Das visuelle Upgrade hat dem Spiel wirklich gutgetan. Nahezu unverändert und noch immer spektakulär ist der Soundtrack. Der melancholische Sound passt noch immer hervorragend zur Stimmung des Spiels und der Einsamkeit der Welt. Die englischen Sprecher machen zudem einen erstklassigen Job und Kenner von Nier Automata werden auch ein paar bekannte Stimmen wiedererkennen. Mein Favorit ist dabei der Sprecher von Grimoire Weiss, der mit seinem britischen Akzent genau den Punkt trifft. Deutsche Sprecher gibt es nicht, hier müsst ihr euch mit Untertiteln begnügen.

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NieR Replicant ver.1.22474487139... (Playstation 4)
  • Entdecke die Wahrheit hinter der Welt von NieR und bereite dich darauf vor, in dieser düsteren, packenden Erzählung alles infrage zu stellen
  • Reise mit einer ungewöhnliche Gruppe Verbündeter durch eine zerstörte Welt, die von Krankheit und monströsen Schrecken geplagt wird
  • Bekämpfe furchteinflößende Gegner mit einer intuitiven, einzigartig anpassbaren Mischung aus Schwertkunst und mächtiger Magie
  • Ein eingängiger Kult-Soundtrack, neu aufgenommen unter der Leitung von NieR:Automata-Komponist Keiichi Okabe

*Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Positiv:

Die aufpolierte Optik kann überzeugen und ist deutlich besser als das Original
Die Bildrate ist stabil und weicht nur extrem selten von 60 fps ab
Die Story packt noch immer mit der melancholischen Stimmung
Der Wechsel zwischen normalem Kampf, Top Down, Side Scroller und Text Adventure ist wirklich cool
Der Soundtrack und die englischen Sprecher sind hervorragend

Negativ:

Dem Spiel hätten ein paar Neuerungen wie echtes Fast Travel wirklich nicht geschadet
Das Kampfsystem ist etwas träge und kann nicht mit Automata konkurrieren
[testimonial_slider arrows=”false”][testimonial image_url=”58912″ image_width=”180″ image_height=”180″ name=”Marco Schmandt, Redakteur”]
“Ich habe damals schon beide Versionen des ursprünglichen NieR auf PS3 gespielt und hätte nie gedacht, einmal ein Remake zu sehen. Beide Versionen waren gut, ohne Zweifel, aber nicht massentauglich. Dass es jetzt doch passiert ist, ist dem Erfolg von Automata zu verdanken. Und ich muss sagen, zumindest die optische Neufassung kann sich wirklich sehen lassen. Man könnte fast denken, einen neuen Teil in der Reihe vor sich zu haben. Auch das Gameplay hat eine kleine Auffrischung bekommen, allerdings zeigt sich hier dann doch das Alter des Spiels. Leicht träges Kampfsystem, nervige Vor- und Zurück-Quests und der Mangel an modernen Features wie echter Schnellreisefunktion sind einige Beispiele. Für ein Remaster oder Remake hätte ich mir durchaus etwas mehr erhofft. Ein paar moderne Gimmicks hätten das etwas veraltete Gameplay mit Sicherheit bereichert. Trotz allem ist die Neufassung einen Blick wert für jeden, der Automata mochte und den Start der Reihe verpasst hat. Aber auch wer das Original kennt, sollte sich das neue Ende nicht entgehen lassen.”
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Ab in die Sammlung?

Das optische Remake ist gelungen, während das Gameplay kaum den Titel Remaster verdient. Dennoch ein wirklich gutes RPG, das man sich anschauen sollte. Für NieR Fans sowieso ein Muss.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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