Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königin Remastered – Test zum Ghibli-RPG

Ni No Kuni Der Fluch der Weißen Königin Remastered im Überblick

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Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königin Remastered - [PlayStation 4]
  • Bandai Namco Entertainment
  • Videospiel
  • Deutsch, Englisch

Releasedatum: 20. September 2019

Genre: JRPG

USK: ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: Bandai Namco Entertainment

Plattformen: Playstation 4, Nintendo Switch, PC

Bandai Namco veröffentlichte 2013 hier Ni No Kuni Der Fluch der Weißen Königin und konnte damit bei Spielern und Kritikern gleichermaßen punkten. Die Zusammenarbeit zwischen Level-5 und Studio Ghibli gilt bis heute als ein zeitloser Klassiker. Die rührende Geschichte, tolle Charaktere und eine liebevoll gestaltete Welt machen die Ghibli Magie spielbar. Mit Ni No Kuni Der Fluch der Weißen Königin Remastered gibt es jetzt eine aufgefrischte Version für PC und PS4 sowie einen direkten Port des Originals für die Nintendo Switch. Wir haben uns das Remaster angeschaut und verraten euch, ob der Titel noch immer ein Must Have ist.

 

Die volle Ladung Ghibli Magie

Der junge Oliver lebt allein mit seiner Mutter Ally in Motorville. Zusammen mit seinem besten Freund macht sich Oliver eines Nachts auf zu einem Abenteuer, bei dem sie einen selbst gebauten Rennwagen ausprobieren. Doch es kommt zu einem Unfall und Oliver landet im nahe gelegenen Fluss. Seine Mutter schafft es jedoch, ihn zu retten, doch die Freude währt nicht lange. Ally erleidet einen Herzanfall und stirbt kurz darauf. In seiner Trauer vergießt er viele Tränen, die plötzlich ein Stofftier, ein Geschenk seiner Mutter, zum Leben erwachen und hervor kommt Mr. Drippy. Dieser stellt sich als Großfürst der Feen vor und erzählt Oliver, dass in seiner Welt Gegenstücke zu allen Personen dieser Welt existieren, auch Olivers Mutter. Die große Weise Alice soll die Entsprechung seiner Mutter sein. Doch um sie erreichen zu können, soll Oliver sich Shadar, einem fiesen Magier, stellen. Mr. Drippy glaubt, dass Oliver der Reinherzige ist, den die Prophezeiung als Bezwinger des Bösen vorhergesagt hat. Mit der Aussicht seine geliebte Mutter zu retten, folgt Oliver Mr. Drippy in das Königreich von Ding Dong Dell auf eine magische Reise. Ni No Kuni bietet eine wirklich rührende Geschichte und tolle Charaktere, wie man es von Ghibli Filmen gewöhnt ist. Im Vergleich zum Sequel ist die Story zudem deutlich persönlicher, was euch stärker mit den Geschehnissen im Spiel verbindet.

Ni No Kuni Der Fluch der Weißen Königin Remastered

Mr. Drippy führt Oliver in seine Welt.

 

Mit Zauberstab und Minion Armee

In Sachen Story und Präsentation bleibt kaum Zweifel an der Qualität des Titels. Bereits zum Release des Originals gab es aber schon viele, die nicht ganz so begeistert waren vom eigentlichen Kampfsystem. Die Kämpfe sind ein gewöhnungsbedürftiger Mix aus rundenbasiertem RPG und Action RPG. Ihr könnt euch frei bewegen in der Kampfarena und eure Position entscheidet, ob ihr euer Ziel trefft oder nicht, und genau so umgekehrt. Neben den klassischen Befehlen wie Angriff, Magie oder Items, könnt ihr auch sogenannte Familiars in den Kampf rufen. Diese Wesen sind kleine Monster mit unterschiedlichen Fähigkeiten, die für euch kämpfen. Diese solltet ihr jedoch nicht die ganze Zeit nutzen, da sie sonst ermüden und für den Kampf ausfallen. Im Verlauf könnt ihr zwischen Teammitgliedern und den Familiars wechseln. Das Wechseln zwischen Charakteren ist dabei gerade in späteren Kämpfen recht nervig. Das im Kreis angeordnete Aktionsmenü wirkt zudem extrem träge und unübersichtlich. Es wäre nicht schlecht gewesen, wenn man das User Interface hier ein wenig überarbeitet hätte. Gesundheit und Mana werden in Kämpfen ab und zu von Gegnern in Form kleiner Orbs fallen gelassen, die ihr aufsammeln müsst. Ein goldener Orb gibt euch zudem die Möglichkeit einen besonders starken Angriff auszuführen. Neben euch können sich auch eure Familiars weiterentwickeln und neue Aktionen erlernen. Ein weiteres Problem im Zusammenhang ist der unausgewogene Schwierigkeitsgrad der Kämpfe. Im Kampf mit normalen Monstern könnt ihr schnell denken, ihr seid viel stärker als diese und bereit für den nächsten Boss. Doch genau dieser stampft euch dann einfach in den Boden. Ihr habt recht häufig mit solchen Sprüngen in der Schwierigkeit zu kämpfen, was etwas nervig werden kann. Wenn dann noch eure eigenen Teammitglieder Kämpfe schwerer machen, weil sie mal wieder mitten im Weg stehen, macht es das auch nicht besser. Außerhalb der Hauptstory erwarten euch noch zahlreiche Nebenaufgaben oder optionale Aktivitäten wie ein Casino. Insgesamt steckt aber ein motivierendes RPG in Ni No Kuni, aber das Remaster hätte vielleicht ein paar Sachen verbessern können.

Ni No Kuni Der Fluch der Weißen Königin Remastered

Mit Magie, Schwert und Familiars müsst ihr euch dem Zauberer Shadar stellen.

 

Zeitloser Ghibli Look

In Vorbereitung auf die Review für das Remaster hatte ich mir die PS3 Version noch einmal angeschaut. Im Vergleich mit der Remaster Version kann man nur sagen, dass es recht schwer ist Unterschiede zu erkennen. Das ist aber ein dickes Kompliment an die alten Versionen, denn diese sahen schon damals richtig gut aus. Der simple, farbenfrohe Ghibli Stil sieht einfach immer gut aus. Schaut man aber etwas genauer hin, fällt einem die etwas aufpolierte Optik auf. Neben der Optik ist aber die englische Vertonung mein persönliches Highlight. Die vielen unterschiedlichen Akzente geben den Charakteren einen persönlichen Touch und insbesondere Mr. Drippy ist exzellent vertont.

Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königin Remastered - [PlayStation 4]
  • Bandai Namco Entertainment
  • Videospiel
  • Deutsch, Englisch

 

Positiv:

Rührende Story mit viel Herz und Charme
Exzellente Ghibli Optik mit ausgezeichneter Vertonung in Englisch
Bosse erfordern Taktik und gute Vorbereitung

Negativ:

Kampfsystem und Interface hätte Verbesserungen gebrauchen können
Die KI eurer Teammitglieder macht euch manchmal das Leben schwer
  • Ni no Kuni: Der Fluch der Weißen Königin Remastered
    “Schon damals war das Level-5 und Ghibli Crossover ein Hit und daran hat sich nichts geändert. Ni No Kuni Der Fluch der Weißen Königin Remastered in seiner aufpolierten Version kann erneut deutlich machen, wie zeitlos dieser Titel ist. Die Ghibli Inspiration mit dem bekannten Look und einer zauberhaften Story, machen das JRPG zu einem Muss für Fans. Das Gameplay bietet dabei einen guten Mix zwischen klassischem RPG und Action Aspekten. Und die englischen Sprecher machen hier einen absolut fantastischen Job. Wer Ni No Kuni damals verpasst hat, sollte sich den überarbeiteten Titel diesmal nicht entgehen lassen. “
    Marco Schmandt, Redakteur

Ab in die Sammlung?

In der Remaster Version ist Ni No Kuni Der Fluch der Weißen Königin Remastered auch wieder eine klare Empfehlung wert.

Marco Schmandt
Geschrieben von
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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