Netgear Nighthawk S8000 – Test des Gaming- und Medien-Switch

Wer kennt es nicht: Der Router hat in der Regel nur maximal vier LAN-Ports, im Haushalt befinden sich aber mindestens fünf bis sechs Endgeräte, die gerne eine direkte Verbindung zum Internet haben möchten. Für dieses Problem schaffen Switches natürlich Abhilfe. Doch wer das Internet nicht nur zum Surfen benutzt, der braucht auch einen leistungsstarken Verteiler an seine Endgeräte. Aus diesem Grund haben wir uns mal den Netgear Nighthawk S8000 genauer angeschaut. Ob es die knapp 100€ wert sind, verraten wir im Test.

 

Raumschiff S8000

Bereits beim genaueren Anschauen der Verpackung fiel direkt auf, dass der S8000 von der Qualität her sehr hochwertig daherkommt. Netgear hat dem Switch ein starkes Metallgehäuse verliehen, welches vom Design ziemlich futuristisch und hochwertig aussieht. Man mag meinen, dass er aus einem Star Wars-Film stammt. Dazu trägt auch die auf der Oberfläche befindliche LED einen großen Teil bei (diese kann per Knopfdruck auch ausgeschaltet werden). Diese zeigt nämlich an, wenn der Nighthawk mit Strom versorgt wurde und welche Ports eine Verbindung haben. Im Lieferumfang enthalten sind zusätzlich noch ein paar Anleitungen, die aber nicht weiter benötigt werden. Schließlich ist die Ersteinrichtung selbsterklärend. Dazu aber gleich noch ein paar Worte mehr. Das Gerät macht auch auf dem Schreibtisch optisch eine Menge her. Wer möchte, kann alternativ auch die Wand zum Befestigen nutzen. Hier muss aber auch auf das sehr hohe Gewicht von ca. 750 Gramm geachtet werden. Der Switch kann dadurch fest auf dem Tisch liegen und kann selbst beim Ein- und Ausstecken der LAN-Kabel nicht mehr bewegt werden. Dafür sorgt zusätzlich eine Gummierung unterhalb des Switches. Die insgesamt acht Anschlüsse werden von sieben Endgeräten plus Router genutzt. Demnach sollte es für jeden Gamer genug Möglichkeiten geben, alle seine Geräte anzuschließen und mit ausreichend Internet zu versorgen.

 

Du bestimmst die Leistung

Die Installation des S8000s ist kinderleicht. Einfach das Netzteil hereinstecken, Router mit dem LAN-Kabel an Position 1 der Anschlüsse verbinden und die gewünschten Endgeräte an die weiteren sieben anschließen. Dank Plug & Play benötigt man keinerlei technisches Wissen beim Installieren von Treibern oder Einstellungen. Egal ob eine PlayStation 4, einen TV-Receiver, Smart-TV oder PC, alle Geräte sind direkt im eigenen Netzwerk verbunden und damit betriebsbereit. Doch was ist nun das Besondere an dem 100-Euro-Switch? Dank einer entsprechenden Software, die sowohl am Desktop als auch am Smartphone bedient werden kann, können alle einzelnen Ports individuell personalisiert werden. Dies bedeutet im Betrieb, dass man die maximale Datenrate von 1 GBit auf 4 GBit pro Sekunde switchen kann. Voraussetzung ist natürlich, dass die entsprechende Infrastruktur für die Datenleitung gegeben ist. Der Switch macht das Internet durch die Zusammenlegung der Ports natürlich nicht schneller. Wer mehrere Geräte im Netzwerk nutzt, kann diese priorisieren. Ein einzelner Gigabit-LAN-Anschluss kommt auf knappe 120 MB/s, welche durch die Link Aggregation dann auf über 480 MB/s beschleunigt werden kann. Als Beispiel: Der NAS-Speicher soll einen höheren Datenfluss bekommen, anstatt der Smart-TV, da regelmäßig ein Backup auf den Server geladen wird. Oder aber die PlayStation 4 bekommt die Priorität, da sie nachts automatische Updates herunterlädt und dafür am meisten Power benötigt.

 

Positiv:

Futuristischer Look mit blauer LED-Funktion
Hohes Gewicht für Stabilität auf dem Schreibtisch
Link Aggregation sorgt für lagfreies Streamen und Zocken
Priorisierbare LAN-Ports inkl. Zusammenlegung der Geschwindigkeiten
Plug & Play ohne weitere Einstellungen

Negativ:

Hoher Anschaffungspreis
  • Test-Netgear-S8000-NAT-Games
    “Ein futuristisches Design, ein gutes Gewicht und sieben Anschlussmöglichkeiten für die verschiedensten Endgeräte lassen den Nighthawk S8000 aufs Treppchen steigen. Ein wichtiges Argument dürfte vor allem die geringe Verzögerung für die angeschlossenen Teilnehmer im Netzwerk sein. Dies ist auch für VR- und Streaming-Anwendungen ein wichtiger Faktor. Wer einen aktuellen Switch sucht, welcher mit Link Aggregation zukunftsorientiert und ohne Lags arbeitet, der kommt um den S8000 nicht drum herum. Durch die priorisierbaren LAN-Ports ist es zudem möglich, bestimmten Geräten einen höheren Datenfluss zu gewährleisten. Und genau das ist es doch, was wir Gamer uns für die Konsolen wünschen.”
    Tobias Liesenhoff, Chefredakteur

Ab in die Sammlung?

Wer einen neuen Switch sucht, viele Endgeräte mit LAN-Anschluss im Haus hat, sollte ein paar Euros mehr in die Hand nehmen und direkt zum Nighthawk S8000 greifen.

Tobias Liesenhoff
Geschrieben von
ist bereit für neue Herausforderungen in 2019.

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