NEO: The World Ends with You

Test zum Spiel der Reaper 2.0

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NEO: The World Ends with You (Nintendo Switch)
  • Die langersehnte Fortsetzung von The World Ends with You ist endlich da!
  • Tauche in ein lebhaft illustriertes Shibuya ein, das mit Stil, Musik und Monstern zum Leben erwacht
  • Sammle und setze hunderte Psych-Fähigkeiten ein, um gegen surreale Bedrohungen zu bestehen
  • Untersuche die Welt um dich herum und schlage das Spiel der Reaper, um zu überleben
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

*Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

Releasedatum: 27. Juli 2021

Genre: Action, JRPG

USK: Ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: Square Enix

Plattformen: Nintendo Switch, PlayStation 4

Was lange währt, wird endlich gut – 14 Jahre nach dem ersten Teil erblickt mit NEO: The World Ends with You, das Sequel zum fast gleichnamigen ersten Teil, das Licht der Welt. Dabei knüpft NEO zwar an der Geschichte des Vorgängers an, diesen muss man jedoch nicht gespielt haben, um die Geschehnisse des Neulings zu verstehen. Wir haben das Spektakel für euch unter die Lupe genommen und uns dem Groove im Kampf gegen die Noise hingegeben. Warum uns das Spiel so viel Spaß gemacht hat? Nun, lest selbst…

 

Willkommen (zurück) im Spiel der Reaper

Wie auch im ersten Teil findet ihr euch im geheimnisvollen Spiel der Reaper wieder, welches ihr aus mysteriösen Gründen gezwungen seid zuende zu spielen. Ihr schlüpft in die Rolle von Rindo, der an der Seite seines besten Freundes Fret in das Spiel gerät. Auch hier spielt sich das Geschehen wieder in Shibuya ab. Als die “Wicked Twisters” ringt ihr gegen die anderen Teams des Spiels um die Vorherrschaft, indem ihr sieben Tage lang verschiedenste Missionen erfüllt und dabei Punkte sammelt. Immer wieder wird Rindo von seltsamen Visionen geplagt, die mehr und mehr, je weiter ihr voranschreitet, Geheimnisse lüften, deren Ausmaß die beiden Jungs niemals hätten erahnen können. Es liegt in eurer Hand, die Reaper in ihrem Spiel zu schlagen, denn nicht nur euer Leben hängt davon ab.

Die Geschichte wird stilvoll in comicartigen Panels und Handyverläufen erzählt, welche zum Teil sogar voll vertont sind. Ab und an werden auch während des Spiels Sprechblasen eingeblendet, während die Charaktere sich auf ihrem Weg unterhalten oder am Wegesrand etwas aufgeschnappt wird. In seltenen Fällen kommen aber auch komplett animierte Szenen vor, vor allem dann, wenn es besonders spannend wird. Kenner des ersten Teils können sich vor allem auf ein Wiedersehen mit alten Bekannten freuen und werden sicherlich den ein oder anderen Bewohner Shibuyas wiedererkennen.

Mit viel metaphorischer Tiefe, aber auch zwei guten Prisen Witz, schlagt ihr euch durch das liebevoll detaillreich inszenierte Shibuya, welches, wie bereits im ersten Teil, ikonische Bauten und Sehenswürdigkeiten aus dem echten Shibuya innehat. Die sympathischen Charaktere sind allesamt so authentisch, wie sie in japanischen Spielen nun mal sein können und schaffen es jederzeit auch emotional mitzureißen. Dazu tun vor allem auch die ausgezeichnete englische sowie japanische Sprachausgabe ihren Teil. Zwar mag es der deutschen Textausgabe nicht gelingen, den englischen Witz einzufangen, so schafft sie es allerdings unglaublich gut ihre eigenen zu kreieren, sodass auch deutschsprachige Fans hier nicht auf den Humor verzichten müssen.

 

NEO: The World Ends with You

Das Spiel der Reaper birgt allerhand Tücken und Gefahren.


 

Täglich grüßt Shibuya

Jeder Tag beziehungsweise jedes Kapitel beginnt mit einer neuen Hauptmission und einige Nebenmissionen. Diese könnt ihr jederzeit in euren “mentalen Notizen” mit allen bisher gesammelten Informationen und Vorgehensschritten einsehen. Solltet ihr Probleme haben die Nebenaufgaben zu finden, gibt ein Blick auf das Gedankenfeld mit den jeweiligen Fragezeichen einen Hinweis, in welchem Gebiet sich diese befindet. Ebenso könnt ihr je nach Kapitel nur bestimmte Bereiche von Shibuya betreten und das oft auch nur, wenn ihr zuvor eine Aufgabe bei dem jeweiligen Reaper, der euch den Weg versperrt, erfüllt. Einmal mit ihnen gesprochen, könnt ihr auch ihre Anforderungen in den mentalen Notizen nachlesen.

Neben den Notizen befindet sich in dem übersichtlichen Menü auch eine Karte, auf der ihr euch die jeweiligen Gebiete ansehen könnt. Dort seht ihr auch, welche Noise in den Abschnitten auf euch warten, ob sich dort Nebenquests befinden, welche Läden und Restaurants dort zu finden sind, ob diese neue Waren führen, und und und. Sucht ihr einmal nach einem bestimmten Ausrüstungsstück oder einer bestimmten Noise, ist das Archiv euer Freund. Dort könnt ihr alle zahlreichen sammelbaren Gegenstände oder Informationen, die ihr sucht, einsehen.

Im Gegensatz zu seinem Vorgänger erlebt ihr NEO in 3D-Perspektive und könnt Shibuya somit auf eine völlig neue Art erkunden. Auch das Scannen findet wieder seinen Platz im Spiel und so könnt ihr zahlreichen Passanten in die Gedanken spähen. Auch das Einflüstern, also das gezielte Manipulieren der Gedanken der Nicht-Spieler, dürfte Kennern des Vorgängers bekannt vorkommen. Allerdings bleibt es dieses Mal nicht bei diesen beiden Nutzungsmöglichkeiten und so gibt es bei NEO noch einige weitere, wirklich coole Möglichkeiten mit der Umwelt zu interagieren. Diese wollen wir euch an dieser Stelle jedoch aus Spoilergründen leider vorenthalten.

 

NEO: The World Ends with You

Werft einen Blick in die mentalen Notizen, wenn ihr nicht weiterwisst.


 

Pins, Noise & fesche Beats

Wie auch im ersten Teil spielen Pins, insbesondere der Spieler-Pin, eine entscheidende und besondere Rolle. Denn diese bilden die Grundlage für euren Kampf gegen die rätselhaften Noise – animalische, düstere Kreaturen, deren Ziel es ist euch auszulöschen und an der Erfüllung eurer Missionen zu hindern. Jeder Pin birgt eine einzigartige und spezielle Fähigkeit, auf die sein Träger im Kampf zugreifen kann. Bei über 300 Pins kommt da einiges zusammen. Pro Teammitglied könnt ihr allerdings jeweils nur einen einzigen Pins für die bevorstehenden Kämpfe zeitgleich auswählen, deshalb ist hier kluges Kombinieren und weises Wählen gefragt. Im späteren Verlauf ist es euch auch möglich mehr als ein Pin-Set zu speichern. Jedem Pin ist ebenso eine Taste zugeteilt, die ihr im Kampf entweder tippen, halten oder halten und loslassen müsst. Mit guter Kombination eurer Pins erhöht ihr im Kampf euren sogenannten Groove, mit welchem ihr ab einer gewissen Prozentanzahl starke Spezialangriffe starten könnt.

So steuert ihr immer den Charakter, dessen Pin ihr gerade verwendet. Das ist gerade zu Anfang etwas verwirrend, wenn man sich noch nicht daran gewöhnt hat und beim Ausweichen auf den falschen Charakter schaut. Allerdings hat man das auch sehr schnell raus, sodass das häufige Wechseln kaum mehr auffällt. Am Ende eines jeden Kampfes blüht euch eine Zusammenfassung in Form einer Wertung und vergebenen Punkten, die quasi als Erfahrungspunkte eure Pins und euch selbst leveln. Um die Fundrate von Pins zu erhöhen, könnt ihr jederzeit euren eigenen Level heruntersetzen. Während eurer Reise trefft ihr auf verschiedene Arten von Kämpfen, von denen eine Art weitaus kniffliger ist als die anderen. Hier könnte es sich für den ein oder anderen lohnen, etwas mit der Levelskalierung zu spielen und im Zweifel vielleicht doch lieber auf etwaige Pins zu verzichten oder im Vorhinein noch etwas zu leveln. Ansonsten kommt man auf normalem Schwierigkeitsgrad auch ganz gut ohne zusätzliches Grinden zurecht und kann mit etwas Gefühl für die Kämpfe und Pins sehr gut die Geschichte einfach genießen, ohne, dass die Kämpfe zu schwer werden.

Begleitet wird das Ganze wieder vom gelungenen, vielseitigen Soundtrack aus der Feder von Takeharu Ishimoto, welcher schon den OST für den ersten Teil geschrieben hatte. Die mitreißenden Beats bestehen dieses Mal jedoch nicht größtenteils aus dem Elektrogenre, sondern beinhalten beispielsweise auch einige Rock-, Punk- und Metal-Songs. Dabei bleibt jedoch trotzdem der grundsätzliche Flair des Spiels erhalten und so spielt auch hier die Musik, wie bereits im Vorgänger, eine große Rolle.

 

NEO: The World Ends with You

Am Ende eines jeden Kampfes erhaltet ihr eine detaillierte Wertung und Erfahrungspunkte.


 

Shoppen und Schlemmen

Wer den ersten Teil kennt, weiß: Da kommt noch was. Denn ein wesentlicher Teil des Vorgängers zum Verbessern eurer Werte findet auch hier wieder seinen Platz. Zum einen könnt ihr eure Statuswerte mit stylischer Kleidung aufbessern. Diese erhaltet ihr in den ansässigen Läden, allerdings ändern sie nicht das Aussehen der Charaktere. Dennoch lohnt es sich auf die einzelnen Marken der Kleidungsstücke zu achten, denn wer aufmerksam ist, bemerkt schnell, dass auch die Pins zu den verschiedenen Marken gehören. Auch hier lohnt es sich klug zu kombinieren. Dann und wann haben manche Läden auch Pins für euch in petto, weshalb es sinnvoll ist, immer mal wieder nachzuschauen. Je öfter ihr in einzelnen Läden einkauft, desto höher steigt dort euer VIP-Rang und damit auch das zugängliche Sortiment.

Ähnlich verhält es sich mit den Restaurants. Hier könnt ihr nach Herzenslust mampfen, um eure Werte dauerhaft zu erhöhen. Dabei lohnt es sich drauf zu achten, welche Reaktion die einzelnen Charaktere zeigen, wenn ihr ihnen ein Gericht zuweist. Je besser es ihnen schmeckt, desto eher erhalten sie bei den Werten einen zusätzlichen Boost. Besucht ihr ein Lokal, müssen alle Charaktere etwas bestellen und ihr könnt nur so viel bestellen, bis eure Kalorienanzeige voll ist.

Eine weitere Möglichkeit sich zu verbessern oder neue Funktionen freizuschalten ist das “soziale Netzwerk”. Hier könnt ihr, sobald ihr jemanden getroffen habt, Freundschaftspunkte investieren, um bestimmte Vorteile zu erwerben. Diese Punkte erlangt ihr durch das erfüllen von Missionen oder indem ihr den Bewohnern Shibuyas behilflich seid.

 

NEO: The World Ends with You

Wer modebewusst durch Shibuya zieht, kommt weiter.


 

Eine einwandfreie Symphonie?

Wie ihr merkt, gibt es hier nicht viel zu meckern. Technisch gesehen funktioniert hier alles wirklich gut und flüssig. Es gibt auch bei großen Effektfeuerwerken keine Ruckler, keine Bugs machen einem das Leben schwer und sogar Tipp- oder Übersetzungsfehler sind kaum zu finden. Also durchweg wirklich alles super?

Jaein. Natürlich kann man hier auch auf hohem Niveau meckern. Zum einen stört es etwas, dass manche Kleidungsstücke einen immens hohen Wert an Style benötigen, um ihre Fähigkeit zu aktivieren. Jedoch erreicht man diese Werte nur, wenn man die Mahlzeiten gut plant oder viel zwischendurch kämpft, um auch wieder viel essen zu können. Zum anderen, und das hat mich teilweise wirklich etwas rausgerissen, ist es schade, dass das sonst so unglaublich detaillierte und liebevoll gestaltete Design der Charaktere quasi null und nichtig wird, sobald es um einige Nebencharaktere geht, die dann einfach alle fast gleich aussehen. Da wird einem während des Spielens schon fast klar, was mit diesen Figuren geplant ist und das ist wirklich etwas schade.

Hier könnte man argumentieren, dass die, die sich so extrem ähneln, ja zu denselben Teams gehören, aber selbst dann ist es schon etwas schade. Allerdings ist das ein sehr subjektives Empfinden und auch nur Meckern auf einem astronomisch hohem Niveau.

Angebot
NEO: The World Ends with You (Nintendo Switch)
  • Die langersehnte Fortsetzung von The World Ends with You ist endlich da!
  • Tauche in ein lebhaft illustriertes Shibuya ein, das mit Stil, Musik und Monstern zum Leben erwacht
  • Sammle und setze hunderte Psych-Fähigkeiten ein, um gegen surreale Bedrohungen zu bestehen
  • Untersuche die Welt um dich herum und schlage das Spiel der Reaper, um zu überleben
  • Zielgruppen-Bewertung: Freigegeben ab 12 Jahren

*Die Amazon-Links sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du auf so einen Affiliate-Link klickst und über diesen Link einkaufst, bekommt die Redaktion von dem betreffenden Online-Shop oder Anbieter eine Provision. Für dich verändert sich der Preis nicht.

  • NEO: The World Ends with You
    Fazit zu NEO: The World Ends with You

    Nach knapp über 75 Spielstunden kann ich wohl mit Fug und Recht behaupten: NEO macht einfach Spaß! Die Story, die Charaktere, der Soundtrack, das Setting – einfach alles ist stimmig in diesem überaus gut gelungenen Sequel eines wirklich ikonischen Erstteils. NEO macht vieles neu ohne den Flair und die einzigartigen Eigenschaften seines Vorgänger zu zerstören oder allzu sehr zu verändern. Der Soundtrack ist wieder grandios und läuft bei mir seitdem rauf und runter. Allein dafür und natürlich für die geniale Story, die Charaktere und – ach ihr wisst das doch schon! Es lohnt sich auf jeden Fall, sich dieses famose Sequel zu Gemüte zu führen, gerade wenn man den ersten Teil schon geliebt hat.

    Alexander Schürlein, Teamleiter

 

Positiv:

Tiefgreifende Story und sympathische Charaktere, die einfach durchweg mitreißen
Kann ebenso als eigenständiger Teil gespielt werden, wie auch als gelungene Fortsetzung des ersten Teils
Die 3D-Perspekte und die Neuerungen gegenüber dem Vorgänger bringen frischen Wind in das Franchise
Kampfsystem bietet durch übermäßige Vielfalt für jeden Spieltypen etwas
Soundtrack wieder einmal 1+ mit Sternchen - atmosphärisch, mitreißend, peppig
Liebevolle Details an (fast) jeder Ecke

Negativ:

Unterschied der Schwierigkeit mancher Kämpfe teilweise etwas holprig
Nötiger Style für manche Klamotten ohne genauere Planung etwas schwer zu erreichen
Aussehen mancher Nebencharaktere oft recycled - etwas schade in Anbetracht der sonstigen Detailliebe

Ab in die Sammlung?

Ja, ja und ja! Wenn ihr Spiele mit gutem Storytelling und Gameplay der etwas anderen Art schätzt, holt es euch!

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10
Geschrieben von Alexander Schürlein
kämpft als Krieger des Lichts für Eorzea.

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