Need for Speed: Payback – Test zum Action-Rennspektakel

In der Wüste geht wieder einiges ab. Wilde Verfolgungsjagden mit allerhand PS-Monstern in der Stadt, auf dem Highway und neuerdings auch Offroad. Need for Speed: Payback ist da und verspricht den Fans der Reihe so einiges. Ob es auch hält was es verspricht, lest ihr hier.

 

Der Roadtrip beginnt

Wir starten unser Abenteuer in einer Wüstenstadt namens Fortune Valley. Mit seinen schillernden Lichtern und Casinos erinnert diese fiktive Glücksspielmetropole stark an Las Vegas. Wir schlüpfen in die Rolle von Tyler „Ty“ Morgan und sollen zusammen mit unserer Crew einen Raubzug starten. Ziel ist der Koenigsegg Regera des Casino Moguls Marcus Weir. Irgendwie gelingt es dem Protagonisten die Gunst von Marcus Weir zu erlangen und so heuert er ihn kurzerhand als Rennfahrer für ein illegales Straßenrennen an. Die Wetteinsätze sind gemacht und es sieht gar nicht schlecht aus für uns. Doch wir verfolgen einen anderen Plan. Wir krallen uns den Koenigsegg Regera und flüchten mit ihm in einer herrlich actiongeladenen Fluchtsequenz. Alles verläuft nach Plan und wir können das Auto unbeschadet entwenden. Doch wie es der Zufall will gibt es Komplikationen. Wir werden übers Ohr gehauen und müssen zusehen, wie wir das Auto und unsere Würde verlieren. Zu allem Überfluss werden wir noch von Marcus Weir geschnappt. Doch anstatt uns hinter Schloss und Riegel zu bringen, bietet er uns einen Deal an, den wir nicht abschlagen können. Wir sollen für ihn arbeiten, um Gelegenheit zu bekommen, uns zu rächen und ihm sein Auto zurück zu holen. Wir erleben einen Zeitsprung. Sechs Monate sind vergangen. Wir haben den Kontakt zu unseren Freunden abgebrochen, sind untergetaucht und arbeiten jetzt als Handlanger von Marcus Weir. Doch dieser hat schwerwiegende Probleme. Kurz bevor das Rennen startet erhalten wir die Anweisung nicht als erster durch die Ziellinie zu fahren, da ein andere Fahrer für den Sieg bestimmt ist.

Die Spielwelt ist schön gestaltet und die Grafik macht auf den ersten Blick einiges her.

 

Die Rache ist Mein!

Jedoch gewinnen wir das Rennen und machen auf uns aufmerksam. Doch leider fliegen wir damit auch auf. Denn als wir nach einem harten Tag wieder nach Hause kommen, erwartet uns eine böse Überraschung. Unser Zuhause wird in die Luft gejagt und das Auto wird geklaut. Dadurch wird unsere Wut aufs Neue entfacht und der Durst nach Rache ist größer denn je. Es wird höchste Zeit, unsere alten Freunde wieder zu besuchen und die Crew zusammen zu führen. Der erste, den wir kontaktieren, ist Sean „Mac“ McAllister. Er war früher die gute Seele der Crew und freut sich riesig, wieder was von uns zu hören. Schnell können wir Mac für unsere Sache gewinnen. Er hilft uns dabei, Jess Miller zu überreden, was letztendlich auch gelingt. Sie ist der Kopf der Crew und ein Profi, wenn es darum geht, schnell aus brenzligen Situationen zu entkommen. Zusammen suchen wir nun unseren alten Freund Ravindra “Rav” Chaudhry auf. Er ist der Techniker im Team. Zwar ist er von der Sache nicht begeistert, jedoch lässt er uns in seiner Garage einquartieren, wo wir fortan unsere Autos tunen, lackieren und einstellen können. Von nun an gilt nur noch ein Ziel. Am Outlaw’s Rusch, dem größten und teuersten Rennen in Fortune City teilnehmen und damit das House zu Fall zu bringen. Doch wir haben eine nicht zu unterschätzende Gegenspielerin. Unsere alte Freundin Lina Navarro. Sie arbeitet für das House und hat uns vor 6 Monaten an die kriminelle Organisation verraten.

Ein ungleiches Duell. Obwohl der Land Rover auch überraschen kann.

 

The Boys (and Girl) are back in Town

Hier beginnt unser Abenteuer. Mit Hilfe unserer beiden Freunde Jess und Mac können wir die verschiedenen Rennen in und um Fortune City meistern und uns so hoch arbeiten und Geld verdienen. Denn ohne Moos ist nichts los. Nach und nach fahren wir verschiedene Rennen, um Geld zu verdienen. Angefangen in der Amateurklasse. Mit dem Geld, was wir uns erarbeitet haben, tunen wir unseren ersten Wagen. Diesen haben wir von Rav erhalten und können ihn nach Herzenslust tunen und individualisieren. Vorausgesetzt unser Portemonnaie spielt mit. Nun haben wir unser erstes Auto und können voll durchstarten. Doch es bleibt nicht bei einem. Die verschiedenen Rennklassen in Need for Speed Payback erfordern auch ganz bestimmte Vehikel. Unser zweiter Wagen wird ein Offroader für unseren Freund Mac. Wir begeben uns also zum nächste Autohändler und erblicken dort auch prompt die absolute Offroad Maschine: einen Land Rover Defender! Zum Glück reicht unser Budget aus. Frisch in der Garage angekommen, nehmen wir erstmal ein paar optische Veränderungen an unserem neuen Gefährt vor. Das geht mit ein bisschen Übung leicht von der Hand. Nun suchen wir uns die erste Offroad Challenge und fahren mit. Damit haben wir eine Questreihe angefangen, die uns nach einem erfolgreichem Abschluss neben dem Storyfortschritt auch noch zu unserem ersten Wrackteil führt. Haben wir das erste Teil gefunden, erhalten wir Hinweise, wo die anderen vier Teile sind. Wenn wir alle Teile zusammen haben, dürfen wir uns in der Garage ein neues Auto zusammen bauen. Natürlich steht es uns frei, für welche Disziplin der Bolide festgelegt wird. Doch die Auswahl sollte mit Bedacht erfolgen. Einmal ausgewählt, lässt sich die Klasse nicht mehr ändern.

Die Wahl unseres ersten Autos fällt auf diesen Buick Grand National GNX. Es stehen noch ein 1er Golf GTI, sowie ein Honda S2000 zur Auswahl.

 

On the Road again

Je weiter wir in der Story kommen, desto mehr Fahrzeuge haben wir. Auch steigen wir und unsere Boliden stetig in der Stufe. Unser Spielerlevel wird mit der sogenannten REP (Reputation) angezeigt. Tunen können wir unser Auto in 6 verschiedenen Kategorien. Kopf, Block, Steuergerät, Turbo, Auspuff und Getriebe lassen sich verbessern. Und zwar in Form von sogenannten Tuning Karten. Diese können wir entweder nach einem erfolgreich beendeten Rennen bekommen oder wir kaufen sie uns im Tuningshop. Wobei beide Varianten mit viel Glück verbunden sind. Nach einem Rennen können wir uns eine von dreien solcher Karten aussuchen. Diese sind natürlich verdeckt. Auch das Angebot bei den verschiedenen Shops ist eher Glücksache, da es im 30 Minuten Takt zufällig wechselt. Hier wäre es schön, wenn man das Tuning etwas statischer angelegt hätte, denn die Sache mit den Tuning Karten gestaltet sich teilweise ziemlich schwierig und langatmig, da man schon Glück braucht, um die besten Karten abzugreifen. Das ganze wird noch unnötig verkompliziert, da es noch verschiedene Tuning Hersteller gibt. Hat man mindestens drei Tuning Karten des selben Herstellers im Einsatz, so bekommt man noch bestimmte Boni obendrauf. Das führt im Endgame leider schnell zum eintönigen, häufigen wiederholen derselben Events. Nur so erreicht man die Maximalstufe von 399 für sein Auto.

Beim Tuning spielt Glück eine tragende Rolle.

 

Der Quell der Inspiration und die Technik dahinter

Bei Need for Speed Payback handelt es sich mittlerweile um den 24ten Teil der Rennsport-Reihe. Seit Need for Speed Underground, dem siebten Teil der Reihe, wird eine Story mit eingebaut. Diese orientiert sich mal mehr, mal weniger an der Filmreihe The Fast an the Furious. So auch im aktuellen Ableger. Die Missionen sind meist sehr actionlastig und vollgestopft mit gescripteten Situationen. Das ist zwar recht schick und macht anfangs auch Laune, jedoch ist die Gestaltung dieser Missionen teilweise etwas eintönig und simpel. Man fühlt sich mit der Zeit wie in einem Film, denn leider hat man während dieser Missionen wenig Entscheidungsfreiraum. Die Grafik ist in den meisten Fällen schön anzusehen. Nur die Charaktere wirken in den Cutscenes etwas hölzern. Das lässt sie neben der schwachen Präsentation etwas stereotypisch wirken. Die Steuerung der Autos ist ganz in Ordnung. Nur leider sind die Einstellmöglichkeiten, welche die Lenkung, das Fahrwerk und das Ansprechverhalten angehen, nur sehr schwach ausgeprägt. Man merkt einfach nicht viel Unterschied. Während wir so durch die Gegend in und um Fortune Valley cruisen, fällt uns auf, das es recht wenig Verkehr gibt. Die Stadt wirkt Vielerorts wie ausgestorben. Da helfen auch kleinere Easter Eggs, wie zum Beispiel ein abgestürztes UFO inmitten der Wüste, nicht weiter. Bei den Rennen ist das voll in Ordnung. Jedoch vermisst man den Verkehr ein wenig im freien Spiel. Auch die teilweise langen Ladezeiten sind nervig. Vor allem, wenn das Spiel beginnt und einige Texturen noch aufgebaut werden müssen. Das muss nicht sein. Auch der ein oder andere Bug hat sich schon bemerkbar gemacht. Jedoch ist das zu vernachlässigen. Beim Sound wurde leider auch gespart. Die Autos klingen zwar ganz gut, doch der Soundtrack ist bei weitem kein Ohrwurmgarant wie seiner Zeit bei Need for Speed Underground 2. Hier hätte man noch einige Pluspunkte einheimsen können.

 

Positiv:

Große Spielwelt
Schöne Grafik
Große Auswahl an Autos und verschiedenen Klassen
Das Individualisieren motiviert und macht Spaß

Negativ:

Etwas lange Ladezeiten
Tuningsystem leider eher mit Glücksspiel zu vergleichen
Einige Bugs und nicht fertig geladene Texturen
Gegend wirkt teilweise wie ausgestorben
  • Need for Speed: Payback – Test zum Action-Rennspektakel
    “Need for Speed Payback erzählt eine filmreife Geschichte. Doch leider wurde im gesamten sehr viel Potenzial in fast allen Bereichen verschenkt. Auch wenn die Spielwelt schön gestaltet ist, wirkt sie manchmal wie ausgestorben. Das Tuningsystem ist sehr vom Glück abhängig, die Missionen etwas eintönig, die einzelnen Charaktere sehr blass und stereotypisch. Das wirkt sich natürlich negativ auf die Spieltiefe aus. Die Rennen sind jedoch kurzweilig und die Autos sehen stark aus. Auch die Möglichkeiten der optischen Individualisierungen können sich sehen lassen. Dort sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. Wer sich ein bisschen Zeit nimmt hat im Nu komplexe und vor allem einzigartige Decals auf seinem Boliden. Die Steuerung an sich ist eingängig, doch die Feineistellungen sind wirklich kaum der Rede wert. Der Soundtrack könnte den ein oder anderen Ohrwurm vertragen und ist bei weitem nicht jedermanns Geschmack. Was natürlich nicht heißt, das Need for Speed Payback ein schlechtes Spiel ist. Ganz im Gegenteil. Es ist ein solider Spaß für Actionfans und vor allem Fans der Reihe. Doch leider ist es nicht herausragend und knüpft somit nicht an den Erfolg eines Need For Speed Underground 2 an.”
    Tobias Panten, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Fans der Reihe können hier natürlich getrost zuschlagen. Sie bekommen einen tollen Actionfilm zum Nachspielen geboten. Doch Rennsportpuristen sollten ihr Glück besser bei anderen Genrevertretern versuchen.

Tobias Panten
Geschrieben von
freut sich wie ein Schnitzel auf Wacken !!!

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