Naruto Shippuden: Ultimate Ninja Storm Revolution – Test zum neuen Animespiel

Im Manga und der Anime Serie steuert Naruto dem Finale und damit dem Ende zu. Mit Naruto Ultimate Ninja Storm Revolution erscheint bereits der vierte Teil der Ninja Storm Reihe für die Konsolen. Doch was verbirgt sich hinter dem rekordverdächtig langen Namen? Bringt der Titel umfangreiche Neuerungen, ein tiefsinniges Kampfsystem und eine epische Story? Die Antworten auf diese Fragen erfahrt ihr in unserer Review.

 

100 Kämpfer – Ein Ziel: Champion zu werden

Kenner der Naruto Anime und Manga Serie wissen worauf sie sich bei einem Naruto Ultimate Ninja Game einlassen. Knallharte Kämpfe, vielfältige Charaktere und eine filigrane Story. Doch wurden diese Elemente auch passend in das Spiel übertragen? Die Antwort ist nicht eindeutig. Der größte Kritikpunkt liegt zweifellos im Storymodus. Im Spiel hat man zwei verschiede Einzelspielermodi. Zu einem das Ninja Welt Turnier und der Ninja Eskapaden Modus. Die meiste Zeit des Spiels werdet ihr im Welt Turnier verbringen. Schade, da dieser der größte Schwachpunkt des Spiels ist. Denn anstatt die grandiose Story aus der Manga Vorlage zu erzählen, versucht das Spiel eine eigene zu erzählen. Die Story, sofern man sie überhaupt Geschichte nennen kann, ist recht simpel erzählt. So wird ein Turnier veranstaltet in der die 100 spielbaren Charaktere gegeneinander antreten, um heraus zu finden wer denn der stärkste Ninja im Naruto Universum ist. Zu Beginn wählt ihr euren Charakter aus mit dem ihr das Turnier bestreiten möchtet. Danach startet ihr in einer frei begehbaren Insel und könnt Objekte einsammeln, mit anderen Ninjas reden oder euch auf das Turnier vorbereiten. Euer erster Turnierkampf findet im Rang D statt, eure Aufgabe ist es euch von Turnier zu Turnier hochzuarbeiten (Rang D, C, B, A, S). Euer Ziel ist es das S-Rang-Turnier, zu gewinnen. Die Kämpfe finden auch anders statt als gewohnt. Wer denkt er spielt nur mit seinem Charakter, der liegt falsch. Denn die Kämpfe müssen als Team bestritten werde, da mehrere Kämpfe mit je vier Teams hintereinander stattfinden. So schickt jedes Team einen Kämpfer ins Getümmel. Anstatt jedoch die Lebenspunkte eurer drei Gegner auf null zu bringen, müssen Lebenskugeln eingesammelt werden. Diese bekommt ihr, wenn ihr eurem Gegenüber Schaden zufügt. Dadurch lassen sie die Punkte fallen und diese können dann eingesammelt werden. Zu Beginn hat jeder 1000 Punkte, nach einer Minute ist die Runde beendet und das nächste Teammitglied startet den Kampf mit den erarbeiteten Punkten des vorherigen Teammitglieds plus seinen 1000. Wer nach den vorgegebenen Runden die meisten Punkte erbeutet hat, geht als Sieger hervor. Die Vierer Kämpfe haben jedoch den Nachteil, dass man nur eine beschränkte Übersicht hat. Man kann lediglich nur einen Gegner anvisieren. Zwar kann man mit dem rechten Stick den Gegner wechseln, einen besseren Überblick über das Kampffeld erlangt man dadurch aber nicht. Zudem sind die Kämpfe recht hektisch und durch die Lebenskugeln und Spezialattacken ist es schwer den Durchblick zu bewahren. Um neue Teammitglieder zu bekommen, müsst ihr kleine Minispiele absolvieren oder Kämpfe bestreiten. Erst nachdem ihr diese erfolgreich bestanden habt, habt ihr den Respekt erarbeitet so das diese für euch kämpfen wollen. Je nachdem wie stark der zu überzeugende Charakter ist, desto schwieriger ist die Aufgabe, die zu absolvieren ist.

Die Animeszenen sind hübsch anzuschauen

Die Animeszenen sind hübsch anzuschauen

 

Das Kenn ich doch

Im anderen Spielmodus “Ninja Eskapade” werden in drei Abschnitten einige Storykapitel aus dem Anime nachgespielt. Im Ersten wird die Terrorgruppe Akatzuki beleuchtet. Diese hat sich vorgenommen die Ninjawelt zu sabotieren. Dazu braucht es eine kleine Anzahl an starken Ninjas. Diese versucht Aatzuki zu rekrutieren, was in schönen Animeszenen gezeigt wird. Insgesamt wurden im Spiel rund 50 Minuten an Animeszenen aus der Serie ins Spiel übernommen. In weiteren Kapiteln spielt ihr die Geschichte von Shisui Uchiha nach. Dieser beschäftigt sich mit dem drohenden Bürgerkrieg und ist das interessanteste von allen Kapiteln. Jedoch gibt es von diesen Hintergrundgeschichten insgesamt zu wenig. So füllen alle Ninja Eskapaden zusammen nur rund eine Stunde aus. Neueinsteiger werden aber zum Teil Probleme haben, die Flut an Informationen und Charakteren zu folgen.

Jeder Kämpfer hat seine speziellen Attacken

Jeder Kämpfer hat seine speziellen Attacken

 

Lasst sie kämpfen!

Die Story ist in einem Beat Em Up ja eher nebensächlich. Dies kann man mit einem gelungenen Kampfsystem gut verschmerzen. Bei dem Kampfsystem kann Naruto: Ultimate Ninja Storm Revolution überzeugen. Die Steuerung der Kämpfe ist recht simpel. Es gibt Buttons zum Angreifen, Springen, Chakra aufladen oder zum Anwenden von Objekten. Ein auswendig Lernen von Kombos wird dadurch auf ein Minimum begrenzt. Das Aufladen von Chakra bezweckt, dass man spezielle Jutsus ausführen kann. Diese sind je nach Charakter unterschiedlich und haben dieselben Fähigkeiten, wie man sie aus dem Anime kennt. Simples Buttonmashing ist durch gezielte Kontermöglichkeiten, leichte Blocks und Positionswechsel nur bedingt erfolgreich. Nur wer das richtige Timing besitzt und seine Energie richtig verwaltet, wird den Platz als Sieger verlassen. Erfahrene Spieler sammeln gezielt Chakra und greifen im richtigen Moment an und brechen somit Blocks oder verkürzen / verlängern den Abstand zum Gegner. Wenn man dennoch mal vor der Niederlage stehen sollte, hilft nur noch das Ultimtative Jutsu, das zwar eine Menge Chakra kostet, dafür aber auch eine Menge Schaden anrichtet. Zusätzlich könnt ihr zu Beginn eines Kampfes auswählen ob ihr als Spezialatacke den “Unterstützen”-, den “Erwachen”- oder doch den “Ultimativen Jutsu”-Typ nehmt. Bei dem “Unterstützen” Typ kommen euch einige Kameraden beim Kampf zu Hilfe und vermöbeln euren Gegner. Der “Erwachen” Typ” ermöglicht es euch eure innere Kraft zu erwecken. Dadurch kann sich zum Beispiel Naruto in den Neunschwänzigen verwandeln und damit für einige Zeit stärkere Attacken tätigen. Zur Auswahl stehen bei den Kämpfen rund 100 verschiedene Charaktere. Jedoch müsst ihr nicht für jeden Einzelnen verschiedene Kombos erlernen, da alle Aktionen mit denselben Befehlen ausgeführt werden. Grafisch wird, wie es zu einer Animeumsetzung gehört, ein Cel-Shading-Stil genutzt. Dieser trägt besonders in den Kämpfen sehr zum Naruto-Flair bei. Bei der Gestaltung der Charaktere haben sich die Entwickler viel Mühe gegeben, so sehen diese den Personen aus dem Anime zum Verwechseln ähnlich. Auch die Umgebungen, seien es die Kampfarenen oder die Welt, in der man sich bewegt, sind sehr abwechslungsreich und sehr detailliert gestaltet. Bei der Vertonung des Spiels gibt es jedoch einige Kritikpunkte. Die Sprachausgabe der Filmsequenzen kann man leider nicht auf Deutsch stellen. Lediglich eine englische oder japanische Tonspur stehen zur Auswahl. Damit man aber etwas von der Story verstehen kann, muss man die deutschen Untertitel aktivieren. Sehr löblich ist, dass man die originalen Synchronsprecher des Animes engagiert hat. Bei der musikalischen Untermalung hat man sich jedoch viel Mühe gegeben, denn die passt sich immer dem Geschehen an. So wechseln sich ruhige Klänge mit lauteren, actionlastigen Melodien ab.

In den vierer Kämpfen ist eine Menge los, zu Lasten der Übersicht

In den vierer Kämpfen ist eine Menge los, zu Lasten der Übersicht

Fazit:

Die Naruto Anime Serie schau ich ganz gerne. Deswegen hab ich mich gefreut dieses Spiel zu spielen. Jedoch hätte ich es besser gefunden die epochale Story, der Anime Vorlage zu spielen, als dieses Turnier. Zudem wird den Besitzern der letzten Ultimate Ninja Storm Spiele zu wenig Neues geboten, um einen Kauf in Erwägung zu ziehen. Absolute Narutofans die den Vorgänger nicht besitzen und über den monotonen Storymodus hinwegsehen können dürfen bei diesem Titel zugreifen.

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Geschrieben von Kevin Kreisel
Freier Redakteur von NAT-Games.de

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