My Hero One’s Justice 2 – Test zum zweiten Teil der heldenhaften Anime-Keilerei

My Hero One's Justice 2 im Überblick

Online Multiplayer

Couch-Koop / Splitscreen

Mikrotransaktionen

Lootboxen

Onlinezwang

Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

Angebot

Releasedatum: 13. März 2020

Genre: Beat’em Up

USK: ab 12 Jahren freigegeben

Publisher: Bandai Namco Entertainment

Plattformen: Microsoft Windows, PlayStation 4, Xbox One, Nintendo Switch

From Zero to Hero! Das ist wohl der Grundtenor eines jeden erfolgreichen Shōnen-Anime. Die Serie My Hero Academia nimmt das allerdings wortwörtlich: Der junge Izuku Midoriya ohne Superkräfte, auch Macken genannt, wird zum Nachfolger des Nr. 1 Helden – All Might! Der Anime bietet atemberaubende Action und coole Charaktere: perfekte Voraussetzungen für ein Fighting Game. Kein Wunder also, dass Bandai Namco uns 2018 das Beat’em-up My Hero One’s Justice spendiert hat. Jetzt geht der Helden-Schlagabtausch weiter mit My Hero One’s Justice 2. Was macht der zweite Teil neu und was macht er vor allem besser? Ob sich der Nachfolger lohnt und plus-ultra ist, erfahrt ihr in unserem Test.

 

Auf Mission für Gerechtigkeit

My Hero One’s Justice 2 bietet euch einige interessante Modi: Zunächst einmal haben wir da den Story-Modus, in dem ihr die Geschehnisse ab Mitte der dritten Staffel bis einschließlich der vierten Staffel aus dem Anime nachspielt – aber dazu später mehr. Als Zweites gibt es dann noch den Missionsmodus. Hier führt ihr euer eigenes Helden-Büro, rekrutiert Helden, levelt sie auf und schließt Missionen ab. In den Missionen seht ihr eine Karte, auf der sich an bestimmten Stellen Feinde befinden. Eure Aufgabe ist es hier, diese nach und nach auszuschalten und das am besten so schnell wie möglich. Während ihr euch von einem Punkt auf der Karte zum Nächsten hangelt, verursachen eure Widersacher stetig etwas Schaden an dem Ort, an dem sie sich befinden. Ist einer der Orte zerstört, bevor ihr ihn erreicht, gilt die Mission als gescheitert. Zwischen den Kämpfen wird eure Lebensleiste übrigens nicht wieder aufgefüllt, außer durch bestimmte Items, die verteilt auf der Karte zu finden sind. Etwas Taktik eurerseits ist hier also gefragt und sollten eure Kämpfer noch auf einem niedrigen Level sein, auch etwas Skill. Wer eine Herausforderung sucht, der sollte diesen Modus unbedingt ausprobieren. Dann hätten wir da natürlich noch den lokalen Mehrspieler-Modus und den Online-Modus. Viel gibt es hierzu nicht zu sagen: Die Online-Kämpfe funktionierten bei uns einwandfrei. Was noch zu erwähnen ist, wäre die Möglichkeit, dass ihr sogar zu viert lokal gegeneinander antreten könnt. Während zwei Spieler die Hauptkämpfer steuern, übernehmen die anderen beiden jeweils die unterstützenden Charaktere. Zu guter Letzt haben wir dann noch den Arcade-Modus, in dem ihr mit euren Lieblingshelden gegen eine Handvoll Gegner nacheinander antretet. Dabei habt ihr die Auswahl zwischen drei Routen, die unterschiedlich schwer sind.

Der Missions-Modus bietet die größte Herausforderung im Spiel.

 

Der Story-Modus ist minus-ultra

Kommen wir zurück auf den Story-Modus. Wie gesagt, behandelt dieser Modus die Ereignisse aus der dritten und vierten Staffel. Leider beschränken sich die Zwischensequenzen, wie auch schon im Vorgänger, auf Standbilder, durch die ihr euch klickt. Nicht gerade aufregend…. Die Dialoge sind dafür komplett vertont, jedoch nur auf Japanisch mit deutschen Untertiteln. Ungewöhnlicherweise fehlt sogar eine englische Lokalisierung, was nicht unbedingt schlimm ist, da die japanische Synchro einen guten Job macht. Im Grunde schließt ihr hier einen Kampf nach dem anderen ab und erhaltet dafür Accessoires für eure Helden oder Anpassungsmöglichkeiten für eure eigene Visitenkarte – sofern ihr die Herausforderungen, wie etwa den Kampf mit mindestens 50 % Energie zu gewinnen, meistert. Einige Abschnitte der Kampagne sind in Haupt- und Nebenstory unterteilt, in der ihr dann die Sicht eines anderen Charakters einnehmt. Wer übrigens bisher weder Berührungspunkte mit dem Anime noch mit dem Manga hatte, wird hier wahrscheinlich überhaupt nichts verstehen, denn das Spiel setzt das Wissen über die vorherigen Geschehnisse voraus. Einfach gesagt ist der Story-Modus nicht das Highlight des Games. Da ist der Missionsmodus um einiges interessanter.

Die Story wird wie ein Comic dargestellt. Ein paar animierte Zwischensequenzen wären erfrischend gewesen.

 

Hast du ‘ne Macke?

Das Hauptaugenmerk in einem Kampfspiel liegt, wer hätte es gedacht, auf den Kämpfen! My Hero One’s Justice 2 macht hier einen guten Eindruck. Gekämpft wird entweder mit oder ohne Begleiter. Das Prinzip mit den Begleitern kennt man im Grunde schon von anderen Spielen wie aus der Ultimate Ninja Reihe. Per Tastendruck ruft ihr diese herbei und vollführt deren spezielle Macken. Die Kämpfe wirken durch die schnellen Attacken und die Möglichkeit, zu sprinten, durchaus dynamisch und spektakulär. Insbesondere die sogenannten Plus-Ultra Attacken der einzelnen Helden haben es in sich und kommen optisch dem Anime sehr nahe. OK, manchmal verliert man etwas den Überblick in dem ganzen Bildschirmspektakel. Aber wenn ein Held mit seiner Explosions-Macke gegen jemanden mit einer Feuer-Macke antritt, dann ist da eben schon mal die Hölle los. Durch die unterschiedlichen Attacken der Charaktere spielt sich auch jeder einzigartig, sodass bei 40 verschiedenen Charakteren genug Abwechslung vorhanden ist. Hinzu kommen 25 Stages, in denen man sich ordentlich auf die Rübe hauen kann. Das Gameplay im Kampf ist schnell erlernt und auch Kampfspiel-Neulinge können die ein oder andere Combo vollführen. Dafür ist es im Vergleich zu anderen Fighting-Games doch eher simpel gehalten und bietet nicht allzu viel Tiefe.

Die Plus-Ultra Attacken sind bombastisch inszeniert und können sich sehen lassen.

 

Eine positive Entwicklung

Im direkten Vergleich zum ersten My Hero One’s Justice macht der zweite Teil einige Sachen besser. Das Kampfsystem ist spaßig und einsteigerfreundlich, es ist eine große Auswahl an Charakteren vorhanden und auch der Online-Modus funktioniert reibungslos. Besonders der Stil des Spiels hat uns gefallen, denn der kommt dem Anime sehr nahe. Das Wichtigste: Die Plus-Ultras sehen geil aus! Es ist immer wieder ein bombastischer Anblick im Kampf, wenn man seine Energieleiste so weit gefüllt hat, um dann eine solche Attacke zu vollführen. Einzig und allein die Inszenierung der Kampagne hätte ausführlicher ausfallen dürfen. Standbilder und ein Kampf nach dem anderen. Da geht definitiv mehr. Wir hätten uns auch ein paar mehr Neuerungen gewünscht, schließlich ist das ein Vollpreistitel. Wer den ersten Teil schon besitzt, sollte vielleicht warten, bis der Zweite etwas günstiger geworden ist. Fans des Anime und diejenigen unter euch, die Action-geladene Kämpfe suchen, machen mit My Hero One’s Justice 2 aber nichts falsch.

Angebot

 

Positiv:

Optisch kommt es dem Anime nahe
Breite Auswahl an Charakteren
Gelungenes Kampfsystem mit coolen Attacken
Der Online-Modus läuft stabil

Negativ:

Die Inszenierung der Story ist mittelmäßig
Nur die japanische Sprachausgabe ist vorhanden
Für ein Vollpreistitel wenig Neuerungen
  • My Hero One’s Justice 2 – Test zum zweiten Teil der heldenhaften Anime-Keilerei
    “Als Fan des Anime und Kampfspielen an sich ist My Hero One’s Justice 2 für mich eine gelungene Fortsetzung. Natürlich hätte das Spiel im direkten Vergleich zum ersten Teil mehr Innovation vertragen können, aber die Schwächen, die der erste Teil noch hatte, wurden behoben. Es gibt viele Charaktere und auch genug zu tun. Wer allerdings den Anime nicht kennt, wird mit dem recht plump inszenierten Story-Modus keinen Spaß haben. Wenn man aber mal ein paar echt coole Angriffe abfeuern möchte, die man zudem bereits aus dem Anime kennt, wird man mit dem Spiel seinen Spaß haben.”
    Fabian Konschu, Redakteur

Ab in die Sammlung?

Fans von My Hero Academia machen mit My Hero One’s Justice 2 nichts falsch. Wer den ersten Teil schon nicht mochte oder mit dem Anime nichts anfangen kann, der lässt das Spiel besser liegen.

Geschrieben von
hört am liebsten Radio Los Santos

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