Muramasa Rebirth – Review zu Vanillaware’s Japan Action Sidescroller

Noch bevor Vanillaware die mittelalterliche Welt von Dragon’s Crown zum Leben erweckte, schufen sie mit Muramasa The Demon Blade einen Action Sidescroller mit handgezeichneter Grafik für die Wii. In überarbeiteter Version erschien Muramasa Rebirth jetzt auch endlich in Deutschland für die PS Vita. Ob sich der Titel ein Hit wie Dragon’s Crown ist oder nicht, erfahrt ihr hier.

Ihr bereist allerhand Städte im alten Japan.

Ihr bereist allerhand Städte im alten Japan.

 

 

Einmal quer durch Nippon

Ihr erlebt die Geschichte entweder aus der Perspektive der jungen Prinzessin Momohime oder dem abtrünnigen Ninja Kisuke. Momohime ist gezwungen aus ihrem Schloss zu fliehen, nachdem der Sechwertkämpfer Jinkuro von ihrem Körper Besitz ergriffen hat. Da Jinkuro es aber eigentlich auf Momohimes zukünftigen Ehemann Yukinojyo abgesehen hat, bietet er ihr jedoch an, sie in ihrem Körper zurückzulassen, wenn sie ihm hilft, seinen Plan zu vollenden. Kisuke hingegen weiß nicht einmal mehr, wer er ist, er weiß lediglich das er auf der Suche nach einem besonderen Schwert ist. Nach einigen Begegnungen mit früheren Weggefährten, wird Kisuke allerdings bald klar das er deren Unmut auf sich gezogen hat. Daher bleibt ihm keine andere Wahl als Japan nach den Antworten zu seiner Vergangenheit zu durchstreifen.

Egal für, welchen der beiden ihr euch entscheidet, beide besuchen dabei Edo, Yamato oder Ise. Dabei kreuzt ihr mit allerhand Dämonenvolk die Klingen. Das beide Charaktere sich dabei immer tiefer in die Welt der Dämonenschwerter begeben wird ihnen im Verlauf der Geschichte immer deutlicher, da sie es sind die Ihnen den Weg zum Ende ebnen.

 

So mancher Gegner ist nicht was er zu sein scheint.

So mancher Gegner ist nicht was er zu sein scheint.

 

Japan Art auf hohem Niveau

Bereits in diesem Spiel hat Vanillaware auf handgezeichnete Grafik gesetzt, so wie sie ebenfalls im aktuellen Dragon’s Crown zu sehen ist. Die Farbgestaltung wirkt sehr lebendig und erinnert oft an den PS2 Klassiker Okami. Die Schauplätze sind sehr abwechslungsreich und reichen dabei von Städten und Tempeln bis hin zu Feldern, Berggipfeln und mystischen Welten. Obwohl das Spiel dabei grundsätzlich ein 2D Sidecroller ist, spielt man sehr oft mit parallaktischen Effekten um einen 3D Effket zu erzeugen, was sehr hübsch anzusehen ist. Darüber hinaus hat man sehr viel Arbeit in kleine Details gesteckt. So kommt es vor das während Kämpfen von euch Bäume gefällt oder Laternen von der Decke abgeschnitten werden, um nur 2 Beispiele zu nennen. Der Sound, der sich vorzugsweise traditionellen japanischen Folkloresounds bedient, untermalt das Geschehen zu jeder Zeit perfekt und stimmungsvoll. Das gilt genauso für die japanische Sprachausgabe. Für alle Nicht-Japaner gibt es natürlich englische Untertitel.

 

Die Hauptstory könnt ihr auch aus der Sicht von Kisuke spielen.

Die Hauptstory könnt ihr auch aus der Sicht von Kisuke spielen.

 

Alles unter Kontrolle

In Bezug auf die Steuerung hat man sich ebenso bemüht die schnelle Action, zu unterstützen. Ihr habt die Möglichkeit mit der Vierecktaste einen normal Hieb auszuführen. In Verbindung mit dem Stick könnt ihr aus dieser Attacke auch einen Aufwärts- oder Abwärtshieb machen. Ausweichen, Blocken und Springen gehören dabei natürlich auch zu eurem Repertoire. Un hier kommen dann auch endlich die Dämonenschwerter zur Geltung. Mit der Dreieckstaste wechselt ihr zwischen den ausgerüsteten Schwertern. Maximal drei davon können gleichzeitig ausgerüstet werden. Dabei zeigt euch ein Balken, wie viel Energie das jeweilige Schwert noch hat, bevor es bricht. Blockt ihr zu häufig hintereinander, bricht euer Schwert. Schwerter sind jedoch nicht verloren, sobald ihr zu einer anderen Klinge gewechselt habt regeneriert sich das gebrochene Schwert wieder. Mit Kreis entfesselt ihr eine für jedes Schwert spezifische Spezialattacke. Aufgrund dieser Mechanik solltet ihr vor allem in Bosskämpfen darauf achten eure Schwerter gleichmäßig zu nutzen.

 

Momohime ist eine flinke Kämpferin.

Momohime ist eine flinke Kämpferin.

 

Viel zu tun im alten Japan

Muramasa bietet sammelfreudigen Actionfans viel Futter. Im gesamten Spiel können 108 Schwerter erspielt werden, manche erhält man zum Beispiel nach dem Sieg über einen Boss. Die meisten lässt man jedoch vom Schmied Muramasa., im Tausch gegen gesammelte Seelen anfertigen. Die Schwerter sind dabei in einer Skill Tree angeordnet, welcher in zwei Hälften unterteilt ist. Jeder Charakter startet an einer anderen Stelle im Skill Tree. Wollt ihr alle Schwerter freischalten, müsst ihr beide Storys beenden, erst dann hat der jeweils andere Charakter Zugriff auf die erspielten Klingen des Anderen. Manche Schwerter müssen sogar von beiden Charakteren geschmiedet werden. Die Klingen beeinflussen aber auch welches Ende ihr zu sehen bekommt, in Abhängigkeit mit welchem ihr den finalen Schlag ausführt. All dies führt dazu das ihr auch deutlich über die Hauptgeschichte hinaus beschäftigt seid. Aber auch abseits des Hauptgeschehens gibt es Dinge zu entdecken, darunter versteckte heiße Quellen, Dungeons oder Kochbücher. Das Kochsystem hat dabei die gleiche Funktion wie in Dragon’s Crown, nämlich die Heilung zwischen den Kämpfen.

Fazit:

Mit den noch frischen Eindrücken von Dragon’s Crown im Kopf, fiel mir der Einstieg in das Spiel entsprechend leicht. Von der ersten Spielminute an weiß das Spiel zu begeistern. Dies liegt vor allem an den tollen Charakteren, Vanillaware’s handgezeichneter Grafik und an der Liebe zum Detail, die man an jeder Ecke des Spiels erkennt. Das, zusammen mit der hervorragenden Action und dem hohen Wiederspielwert machen Muramasa Rebirth zu einem absoluten Must-Have für Action Fans auf der Vita.

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Geschrieben von Marco Schmandt
Ist unterwegs als Space Ninja in Warframe

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