Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin

Test zum vielseitigen Monsterabenteuer

Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin im Überblick

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Kostenpflichtiger Seasonpass für DLCs

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Releasedatum: 9. Juli 2021

Genre: Rollenspiel

USK: Ab 12 Jahren freigegeben 

Publisher: Capcom

Plattformen: PC, Nintendo Switch 

Lange haben Fans darauf gewartet, in diesem Sommer war es endlich soweit: Mit Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin erschien der bislang zweite Ableger der so erfolgreichen Monster Hunter-Reihe von Capcom. Nachdem bereits der erste Monster Hunter Stories-Teil, der 2016 für den Nintendo 3DS erschien, die Fanbase der Spiele-Reihe erweiterte, warteten dieses Jahr alle gespannt auf die Fortsetzung. Ich wollte herausfinden, ob sich das lange Warten gelohnt hat und bin deshalb für euch in die Welt der Monster-Reiter abgetaucht. Wie sich die Fortsetzung auf der großen Leinwand schlägt und was mir beim Ausflug in die wundervolle Welt voller Monsties positiv aber auch negativ aufgefallen ist, erfahrt ihr in meinem Test zu Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin.

 

Erlebt in Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin eine packende Geschichte

Was darf zu Beginn eines vernünftigen Rollenspiels niemals fehlen? Richtig! Die Charaktererstellung. Bevor ihr euch also in die Welt voller Monster stürzen könnt, bietet euch das Spiel erstmal zahlreiche Optionen, euren Charakter ganz nach euren Wünschen zu gestalten. Hat man sich für ein Aussehen entschieden (keine Sorge, man kann das Aussehen im Laufe des Spiels noch ändern), startet man als niemand geringeres als der Enkel des legendären Reiters Red ins Spiel. Da es unserem verstorbenen Opa, gemeinsam mit seinem Monstie Wächter-Ratha, vor langer Zeit bereits einmal gelungen ist, die Welt zu retten, sind wir von Beginn an dabei, in große Fußstapfen zu treten. Deshalb können wir es kaum noch erwarten, uns als Monster-Reiter zu bewähren.

Und wie es der Zufall so will, bekommen wir auch schon bald die Gelegenheit dazu. Denn auf unserer Heimatinsel Hakolo geschehen seltsame Dinge. Eines Abends erscheint überall auf der Insel ein seltsames, rotes Licht und alle Rathalos, inklusive Wächter-Ratha, ergreifen die Flucht. Und damit nicht genug: Die sonst friedlichen Monster auf unserer Insel fangen an, sich aggressiv zu verhalten und verletzen sowohl Menschen als auch andere Monster.

So wagen wir also unsere ersten Schritte als waschechter Monster-Reiter mit der Mission, das Geheimnis hinter dem roten Licht, welches Monster zu beeinflussen scheint, zu lüften. Und was hat es eigentlich mit der Legende des Ausmerzflügel-Ratha und den Flügeln des Verderbens auf sich? Könnte es etwas mit dem Rathalos-Ei zu tun haben, welches wir von unserer Wegbegleiterin Ena geschenkt bekommen habt? Findet es heraus!

 

Stürzt euch mit eurem Monstie in den Kampf

Da ich nicht zu viel von der Story verraten möchte, weil es mehr Spaß macht, sie selbst zu erleben, kommen wir nun zum Gameplay. In klassischer Monster Hunter-Manier macht ihr euch auch im Ableger auf die Reise, um Quests zu erledigen. Diese sind entweder eure Hauptquests, um in der Geschichte weiter voran zu kommen oder Nebenquests, welche ihr entweder von Dorfbewohnern oder vom Questbrett erhalten könnt.

Auf dem Rücken eures Monster-Partners stürzt ihr euch dann in abgegrenzten Arealen außerhalb eures Dorfes in den Kampf gegen wilde Monster oder sammelt begehrte Items. Wählt im Vorfeld weise, welche Monster ihr mit euch führen möchtet. Denn alle haben neben unterschiedlichen Attacken auch unterschiedliche Fähigkeiten im Feld. So könnt ihr mit machen Monstern schwimmen, einige können Felsen zerbrechen und wieder andere können klettern, wodurch ihr unbekannte Gebiete erreichen könnt.

Kommen wir nun zum Kampfsystem, welches zugleich simpel als auch voller Möglichkeit ist. Im Prinzip habt ihr und euer Monster im Kampf die Wahl zwischen drei verschiedenen Angriffsarten. Kraft, Geschwindigkeit und Technik. Nach dem Schnick-Schnack-Schnuck-Prinzip wird entschieden, wer im Kampf die Oberhand behält. Dabei schlägt Kraft Technik, Technik schlägt Geschwindigkeit und Geschwindigkeit schlägt Kraft.

Es zahlt sich also aus, sich die Angriffsmuster der Monster zu merken, um so einen Vorteil im Kampf zu erhalten. Neben den drei Grundattacken verfügen sowohl eure Monster als auch ihr selbst über Fähigkeiten. Welche Fähigkeiten ihr einsetzen könnt, hängt von der Waffe ab, die ihr führt. So könnt ihr zum Beispiel mit einem Jagdhorn eure Gruppe unterstützen oder mit manchen Schwertern Statuseffekte wie Gift zufügen.

Das Kampfsystem bietet zahlreiche Möglichkeiten.

 

Nutzt Bindungsfähigkeiten für mächtige Teamattacken

Des Weiteren wird in Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin zwischen Hieb-,stumpfen- und durchbohrenden Waffen unterschieden. Je nachdem ob ihr zum Beispiel gegen gepanzerte oder fliegende Monster kämpft, habt ihr mit einer Waffenart mehr Erfolg als mit einer anderen. Das klingt am Anfang zwar kompliziert, doch im Spiel bekommt man schnell ein Gefühl dafür, welche Waffe man gerade einsetzen sollte.

Zu guter Letzt, und das ist definitiv mein Highlight in den Kämpfen gewesen, gibt es noch die Bindungsfähigkeiten. Kämpft ihr erfolgreich, steigt die Bindung zwischen euch und eurem Monster. Wenn die Anzeige voll ist, könnt ihr einen mächtigen Partner-Angriff gemeinsam mit eurem Monster ausführen. Das schöne dabei ist, dass jedes Monster über einen individuellen Bindungsangriff mit wundervollen Animationen verfügt. Ich freue mich zum Beispiel jetzt noch jedes Mal darüber, wenn mein Pukei-Pukei die Zunge rausstreckt, um mich vor dem Giftregen zu beschützen!

Wenn ihr den Kampf erfolgreich für euch gestalten konntet, erhaltet ihr unter anderem Teile des besiegten Monsters. Aus denen könnt ihr dann beim Schmied neue Rüstungen und Waffen schmieden lassen, die euch für härtere Kämpfe wappnen. Um euer Monster Team zu vergrößern, sammelt ihr, wie auch schon im ersten Teil, Monster-Eier aus Nestern der Monster.

 

Lebendige Cutscenes gepaart mit fantastischer Musik

Für mich als Monster-Hunter-Neuling ist es wirklich aufregend, so viele neue Monster kennenzulernen. Ich meine stellt euch vor, ihr spielt jetzt zum ersten Mal Pokémon und kennt keines der Tierchen, die euch da begegnen. Neben den Animationen der Bindungsfähigkeiten, die ich wirklich ins Herz geschlossen habe, muss ich auch die Cut-Scenes lobend hervorheben.

Es macht wirklich Spaß den Charakteren beim Interagieren zuzusehen und auch die Scherze unseres katzenhaften Begleiters Navirou haben das ein oder andere Mal für einen Lacher gesorgt. Neben den Bildern glänzt Monster Hunter Stories 2 auch mit der Musik. Sowohl die Musik in der Welt, als auch die Kampfmusik sind absolut fantastisch und ich versuche immer noch die Ohrwürmer loszuwerden.

Doch leider gab es auch einige Punkte, die mir beim Spielen nicht so gut gefallen haben. Da wäre zum einen, dass ich während der gesamten Zeit das Gefühl nicht losgeworden bin, dass ich mich nur von Quest zu Quest hangele. Das geht sogar so weit, dass sich selbst unser NPC-Begleiter Navirou darüber beschwert, vom Oberhaupt des Dorfes Rutoh nur hin und her geschickt zu werden. Ich weiß, dass dies dem Stil der Monster Hunter-Spiele entspricht, allerdings hätte ich mir ein wenig mehr Freiraum gewünscht. Denn so bekommt man leider relativ wenig von der eigentlich schönen Welt mit, da man sich nur auf den Questmarker konzentriert.

Die Cutscenes sind wirklich fantastisch.

 

Zwischen Überforderung und Sammelwahn

Der nächste Kritikpunkt, der aber auch typisch für die Monster Hunter-Reihe ist, ist: Es ist zu viel. Und damit meine ich leider ein bisschen zu viel von allem. Von Anfang an sammelt man entweder im Feld oder nach Kämpfen unzählige Materialien und Items, von denen man bei der Hälfte nicht wirklich weiß, wofür sie gut sind.

Zu dem kommt die riesen Anzahl an Waffen, Rüstungen, Fähigkeiten und Amuletten, die dir das Spiel von Anfang an zur Verfügung stellt. Und wer sich bereits am Anfang von der Auswahl erschlagen fühlt, dürfte sich darüber freuen, dass diese auch noch stetig wächst. Denn nach jeder Quest könnt ihr wieder neue Rüstungen und Waffen schmieden, die auch nochmal spezielle Fähigkeiten mit sich bringen.

Der letzte Kritikpunkt, den ich hier anbringen möchte, ist die Story. Diese ähnelt nämlich leider schon sehr der Geschichte des ersten Teils. Die Ähnlichkeit zur „Black Blight“ liegt auf der Hand und fällt selbst den Charakteren im Spiel hin und wieder auf. Außerdem steht erneut ein Rathalos im Mittelpunkt des Geschehens. Da hätte ich mir etwas mehr Abwechslung gewünscht, gerade weil viel Kreativität und Originalität in anderen Teilen des Spiels zu sehen ist.

  • Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin – Test zum vielseitigen Monsterabenteuer
    Fazit zu Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin

    Ich möchte mich nicht zu sehr zu meinem ausführlichen Fazitabschnitt wiederholen. Monster Hunter Stories 2: Wings of Ruin ist ein wirklich schönes Spiel, welches definitiv zu begeistern weiß. Die positiven Argumente überwiegen für mich persönlich definitiv im Vergleich zu meinen Kritikpunkten. Das Schöne ist, dass gerade meine Kritik an dem Quest-System und der Masse an Items, Rüstungen und Waffen für viele Spieler kein Problem sein werden. Diese Merkmale sind nämlich typisch für Monster Hunter-Spiele und diese bekanntermaßen bereits zahlreiche Spielerinnen und Spieler begeistern.

    Lukas Runde, Redakteur

 

Positiv:

Eine wirklich schöne und umfangreiche Welt.
Ein komplexes und unterhaltsames Kampfsystem.
Lebendige Cutscenes und wundervolle Musik.
Eine große Anzahl an einzigartigen Monstern.

Negativ:

Eine ähnliche Story wie beim ersten Teil.
Man bekommt das Gefühl, sich von Quest zu Quest zu hangeln.
Die riesige Menge an Items, Waffen und Rüstungen kann überfordern.
Zahlreiche Mikrotransaktionen.

Ab in die Sammlung?

Eine klare Kaufempfehlung für Fans und interessierte Neulinge der Monster Hunter-Spiele.

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Geschrieben von Lukas Runde
Redakteur im Bereich: Games, Movies

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