Monopoly – Test zur Nintendo Switch-Version des Brettspielklassikers

Monopoly ist eines der bekanntesten Brettspiele der Welt. Seit ca. 1933 begeistert es sowohl Groß als auch Klein. Neben vielen thematisierten Versionen wie z.B. auch eine Super Mario Ausgabe gibt es auch zahlreiche Versoftungen für die unterschiedlichsten Konsolen. Und jetzt kommt mit Monopoly für Nintendo Switch (so lautet wirklich der offizielle Titel) auch für Nintendos mobile Konsole eine Version. Diese haben wir für euch mal ausprobiert.

 

Wer kennt es nicht?

Die Regeln für Monopoly sollten eigentlich allgemein bekannt sein, dennoch will ich die Unwissenden mal kurz auffrischen: Es geht darum, Grundstücke zu erwerben, Gebäude auf ihnen zu bauen und seine Kontrahenten mit Mieten in den Ruin treiben. Ereignis- und Gemeinschaftskarten können positive und negative Effekte für euch haben, ihr könnt ins Gefängnis wandern und wenn man über LOS kommt, kassiert man Kohle. Ihr kauft Straßen unterschiedlicher Farbgruppen und errichtet dann Häuser und Hotels auf ihnen, sobald ihr die ganze Farbgruppe besitzt. Mit euren Mitspielern könnt ihr auch handeln, falls ihr eine bestimmte Straße wollt. Diese Regeln sind einfach zu verstehen und haben sich seit Ewigkeiten nicht verändert. Auch in Monopoly für Nintendo Switch ist am Konzept nicht gerüttelt worden. Ihr könnt sowohl auf zwei klassischen Spielbrettern spielen, einmal das allseits Bekannte und eine Rabbidsversion, dann gibt es da noch drei lebendige Spielbretter. Ihr könnt in einem Freizeitpark, einem Gruselwald und einer Großstadt spielen, bis auf Animationen und den Namen der Straßen ändert sich allerdings nichts großartig. Ihr könnt so zum Beispiel im Freizeitpark statt vier Bahnhöfen vier Essensstände kaufen. Interessante Spielwendungen wie zum Beispiel bei Mario Party-Spielbrettern gibt es aber nicht. Auch wenn es am Gameplay nicht besonders viel ändert, wären mehr lebendige Spielbretter als die drei vorhandenen schon nett und auch durchaus möglich gewesen.

Das wird teuer.

 

Mal ein bisschen Abwechslung ins Spiel bringen

Neben den klassischen Standardregeln könnt ihr auch noch ein paar Änderungen vornehmen und so für ein bisschen Abwechslung sorgen. So könnt ihr zum Beispiel andere Spielziele einstellen. Das Standardziel von Monopoly ist ja eigentlich, als letzter Spieler übrig zu bleiben, während der Rest insolvent geht. Monopoly für Nintendo Switch bietet euch da ein paar Alternativen, alle mit einer ungefähren Zeitangabe. Eine Partie Monopoly kann schließlich ellenlang dauern, doch mit den alternativen Zielen könnt ihr das ein wenig abkürzen. So gibt es da zum Beispiel das Ziel „Baue als Erster ein Hotel“, welches mit ca. 25 Minuten beschrieben wird, das Ziel „Städteplaner“ dauert hingegen ca. 45 Minuten und endet, wenn ein Spieler eine gewissen Anzahl an vollständigen Sätzen an Straßen besitzt. Neben den alternativen Zielen gibt es auch noch den Modus „Schnelles Spiel“, welches auch ein wenig zeitsparender sein soll. Hier habt ihr manchmal einen dritten Würfel, der euch noch schneller über das Spielbrett schickt. Zeit spart der Modus aber nicht wirklich, das Spiel selbst dauert genau so lang wie eine normale Partie. Zu guter Letzt gibt es noch die Hausregeln. Dies sind zusätzliche Regeln, die dem Spiel einen Twist verleihen. So könnt ihr zum Beispiel alle bisher gezahlten Steuern einsammeln, wenn ihr auf „Frei Parken“ landet, oder ihr bekommt 1000$ bei einem Einserpasch. All diese alternativen Ziele und Hausregeln sind zwar recht cool, lassen sich aber leider nicht miteinander kombinieren. Wenn ihr also ein alternatives Ziel einstellt, könnt ihr die Partie nicht mit einer Hausregel spielen. Auch mehrere Hausregeln auswählen oder gar eigene erstellen ist leider nicht möglich. Hier hätte man seine Partie mal so richtig individuell gestalten können, definitiv eine verpasste Gelegenheit. Neben den ganzen Zielen und Regeln gibt es auch noch Achievements für euch. Diese reichen von „Lande genau auf ‘LOS’“ über „Umrande das Spielbrett mit 8 Würfelwürfen“ bis hin zu „Gewinne ein Spiel im Vergnügungspark“. Erledigte Ziele bringen euch neue Spielfiguren, darunter auch goldene.

Das nehm ich.

 

Zeit ist Geld

Eine Partie Monopoly geht in der Regel schon eine ganze Weile. Wenn ihr nicht gerade ein zeitsparendes alternatives Ziel auswählt, dann dauert eine Runde gut mal 2 Stunden. Der mobile Aspekt der Switch wird somit hier ein wenig hinfällig, denn Monopoly für Nintendo Switch zieht an eurem Akku und so reicht dieser nur gute 2 Stunden. Wenn euer Spiel also länger geht, dann solltet ihr eine Powerbank o.ä. mitbringen. Ansonsten wurde das Spiel auch für den mobilen Gebrauch angepasst. Ihr könnt auswählen, welcher Spieler das Spielbrett auf dem Kopf sieht, wenn er dran ist. So könnt ihr die Switch flach auf dem Tisch platzieren und mit mehreren Joy-Cons oder einem Controller spielen. Wenn ihr mit den Joy-Cons spielt, dann könnt ihr auch würfeln, indem ihr sie schüttelt. Hier kommt die HD-Rumble-Funktion zum tragen, so dass ihr die Würfel förmlich spüren könnt. Ein netter Nebeneffekt. Nicht ganz so nett sind die Wartezeiten auf die KI sowie die KI selbst. Wenn ihr gegen Computergegner spielt, dann lassen diese sich ziemlich viel Zeit, um ihre Aktionen auszuführen. Und wenn sie etwas tun, dann ist es oft nicht besonders clever. Wer tauscht in einer Monopoly-Partie schon eine teure Straße plus viel Geld gegen eine billige Gammelstraße? Na, die KI in Monopoly für Nintendo Switch tut es und zwar auf jedem Schwierigkeitsgrad. Spielt lieber gegen menschliche Gegner. Da sind die Wartezeiten auch nicht so übel, selbst wenn man viele Animationen wegdrücken kann.

Ab in den Knast für den T-Rex.

 

Monopoly auf der ganzen Welt

Wo wir bei Wartezeiten sind, müssen wir mal kurz über ein Problem reden, welches mittlerweile per Patch aus dem Weg geräumt wurde. Die Ladezeiten sowohl für das Hauptmenü als auch für die Partien waren unendlich lang, hier musste man bis zu 20 Minuten warten. Dies ließ sich beheben, indem man die Konsole neu startete, war jedoch eine nervige Tatsache. Wie erwähnt wurde sie mittlerweile gepatcht, lasst eure Switch also auf jeden Fall zuerst ein Update laden, bevor ihr Monopoly für Nintendo Switch spielt. Zu guter Letzt noch ein Wort über den Online-Modus. Denn ihr könnt tatsächlich Monopoly für Nintendo Switch mit Spielern auf der ganzen Welt spielen (wenn ihr Mitspieler findet). Leider geht dies nur solo, ihr könnt also nicht mit einem Freund gemeinsam gegen Onlinegegner antreten. So schlimm ist das allerdings nicht, denn er stürzt einfach zu oft ab. Ein kleiner Verbindungsabbruch sorgt für den Verfall einer ganzen Partie, so verschwendet ihr nur eure Zeit. Wirklich schade, denn im Grunde läuft der Modus recht flüssig.

 

Positiv:

Viele alternativen Ziele und Hausregeln
Macht mit Freunden besonders Spaß
HD-Rumblefeature der Joy-Cons sind nett

Negativ:

Ziele und Hausregeln lassen sich nicht kombinieren
Akkuverbrauch recht hoch
KI braucht ziemlich lange
KI ist nicht sonderlich clever
Zu wenig lebendige Spielfelder
Online-Modus nicht stabil
40€ definitiv zu teuer
  • monopoly-nintendo-switch-nat-games-test
    “Monopoly für Nintendo Switch bietet euch im Grunde alles für eine gepflegte Partie des kultigen Brettspiels. Es gibt lebendige Bretter mit netten Animationen, diverse alternativen Ziele und Hausregeln und eine Online-Funktion. Leider ist das Gesamtpaket aber nicht rund genug. Die Ziele und Hausregeln lassen sich nicht kombinieren, die Partien erfordern eine Menge Geduld, die KI ist nicht sonderlich clever, der Online-Modus hat viele Abbrüche und, und, und… Für 40€ sollte man sich gut überlegen, ob man sich diese Versoftung zulegt oder doch eine viel günstigere Version des echten Brettspiels zulegt.”
    Maarten Cherek, Redakteur

Ab in die virtuelle Brettspielsammlung?

Monopoly für Nintendo Switch ist nicht wirklich besonders zu empfehlen. Es kostet für seinen Umfang und seine Qualität deutlich zu viel, da kann man sich eher eine handfeste Monopoly-Version kaufen.

Maarten Cherek
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isst nichts so heiß, wie es gekocht wird!

1 Kommentar

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